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 Black Sun: Azariel und Niru

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Selena

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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Sa März 14, 2015 10:18 pm

Würde also durchaus interessant sein ihm neue Sachen zu zeigen, zu beobachten wie er auf neue Dinge reagierte. Ihn vor einem Spiegel zu sehen, etwas das so natürlich für mich war wie es nur sein konnte, wäre für ihn und mich eine neue Situation aber durchaus verlockend. Das würde mich so oder so faszinieren, wie dieser einfach ganz normale Sachen nicht kannte, Spiegel, wahrscheinlich hatte er noch nie etwas Gekochtes gegessen, überhaupt was aß er? Galt es noch herauszufinden, sicherlich würde er es irgendwann sagen. Natürlich wusste ich nicht das Niru kein Wort von dem verstand, dass dieser nicht reden konnte, nicht weil er es nicht wollte sondern einfach nicht konnte.
Was meinen Bruder anging so konnte ich auch gerne auf ihn verzichten, zu viel Zwist lag zwischen uns, zu viel Wut, zu viel Eifersucht. Ich würde es ändern wenn ich es könnte, aber das lag nicht in unserer Natur, wäre ich ein anderes Wesen, dann wäre dies vielleicht möglich. Aber mein Bruder war nicht das woran ich nun denken wollte, während dieses wundervolle Wesen unter mir lag, sich wand und diese wundervollen Laute ausstieß. Es reizte mich mehr davon zu hören, anderes zu hören, ihm diese Laute zu entlocken während er nicht unter Drogen stand, sondern vollkommen frei war davon. Ich wollte das ich sein Dasein erfüllte, ohne das er dazu gezwungen wurde, sicherlich würde das bald so sein, denn ich hatte meine Methoden, würde ihn solange nehmen, unter mir haben, ihn vereinnahmen bis er mich als Herr und Meister akzeptierte, den Boden auf dem ich lief verehrte und mir jeden Wunsch von den Lippen abließ, so wie ich es verdiente.

Oh es war viel unglaublicher wie er sich unter mir bewegte, sich selbst nahm was er wollte, wie er mich immer wieder in sich aufnahm, es dauerte nicht lange, bei den Neunen, ich hätte es auch nicht überlebt wenn es viel länger gegangen wäre, aber es erfüllte seinen Zweck. Das Brüllen…. Nun erschreckte mich fast mehr als ihn, warum hatte ich das getan? Ich kam nicht dazu mich darum zu kümmern weil mein Orgasmus und der des Schlüpflings unter mir mich einfach zu sehr mitnahmen. Ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen als ich sah wie er sabberte, niedlich… ein Schlüpfling eben, schön dass er so auf mich reagierte, schalt mich jedoch gleich selbst, es galt nicht Gefühle für ihn zu entwickeln sondern seine zu mir zu stärken.
Niru wusste vielleicht nicht wie das Mittel wirkte, konnte nicht ahnen was für Folgen es haben könnte und das besorgte mich umso mehr, ich würde die Beiden in der Mangel drehen wenn ihm etwas geschah. Seine Augen waren unfokussiert und sein Atmen, viel zu schnell, ich nahm meine ganze Magie zusammen und zog das Zeug aus ihm heraus, ließ es in sein Sperma dringen und es vollkommen dort zu konzentrieren, während ich gleichzeitig Feuer in meinem Rachen ansammelte, eine Konzentrationsleistung wie ich sie kaum aufbringen konnte nach dem was wir gerade geteilt hatten und dennoch.. schaffte ich es irgendwie ohne ihm dabei zu schaden. Sein Samen schoss aus ihm heraus, drang in meinen Rachen und verbrannte, ehe es in meinen Organismus geriet, keuchend blickte ich auf und entdeckte entsetzt das er in sich zusammengesackt war und nicht mehr rührte. Verdammte… Höllenbrut… hatte ich es etwa nicht geschafft? Er konnte nicht einfach…  eben hatte ich ihn noch wimmern gehört, kroch auf allen vieren über ihn und legte meinen Kopf auf seine Brust, lauschte nach dem Herzschlag, in der Position könnte ich auch gleich Wiederbe… nein das war nicht nötig, da war er. Ich schloss die Augen und ließ mich kurz auf ihn fallen, genoss den leicht erhitzten Körper unter mir, ehe ich aufstand und mich wieder anzog, ihn dann auf meine Arme nahm und nackt wie er war hinaustrug, eigentlich hatte ich ihn ja in eine der Zellen bringen wollen, aber nach dem was er gerade geleistet hatte, wäre es wohl besser ihn in eine schönere Umgebung zu bringen. Der Saal wäre eigentlich für den Wasserdämon gewesen, hatte einen Wasserfall auf der linken Seite, der sich weit erstreckte, ein Becken das in den Boden eingelassen war. Ich konzentrierte meine Magie, murmelte vor mich hin, während sich im Saal selbst ein gewaltiger Wald hochzog, Lebewesen konnte ich keine erschaffen, da würde ich welche einkaufen müssen, damit der Kleine sich wohlfühlte, den ich dann auch auf eine Lichtung neben das Becken legte, ich positionierte ihn so das sein Kopf auf seinem Arm lag, er auf der Seite, sah süß aus wie er da schlief, während ich mich selbst erstmal auf einen der Steine setzte, hier ein paar Details einfügte und dort einen Baum um positionierte. Ja…. So konnte man das lassen. Auch wenn er im Moment nicht in der Lage war sich um die Bäume herum zu winden, so würde es ihm dennoch sicher Spaß machen in ihnen herum zu klettern.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 3:55 am

Oh, ich bekam zwar schnell Angst oder distanzierte mich vor fremden Dingen, einfach weil die meist gefährlich waren, gleichzeitig war ich aber auch noch ziemlich jung und recht neugierig. Ich kannte all das nicht, kannte nicht mal Feuer im menschlichen Sinn und hatte auch keins mehr gesehen, seit ich die Unterwelt fluchtartig verlassen hatte – und im Sumpf war es zu feucht gewesen, die ganzen Tiere mit denen ich mir den Bauch vollgeschlagen hatte waren aber auch so lecker gewesen. Ich wäre wohl ziemlich irritiert, sollte man mir eine Gabel oder einen Löffel geben. Oder mich vor einen Spiegel setzen. Nein, von der Zivilisation, wie sie seit dem Fall der Menschen entstanden war, hatte ich keine Ahnung. Und ich war auch der Meinung all das nicht zu brauchen, der einzige zu dem ich eine Bindung hatte war ich selber und ich war mein eigener Herr – jedenfalls war es mal so gewesen. Nur die Wärme, die würde ich gern wiederhaben …

Auch ohne das Mittel hätte mich diese Vereinigung vollkommen erschöpft, so war es nur weitaus heftiger, eine große Belastung für meinen Körper, der bisher sonst nur Kontakt mit der starken Betäubung meines Fängers gemacht hatte. Aber dazu kam der erste, zweite, gar dritte Orgasmus den ich je verspürt hatte, das alles ausgemergelt, durstig, verletzt und völlig verstört da ich Gefangenschaft nicht gewöhnt war – man hätte das Cardias wohl gar nicht richtig dosieren können, von dem ich nicht wusste dass es das gab und was es machte. Ich hatte nur gespürt wie heiß der Mund war, der sich um meinen Schaft gelegt hatte, die unsägliche Hitze … und die Befreiung von dem Mittel, das mich zudem hochsensibilisiert hatte, war dann der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte.
Nein, ich krepierte nicht, wäre ja doof um das neue Spielzeug. Ich war nur viel zu ausgepowert und überlastet um noch bei Bewusstsein bleiben zu können, reagierte auch weder auf den Kopf noch den ganzen Körper der auf mir ruhte, der Kälte die in meine Glieder kroch bis der Fremde mich dann hochhob. Ich seufzte leise, wandte unbewusst leicht den Kopf in Richtung der breiten, warmen Brust, an die gelehnt ich eine kleine Reise machte … an einen eigentlich schönen Ort. Ein Gefängnis zwar, aber ein schönes Gefängnis, in dem ich weiter ruhen konnte – wenn auch nicht lange.
Ich war mental noch immer ein Wildtier, mein Körper erholte sich nicht so lange, bis er wieder fit war um dann aufzuwachen, sondern gerade mal so lange bis ich wieder Kraft hatte meine Sinne wieder zu erlangen. Auch das währte wohl mindestens eine halbe oder dreiviertel Stunde seit meinem letzten Wimmern in diesem schrecklichen Raum, dessen Aussehen ich nicht mal hatte abspeichern können.
Das erste, was ich vernahm, war leises Plätschern, das durch das rauschen in meinen Ohren drang. Dann spürte ich meinen Körper, und oh wie war dieser schwer, matt, ich fühlte mich wirklich ausgelaugt und meine Kehle brannte. Von daher war es wohl nicht verwunderlich, dass ich mich in Richtung der vermeintlichen Wasserquelle drehte und den Kopf hob, noch ehe ich träge die Augen aufschlug. Wasser! Richtiges Wasser, und das … hä? Bin ich … wo bin ich denn hier? So viele fremde Gerüche, ich hätte den Drachen nicht mal bemerkt wenn er direkt neben mir stünde, sammelte all meine mageren Kräfte und bewegte mich irgendwie über den Boden, bis mein Kinn Wasser berührte. Ich seufzte wohlig auf, als das klare Wasser meine Zunge benetzte, trank so hastig dass ich mich einmal sogar verschluckte. Ohne darüber nachzudenken stemmte ich mich ein wenig hoch und nach vorn, dann glitt ich ins Wasser.
Das schwerelose Gefühl war wunderbar, ich fühlte mich ein wenig Besser und auch sauberer, meine Haut regenerierte sich sichtlich nun da sie nicht mehr so trocken war – was ich nicht bedacht hatte war, dass ich trotzdem noch zu schwach war hier irgendwie wieder raus zu klettern, Mist. Ich tauchte wieder auf und schob erst mein Kinn über den Rand eines schön rundgewaschenen Steins mit Moos, dann einen Arm um nicht unterzugehen. Ah, so war schon ein bisschen besser, aber ich realisierte langsam was passiert war, passiert sein musste da ich die Spuren noch an mir trug und mich fühlte wie gepfählt, aber der Ort war doch schön? Ich war so müde, erschöpft, die Augen wollten mir wieder zufallen trotz meiner etwas ungünstigen Parkposition … und etwas wärmer könnte es sein. Dass das Wasser nur angenehm lau, aber nicht warm war, steigerte meine Aktivität nicht gerade.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 5:12 pm

Ich ließ mein neues Haustier nur ungern alleine, wusste aber dass ich ihm erstmal Ruhe gönnen sollte, war wohl besser wenn er hier erstmal alleine aufwachte und sich zurecht fand, vorstellen konnte ich mich später immer noch. Dass ich von einer dunklen Gestalt beobachtet worden war und eben diese Gestalt mir nun hinterherlief, während ich guter Laune mein Zimmer betrat merkte ich erst als ich die Türe schließen wollte und sie mir direkt aus der Hand gerissen wurde. Ich runzelte die Stirn, sammelte schon mein Feuer, als ich den finsteren Gesichtsausdruck erkannte. Oh…oh… „Anukis…“, begann ich, förmlich, höflich, wusste an seinem Gesichtsausdruck abzulesen das er definitiv stinksauer auf mich war. Ich war sonst der Wyvvern, war stark und mächtig, vollkommen erhaben, aber wenn er vor mir stand fühlte ich mich wieder wie ein 150jähriges Kind das erstmal erzogen werden müsste, zwar legte er mich nicht mehr übers Knie, aber danke bitteschön… Automatisch trat ich zurück, wollte nicht das jemand anders das hier mitbekam und legte einen Stille Zauber über das Zimmer, ehe das Donnerwetter schon über mich hereinbrach, noch bevor ich auch nur ein Wort zur Verteidigung ansetzten konnte. Natürlich… wusste ich das Cardias nicht unbedingt das Beste Mittel war und es machte mich wütend das er mich daran erinnerte das selbst ich es testen musste, wer auch immer es mir damals verabreicht hatte, ich wusste es nicht mehr… „Ich konnte ja nicht wissen das die Dosierung nicht stimmt. Außerdem gehört Niru mir!“, knurrte ich zurück, hatte ihn ja nur für mich genommen und mir geholt was mir zustand, verschränkte die Arme schützend und teils abweisend, er hatte mir gar nichts mehr zu sagen, ich war doch kein Schlüpfling so wie Niru. „Du hättest es ihm niemals geben dürfen. Ich bin enttäuscht von dir. Und ich bin es leid mich jedes Mal um deine Errungenschaften zu kümmern.“, knurrte der Mann mich an, ehe er auf der Stelle kehrt machte und verschwand, wohin auch immer, wahrscheinlich zu Niru… Genervt setzte ich mich an meinen Schreibtisch und fing an eine Arbeit zu machen die liegen geblieben war, während ich versuchte zu verdrängen was genau Anukis mir da durch die Blume zu verstehen gegeben hatte, sicher hatte ich das Zeug abbekommen und er rettete mich davor von irgendwelchen wildfremden Kerlen vergewaltigt zu werden, eine erniedrigende Situation… und noch erniedrigender weil ich nicht wollte das Anukis jemandem etwas mitteilte und er sich dann selbst darum gekümmert hat. Hätte ich rotwerden können wäre ich nun knallrot, stattdessen fing nur das Blatt unter meinen Fingern an zu qualmen, was mich wütend den Briefbeschwerer an die Wand werfen ließ. Na danke. Die Gute Laune war wieder ade….
Anukis derweil machte sich auf den Weg zu Niru, wusste wie verwirrt der Junge Mann sein müsste, wusste ja noch nicht einmal wie alt er war und wie es ihm gehen würde, er hatte nur erfahren das er diese verdammte Droge abbekommen hatte und ihn dann gesehen als er wie Tod wirkend von Azariel weggetragen wurde. Sein Gang war etwas beschleunigt, er wusste ja nicht in welchem Zustand der Basilisk war, soviel wusste er zumindest schon, ein wahrhaft seltenes Wesen. Eines das man mit Ehrfurcht und Respekt behandeln sollte und nicht unter Drogen setzen und sich nehmen was man wollte. Eine Sache die er Azariel sicher nicht beigebracht hatte, nichtmal ansatzweise, manchmal fragte er sich wirklich was da in seiner Erziehung falsch gelaufen war, aber es half ja auch nichts wenn die Eltern den Jungen wiederum dazu erzogen sich zu nehmen was er konnte und wollte. Ein Schnauben entrang sich seiner Kehle als er an den Namen dachte den Az dem Basilisken gegeben hatte.. Schlüpfling… das ließ ja schon Schlimmes erahnen wenn er ihn nach einem Baby benannte. Wann immer der Drache sich ein neues Haustier einbildete oder einen neuen Gefährten, so war es an ihm denjenigen zu versorgen, sich darum zu kümmern das es ihm gut ging, ihn wieder aufbauen… Der Einzige bei dem er nicht böse drum gewesen war ihn zu verlieren war der letzte Dämon, ein Wasserdämon der eingefangen wurde nachdem er mehrfach Wesenheiten ertränkt und vergewaltigt hatte, in beliebiger Reihenfolge übrigens. Dafür war Azariel dann wieder zu gnadenvoll mit ihm umgesprungen, vielleicht auch weil es ihn einfach nicht interessierte woher seine Haustiere kamen, da konnte man genauso gut an eine Wand reden oder einem Vampir versuchen beizubringen das er sich ab heute von Brokkoli ernähren sollte.
Vorsichtig und leise öffnete er die Türe zum Gefängnis Nirus, holte kurz Luft und… blieb erstmal erschrocken stehen. Was…. War denn das hier? Neugierig betrachtete er die Umgebung, ein riesiger Urwald der sich vor ihm erstreckte und hinten hörte er Wasserrauschen, klang ja fast wie ein Wasserfall, leise schloss er die Türe und trat in den Wald, ging automatisch Richtung Wasser, wo er dann auch den jungen Mann bewusstlos liegen fand. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken kniete er sich neben ihm nieder, legte leicht seine Hände auf den erkaltenden Körper, den Puls spürte er, auch das der andere lebte und keine Droge mehr in seinem Organismus war, dennoch sandte er ein klein wenig seiner Magie in den schlafenden Mann, in der Hoffnung die Selbstheilungskräfte ein wenig unterstützen zu können. Danach entfernte er sich wieder von ihm, setzte sich mit dem Rücken an einen der naheliegenden Bäume, von dem aus er den jungen Basilisken beobachten konnte und wartete darauf dass dieser erwachte. Derweil genoss er die Ruhe, ein schönes Paradies hatte sein Schützling da aufgebaut, auch wenn er eher erwartet hatte eine Gefängniszelle vorzufinden, musste ihm wohl leidtun was er getan hatte, was ihm ein leises Seufzen abverlangte.
Erstaunlich schnell wachte der junge Schlangenmann auf, Anukis tat erstmal nichts sondern beobachtete nur. Für einen Moment war er gewillt aufzuspringen und zu helfen als der Kleine sich verschluckte, schon als er sich schwach zum Wasser hin gerobbt hatte, meine Wut würde hier jedoch nichts bringen, das durfte sich Azariel später alles anhören, jetzt galt es erstmal den wirklich jungen Basilisken zu beruhigen und ihm ein wenig Zuneigung zu schenken, war doch immerhin eingefangen, vergiftet und ja gegen seinen Willen genommen worden, was sehr wohl einer Vergewaltigung glich, immerhin war er ziemlich verletzt worden, auch wenn seine Heilungskräfte das Meiste schon versorgt hatten und das war sicherlich kein gewollter Sex von beiden Seiten gewesen. Für einen kurzen Moment war er abgelenkt gewesen, hatte nicht eingreifen können als der Dunkelhaarige ins Wasser glitt, sich einfach… fallen ließ. Trotzdem musste er nichts tun, er trieb nur ein wenig umher und hielt sich dann an einem Stein fest, zog sich dort hoch. Eine Aktion die Anukis erleichtert aufatmen ließ, ihn dazu brachte vorsichtig aufzustehen und mit langsamen Schritten auf das Becken zuzugehen, langsam und mit bedächtigen Gesten, wollte ja den jungen nicht wieder erschrecken. Langsam ließ er sich am Rand nieder, lächelte ihn vorsichtig an und wandte den Blick gen Wald, den Basilisken jedoch immer noch im Augenwinkel. „Hallo. Mein Name ist Anukis.“, stellte er sich mit samtener Stimme vor, natürlich hielt er diese genauso leise, vorsichtig und wachsam, er hatte es hier mit einem verletzten Tier zu tun um das er sich kümmern würde, einmal mehr, war ja nicht so als wenn er sich damals nicht so um Azariel kümmerte als dieser am Boden war, warum auch immer er dies nun anderen antat. „Und du bist?“
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 6:51 pm

Auch ich war ziemlich verwundert von diesem Ort, den ich mir noch nicht hatte in Ruhe ansehen können. Dennoch, die Umgebung hatte mir gut getan, ebenso das kurze Eingreifen fremder Magie, dank derer ich wohl ein wenig früher zu mir kam als sonst wohl, die feuchte Luft, der Geruch von Pflanzen, all das wirkte besänftigend … auch wenn ich noch immer keinen Plan hatte, wie ich hierher gelangt war. Ich konnte mir nicht vorstellen, so was in einem Gebäude errichten zu können, Magie war etwas das wehtat, sofern ich bisher gelernt hatte. Ich war immernoch erledigt, ausgelaugt, matt und verstört, aber es ging, ich konnte mich nur auf das Wasser fokussieren das so wohltuend meine Lippen benetzte – zum reinlegen, und genau das machte ich auch, bevor ich überhaupt registrierte wo ich war und dass ich … nicht allein war. Ich konnte mich erstmals ein wenig orientieren, als ich pitschnass halb auf dem Stein zum Liegen kam, etwas keuchend sah dass da … Bäume waren. Träumte ich? Es konnte nur ein Traum sein, da ich ja nicht wieder in einem Wald sein konnte, nach dem was passiert war, aber ich hörte auch keinen Drachen brüllen, witterte keinen (wie auch im Wasser) und wollte gerade anfangen zu überlegen, wie ich hier rauskam, um nach Futter oder einem Versteck zu suchen, als ein Schatten auf mich fiel. Er konnte noch so bedächtig gehen, ich war gerade nicht in der Verfassung jemanden rechtzeitig wahrzunehmen und erschrak daher als der Fremde in mein Blickfeld geriet, das eifrig hin und her huschte.
Ich atmete erschrocken ein und zog sofort die Arme zurück, wodurch ich bis unter die Augen im Wasser versank. Ich hatte Angst, sie kam fast sofort wieder hoch, auch wenn ich nicht misstrauisch wurde – niemand hatte bisher vorgegaukelt nett zu mir zu sein um mich dann hinterrücks zu erdolchen oder so, von daher vermutete ich auch nichts negatives hinter dem Handeln des anderen., Dennoch, ich spürte dass er alt und mächtig war, was bisher nie gut für mich ausgegangen war, und mit matten Armbewegungen wich ich ein wenig zurück vom Rand. Eine blöde Idee, ich wusste nicht wirklich wie man in Menschengestalt schwamm, bewegte mich aber instinktiv richtig, sodass ich nicht unterging. Mein aufmerksamer, etwas reservierter Blick ruhte auf dem gebräunten Körper. Die Augen jagten mir Furcht ein, was ich mit Respekt verwechselte, er lächelte leicht, was ich nicht zu deuten wusste. Wo war der Drache? Hatte der da was damit zu tun, dass er weg war? Wo war ich überhaupt?
Anukis also, ich hatte einen Namen den ich im Kopf wiederholte, bis ich sicher war ihn mir gemerkt zu haben. Das hier war die erste Frage, auf die ich eine Antwort hätte geben wollen, wenn ich eine hätte und formulieren könnte. Aber meinen Namen würde ich niemals nennen dürfen, und einen anderen hatte ich nicht. Also schüttelte ich sachte den Kopf, die Augen unverwandt auf den Fremden gerichtet, konnte mich nicht entscheiden ob ich vor ihm zurückweichen oder näherkommen sollte, also entschied ich mich, unschlüssig ein bisschen zur Seite zu paddeln, ehe ich merkte dass mir das zu anstrengend wurde. Ich steuerte den nächsten Stein an und zog mich so gut es ging hinauf, was nicht weit war, aber das festhalten war weniger anstrengend als zu schwimmen. Auch überzog mich kaum merklich eine leichte Gänsehaut, ich war schon vorher abgekühlt und so viel wärmer war auch dieses Wasser hier nicht, eher klar und rein, lauwarm, aber viel kühler als ich es aus dem Sumpf gewohnt war. Trotzdem fühlte ich mich recht wohl hier, sofern mein Zustand das zuließ.
„Mh?“, machte ich dann, den Kopf so abgelegt dass ich den Fremden immernoch sehen konnte und versuchend, irgendwie herauszufinden was dieser Ort hier war. Der Fremde war nicht der Drache, seine Aura und Stimme war ganz anders, älter, ruhiger … kühler. Aber er tat mir nichts, hatte bisher nichts gemacht und ich nahm auch keine Aggression wahr mit dem Wittern meiner gespaltenen Zunge.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 8:56 pm

Oh Magie war eigentlich wundervoll, die ganzen Möglichkeiten die einem offen standen! Als Greif war er ein Wesen das aus reiner Magie bestand, alt und mächtig, halb Löwe, halb nun Vogelwesen, dementsprechend konnte er auch Flügel erscheinen lassen. Außerdem sagte man ihnen nach das sie Basilisken besiegen konnten, was jedoch eher einer anderen Legende zu Grunde lag, in der ein Greif sich einen Basilisken als Partner geholt hatte und dieser unterlag ihm jedes Mal wieder gerne, zumindest wenn es immer noch so war, hatte die Beiden schon `ne Weile nicht mehr gesehen. Wenn es Azariel also zu weit trieb würde er den kleinen Basilisken schnappen und eine kleine Reise mit ihm veranstalten, wer wusste schon ob er andere Basilisken kannte?
Es war ihm klar, dass der Kleine nicht begeistert war das er nicht alleine war, das er hier war und seine Ruhe störte, aber er wollte ihn nicht in dem Zustand alleine lassen, wer wusste schon was er tun könnte? Und wenn er ihn jetzt alleine ließ war die Wahrscheinlichkeit das er niemanden mehr an sich ranließ ziemlich hoch, etwas das ja nicht unbedingt sein musste, bedachte man das Azariel seine Spielzeuge die er nicht mehr wollte gerne weiterverschenkte oder verkaufte. Galt also den Kleinen lange genug an die Gesellschaft Anderer zu gewöhnen das es diesem nicht so gut ging, außerdem hatten Schlangen sowieso die Eigenart auf Umzüge schlecht zu reagieren, manche stellten einfach das Essen ein und legten sich in eine Ecke um zu sterben, warum auch immer, blieb nur zu hoffen das es bei Basilisken anders war…
Kurz musste er dennoch schmunzeln als der Basilisk so unter Wasser sank, nur noch die Augen und der restliche Kopf herauslugten, was ihn ja in dem Klaren Wasser nicht sonderlich verdeckte. Süß, wenn man bedachte wie verdammt jung der Kleine war, Anukis schätzte ihn auf nicht mal dreihundert, so jung… er würde Azariel sowas von einen Einlauf verpassen, dem würden nicht nur die Ohren klingeln, vielleicht würde er ihn wirklich übers Knie legen. Er seufzte leise, lehnte sich etwas zurück und schloss die Augen. „Kaum vorstellbar das hier alles aus Magie erschaffen ist.“, fing er an zu reden, wollte das der Jüngere sich etwas an seine Stimme gewöhnte. „Nur Lebewesen kann man nicht aus Magie erschaffen, diese sind dann wie Illusionen, sie flackern etwas, man erkennt das sie nicht echt sind, spürt kein Leben in ihnen. Aber ansonsten… man kann fast alles machen.“ Anukis lächelte ihm zu, zwinkerte ihn an, ehe er leicht die Stirn runzelte, sich dann zu ihm rüber beugte, nun seinerseits sich auf dem Beckenrand abstützte. Den Kopf auf seine Arme legte, so wirkte er weniger aufdringlich, weniger bedrohlich von der Haltung her, außerdem hatte er keine Lust sich gerade zu halten, war einfach selbst ein wenig müde, was Kinder doch alles an Arbeit machten. „Hast du keinen Namen? Wäre dann der in Ordnung den mein… Schützling dir gegeben hat? Wie findest du Niru?“, fragte er leise.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 9:41 pm

Angst vor Magie hatte ich schon, nicht zuletzt weil ich ja auch nicht wusste was man damit alles machen konnte – dass daraus ganze Geschöpfe entstanden, man Wasserfälle bauen konnte und ich sie selber zu benutzen in der Lage wäre … eh ja, konnte ich auch nicht wissen. Auch war ich noch nie einem Greifen begegnet, zu meinem Glück, ich wäre für so ein Kaliber auch ohne Siegel kein Gegner. Nicht zu glauben dass ausgerechnet so einer jetzt nett zu mir war, das begriff ich ja. Und auch wenn ich alleinsein gewohnt war, so machte es mir in dieser fremden Umgebung Angst, alles konnte gefährlich sein auch wenn es vertraut wirkte, und da war es gut einen Einheimischen zu haben, nach dem man sich richten konnte, die wussten ja wann Gefahr drohte und wann nicht.
Der Mann mit den weißen Haaren war aber entspannt, wie ich merkte. Keine Ahnung wie ich auf Gefangenschaft reagieren würde, aber noch hatte ich Lebenswillen, und ziemlichen Hunger nun da der Durst gestillt war. Ich war zu jung zum sterben, auch wenn ich nicht wusste wie alt ich nun genau war. Zählen konnte ich bis acht. Der Mann lächelte immernoch, auch als ich herumplanschte und dann machte er die Augen zu. Hier konnte echt keine Gefahr sein, ich wusste aber auch so nicht, was ich von allem halten sollte. Magie? Das alles sollte Magie sein? Ich beäugte skeptisch den Stein, auf dem ich lag, und sah dann zurück zu dem Mann – wie jetzt, ich hielt mich an Magie fest? Das sah so echt aus. Fühlte sich auch so an. Die Stimme war auch tatsächlich beschwichtigend, ich war recht gut beeinflussbar durch melodische Klänge und sah auch zu, wie der andere sich hinlegte. Verdammte Neugier. Die deeskalierende Haltung ließ mich doch wieder innehalten, meine Zunge schnellte interessiert vor und eigentlich wollte ich näher ran, mal an dem Fremden schnuppern, wagte es aber nicht. Doch was er dann sagte ließ mich aufhorchen. Schützling, das Wort kannte ich nicht, aber es klang wie Schlüpfling, so hatte mich der andere Mann genannt dessen Stimme ganz anders klang. Dass er Niru gesagt hatte, daran erinnert eich mich kaum, verstand aber dass es darum ging, wie man mich nennen sollte. Ich hatte einen Namen, aber den durfte niemand wissen, also nannte man sich anders. Anukis war sicher nicht sein richtiger Name, aber man nannte ihn so. Sollte ich also Niru heißen?
„Ni...ru?“, versuchte ich zu wiederholen und runzelte die Stirn, das musste doch gehen, „Niru!“
Ob das so richtig war? Es klang jedenfalls nicht schlimm und mit etwas Übung konnte ich es vielleicht aussprechen. Aber wollte ich denn einen Namen haben? Was bedeutete das? Verunsichert sah ich wieder zu dem anderen. Ich wollte doch gar nicht hierbleiben, allein der Gedanke und vielleicht auch das Wasser ließen mich frösteln.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 10:07 pm

Nun, Magie konnte vieles sein, von erschaffend bis hin zu zerstörerisch. Es war schön zu sehen wie der Schlüpfling (und ja jetzt benutzte er den Begriff auch schon aber der Kleine war nun mal sowohl vom Alter als auch vom Verhalten her ein Jungtier!) mit großen Augen die Umgebung neu betrachtete, beinahe verwirrt den Stein anstarrte, stirnrunzelnd und versuchte zu verstehen. „Soll ich dir mal was zeigen?“, fragte er mit einem leisen Lachen, hob dann eine Hand und erschuf einen kleinen Schwarm roter Vögel, vom Aussehen her ähnlich wie Kolibris die mittlerweile ausgestorben waren. Sie flimmerten leicht, so wie er es vorhergesagt hatte und flogen dennoch gen Himmel, ehe sie in kleine rote Funken zerbarsten und gen Boden regneten, jedoch verschwanden bevor sie Boden oder Wasser berühren konnten. Azariel hatte diese Illusionsspiele als Kind geliebt, mal sehen wie der junge Basilisk darauf reagierte und ob er etwas dafür übrig hatte. Genau genommen würde er ihm aber auch nichts tun wenn sie sich in freier Wildbahn begegneten, Greifen waren alte, weise Wesen die keinen Streit suchten sondern schlichteten, die versuchen würden Schwächere zu beschützen und genauso verhielt er sich auch hier.
Es war ihm bewusst, dass der Andere neugierig war, so jung konnte er vieles nicht kennen und wenn er wirklich ein reines Wildtier war dann… ohje. So wie er den Namen aussprach und so wie er bisher geantwortet hatte, oder eben die Abwesenheit von Antworten, zeigten ihm das der Andere wohl gar nicht reden konnte. „Gut gemacht.“, lobte er ihn daher mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, „Du kannst gar nicht reden oder?“, fragte er weiter, streckte vorsichtig die Hand aus. „Möchtest du herkommen, komm mal her.“ Seine Stimme war immer noch ruhig und sanft, wollte das der Kleine herkam und er ihn aus dem Wasser holen konnte, ihn untersuchen, vorsichtig sodass dieser nichts mitbekam, aber eigentlich auch um ihn mal fest in den Arm zu nehmen, er sah nämlich so aus als würde er das brauchen. „Ich tu dir nichts, versprochen.“
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 10:37 pm

Ich hatte leider zu viel Zerstörerisches von Magie mitbekommen um wirklich ein Fan davon zu sein, angefangen mit dem Magier der mich gefangen hatte. Auch in Gefangenschaft war es eigentlich immer Magie gewesen die mich verletzt hatte, denn ohne feste Klauen oder so war es sonst kaum möglich meine Haut zu durchdringen.
„Ah!“, machte ich, war vorgewarnt gewesendass da etwas passierte, hatte aber nicht vermutet was es sein würde., Vögel! Ich hatte so Hunger, aber sie waren auch hübsch, sodass ich mich kurz schwach aufstützte als wollte ich ihnen nach, aber da zerplatzten sie schon. Och … ein bisschen enttäuscht war ich schon weil sie weg waren, vielleicht machte der Fremde … nein, Anukis mal neue wenn ich sie dann auch fangen spielen konnte. Dass sie nicht echt waren, das hatte ich verstanden. Magie. Aber hübsche Magie.
Auch fühlte ich mich von dem Fremden immernoch nicht bedroht, er hatte auch was tolles gezaubert und das Lob als solches verstand ich, kam aber nicht dazu zu lächeln, weil ich den Kopf schütteln musste mit etwas verschüchtertem Blick. Nein, konnte ich nicht, hoffentlich war das nicht schlimm. Ich wollte nicht dass der komische Mann da mir böse wurde.
Dann horchte ich auf – herkommen? Ah, ich durfte also, zögerte zwar noch einen Moment, nahm dann aber den Mut zusammen mich wieder vom kühlen Stein zu lösen und kurz ganz einzutauchen, ehe ich kurz vor der gebräunten Hand wieder auftauchte. Dass ich mich daran festhalten könnte wusste ich nicht, stupste nur mit der Nase dagegen und witterte interessiert. Er würde mir schon nichts tun. Trotzdem war es noch zu anstrengend frei zu schwimmen, vor allem in diesem unpraktischen Menschenkörper, also griff ich aus Reflex, wenn auch mit schlechtem Gewissen, nach dem mir angebotenen Arm. Er war gar nicht kalt, nicht so warm wie der andere, aber wärmer als ich. Ob ich rauskommen sollte? Aus eigener Kraft würde ich mich nicht hochziehen können und sah den Mann an einigen nassen Haarsträhnen vorbei an.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 10:58 pm

Offensichtlich hatte er auch hier einen jungen Mann gefunden der nicht anders konnte als sich an den Illusionen zu erfreuen, Azariel mochte es vielleicht nicht zugeben, aber er schaute dennoch gerne zu, der Zauber war scheinbar auch dort noch nicht verflogen, vielleicht würde er ihnen beiden irgendwann eine kleine Show liefern, wenn er Azariel dazu gebracht hatte sich zu entschuldigen. Er wollte wohl den Vögeln nach, schien Hunger zu haben, das spürte er, ehe er fast enttäuscht hinterherschaute als sie zerplatzten, andererseits leuchtete sein Gesicht auch wieder auf als er die Funken sah. Anukis lächelte, das hatte ja geklappt ihn ein wenig glücklicher zu machen und er schüttelte den Kopf auf meine Frage, was ihn leicht nachdenklich den Kopf zur Seite legen ließ. „Das macht nichts, wenn du möchtest kann ich dir etwas beibringen?“, fragte er, wusste das der Basilisk zumindest verstand was man ihm sagte, auch wenn er etwas langsamer redet als mit normalen Leuten, wollte dass er jedes Wort verstand, zumindest die die es zu verstehen galt. Dann auf einmal war er weg, tauchte ab und kurz vor seiner Hand wieder auf, beschnupperte sie wie ein wildes Tier, stupste sie an, ehe er danach griff, ihn beinahe fragen anstarrte, sich daran festhielt. Natürlich musste er nach dem Ganzen ziemlich fertig sein und Anukis lächelte ihm aufmunternd zu, strich kurz über den nassen Schopf, ehe er sich langsam in eine aufrechte, kniende Position brachte, dann nach unten ins Wasser griff, dem Basilisken unter die Arme und ihn hochhob, als würde er nichts wiegen. Wo er ihn schon oben hatte, zog er ihn aus dem Wasser, drückte ihn fest an sich und streichelte ihm sanft über den Rücken. „Sht… wird alles gut.“ Eine Hand hatte er dabei auf dem nassen Haarschopf, drückte ihn sanft an sich, jedoch ließ er der jungen Schlange genug Platz und Freiraum sich ohne Probleme herauszuwinden. „Wenn du nicht gedrückt werden möchtest ist das okay, dann musst du nur nein sagen, hörst du? Wenn du etwas nicht magst dann sagst du Nein.“
Mit der andern Hand machte er einen leichten Wink, ließ eine Decke erscheinen die flauschig und warm war, legte sie über die kalten Schultern, bedeckte ihn so etwas.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   So März 15, 2015 11:37 pm

Buntes Zappelzeug war auch toll, ich hatte in Schlangengestalt oft mit Mäusen oder so gespielt, aber das da war viel Bunter und hübscher. Schade dass ich keine wirkliche Kraft zum Spielen hatte, aber Magie verlernte man bestimmt nicht, vielleicht machte der das noch mal, wenn es mir besser ging. Er war nett, er durfte wiederkommen oder konnte es zumindest ohne dass ich wirklich Angst kriegte. Er redete nur so viel, höfliche Formulierungen kannte ich nun auch nicht wirklich, verstand aber was er wollte und … nickte zaghaft. Zwar hatte man bisher nie auf mich gehört, aber es konnte auch nicht schaden mehr versuchen zu wollen.Auch wenn das ein bisschen kompliziert klang.
Der Mann schien nichts gegen anfassen und anstupsen zu haben, ich hatte das Gefühl dass er sehr genau wusste was ich war und wieso, was er machen musste, dass ich hörte. Und diese Erkenntnis hielt mich auch nicht davon ab, dem auch weiter zu entsprechen, obwohl ich mir ja vorgenommen hatte mich zu sträuben. Ich hatte gerade keine Kraft dazu, mich zu wehren, hatte keinen rechten Grund dazu und hielt so gut ich konnte meine Körperspannung, als er mich aus dem Wasser hob und mein Leib sich wieder so schwer anfühlte … Aber wegen des Tätschelns hatte ich auch keine Bedenken mich anfassen zu lassen. Weil es warm war.
Ich ächzte leise, uh je, Kraft hatte der Mann ja oder ich war halt zu empfindlich, hielt mich aber instinktiv selber an der Wärmequelle fest und schnupperte noch mal. Da ließ Anukis auch schon locker und ich selbst wand mich leicht, aber nur um bequemer an ihm kleben zu können. Vielleicht war ich wirklich so naiv jetzt schon zutraulich zu werden, machte mich unwillkürlich klein als etwas warmes meinen Rücken berührte. Nein sagen konnte ich, aber wie sollte ich sagen, dass ich Hunger hatte? Ich wusste es nicht, zog daher meine etwas längeren Fangzähne ein und knabberte dem Mann vorsichtig am Ohr.
„Nga.“, machte ich dann, konnte das Wort nicht nachmachen (hoffentlich glaubte er jetzt nicht dass ich Nein hatte sagen wollen) und schauderte. Die Wärme kroch langsam in mich, was für merkliches Zittern sorgte und meine Muskeln leicht verkrampfen ließ. Fiel mir erst jetzt wirklich auf wie kühl das Wasser gewesen war.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 12:00 am

Natürlich würde er das wieder machen können, dann sogar auch andere Sachen als nur Vögelchen, würde er auch gerne machen wenn er wüsste, dass es Niru gefiel. Er wusste das er viel redete, aber das machte er absichtlich, wollte das der Kleine sich an seine Stimme gewöhnte, sie mit Sicherheit in Verbindung brachte, denn genau das wollte er ihm vermitteln, wollte ihn beschützen und Azariel würde später richtig Ärger bekommen.
Niru versteifte sich kurzzeitig, schmiegte sich dann aber an, schnupperte leicht an ihm, während er selbst die Augen schloss und ihn zärtlich streichelte, ihn mit der Decke leicht abtrocknete. Offensichtlich war es okay das er ihn hier drückte, ihm ein wenig Wärme schenkte, öffnete überrascht die Augen als der andere ihm am Ohr knabberte, jedoch nicht wie es ein Partner machen würde, sondern anders. Das Nga… und das kurze erzittern ließ ihn stutzen, überlegen, aber so wie der Kleine vorhin das Wasser überstürzt getrunken hatte, war er sicher auch hungrig, natürlich er musste vollkommen ausgezehrt sein. Vorsichtig drückte er ihn etwas von sich, nur weit genug das er ihm ins Gesicht schauen konnte. „Hunger?“, fragte er, strich dem Kleinen über den Bauch und deutete dann auf seinen Mund um ihm zu zeigen was er meinte. Auf das bejahen nickte er und schaute zur rechten Seite, zeigte ihm damit an auch hinzusehen, wo er dann ein paar Tiere erschienen ließ. „Was möchtest du denn? Zeig einfach drauf.“, erklärte er, zeigte da alles an von einer Maus angefangen bis zu einer Ziege. Klar konnte er auch was größeres zeigen aber er wusste nicht wie viel er schon essen konnte, wie lange er gehungert hatte, auch wenn Schlangen natürlich längere Zeit ohne Futter auskamen, so waren sie im Wachstum doch immer ziemlich hungrig. Mit einem weiteren Wink sorgte er dafür das Niru nicht mehr nackt war sondern nunmehr eine Hose und ein Hemd trug, strich ihm vorsichtig über den Rücken, beruhigend massierte er seinen Nacken. „Sht, alles gut ich hab dir nur was angezogen. Das tut nicht weh.“
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 12:31 am

Wäre ein guter Ansporn wieder fit zu werden, ein bisschen spielen wäre toll, auch wenn ich das für gewöhnlich alleine machte. Der Mann wirkte auch nicht wie ein Spielgefährte, eher wie ein Aufpasser und es war schon toll, wenn er solches Geglitzer nochmal machen könnte. Ich war es nicht gewohnt wenn jemand so viel redete, aber es hatte seinen Zweck erfüllt. Ich wollte auch niocht dass er wegging, noch nicht, was ich komisch fand. Eigentlich hatte ich mir vorhin noch gewünscht ganz allein alles sortieren zu können.
War aber ganz angenehm abgetrocknet zu werden, mir wurde wärmer und ein bisschen Kuscheln war in Ordnung, denn gegen Wärme konnte ich nichts haben und wusste auch nur nicht, wie ich anders zeigen konnte, dass ich auf was rumkauen wollte. Und ich hatte es richtig gemacht, er hatte verstanden dass ich Hunger hatte! Ich nickte so eifrig wie ich gerade konnte und musste dann leise glucksen, weil er mich am Bauch kitzelte – da war ich sehr empfindlich für so seichte Berührung. Dann folgte ich dem Fingerzeig und zuckte zusammen, Futter! War das jetzt echt oder Illusion, keine Ahnung, jedenfalls wollte ich hin, zappelte kurz bis ich die Frage verstand.
„Mh.“, machte ich und deutete auf das Kaninchen, das war genau richtig für meine Größe die ich aktuell hatte. Dann war da was anderes, das sich um mich legte, aber nicht ganz so fremd, ich hatte eine Hose gehabt als man mich gekauft hatte und das war nur nachträglich verschwunden. Weh tat das nicht, war aber ungewohnt und ein bisschen beengend, aber daran gewöhnte ich mich schon. Mein Magen knurrte, ich lehnte mich trotz der beschwichtigenden Massage ein wenig zurück und streckte matt die Hand aus, wollte das Kaninchen haben und doch wurde mir ein bisschen schwindelig, weshalb ich den Kopf leicht irritiert schüttelte und dann wieder an den neuen Bekannten klammerte, der wenigstens warm war. Das leichte Zittern verflog nur langsam.
„Nga … “ Ich hatte wirklich Hunger, er musste mir das Kaninchen da geben, oder halt ein echtes, weil das da nicht sehr nahrhaft wirkte. Mit einem Seufzen legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und nieste dann, huch? Ach, ein Wassertropfen hatte mich an der Nase gekitzelt, komisches Gefühl als Mensch.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 1:01 am

Wenn er mit jemandem spielen wollte, würde er schon jemanden auftreiben, ansonsten konnte er sehr wohl auch mit ihm spielen oder eben nur auf ihn aufpassen. Es war gut das er sich beruhigte, vertraute und sich ankuschelte, er wurde ein wenig wärmer als er es vorher gewesen war. Und offensichtlich waren die Schäden die Azariel angerichtet hatte noch nicht so groß, sonst würde der Kleine anders auf Berührungen reagieren. Er grinste leicht als der Basilisk so eifrig nickte und dann anfing zu glucksen, hmm… interessant! Langsam kraulte er nochmal über den Bauch, wollte sehen ob er nochmal dieses Geräusch aus ihm herauslocken konnte, das würde Azariel sicherlich stinksauer machen wenn er wegen ihm lachte und wegen dem Trotzdrachen nicht. Er schien wirklich richtig Hunger zu haben denn er zappelte, wollte zu den Illusionen, ehe ich ihm sanft über den Rücken streichelte. „Sie sind nicht echt, ich versuche nur herauszufinden was du möchtest.“, versuchte er zu erklären, nickte dann als er das Häschen betrachtete, gut sowas musste er gehäutet sicherlich finden können, in der Küche hatten sie so gut wie alles und Fleisch war immer zu finden. Er merkte sehr wohl wie schwach Niru war, legte stützend eine Hand auf seinen Hintern, vorsichtig um ihm nicht weh zu tun und stand dann auf, die andre Hand auf seinem Rücken gelegt. „Komm, wir holen Essen.“, er lächelte ihn an. „Geht es so?“, fragte er vorsichtig würde ihn sofort runterlassen oder die Position verändern wenn der Kleine Schmerzen hatte. Das leichte Niesen alarmierte Anukis noch nicht, immerhin konnte es ja sein das er einfach nur irgendwas in die Nase bekommen hatte, musste ja nicht sein das er sich erkältete dieser Gedanke kam ihm nicht. Langsam machte er sich auf den Weg, Richtung Ausgang, ehe er stockte. „Möchtest du hier essen?“ fragte Anukis, strich ihm über den Rücken. „Hier ist niemand außer uns Beiden, wenn du etwas wartest bring ich dir was mit? Dafür muss ich aber kurz gehen.“
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 7:54 am

Nein nein, wäre komisch mit jemandem zu spielen der nicht nach Spielgefährten aussah, zumal ich anderen sicher noch nicht vertrauen würde und dann ohnehin lieber allein spielte. Nein, viel kaputtgemacht hatte der Drache nicht, was vielleicht anders aussähe wenn ich wüsste, was passiert war und mir so große Schmerzen und solche Lust bereitet hatte. Letztlich machte meine Jugend mich auch Beeinflussbarer als vielleicht gut für mich wäre.
So zum Beispiel auch wenn man mich am Bauch streichelte, beim zweiten Mal musste ich dann schon kichern, zog ihn etwas ein und wand mich ein bisschen, dabei machte der andere ja nicht viel – als der Drache über meinen Bauch gestreichelt hatte, war ich viel zu weggetreten gewesen, zu benebelt vor Lust um kitzelig zu sein, jetzt aber konnte ich lachen und würde es auch tun, wenn der andere von vorhin an der Stelle von Anukis wäre.
Enttäuschend dass die Kaninchen nicht echt waren, ich wusste das zwar, aber mein Instinkt wollte das trotzdem essen, wenngleich ich wusste dass das in Menschengestalt anders ging als als Schlange. Aber bekommen sollte ich wohl was, spannte mich zwar kurz an als da eine Hand war, wo ich noch pfählende Erinnerungen hatte, ließ es aber gut sein als es anscheinend nur haltend gemeint war. Ja, so konnte ich auf ihm sitzen, nickte leicht (und schniefte noch vom Niesen, da war ja immernoch Wasser an meiner Nase) und sah mir dann den Wald an, als Anukis mit mir auf dem Arm losging, als wöge ich nichts, was im Vergleich zu ihm wohl auch stimmte. Dann hielt er an, waren wir schon da? Nein, da war nur ein komisches Ding in der Wand … wand? Der Wald hatte Wände? Die Erkenntnis traf mich schon ein bisschen, die Illusion der Freiheit bekam einen ziemlichen Knacks und ich hielt mich instinktiv etwas fester an den Greifen, was dieser wohl als Zustimmung wertete mitzukommen zur Küche.
Ein Beschluss, den ich sofort hinter der Tür revidierte. Statt Wald waren da große, prachtvolle Schläuche aus Stein, Gänge, aber so was hatte ich noch nie gesehen und prompt Panik, wollte keinesfalls weg vom Wald, auch nicht wenn Anukis dabei war, gegen dessen Griff ich mich auch zu sträuben begann. Halt, was hatte er gesagt.
„Nein … nein!“, murmelte ich und er schien zu verstehen, dass ich lieber im halbwegs vertrauten Umfeld blieb. Alleine war besser als auf dem Gang mit vielen Fremden, dass ich nicht ins Wasser sollte wusste ich auch und hatte verstanden, dass Anukis bald wiederkommen würde, dann wartete ich eben. Als er mich abgesetzt hatte, zog ich die Decke fester um mich und sah ihm nach, bis er gegangen war, dann krabbelte ich langsam und schwerfällig zu dem Baum, den der Drache während meiner Bewusstlosigkeit noch umpositioniert hatte, sodass man sich eingerollt unter der Schräge verstecken konnte. Machte ich dann auch, den Kopf zur … Tür im Wald gerichtet und trotz meines emsigen Bestrebens, zu warten, fielen mir vor Erschöpfung doch wieder die Augen zu. Es war so viel passiert, schon wieder, und dieses Auf und Ab war wirklich anstrengend. Noch dazu schläferte das gleichmäßige Plätschern des Wassers mich ein wenig ein.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 1:36 pm

Ach was, er konnte ein wenig mitspielen, immerhin war auch seine Anwesenheit wichtig wenn er die Sachen erschaffen sollte, würde aber wahrscheinlich darin enden das er sein neues Wissen missbrauchte, war lustig wie er kicherte wenn man ihn am Bauch streichelte. Anukis lachte mit, leise und wohltönend, strubbelte ihm durch die nassen Haare. „Du bist niedlich Niru.“, lächelte er und grinste bei der Vorstellung das Azariel das nicht sehen konnte und auch erstmal nicht wüsste was da passierte.
Glücklicherweise reagierte er nur mit einem kurzen anspannen auf seine Hand, dann entspannte er sich wieder, was Anukis etwas erleichterte, konnte ja sein das der Kleine traumatisiert reagierte, so jedoch war er wirklich froh das der andere so jung war, würde ihm das beizeiten mal in Ruhe erklären, auch wenn er eigentlich keine Aufklärungsstunden mehr geben wollte, aber für ihn machte er eine Ausnahme.
Dennoch schalt er sich dumm, als er die Panik spürte die den Basilisken durchfuhr als sie zusammen auf den Gang traten, natürlich war es zu viel für diesen und er hatte einen Teil dessen Traumwelt zerstört, wofür er sich selbst schalt, aber besser jetzt als das er Wochenlang dort drin war und sich erfreute und dann feststellte das alles nur eine große Farce war. „Scht, ich bring dich wieder zurück, ganz ruhig!“ Er trat zurück, brachte ihn wieder an den Wasserfall, kniete sich zu ihm, ehe er ein Handtuch beschwörte und diesem leicht durch die Haare wuschelte, sie ein wenig trocknete, er traute sich nicht sie ihm zu föhnen, wusste ja nicht wie der Kleine darauf reagierte und er hatte genug Neues erlebt für den Tag. Er beschwörte ihn zu warten, wäre gleich wieder zurück und machte sich dann zügig auf den Weg, es dauerte auch nicht lange da kam er zurück, einen Korb im Arm der innerlich magisch vergrößert war. „Niru?“, fragte er in den Wald hinein, wollte sich damit vorankündigen und trat wieder zum Wasserfall, erkannte recht schnell wo der Kleine sich zusammengerollt hatte und lächelte. Dann setzte er sich auf den Boden, holte ein paar Teller heraus, auf den einen platzierte er ein Karnickel, abgezogen natürlich, auf die anderen kleinere Fleischteile die bereits gegart, gebraten oder gekocht waren, es war eine ziemliche Auswahl an lecker duftendem Fleisch, ordentlich sortiert auf den Tellern, nach Rind, Pferd, Schwein, Kaninchen, Vogel, einfach damit er wissen konnte was der andre gerne aß, konnte ja sein das er in seiner menschlichen Gestalt auch sowas essen musste. Auf einen anderen Teller platzierte er Früchte, wobei er hier einfach alles drauflegte, schnappte sich selbst auch gleich ein Stückchen Rind, das er genüsslich aß, während er darauf wartete das Niru zu ihm kam.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mo März 16, 2015 10:57 pm

Niedlich, hm, das sagte mir nichts als Begriff, aber ich verstand dass es etwas positives sein musste, weil der Greif lachte. Das Bauchstreicheln kitzelte, und auch das Kopftätscheln hatte ich als lobende Geste abgespeichert, oder beschwichtigend, eins von beidem, und ereiferte mich deswegen auch nicht. Auch das Anfassen war okay, vermutlich hätte ich es aber noch nicht geduldet, wenn mein Körper nicht so dringend nach Wärme verlangt hätte. So aber genügte das und die wohlmeinende Art des anderen aus, um mich davon zu überzeugen ihm auch nah sein zu wollen.
Trauma wäre zu viel gesagt, mein Körper hatte die lustvolle Misshandlung nur noch nicht vergessen – und wusste nicht ob es positiv oder negativ zu werten war. Was ich aber nicht gut fand war der Flur, auf den es hinausgehen sollte und auf dem ich mich keinesfalls befinden wollte, was ich auch deutlich machte. Anukis ließ nicht los, obwohl ich zappelte und Nein sagte, aber damit hörte ich sofort wieder auf als ich meinen Willen kriegte. Anukis beschwichtigte mich, brachte mich zurück in … nun, es war wohl eine Gefängniszelle. Eine schöne, aber eine Zelle. Er setzte mich beim Wasser ab, wieder bedeckte mich neuer Stoff und ich wackelte hin und her, als er mich abrubbelte, da mir die Körperspannung fehlte.

Anukis ging und ich verkroch mich im Unterholz, wurde auch erst vom Geruch von Essen und der ruhigen Stimme wieder wach und hob träge den Kopf. Essen! ...Kaputtgemachtes Essen, sah nicht nach ganzem Tier aus da, aber ich witterte dass man das noch mampfen konnte. Ungeachtet meiner schwächlichen Physis kroch ich so schnell wie möglich über den weichen Boden hin zu den Steinplattendingern, auf denen Anukis saß und grabschte das, was ich am ehesten noch als Kaninchen identifizieren konnte. Dann rutschte ich weg von ihm, verkroch mich wieder halb mit meinem Deckencape und warf Anukis einen skeptischen Blick zu – Wildtier war Wildtier, und Futterneid war was doofes, auch wenn Anuki was kaute. Meine Fangzähne wuchsen und ich schlug sie in das Fleisch, ohne abzubeißen – mein Gift sickerte hinein, zersetzend, würde helfen das zu essen und zu verdauen. Kauen könnte ich zwar, aber Macht der Gewohnheit. Ich pumpte das Tier mit dem Mittel voll und legte es dann hin, nahm dne kleinen Kopf ohne Fell in den Mund und beganmn es nach und nach runter zu würgen. Tat ziemlich … weh? War das falsch so? Beim Magier der mich gefangen hatte gab es nur winzige Brocken, da hatte ich nichts so großes am Stück gekriegt und … meh. Es lag wohl daran dass mein Gift so schwach war, ich ließ das Kaninchen Liegen in der Hoffnung, das Gift wirkte nach, krabbelte wieder zu den Tellern herüber. Was war denn mit dem Fleisch, das sah so komisch aus? Egal, ich grabschte was davon, schnupperte, leckte daran. Das Fleisch von Rind, Pferd und Schwein ließ ich liegen, es war zu … stark für meine jetztige Form wo ich instinktiv nur kleinere Tiere als mich essen würde und daher Geflügel und geschreddertes Kaninchen wählte.
„Nh?“, meinte ich, das Stück Vogel war ganz warm auch wenn da kein Blut war. Ich krabbelte wieder zurück, schnappte mir mehr davon, krabbelte wieder weg. Fressen wollte ich trotzdem noch lieber mit etwas Distanz, würde vermutlich dauern bis ich nicht versuchen würde mein Essen wegzuschleppen. Die Früchte ließ ich unangerührt, nahm es gar nicht als Futter wahr, noch weniger als gekochtes Essen. Den Rest konnte Anukis haben, zu dem ich mich nun auch zurückbewegte (nach einem weiteren erfolglosen Versuch, das Kaninchen zu fressen), halb um seine sitzende Gestalt auf den Boden legte und den Kopf auf meine Arme bettete. Nicht völlig satt, aber das war schon gut so, wenn ich die Wahl hätte mehr zu fressen oder zu schlafen … nein, ich schlief einfach wieder ein ohne es überhaupt zu merken. Es war viel zu viel passiert, um es einfach zu verarbeiten, mein Körper hatte in dieser neuen Gestalt viel zu viel mitmachen müssen, von daher war es gerechtfertigt, wenn ich mich wieder leicht zitternd vor Überspannung an diese freundliche Wärmequelle schmiegte.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Di März 17, 2015 5:24 am

Es war eine reine Freude Niru zuzusehen wie er aß und dementsprechend gut gelaunt war Anukis auch als er gemächlich den Teller mit Obst zu sich zog den der kleine Basilisk vollkommen außer Acht ließ. Das Kaninchen hatte er ja versucht, war echt niedlich gewesen wie der Schlüpfling in Menschengestalt sich die Sachen schnappte und damit verschwand, als ob er ihm ein rohes Kaninchen wegnehmen würde! Der Greif hütete sich davor schnelle Bewegungen Richtung Essen zu machen, nahm sich auch nur von den Früchten, ließ die andren Teller erstmal unberührt um ihm nichts wegzuessen, wusste ja nicht wie ausgehungert er war oder nicht. Auch direkten Augenkontakt vermied er, schaute weiter aus dem Augenwinkel zu wie Niru versuchte seine Beute zu verschlingen, was wohl irgendwie nicht klappte denn er würgte es wieder aus nachdem es nicht mal halb drinnen war, musste er wohl schauen das er das nächste Mal das Kaninchen klein schlug, aber so dass er es noch erkennen konnte, hatte sehr wohl bemerkt wie das andere Essen einfach ignoriert wurde, aber Niru konnte sowas ja auch gar nicht kennen. Er gluckste dann jedoch leise als er sah wie das gekochte Fleisch einfach abgeschleckt und beschnuppert wurde und bei nicht gut befinden wieder zu Boden fiel. Gut, also weder Rind, Pferd noch Schwein…. Von den anderen Dingen musste es auch viel geben, gab ja genug Vogelarten und Kaninchen hatten sie auch immer, er hatte nur Fisch vergessen, aber das konnte er die Tage auch noch ausprobieren. Etwas Sorgen machte er sich dann jedoch schon, war gar nicht so viel was der Kleine da aß, konnte nicht reichen aber er sah irgendwie erschöpft aus, in ein paar Stunden würde er ihm mehr bringen, aber diesmal Artgerechter, er müsste wirklich die Beiden anderen Fragen was Basilisken denn so aßen.
Während sich Niru um ihn schlängelte, die Augen schloss und einschlief, fing Anukis an ihn zu kraulen, durch die Haare zu fahren und leicht seinen Nacken zu massieren, während er mit der andren Hand ein wenig aß, soviel hatte er heute auch noch nicht zu sich genommen, aber Fleisch war eigentlich immer gut. Der Greif merkte wie er langsam ebenso müde wurde, entspannte sich und kuschelte sich an Niru, bzw diesen an sich, legte sich hin und zog ihn her, legte eine weiche Decke über sie Beide und schlummerte ebenso ein. Er würde dann wach werden wenn Niru erwachte.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Di März 17, 2015 8:17 am

Wie ich das Kaninchen am besten herunterkriegte in Menschengestalt, würde ich wohl noch lernen müssen, aber am Liebsten wäre mir eh, wieder zur Schlange werden und das einfach runterwürgen zu können wie früher. Trotz allem aß ich so gut es ging, zwar selektiv, aber doch eigentlich nicht schlecht, es schmeckte ungewohnt, aber da auch Anukis das zu essen schien was ich nicht haben wollte … na, vielleicht war er doch keine so große Essenskonkurrenz. Dennoch zog ich mich jedes Mal wieder auf angemessene Distanz zurück, Gewohnheit eben, auch wenn ich den Greif nicht in diesem Sinne als Gefahr verstand. Ich merkte, dass dessen Stim,mung gut war, vermutlich war er es gewohnt im Beisein anderer zu essen – aber gut, wer sollte dem alten Geschöpf schon etwas wegnehmen können? Ich jedenfalls nicht.
Ich kam erst wieder heran als ich schlafen und in der Nähe einer Wärmequelle ruhen wollte, hatte fürs erste genug und wachte auch von den Berührungen nicht mehr auf, größtenteils weil sie so angenehm waren, und auch als sie verebbten und sich das große warme Etwas an mich kuschelte, holte mein Körper sich weiter die Ruhe, die er brauchte.
Ich kam wieder zu mir, weil etwas weiches mich kitzelte, ganz eigenartig, ich nieste wieder leise da es mich auch an der Nase streifte, dann öffnete ich die Augen und sah weiß. Nanu? Großer Vogel? Ich hockte mich schwerfällig auf und erkannte, dass das Federzeug da zu Anukis gehörte, der ebenfalls zu schlafen schien, die Decke hatte ich mir unbewusst gekrallt. Die Federn waren ganz weich, lenkten mich aber auch nicht von meinen Kopfschmerzen ab – ich bräuchte noch mehr Zeit zum verarbeiten und mehr zu trinken um das ganze wegzustecken. Wenn ich Flügel hätte wie ein Vogel, ob ich dann einfach gehen könnte wohin ich wollte? Mein Blick hob sich zur Decke, noch über die Baumwipfel. Es sah hübsch aus, aber keine wärmende Sonne zeigte sich, der Himmel war keiner und vermutlich nur Magie. Auch dort waren Mauern, gegen die ich mich werfen könnte wie ich wollte ohne Erfolg. Was tat ich hier? Ich hatte doch nach Hause gehen wollen, weglaufen, zurück in meinen Sumpf, es war schön hier und gab essen, aber es war falsch. Auch dass ich jemanden einfach so heranließ war nicht richtig, zu gefährlich egal wie nett Anukis mich behandelte, ein Gefängnis würde auch er nicht wegreden und gut machen können. Es gab nicht nur ihn, auch den Drachen oder was wusste ich wie viele andere die vielleicht nicht so waren und meinen Körper ganz komisch werden ließen. Nein, nein ich wollte nicht gefangen sein, auch nicht so! Späte Erkenntnis, aber ich hatte sie, mein Atem beschleunigte unwillkürlich und mein Blick huschte herum, wer wusste wie klein der Wald wirklich war, wer noch hier herkommen konnte. Das konnte doch alles nicht real sein ... mein Körper war zu schwach jetzt einen Aufruhr zu starten, um loszukrabbeln und zu schauen ob nicht irgendwo ein Loch zum durchschlüpfen war, doch irgendwie musste der angesammelte Frust, die Angst und das Gefühl der Ausweglosigkeit hin. Auch Anukis' Gegenwart beschwichtigte mich nicht, ich presste die Hände auf die schmerzenden Schläfen, kniff die Augen zu und begann zu schreien, laut, unartikuliert, ich hatte keine Worte dafür wie sehr ich nach Hause, das trügerische Wasserplätschern nicht mehr hören wollte.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Di März 17, 2015 4:46 pm

Ich war sauer. Anders konnte ich es nicht beschreiben, als ich durch einen der Spiegel beobachtete was Anukis da mit Niru machte, das war nicht in Ordnung, Niru gehörte mir und niemand Anderem, normalerweise macht es mir nichts aus wenn Anukis sich um meine Spielzeuge kümmerte, aber bei Niru war das was Anderes. Es hatte schon seine Gründe gehabt warum ich ihn dort abgelegt hatte und nicht in einem der Kerker. Genau genommen störte mich vielleicht nicht das Anukis sich um ihn kümmerte, das machte er mit jedem den er mochte und mit mir tat er das ja auch immer noch, obwohl er schon lange nicht mehr mein Aufpasser war sondern `nur noch` ein sehr guter Freund, genau genommen der Einzige der wohl alles von mir wusste. Und Niru schmiss sich ihm einfach so an den Hals, dabei sollte er das eigentlich bei mir tun, immerhin hatte ich ihm dieses Paradies gegeben und gegen mich hatte er sich nur gewehrt. Es sah vielleicht so aus als würde ich sie stalken und eifersüchtig sein, aber dem war nicht so, ich begutachtete nur die Situation und lernte mehr über mein neues Haustier, zum Beispiel das es ihm wohl gefiel wenn Andere ihn am Bauch anfassten und ihn drückten, das würde ich ihm zumindest relativ schnell austreiben können sich da so einfach an Anderen zu reiben. Anukis war in Ordnung aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, seltsam dieser wusste doch eigentlich wo sein Platz war, ich merkte nicht wie ich leise geknurrt hatte, auch nicht warum ich nicht wollte das Anukis ihn anfasste, weil mir das Recht zustand.
Jedoch wurde meine Geduld wirklich auf die Probe gestellt als er auch noch Essen brachte und… nein, er stürzte sich nicht auf das Essen sondern schnappte sich immer wieder was und aß es dann allein, wie als würde ihm jemand etwas wegnehmen, ts. Und es war doch klar dass das Kaninchen viel zu groß war für seine menschliche Gestalt. Mit einem Schnauben wandte ich mich in Richtung Küche, jedoch erst nachdem MEIN Niru sich an Anukis gekuschelt hatte und dort mit diesem schlief. Das Spiel konnten zwei spielen, aber ganz sicher. In der Küche besorgte ich ein Kaninchen, das größte und schönste was sie hatten natürlich, ehe ich es eigenhändig zerkleinerte, so drapierte das es noch als Kaninchen erkennbar war, ehe ich mich mit dem Teller auf den Weg in Nirus Heim machte, gerade als ich die Türe öffnete überzog sich mein Gesicht mit einem siegessicheren Grinsen, natürlich hatte er nicht genug gegessen, das gebratene müsste er erstmal langsam kennen lernen und erstmal weiter das essen was er kannte ehe man ihm langsam aber sicher Neues beibringen konnte, war doch klar. Nicht sonderlich klar war jedoch das der Basilisk offensichtlich wach war und… schrie als würde ihn jemand abstechen, so geschrien hatte er ja nicht mal vorhin als ich ihn mir genommen hatte, vielleicht auch zu Betäubt von der Droge? Der Schrei tat mir selbst fast weh, sorgte dafür das es in meiner Brust stach und ich nicht anders konnte als ebenso den Kopf in den Nacken zu legen und mit einem entgegenbrüllen zu antworten. Das es vielleicht nicht das Klügste war, drauf geschissen, es war mein Schloss, wandelte sich in ein Knurren als Anukis aufwachte, nicht desorientiert sondern in voller Kampfhaltung, erst den Basilisken abcheckte ob er in Ordnung war und dann mich mit einem wütenden Blick fixierte. Wenn er auch  nur einen Schritt auf Niru zu machte, dann würde ich mich verlieren, es war hier nichts passiert und in der kurzen Zeit die da vergangen war konnte ja schlecht irgendwas reingekommen sein, also blieb nur noch die Option das Anukis irgendwas gemacht hatte das Niru so dermaßen verstörte das er so schrie. Mein Unterbewusstsein sagte mir zwar das Anukis Niru niemals etwas antun würde, aber im Moment war er der Feind, meine Instinkte übernahmen und sorgten dafür das mein rotes Hemd zerriss, riesige Schwingen aus meinem Rücken wuchsen und meine Augen sich veränderten


Anukis wusste nicht was war, gerade erst hatte er geschlafen, die Flügel waren wohl ausgefahren als er den Basilisken schützen wollte, ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, zumindest hatte er das bei Azariel früher gemacht wenn dieser Alpträume hatte oder gerade nach der Zeit in der es viel Streit innerhalb der Familie gegeben hatte. Für ihn war Azariel nichts weiter als ein Kindersatz das einfach anders erwachsen geworden war, vielleicht in einigen Sachen etwas verzogen, in anderen Sachen ein vollkommener Trotzkopf. Die wankelmütige Seite hatte er auf jeden Fall von seiner Mutter. Wach geworden war er jedoch nicht von Azariel oder seinen Alpträumen sondern von einem markerschütternden Schrei, sprang sogleich auf und nahm Haltung ein, er spürte jedoch keine Gefahr und nahm sich daher den Luxus um erstmal nach Niru zu sehen, der vollkommen verstört war und einfach nur schrie, wandte den Blick weiter zu… Azariel der dort stand, erst verloren mit einem Teller und einem.. Kaninchen, also bitte! Als ob er das nicht schon versucht hatte! Dennoch stimmte was gehörig nicht, denn einfach so schrie Niru doch sicherlich nicht, das hatte bestimmt was mit Azariel zu tun, oder auch nicht, dieser machte nämlich gerade zum Angriff bereit, hatte bereits seine Flügel ausgefahren und starrte ihn an. Das würde sicherlich vertrauenserweckend wirken wenn er vor Niru gleich den Drachen herausließ. Anukis machte einen Schritt auf Niru zu, ein Fehler denn Azariel flog nach oben und direkt vor Niru, breitete seine Flügel aus, schattete ihn ab und knurrte ihn wütend an, fletschte die Zähne die langsam aber sicher spitzer und länger wurden, während sich seine Finger zu Krallen formten, die Arme anfingen sich mit Schuppen zu überziehen
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Di März 17, 2015 6:33 pm

Nun, ich wusste wohl am allerwenigsten von den ganzen Möglichkeiten, jemanden zu beobachten und hätte auch nie gedacht dass es falsch sein könnte, mich von jemandem streicheln zu lassen, oder besser, es jemand anderem vermutlich nicht so gut abzukaufen wie Anukis. Der Begriff von >Besitz< war mir fremd, ebenso war ich niemandes Eigentum, wie ein totes Ding das sich nicht wehren konnte. Sicher, meine Meinung von dem Drachen wäre anders, würde ich alles wissen, er hatte mir zwar wehgetan, aber dass er das Gift aus mir gesaugt hatte, das wusste ich nicht, auch nicht wie luxuriös diese Unterkunft war, kurzum, dass ich keine Angst um mein Leben haben musste. Nur um meine Freiheit, von der ich nur noch nicht wusste, dass sie bereits unwiederbringlich verloren war. Und mit der Wildheit, die mir noch innewohnte, gab es auch noch niemanden dessen Präsenz für mich Grund genug wäre, den Sumpf zu vergessen und hierzubleiben, mehr gewollt als gezwungen.
Nein, niemand hatte mir etwas getan, jedenfalls nichts außer mich einzusperren, aber da hatte ich bis auf den Anfangsmagier noch kein wirkliches Feindbild, sodass sich der Ausbruch unkontrolliert nach außen richtete, so wie ich auch als Schlange getobt und gewütet hätte, wenn ich mich aus einer unangenehmen Lage zu befreien gesucht hätte. Ich hatte keine Ahnung, dass der Drache kam, was mein schreien so laut ich konnte auswirkte – aber woher hätte ich die Konsequenzen erahnen können? Kein Kaninchen der Welt hätte mich jetzt noch beruhigen können, kein Kopftätscheln das wieder in Ordnung bringen und als ich merkte, dass nicht mehr nur Anukis hier war, der bestimmt nicht ausrastete, war es schon zu spät.

Mein Schreien aus Frust und Hilflosigkeit wurde zu Panik und der Schreck fuhr mir bis ins Mark, als ich das Brüllen aus fremder Kehle vernahm, die Augen wieder aufriss, Federn peitschten als auch Anukis auf die Beine schnellte. Bereits jetzt hatte ich hoffnungslos die Orientierung verloren, mir stach nur der Gedanke in den Kopf, dass er hier war, er, der Drache, dieses Brüllen hatte ich schon mal gehört. Vergessen war die Angst ob der Gefangenschaft, das war viel akuter und auch Anukis machte mir Angst, ihrer beider Auren so viel stärker als meine. Eine animalisch, eine beherrscht, es war eigentlich egal. Ich war zusammengekauert, wäre am liebsten sofort in einer Felsspalte versunken und nicht wieder aufgetaucht bis ich ganz alleine war, so aber drehte ich ruckartig den Kopf und … sah etwas das mir vage bekannt war. Langes, rotes Haar, recht helle Haut, auch die Gesichtsform passte, am überzeugendsten aber war das, was meine Infrarotsicht bestätigte – er war warm, so viel wärmer als ich und Anukis, kochte regelrecht. Das Entsetzen stand mir ins Gesicht geschrieben, alles Weiß der Augen war dunklem Rot gewichen und das Siegel glühte auf, unterdrückte meine Energie und den ersten Impuls, mich sofort auch zu wandeln und zu kämpfen oder zu flüchten. Als der Drache abhob wäre ich am Liebsten einfach sofort gestorben, wusste nicht was er vorhatte und rechnete mit dem Schlimmsten, nur um … dann einen Schatten auf mich fallen zu spüren, die abgestrahlte Wärme die mich magisch anzog und aus kauernder Haltung aufsehen ließ. Ich war längst still, brachte bebend keinen Ton mehr heraus und … berührte den Drachen dann sacht am unteren Rücken. Vielleicht das letzte was ich tat, aber ich musste wissen, sicher sein dass er es war, hatte seine Wärme und die Haut schon ein mal gespürt, mit und ohne Schuppen. Er war mir auch schon mal nah gewesen und ich verstand, dass ein zugewandter Rücken keine Drohgeste war, im Gegenteil. Zaghaft, für ihn vielleicht kaum spürbar strichen meine Finger sacht über die bloße Haut, von den geschuppten Flügeln hingen noch Hemdfetzen. Es war so warm, ich konnte nicht anders als meine Handfläche auch noch dagegen zu legen. Mein Körper reagierte komisch auf ihn, mein Inneres zog sich auf angenehme Weise zusammen wie bei einer positiven Erinnerung, die ich nicht bestimmen konnte. Dann sank ich vor, gegen sein vor mir postiertes Bein, an dem ich wiederum zu Boden glitt. Das war zu wenig Ruhe und wieder viel zu aufregend als das ich damit zurecht käme, das Zittern nahm wieder zu und mir wurde … heiß. Heiß und schwummerig, mein Kopf dröhnte nicht zuletzt vom Schreien und den einhämmernden Eindrücken und ich wollte dass das aufhörte, dass die beiden Aufhörten, was auch immer da passierte. Was wenn das Feinde waren, sie einander töten wollten?
„Nein … “ Ich rollte mich ein so klein es ging, was anderes fiel mir wieder völlig überstrapaziert nicht ein, was ich noch tun könnte. Dass das nur daran lag dass ich geschrien hatte, ahnte ich nicht, hätte das auch gar nicht erklären können.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mi März 18, 2015 5:19 am

War ja auch nicht so als wenn er etwas davon wissen müsste, manche Sachen blieben lieber im Geheimen und sicherlich wollte keiner die ganze Zeit beobachtet werden, wenn ich dies tat dann auch meist im Geheimen und ohne Zustimmung desjenigen den ich betrachtete. So manche Intrige gegen mich war dadurch bereits ans Licht gekommen und ich konnte so Gerechtigkeit gleichermaßen wie Rache in dem Maße üben wie ich es für nötig hielt. Nein, um sein Leben musste er sich sicherlich keine Sorgen mehr machen, seit ich mich mit ihm gepaart hatte waren meine Gedanken nur bei ihm und ich konnte mir nicht vorstellen ihn zu verkaufen, nun noch nicht, wer wusste schon wie sich alles noch ändern konnte, im Moment jedoch waren meine Gefühle stark und vor allem positiv auf den kleinen Schlüpfling gerichtet, auch wenn ich es selbst nicht ganz so recht verstand.
Klar war er noch nicht vollkommen von mir überzeugt, meine Präsenz hatte sich ihm noch nicht so eingebrannt wie sie es sollte, Anukis hatte ja unbedingt kuscheln müssen und sich um ihn kümmern, so wäre er aufgewacht und hätte nur mich im Sinn gehabt und niemand anderen, was mich nur noch wütender werden ließ, er war meins, nur meins und meins allein.

Ich merkte nicht das ich meinen Schlüpfling verängstigte, zu sehr in Zorn und Wut gefangen, ich war nicht umsonst ein Feuerdrache, diese waren nicht unbedingt für ihr rationales Denken bekannt, nicht so wie mein Bruder der den kalten Intellekt des Nordwächters besaß und das sicherlich anders gehandelt hätte. (Wahrscheinlich hätte er Anukis aus Spaß bei lebendigem Leibe gehäutet und sich dabei den Basilisken untertan gemacht, schmerzhaft und vollkommen nur zu seiner Befriedigung gedacht. Mistkerl.) Ich war rasend vor Zorn, bereit mich auf meinen Beschützer seit Kindheitstagen zu stürzen und ihn für das zu bestrafen was er meinem Kleinen angetan hatte, was auch immer das gewesen war, als mich etwas in der Bewegung stocken ließ. Eine warme Hand an meinem Steiß ließ mich inne halten, erschauern und kurz die Augen schließen, das war… beruhigend. Es war als hätte jemand in der Nacht das Licht angemacht, von einem Moment indem ich vor Wut fast verging, war diese fast gänzlichst verflogen, machte einem anderen Gefühl Platz, Beschützen, Umarmen, Trösten, Markieren, Meins. Ich wusste nicht was ich genau fühlen sollte, blinzelte verwirrt und spürte wie meine Fänge sich langsam wieder zurückverwandelten. Als sich dann die komplette Handfläche, so kühl auf mich legte, die Wärme zu absorbieren schien, die Hitze aufnahm und mich leise zum Stöhnen brachte, konnte ich gerade noch verhindern das mir die Knie einknickten. Doch stattdessen knickte jemand anders ein, die sanfte Berührung breitete sich aus, an meinem Bein, etwas umschlang mich, ein Körper? Ich blinzelte nach unten, sah weiße Haut und…. Einen schwarzen Schopf.
„Niru.“, meine Stimme war heißer, als hätte ich die ganze Zeit geschrien, als wäre ich es gewesen der seinen Frust und seine Verzweiflung in die Welt geschrien hätte, konnte nicht anders als mich langsam auf die Knie herunter zu lassen, dabei zu drehen, sodass meine Flügel nun in Richtung Anukis zeigten, keine Gefahr, das war okay so. Meine Hände glitten über den schlanken Leib, zogen ihn hoch zu mir, pressten ihn an mich, während das leise Nein mich erzittern ließ. „Ich tu dir nichts.“, wahre Worte für den Moment auch wenn ich sie leise ausgesprochen hatte, langsam spürte ich auch wie ich müde wurde und mit ihm im Arm einfach zur Seite kippte und… einschlief, mich nicht mehr rührte, während Anukis immer noch schweigend an Ort und Stelle stand, nur hätte eingreifen wollen wenn etwas geschehen wäre das nicht gut war. Nun jedoch kam er auch etwas näher, besorgt blickend was ich jedoch nicht mehr mitbekam.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mi März 18, 2015 7:42 am

Ahnungslos war ich sowieso und so schnell, wie ich aktuell überfordert war mit all den fremden Eindrücken, würde sich das auch nicht allzu schnell ändern.Was das anging war ich ziemlich naiv, wusste nichts von Methoden um Schmerz zu bereiten, nichts von Überwachung, und trotzdem war es mir schon viel zu viel – und im Moment sah es alles andere als Positiv aus was der Drache da nach außen wirken ließ, ich fühlte mich wohl noch bedrohter als Anukis der sich immerhin zu wehren vermochte. Ich selbst war weder physisch noch mental dazu in der Lage, irgendwas anderes zu tun als schreien, starren und anfangen mit hyperventilieren. Was sollte ich schon von dem Drachen halten, wenn alles was ich bisher bewusst von ihm mitbekommen hatte die Drohung auf dem Heimweg und die Vergewaltigung war? Ich gehörte doch niemandem außer mir selbst …
Trotzdem wollte ich nicht, dass Anukis, aber auch dem Drachen, nichts zustieß, eigentlich eher dass sie aufhörten sich auf einen Kampf vorzubereiten der mein Gefängnis wohl in Schutt und Asche gelegt hätte. Anukis war nett zu mir gewesen und der Drache, so sehr ich auch Angst hatte, war dennoch eine Art Bezugspunkt, der erste den ich berührt und verschwommen gesehen hatte nach Öffnung meines Kugelkäfigs. Ich spürte die brodelnde Wut unter der Haut, die ich berührte, hätte aber nicht gedacht dass diese so schnell verfliegen könnte und war doch zu benebelt um das wirklich zu kapieren. Ich hatte doch nur testen wollen ob es wirklich er war, den ich gespürt hatte. Das leise Stöhnen konnte ich gar nicht zuordnen, wohl aber die Stimme und meinen … nun, den Namen den sie mir gegeben hatten.
Die geladene Stimmung kippte ein wenig, so wie mein Leib auch, doch ich landete nicht auf dem Steinboden ehe mich warme, krallenbewehrte Hände griffen – und das recht sanft, wie mir am Rande auffiel. Huh … hatte das Nein sagen wirklich geklappt? Ich keuchte leise, spürend wie die Hitze über meine Kleidung strich und trotzdem noch gut spürbar war, Erinnerungen weckte und doch ganz anders war. Ehe ich mich versah lehnte ich an dem größer, kräftiger gebauten Körper, dessen Wärme einer Sonne gleich auf mich abstrahlte und ebenso leicht erbeben ließ, als jede Faser langsam aus der Starre erwachte. Er würde … Mir nichts tun? Und das, was er schon mal getan hatte? Ich war mir noch nicht im Klaren darüber ob ich das gut oder schlecht finden sollte, faktisch hatte der Schwindel nicht aufgehört und stattdessen flutete die Hitze mein Bewusstsein, löschte es fast aus. Ungeachtet der Gefahr, die gerade eben noch gedroht hatte, schmiegte ich meine Wange gegen das hübsch geschwungene Schlüsselbein des Drachen, warm, schön, tat nicht weh. Eigentlich hätte ich nun aktiver werden können, dachte aber gar nicht daran. Das einzige, was ich mit zufallenden Augen noch tat, war interessiert an dem Drachen schnuppern, seinen Geruch bewusster wahrzunehmen als von Sex und Angst vernebelt, dann wandte ich träge den Kopf und sah zu Anukis. Der war auch unverletzt, was mich beruhigte und zuließ, dass ich einfach, immernoch kein Stück in besserer oder erholter Verfassung, mit leisem Wimmern gegen den so unglaublich warmen Körper sank und entweder einschlief oder direkt wieder das Bewusstsein verlor, es war mir gleich. Es schien keine Akute Gefahr von dem Drachen auszugehen - und jemand anders würde einen sochen nicht wecken. Ich war also in Sicherheit.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mi März 18, 2015 6:34 pm

Anukis war sich sicher das er gleich gegen Azariel kämpfen müsste, etwas das einen wirklich unsicheren Ausgang hatte, der Junge war teils zu stark für sein Gemüt und wenn er so wie jetzt reagierte dann auch nicht mehr mit Verstand nur noch mit grober Gewalt und die war bei einem magieanwendenden Drachen auch unglaublich gefährlich, man musste nicht nur auf den Körper achten sondern auch auf das was von ihm ausging. Davon abgesehen musste er dann auch noch aufpassen das Naru nichts geschah, nicht das die Magie oder Azariel ihm etwas tun würden, aber ein falsch fallender Baum oder ein Teil der Decke… konnte durchaus auch tödlich sein. Fast unsterbliche konnten viel überleben, aber ein komplett zerquetschter Körper oder ein abgetrennter Kopf, ein zerquetschtes Herz… es gab einfach Dinge die nicht mehr heilten und es würde Azariel zerstören wenn er so dem Jungen ein Leid antäte, ihn verlöre ohne das er begriff was genau das gerade passierte. Langsam nahm er ein wenig Angriffshaltung heraus, nicht genug das es als Schwäche angesehen wurde, aber da wurde auch schon der Blick des Drachen weicher, wandte sich um und nur noch dem Basilisken zu, was auch immer Niru getan hatte - von der Position aus konnte er es nicht sehen – es beruhigte den Drachen. Anukis blieb weiterhin stehen, betrachtete das ungleiche Paar das nun zusammen gen Boden sank, ein kurzer Magiestoß zeigte ihm das Azariel eingeschlafen hatte, von allen Dingen die er hätte tun können die verwirrendste Reaktion, und Niru, Niru blinzelte ihn an, sah nach ihm und Anukis konnte nichts anders als ihm zulächeln und nicken, ihm ging es gut, und schon senkte sich der Kopf wieder, sank an den Drachen der ihm eigentlich bisher nur Leid bereitet hatte, bis auf die Tatsache natürlich das er ihm das Leben rettete vor einer Droge die er ihm hatte verabreichen lassen. Toll. Der Greif seufzte leise, rieb sich die Schläfen und trat auf seine zwei neuen Sorgenkinder zu, normalerweise kam er mit einem ganz gut klar, aber zwei von der Sorte, er wäre verflucht. Gut nur das er wusste das Niru es nicht böse meinte und nicht anders konnte, er war auch zu niedlich, sowas hatte Azariel gerade gar nicht verdient. Sicheren Schrittes trat er auf die Beiden zu, streichelte Niru nochmal über den Kopf, gab Azariel einen Kuss auf die Stirn und legte sich dann hinter den Drachen, legte erst seinen Arm über die Beiden, sodass er auf Nirus Rücken liegen blieb, ehe er den Flügel über sie legte, damit wärmte, nun… eher die Wärme staute. Er erntete ein schlaftrunkenes Grummeln des Drachen, aber sonst blieb er ruhig, müde schloss er die Augen, ein wenig Schlaf würde ihnen allen ganz gut tun.
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Mi März 18, 2015 6:44 pm

Ich wusste nicht, was geschehen war damit der Aufruhr anfing, und auch nicht dass es iergendwie mein Werk war, dass es wieder aufhörte. Als könnte ich einen Drachen irgendwie beeinflussen, egal ob positiv oder negativ, so was konnte nicht machbar sein, wenn man war wie ich – nicht fass ich mich selber als schwächlich oder so bezeichnen würde, nur hatte ich in dieser erbärmlichen Verfassung und einem Bannsiegel auf der Brust niemandem wirklich etwas entgegen zu setzen. Und das, obwohl mir die stolze Natur der Basilisken durchaus in die Wiege gelegt worden war, ich war schlichtweg zu jung um mir überhebliches Verhalten leisten zu können – die beiden da schon. Dennoch war ich unsäglich erleichtert, als es vorbei zu sein schien, das Knurren, Grollen und Brüllen aufhörte und die greifbare Spannung verflog. Diese Schwankungen in Atmosphäre, Freunden, Feinden und generell Gesellschaft waren unglaublich anstrengend, sodass ich froh war, als es vorbei war, der Drache zu Boden sank statt mich zu zermalmen, ja sogar einschlief als habe man ihn betäubt.
Auch Anukis ging es gut, wovon ich mich überzeugte und dann, umfangen von Wärme, nicht anders konnte als ebenfalls einzuschlafen als hätte man mich ins Koma gelegt, ich merkte zwar noch, dass sich da etwas über mich legte, reagierte aber nur mit leisem seufzen daraud, rollte mich ein oder versuchte es, was nur bewirkte dass ich mich etwas dichter an den muskulösen Drachenkörper schmiegte.

Es blieb aber dabei, ich schlief nicht aus, sondern nur so lange wie nötig um wieder ein bisschen aktiv werden zu können, das hier war nicht mein Zuhause, wo ich mich ungestört tagelang einrollen und ruhen konnte ohne mich bedroht zu fühlen – hier aber tat ich es, und es war nur der einlullenden Wärme geschuldet, dass ich überhaupt so lange hier liegen blieb, umfangen von gleich zwei Paar kräftigen Armen und Federn. Ein Zustand der mir nach Wochen der Kälte wirklich gut tat.
Erstmal sah ich nichts, als ich die Augen aufschlug, nur irgendwas hautfarbenes. Nur langsam kam die Erinnerung zurück und ich hob langsam, sehr langsam den Kopf um erstmals und in Ruhe das Gesicht desjenigen mustern konnte, von dem ich bisher nur die kalte, gebieterische Stimme gehört hatte. Sie wollte nicht so recht zu dem entspannten, ebenmäßigen Gesicht passen, der schützenden Umarmung, hatte ich mich vielleicht doch getäuscht? Nein, eigentlich ausgeschlossen. Die roten Haare trug er so eigenartig und kurz an der Seite wie ich auch, ich traute mich nur nicht sie anzufassen und lugte ganz vorsichtig höher. Anukis war auch noch da, und auch dieser ruhte entspannt als wäre das hier ein Bett und kein Steinboden. Meine Lage war kaum besser als beim letzten Erwachen und doch … fühlte es sich nicht so an als müsse ich wieder losschreien, ich wollte sie auch nicht stören. Sacht, sehr sacht wand ich mich aus dem Griff der Beiden, was dank meiner Flexibilität auch gut gelang. Ich sah mich um, entdeckte die Reste des Essens von Anukis und … nanu? Umso schneller war ich dann bei dem fallen gelassenen Teller, es sah gewiss nicht mehr nach Kaninchen aus, aber es roch so und die Stücke waren klein, gelernt dass auch etwas das nicht mehr nach Tier aussah nach Tier schmeckte, hatte ich ja schon. Ich setzte mich vor die Stücke und begann zu essen, während die Wärme langsam aus meinem wechselwarmen Körper wich und … schon wieder für Zittern sorgte, dabei war es gar nicht so kalt. Ich würgte Stück um Stück zufrieden herunter, dabei das Häuflein Unsterblichkeit in meiner Zelle betrachten, und fragte mich ob ich nun der einzige Gefangene war oder doch nicht … ob die Tür offen war? Der leise Freiheitsdrang wurde lauter, ich hatte zwar Angst vor dem Flur auf den Anukis mich getragen hatte, ich hatte auch nichts gegen ihn, aber wenn ich Glück hatte führte dieser Schlauch aus Stein in die Sümpfe zurück. Ich krabbelte leise dorthin, wo ich meinte dass die Tür war und starrte skeptisch das Teil an, das da aus der glatten Fläche lugte, was war das? Ich griff danach, wusste aber nichts mit einem Türknauf anzufangen, zog mich daran schwerfällig und wackelig auf die Beine, frei stehen war mir zu unsicher da mir meine Beine nicht geheuer waren (mit Händen konnte man greifen, das hatte ich schon verstanden), und versuchte dann ob man durch zerren oder drücken hier herauskam, ob verschlossen war oder nicht. Weiter als bis auf den Gang reichte mein Plan eh noch nicht, ich würde mich wohl erschrecken und hinfallen, sollte sie tatsächlich in irgendeine Richtung aufgehen …
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BeitragThema: Re: Black Sun: Azariel und Niru   Do März 19, 2015 6:12 pm

War gut so, dass er nicht wieder schrie, wäre verheerend gewesen hätte er es getan, sowohl für ihn als auch für Anukis, denn dann hätte ich mich wohl wirklich nicht mehr beherrschen können. Warum ich umgekippt war, wusste ich jetzt noch nicht, würde es aber wohl noch früh genug erfahren, eine normale Reaktion auf das was da vor mir lag, ein instinktives Kräftesammeln, gönnte es mir hier da ich wusste das mir keine Gefahr drohte, war ein wenig wie früher als ich noch als Jungdrache zu Anukis gekrochen war und nachts mit ihm gekuschelt hatte wenn mein Bruder wieder irgendetwas verwerfliches tat. Warum auch immer er mich hasste, ich zumindest hatte ihm nie irgendwas getan und ich würde es auch nicht tun wenn es nicht zu einem großen Vertrauensbruch kommen würde, wusste ja nicht was noch alles gewesen war und überhaupt… Drachen hatten normalerweise eine starke Familienbindung, von wegen strenge Einzelgänger, da bildete mein Bruder wohl echt ne Ausnahme. Der einzige Unterschied zu früher war das ich jemanden im Arm hielt, eine Position die normalerweise niemand innehatte, ich vögelte zwar, aber schlief mit niemandem außer mit Anukis. Der Basilisk sollte sich also freuen und aufhören seinem alten Heim nach zu heulen.

Etwas beunruhigt grummelte ich im Schlaf als ich spürte wie die leichte Kühle verschwand, meine Ruhequelle machte sich aus dem Staub, ließ mich leise knurren und unruhiger schlafen was wiederum dazu führte das der Greif in meinem Rücken sich automatisch näher kuschelte, den Flügel fester drückte, mich einhüllte. Weder davon das er die Lage sondierte, mich beobachtete noch davon das er das Fleisch das ich ihm mitgebracht hatte aß, bekam ich etwas mit. Natürlich war er nicht der einzige Gefangene, aber der Einzige dem es hier so gut ging, also auch der Einzige der meine volle Aufmerksamkeit hatte, bei den anderen würde ich sicher nicht in der Zelle schlafen, geschweige denn erlauben das Anukis sich um sie kümmerte, was dieser allerdings auch nicht tun würde. Wer in den Zellen war hatte es verdient, meiner Meinung nach zumindest. (Anukis wich da teilweise ab, aber das interessierte mich nur peripher, auch wenn ich wusste das er mich immer wieder beeinflussen konnte, er wusste einfach wie ich tickte.)

Was mich dann wirklich aus dem Schlaf riss war das Öffnen der Türe und dann… ein Rumsen, was mich aufschrecken, leise und bedrohlich knurren ließ. Ein Blick zur Tür zeigte nur mehr lange, glücklicherweise nicht mehr nackte sondern bedeckte Beine, gut das Anukis ihn angezogen hatte, welcher sich ebenfalls wie ich geregt hatte. Mit einem Wink meiner Hand ließ ich ihn verschwinden, in sein Zimmer wo ich ihn mit Magie ans Bett kettete, sollte erstmal versuchen da wieder rauszukommen, auch wenn ich mir sicher war das er sauer auf mich sein würde. Dann breitete ich meine Flügel aus, mit einem kräftigen Schlag war ich bei der Türe, packte den Basilisken an seinem Oberteil und zog ihn zurück, die Tür knallte zu und verschwand, nur noch ich würde sie öffnen können, sowieso grob fahrlässig gewesen die Türe dazulassen, wobei ich ihm ja eigentlich nur das Futter bringen wollte, zeigen das ich besser als Anukis war und diesen dann zu irgendeiner Arbeit hatte schicken wollen. Nun jedoch war Anukis weg, auf unbestimmte Zeit angekettet und ich mit meiner Schlange alleine. Meine Augen glühten, war immer noch halb verwandelte und machte mich daran ihm die Sachen auszuziehen. Nja… wenn man das zerreißen des Stoffes als ausziehen werten könnte, mein Mund presste sich wütend und gereizt, etwas zu fest um noch schön zu sein auf den seinen, drückte ihn an mich während ich mit der Klaue der einen Hand seine Hose zerschnitt, leicht die Haut berührte, fest genug um weh zu tun, nicht fest genug um sie zu durchdringen. Meins. Wenn ich wollte das er mir gehörte musste ich ihn markieren, musste ihn mir nehmen und mein Zeichen einbrennen.
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