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 Skyladol & Baku

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Kitsune

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BeitragThema: Skyladol & Baku   So Okt 25, 2015 2:26 am

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Kitsune

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Okt 25, 2015 2:55 am

Der Winter war schön, aber ich mochte ihn nicht. Alles war so grell und klar, so klirrend kalt dass ich manchmal befürchtete, wenn ich etwas berührte würde es mit hellem Klingen zerbersten wie eine Glocke aus zartem Glas. Und es war dauernd so hell, so unerträglich, ich fühlte mich nur nachts wirklich wohl wenn der Mond schien und mich stärkte. Das hatte aber auch gute Seiten, denn je erbärmlicher ich wirkte, desto mehr Mitleid hatte man zuweilen mit mir. Die Leute waren auch netter zu einem Kind, das lächelte, aber das konnte ich nicht wirklich offen, schaffte es nicht oft jemanden direkt anzusehen – es war mir unangenehm wegen des fehlenden Auges. Naja es war noch da, aber sie glaubten immer es wäre weg und … ich weiß nicht, ich fand mich manchmal auch selbst eklig und im Winter konnte man sich im Fluss nicht waschen, es war einfach zu kalt und man wurde nicht wieder trocken. Millie fehlte mir, das kleine rothaarige Mädchen, wir hatten ein paar Jahre auf der Straße gelebt bis die Militia sie erwischt hatte. Normalerweise ignorierten die uns, Straßenkinder und Abschaum, so lange wir nicht störten, aber … sie war eine ziemlich offene kleine Dame gewesen, vielleicht hatte sie jemand verpfiffen oder beim stehlen erwischt. Das war diesen Sommer gewesen und ich war den ersten Winter seit Jahren allein. Es schien alles viel kälter, auch wenn ich die verschlissene Decke in irgendeinem Hinterhof eines verlassenen, vernagelten Hauses jetzt für mich allein hatte. Sie hatte mich gewärmt und ich sie, mir Essen gebracht wenn ich krank war und sogar versucht Medizin zu kaufen, als mein Auge sich entzündet hatte. Das Häuschen stand noch, es war nur ein Bretterdach unter dem mal Feuerholz gelagert hatte, wir hatten die Wände aus einem alten Regenschirm und einer Wellblechpappe gebaut sodass der Wind nicht so pfiff. Aber hey, andere hatten es noch schlimmer, keine Decke, und mussten in Kartons oder Hauseingängen schlafen in Angst verscheucht zu werden. Hier war sicher, gut, und man konnte die Sterne sehen.

Ich war aber aktuell nicht zuhause, sondern mit knurrendem Magen unterwegs um mir etwas zu Essen zu besorgen. Ich würde niemals etwas stehlen wie Millie, aber das hieß auch dass ich oft hungrig schlafen ging, egal, ich wollte nicht auch noch jemand anderem schaden. Und heute war ein wirklich guter Tag, es war Markt und ich hatte genug erbettelt, um mir etwas Brotreste bei einem Bäcker, einen kleinen Apfel sowie ein paar getrocknete Heringe zu kaufen, ich hatte sogar genug für etwas morgen früh übrig. Die Köpfe und Gräten der kleinen Fische würde ich den Kätzchen hinlegten, die mich manchmal besuchten, da war ich nicht ganz so alleine.
Meine Laune war sehr gut als ich bereits nach Einbruch der Dämmerung den Marktplatz verließ um beschwingt nach Hause aufzubrechen, mir war auch sehr Kalt und die Hände in Handschuhen ganz weiß vor Kälte. Gut, ich hatte nur einen, Millie hatte den anderen für die linke Hand gehabt, ansonsten trug ich eine verschlissene, etwas zu kurze Hose, einen löchrigen Pullover und eine viel zu große gefütterte Lederjacke, die wir im Müll gefunden hatten und die mir vermutlich das Leben rettete, denn diesen Winter hatte ich bisher weder Mütze noch Schal irgendwo gefunden. Ich beeilte mich und wollte wie immer schnell aus dem wohlhabenderen Viertel flitzen, zurück in mein sicheres Versteck wo ich essen konnte, und dabei kreuzten mehrere breite Straßen meinen Weg, auf die ich in naiver Glückseligkeit nicht achtete, war ja kaum noch wer unterwegs und teils auch gar keine Beleuchtung mehr an – mir aber reichte der Mondschein aus, um zufrieden zu sein.
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Selena

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Okt 25, 2015 3:08 pm

Würde es einen Zauber geben den Winter endgültig zu vernichten hätte er es schon längst getan. Dieses grässliche Weiß, die Kälte und der verdammte Matsch wenn das grauenhafte Zeug taute konnte man doch niemandem seiner Art zumuten. Sky knurrte verstimmt und betrat seine Kutsche, wohlweislich hatte sein Diener ihm einen Teppich ausgelegt damit er nicht in den Dreck treten musste, wenn er etwas verabscheute dann Dreck und Unordnung. Matsch gehörte also definitiv zu den Dingen die er verachtete und hier in der Stadt gab es durch die Kutschen viel zu viel davon, genauso wie dreckige, hässliche und schmutzige Bettler und Gesindel, am Liebsten würde er sie alle verbrennen lassen und wenn das nicht ging zumindest außerhalb der Stadt schaffen lassen, damit er sich nicht mit ihnen abfinden musste. Gut nur, dass er auch gar nicht hier wohnte sondern außerhalb, sonst müsste er diese jämmerlichen Gestalten ja öfter erblicken.
Heute jedoch hatte er die Stadt besuchen müssen, ein Geschäftsessen, die Sprache auf eine reiche Heirat, ts als ob er das bräuchte, seine Rasse, seine Familie war mächtiger als alle die im Moment dort waren, seitdem diese lästigen Mondviecher ausgerottet wurden gab es ja niemanden mehr der sich ihnen entgegenstellte.

Das Essen war gut verlaufen, er hatte es geschafft eine weitere Heirat abzuwenden und schon viel bessere Laune als er schließlich in seine Kutsche stieg und die Aussicht auf seine Heimat und ein schönes, heißes Bad um den Schmutz der Stadt abzuwaschen. Die Kutsche war schon unterwegs, holperte immer wieder mal wenn ein größerer Eisbrocken kam und er lehnte sich gemütlich zurück, streckte die Hand aus, nur um von einem seiner Diener ein Glas Wein in selbige gereicht zu bekommen, nippte an dem kühlen Elfenwein, eine vorzüglich Sorte und sündhaft teuer, nur das Beste für ihn natürlich.
Das Beste wurde ihm dann jedoch über die Kleider geschüttet, als die Kutsche mit lautem Geschrei und Pferdewiehern, Krach und Gequietsche zum Stehen kam, offensichtlich war wohl etwas kaputt gegangen oder vor die Kutsche gelaufen, kein Grund um anzuhalten, außer es war groß genug, dass die Räder nicht mehr drüber kamen. Wütend knurrte er und schubste den Diener zur Seite der gerade panisch versuchte an ihm herum zu wischen und den Wein von der Kleidung zu bekommen und diese zu trocknen. Das innere der Kabine war natürlich gegen Kälte geschützt, jedoch würde es klirrend kalt werden sobald er ausstieg. Unwirsch knallte er dem Diener eine und öffnete das Fenster, brüllte nach dem Kutscher, warum es nicht weiterginge.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Okt 25, 2015 7:35 pm

Das einzig gute am Winter war, so fand ich, dass es lange dunkel war, man fror furchtbar, aber die Nacht tat mir gut, wenn die Sonne weg war und im Winter gab es manchmal ein paar Tage in Folge, die es dunkel, neblig und ungemütlich war. Da war es zwar kalt, aber ich zufriedener weil es dunkel war. Auch jetzt war es dunkel, ich hielt mich vor den Lichtquellen auch lieber fern da man ja nie wusste, wann man einem schlecht gelaunten Militia-Menschen begegnete, die mochten Elfen allgemein nicht und alle abgesehen von den Adelshäusern und denen mit Vermögen hatten es zuweilen schwer. Ich trug die Haare zwar länger, aber man sah trotzdem was ich war und bestimmt würde ich mehr bekommen, wenn dem nicht so wäre. Aber auch neben den Ohren hatten Elfen eben andere Merkmale die einem nicht immer Freundlichkeit einbrachten. Ich war Jung, aber ich kannte nur die Straße, meine ersten Erinnerungen war ich als Kleinkind bei ein paar anderen Heimatlosen, doch auch von ihnen war kaum noch jemand übrig und ich hatte früh für mich selber sorgen müssen, auch wenn man sich immer mal gegenseitig half – manchmal ging es eben nicht. Von daher machte es mich ziemlich glücklich, mal so einen guten Tag zu erwischen dass ich das Essen sogar mit beiden Armen festhalten musste um es heim zu bringen! Und das im Winter! Wäre nur noch schöner wenn ich ein Feuerchen hätte, aber egal wie kalt, lebendig verbrannt werden wollte ich nicht …

Jedenfalls wäre alles prima gewesen, wenn nicht eine Kutsche wirklich aus dem Nichts aufgetaucht wäre, normalerweise war nachts auf den Straßen nicht viel los und ich sehr eilig unterwegs gewesen, im Schnee hörte man Hufe und Räder ja auch kaum sodass man so unaufmerksam durchaus hätte dabei umkommen können. Ich erschrak fast zu Tode als aus dem Nichts ein zorniger Ruf neben mir erklang und ein verschrecktes Wiehern, ich schrie ebenfalls vor Schreck und dann vor Schmerz. Die Pferde hatten anhalten können, waren aber gestiegen und auch wenn es sich anfühlte als hätte die Kutsche mich frontal gerammt, so erwischte mich doch nur einer der Vorderläufe als der massige Körper sich auf die Hinterbeine erhob.
Ich landete ächzend im Schnee und schnappte nach Luft, musste Husten da die Wucht mir nicht nur das Essen aus dem Arm, sondern auch die Luft aus den Lungen geschlagen hatte. Ich jaulte auf, als ich versuchte mich aufzusetzen, es tat so furchtbar weh dass ich fürchtete, mein Arm und die Rippen wären kaputt, die Tränen stiegen mir in die Augen und ich schrie noch mal auf, als die Hufe wieder donnernd auf den Boden schlugen und unruhig heurmtänzelten, während der Kutscher mich anschrie sofort zu verschwinden und ob ich denn wisse wem ich gerade im Weg stünde – ich war immernoch so geschockt dass ich das gar nicht realisierte, sondern versuchte mich aufzurappeln und schnell mein Essen wieder einzusammeln, die Papiertüte und den Apfel hatte ich schon unter Schmerzen erhascht, als der Verschlag der Kutsche aufflog und mich noch mal erschreckte sodass ich fast wieder alles fallen ließ. Bei den Göttern, der Mann der ausstieg war böse, und hatte er da Blut auf dem Hemd?! Er würde mich essen, ganz sicher, es hieß ja dass solche Leute Kinder fraßen um jung zu bleiben und ich war vielleicht noch kindlich genug für ihn, ich bekam jetzt wirklich Angst und rannte los, so gut ich mit schmerzender linker Seite konnte und ließ den Hering einfach liegen, was mir auch sehr wehtat, aber ich würde auch nicht zurückkommen um es zu holen. Alles war besser als gefressen oder der Militia übergeben zu werden, dabei hatte ich das doch nicht mit Absicht gemacht und versuchte trotz allem nicht zu heulen, während ich schlingernd nach Hause rannte um mich sofort zu verstecken und dann doch zu weinen. Dabei sollte ich doch froh sein noch zu leben, das Pferd hatte sich auch nur erschreckt, mich aber ebenso gut erschlagen können … trotzdem war ich viel zu erschrocken um mich jetzt über das gerettete, vom Schnee feuchte Brot zu freuen.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mo Okt 26, 2015 12:33 am

Nun, die Dunkelheit war tatsächlich auch etwas was er schätzte, aber dafür musste der Dreck und die Kälte nicht dabei sein, kein Grund also sich überhaupt darüber zu freuen. Die Militia war wichtig, gegründet um die Stadt zumindest teilweise davor zu bewahren komplett in Dreck und Abschaum unterzugehen, man musste wohl nicht erwähnen, dass er einen Teil davon finanzierte, auch wenn diese nicht begeistert davon waren.
Jeder Bettler, Dieb, jedes Wesen hatte sie zu fürchten und von ihnen weg zu bleiben, sich außerhalb der Stadt zu begeben und sich einfach nicht mehr blicken zu lassen, am Besten auch nicht in der Nähe seines Schlosses.
Die Kutsche hatte wohl etwas oder jemanden erwischt, der Kutscher schrie draußen herum was ihn die Augen verdrehen ließ, wer auch immer das war musste für taub gehalten werden denn man hörte es selbst durch die Dämmung der Kutsche, steigerte seine gute Laune nun auch nicht gerade. Das Oberteil war ruiniert, genauso der Mantel, feinstes weißes Leder und nun vernichtet, grauenhaft geschändet und er wollte wissen wer dafür verantwortlich war. Neben dem Fenster schlug er auch die Türe nun auf, trat heraus um sich darum zu kümmern und knurrte wütend als er in den Matsch der Straße trat, schloss kurz die Augen um sich zu sammeln und öffnete sie wieder um mitten im Schritt zu erstarren.
Das konnte nicht wahr sein.
Diese Haarfarbe würde er überall wieder erkennen, aber der Kerl war viel zu jung, das was man unter dem Dreck sehen konnte war ein hübsches Gesicht, wie alle ihrer Art und verdreckte Haare. Verdreckte BLAUE Haare. Sky kam nicht dazu ihn aufzuhalten, viel zu schockiert darüber dass einer von ihnen überlebt haben musste, dass er ihn tatsächlich laufen ließ und dafür den Kutsche böse anknurrte. „Wir fahren zuerst ins Hauptquartier der Militia.“, knurrte er wütend und stieg wieder ein, starrte mit zusammengebissen Zähnen nach draußen, während sein Diener weiter an ihm herum fummelte und versuchte noch was zu retten. Es dauerte nicht lange, da kam er dort an und trommelte die Obersten zusammen, gab Befehle und ließ eine der größten Säuberungen der letzten Wochen befehlen, dieser Junge musste gefunden werden! Er gab klare Befehle, dass man ihn sofort zu benachrichtigen hatte und der Kerl unbeschadet und unversehrt zu ihm gebracht werden musste, wenn nicht würde es Konsequenzen geben.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mo Okt 26, 2015 8:06 am

Bloß gut dass es dunkel war, andernfalls wäre ich ja niemals heil aus der Sache herausgekommen – nun ja, so heil wie man sein konnte, nachdem man von einem Pferd erwischt worden war. Die Militia war gemein, wenn man ihnen nicht begegnen musste, sollte man es auch tunlichst vermeiden, auch wenn sie einen nur dann direkt wegfingen wenn man sich nicht benahm. Der Kinderfresser mit blutigem Mantel machte mir aber auch Angst bevor ich das überhaupt wusste, dass er mit denen zusammenhing, das hätte es ja nur noch schlimmer gemacht und ich sah wirklich zu, dass ich wegkam, da er mir mehr Furcht einjagte als es die nervösen Tiere oder der vor Zorn schnaubende Kutscher je könnten. Ich sah nicht zurück sondern rannte, hoffte einfach dass ich in der Dunkelheit verschwand ohne dass sich jemand etwas merken konnte, was wenn er mich suchen und töten ließ? Ich hatte es doch nicht böse gemeint oder mit Absicht gemacht, wirklich nicht … und auch noch meine Heringe verloren. Ja, ich konnte wirklich froh sein, noch zu leben und kam immernoch schluchzend, völlig erledigt und mit Schmerzen in der ganzen linken Seite bei meinem Versteck an – es war schon wieder halb zugeschneit, ich wischte das Weiß mit zitternden Fingern weg und rollte mich unter meiner Decke bebend zusammen und heulte weiter über den Schreck, während ich die Brotreste zu einem Viertel aß und mir den Apfel auch aufhob. So hatte ich noch etwas, wenn ich morgen aufwachte.

Es ging mir nicht gut, als ich im Nebel der Seitengassen wieder aufwachte, ich fühlte mich wie zerschlagen und konnte mich kaum bewegen, auch die nächsten zwei Tage nicht. Es war still hier in den Gassen, und ich hörte dass es irgendwie unruhiger wurde in der Umgebung. Genau genommen würden sie mich viele Tage, über eine Woche nicht finden, bis ich mein Versteck endlich wieder verlassen konnte und musste, der Hunger wurde schlimmer als der Schmerz meiner komplett blau angelaufenen Seite, zumindest mein Arm tat nicht mehr so weh und ich hatte mich an eine der belebteren Straßen gesetzt, um vielleicht ein paar Münzen zu erbetteln. Der Vorteil an Fieber war, dass man nicht so schnell fror, nur dass ich so schnell müde wurde … und schwach. Ich hatte nicht viel bekommen, die Leute schienen es eilig zu haben und als ich dann eine der Militia – Patrouillen sah, wusste ich, was los war. Wäre ich doch nur weg geblieben, sie hatten ja sogar schon ein paar andere zerlumpte Gestalten dabei und ich geriet in Panik, als einer von ihnen auf mich wies und etwas rief. Ich kam kaum auf die Beine, versuchte aber dennoch wegzulaufen bis mir etwas hart in den Rücken stieß, dass ich zu Boden und in den Schnee stürzte, vor Angst wie gelähmt ja nicht einmal auf die Beine kam ehe man mich packte, einen Stoffsack über den Kopf zog und mich mitschleppte. Über eine Schulter geworfen stieg mir das Fieber zu Kopf, und ich erwachte erst wieder in den Übergangszellen der Militia, dicht an dicht mit anderen Heimatlosen und Bettlern gedrängt die genauso Angst zu haben schienen wie ich. Aber zumindest war es so auch warm, wärmer in diesem zugigen Gefängnis aus Stein und Metall. Nur dass ich nicht lange blieb, sobald ich erwachte holten sie mich heraus und steckten mich in eine andere, dunkle und kleine Zelle, ich wusste nicht was los war, aber diese Militia-Typen sahen mich komisch an, nicht das übliche verächtliche wie sie es Jedem entgegenbrachten der arm war, sondern … anders, und ich hatte Angst, was wollten sie von mir? Meine Jacke hatten sie mir weggenommen, sodass ich die Fetzen um meinen Körper enger zog, vor Fieber glühend, aber ich hatte Angst was passieren würde, wenn ich die Augen schloss.Und trotzdem fielen sie mir zu … ich schreckte aber von einer schallenden Ohrfeige zurück, die mich wieder in Wachzustand riss und mir die Tränen in die Augen trieb.
„Wenn dir langweilig ist, Abschaum, können wir das ändern!“, knurrte der Wachposten in meiner Zelle und packte mich am Arm, ließ auch nicht los als ich versuchte ihn zu beißen.
„Hör auf, Baneth will ihn unverletzt.“, murrte einer, der gelangweilt draußen saß und sein Gewehr säuberte.
„Pah … aber von unberührt war keine Rede, oder?“, meinte mein Aufpasser und sein schmieriges Grinsen ließ mir das Blut gefrieren, das Herz schlug mir bis zum Hals und ich zerrte an seinem Griff, trat schwächlich wie ich eben war zu, konnte mich aber nicht losmachen. Nein, nein, Nein! Das konnte doch nicht wahr sein, da sollten sie mich lieber erschießen!
„Fass … mich nicht an!!“ Wenn meine Stimme nur nicht so jämmerlich und verzweifelt klänge, hätte es fast schon als Befehl durchgehen können, provozierte so aber nur ein Lachen und ein grobes Zerren an meinem Pullover. Nein, bitte … da starb ich lieber an Ort und Stelle am Fieber.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mo Okt 26, 2015 10:50 pm

Verdammt, dass es dunkel war und er zu schockiert war um zu reagieren, der Junge musste gefunden werden, vielleicht war es aber auch ein Mädchen so dürr und filigran, das konnte man bei denen nie sagen. Nicht, dass er/sie sich fortpflanzte am Schluss noch und die Rasse zu neuer Blüte heranzog, nein, das durfte nicht geschehen und es musste geklärt werden wie er überlebt hatte, Sky beschloss ihn einfach als Er zu taufen und sich dann vielleicht einen Fehler einzugestehen wenn dem nicht so war. Sein Blick fiel in den Dreck, nur Fische die dort lagen, wahrscheinlich das Abendessen, verzog angewidert das Gesicht und trat wieder ein, machte sich nach dem Abstich auf den Weg in sein Heim.
Tage vergingen und keine einzige Nachricht von den dummen Militias, wahrscheinlich hatten ihre Spatzenhirne die Aufgabe schon lange wieder vergessen, wurde Zeit hin zu fahren und Gelder zu streichen oder Leute zu entlassen um ein wenig Druck aufzubauen.
Genervt rief er seinen Kutscher, zog sich seinen Mantel zurecht und eilte gen Stadt, nun ließ eilen. Der weiße Wildledermantel war eines der Stücke die er nicht so recht leiden konnte, jedoch hatte er ihn mal bekommen und musste es auch mal außerhalb anziehen, wenn es hier schmutzig wurde konnte es vollkommen egal sein. Die Diener würden das schon wieder reinigen. Wer auch immer auf die Idee kam einem Sidhe einen weißen Mantel zu schenken, ts.

Es dauerte nicht lange da betrat er das Gebäude, nun, eine gute halbe Stunde, die er jedoch damit verbrachte Papiere zu lesen und sie dann in der Kutsche wieder hin zu legen, betrat das Gebäude und wurde schon damit begrüßt, dass er die Nachricht aber schnell bekommen hatte, hm.
Der Soldat führte ihn eifrig nach unten zu den Zellen, vorbei an den vielen anderen Bettlern und Dieben die ihm vollkommen egal waren. Was er wollte trug blaue Haare und ein Gesicht das so fein und unschuldig war, dass man es einfach beschmutzen wollte. Dauerte ein wenig dann traten sie auch schon in die richtige Zelle, ein leises Knurren entfuhr ihm als er mit einem Blick erkannte was da geschah, einer der Soldaten kümmerte sich nicht darum was da geschah, versuchte seiner „Arbeit“ oder was auch immer er da trieb nachzugehen während der Andere sich offensichtlich an seinem Eigentum vergehen wollte. Hatte seine Hose halb runter und das halbe Kind auf dem Boden und versuchte ihm die Beine hoch zu drücken und zwischen sie zu kommen um ihn offenkundig ficken zu wollen. Blaue Flecken und gerötete Wangen, glasige Augen, dazu nur noch Fetzen eines Hemdes und eine aufgeschnittene Hose damit leichter Zugang zu seinem Hintern gewährt wurde, das weiche, weiße Fleisch blitzte zwischen den dreckigen Lumpen hervor. Sky knurrte, ehe er ohne Vorwarnung hinter dem Mann auftauchte und ihm ein Kurzschwert von unten nach oben in den Körper stieß. Der Mann gurgelte, die Luftröhre angekratzt und die Lunge durchbohrt, jedoch sonst keine weiteren Schäden, eher würde an seinem Blut ersticken aber das war ihm egal, zog das Schwert wieder heraus und kippte den Kerl einfach zur Seite um. „Niemand. Fasst. Mein. Eigentum. An.“, knurrte er und zog seinen Mantel aus, warf ihn über den Jungen – glücklicherweise war er ein Junge, er hatte also richtig gelegen, und hob diesen einfach hoch, das blutige Schwert steckte er zurück in die Scheide, erhob das Kinn beinahe kampfeslustig und verließ das Gebäude, jedoch nicht ohne sich den Namen des anderen Soldaten geben zu lassen und Höchststrafe anzuordnen. Der Mantel war vernichtet und würde später verbrannt werden, ebenso die Kleider die er jetzt trug und am Besten würde er die Kutsche auch noch vernichten lassen. Der Junge auf seinem Arm glühte nahezu, ein Wunder, dass er noch lebte bei dem Fieber und den Verletzungen die er hatte, außerdem schien es so als hätte er nur noch ein Auge, na prima. Trotzdem wollte er ihn haben und wissen was Sache war und erst Mal musste der Knabe gebadet werden und andere Kleider bekommen, so konnte er ihn nicht befragen.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Di Okt 27, 2015 8:22 am

Im Abhauen war ich große Klasse, und auch verletzt wusste ich, dass ich Schutz suchen musste und weglaufen, da sonst … die Gefahr bestand dass so etwas passierte wie das was passieren würde. Fortpflanzen, ja klar, und dann ein Baby auf der Straße großziehen, das war doch grausam und war doch fast unmöglich, ich war bald erwachsen in ein paar Jahrzehnten (auch wenn ich wohl ewig so klein bleiben würde mit wenig und schlechter Nahrung) und schon ich musste darum bangen nicht zu verhungern, vor allem im Winter.
Ich hätte niemals mein Versteck verlassen dürfen, selbst da liegen und verhungern wäre besser gewesen als der Militia in die Hände zu fallen. Ich hatte viel schlimmes gehört, aber nie geahnt dass sie so weit gehen könnten, das war doch einfach nicht wahr. Ich wusste auch nicht dass der Adelige mich gesucht hatte, und selbst wenn würde mich das alles andere als erfreuen, das wäre bestimmt mindestens genauso schlimm.

Ich versuchte mich so gut es ging zu wehren, hatte dem Mann aber körperlich nichts entgegen zu setzen, egal wie sehr ich mich wand und versuchte nach ihm zu treten und zu beißen. Er tat mir weh, schon so und noch mehr als er einfach meinen Pullover zerriss und damit an den großen blauen Flecken zerrte, ich schrie auf und kämpfte gegen die Tränen. Der irrationale Gedanke schoss mir durch den Kopf, dass ich so draußen erfrieren würde, bis mir einfiel, dass ich hier vermutlich nicht wieder rauskommen würde. Die eine Wache ignorierte mich, und vielleicht sollte ich froh sein dass er nicht auch mitmischte, aber einer war schon zu viel, er ignorierte mich zwar nicht, aber durchaus mein leises Bitten das nicht zu tun, ich konnte froh sein dass er mich nicht auch noch schlug, oder? Ich bebte am ganzen Leib und hatte bald schon keine Kraft mehr mich gegen ihn zu wehren, meine Bewegungen erlahmten und ich jaulte auf, als seine Klinge den Stoff meiner Hose zerschnitt und kalte Luft mich spürenließ, was er jetzt sehen konnte, und sogar anfasste – ich hatte Angst, mehr als alles andere wollte ich hier weg oder irgendwohin flüchten wo er mich nicht erreichen und finden konnte, in einem Anfall von Verzweiflung hatte ich versucht ihm das Gesicht zu zerkratzen, war aber zu schwach. Das einzige was ich nicht tat war um mein Leben zu betteln – nur dass er aufhörte. Ich erstarrte und trat noch mal nach ihm, als die Uniform sich öffnete, doch ich hatte schon keine Kraft mehr mich überhaupt dagegen zu wehren dass er meine Beine anpackte. Das … konnte nicht sein, durfte nicht, was hatte ich denn getan dass -

Blut spritzte und ich schrie auf, was mich fast alles an Kraft kostete was ich noch hatte, und wie erstarrt konnte ich nicht anders als auf den aufgespießten Körper zu starren, der vor mir auf einmal von mir abließ. Und zur Seite kippte nur um etwas zu offenbaren das mir noch mehr Angst machte, ich verkrampfte und Panik stieg in mir auf, doch langsam konnte ich nicht mehr, sackte zusammen mit schreckenerfülltem Gesicht, und als dann der Mantel auf mir lastete wagte ich nicht mehr auch nur zu atmen. Das wars, aus und vorbei. Aber... Eigentum?

Ich fiepte als er mich hochhob und kniff die Augen zusammen, er roch nach Sidhe und schien zornig, gerade wäre es sehr nett wenn er mich töten könnte. Mir wurde schwindelig, schlecht und so heiß, es tat weg dass er mich anfasste da wo die Verletzungen waren und ich schluckte schwer - ich wollte und durfte nicht weinen. Zu fröhlichen Kindern war man nett. Doch er trug mich nur, wer weiß wohin, während ich mich so klein wie möglich machte und dann doch wagte meine brechende Stimme zu erheben, halb im Delirium und nur noch aussprechend was mir gerade in den Sinn kam.
"Bitte... fresst mich nicht.", hauchte ich und verlor dann jegliche Körperspannung, als mein Kopf nach hinten kippte und ich bewusstlos zusammensank. Ein Bad? Was war das, und warum musste ich erst sterben um es zu bekommen? Was wollte der Fremde, außer mich bestrafen weil ich unaufmerksam gewesen war? Ich hatte Angst, wirklich, etwas in mir warnte mich so sehr vor diesem Sidhe, dem ich doch aber nie zuvor persönlich begegnet war vor dem Kutschunfall, dass ich fast durchdrehte, aber er war so warm... Und ich brach zusammen bevor ich noch weiter darüber nachdenken konnte.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Di Okt 27, 2015 9:28 pm

Dieser verdammte dreckige Kerl hatte es tatsächlich gewagt sein Eigentum anzufassen, die blauen Flecken waren wahrscheinlich schon länger her, vielleicht sogar von der ersten Begegnung so wie der Junge da weggelaufen war, jedoch hatte es ihm sicher weh getan daran angetatscht zu werden und wenn jemand ihm Schmerzen zufügen durfte, dann war das nur Sky. Sky und niemand anders. Er war rasend vor Wut als er erkannte was dieser dreckige Soldat veranstalten wollte, hatte er nicht eindeutig gesagt dass dem Jungen nichts geschehen durfte, dabei war auch von seelischem Leid die Rede gewesen, immerhin waren die Seele und der Körper bei diesen Wesen noch mehr verbunden als bei anderen. Am Liebsten hätte er sich richtig um ihn gekümmert, aber das Überleben des Jungen war gerade wichtiger und so wütend wie er gerade war würde er eher das Hauptquartier zerlegen und das half gerade niemandem, schon gar nicht dem schwächlichen Wesen in seinen Armen.
Eben dieser fiepte, gab komische Geräusche von sich und schien vollkommen verstört, verängstigt, normalerweise ein Gefühl dass ihm gefiel und doch verärgerte es ihn gerade nur umso mehr. Er hatte den Jungen gerettet, da sollte er.... Gerade wollte er den Gedanken zu Ende denken da kam ihm die helle Stimme des Jungen zuvor. Kurz stockte er in seinem Schritt, starrte auf den Blauhaarigen herunter und wusste nicht ob er lachen oder weinen sollte. Ihn... Fressen? „Keine Sorge, du bist viel zu schmutzig als dass ich so was wie dich fressen wollen würde, außerdem wird man von dem Gerippe ja nicht satt.“, klärte er ihn dann doch kühl auf, nicht klar ob der Junge ihn überhaupt noch verstand ehe er umknickte und das Bewusstsein verlor. Sky seufzte genervt und machte sich auf den Weg, von der Kutsche dann zurück in sein Heim, legte den Jungen im Bad ab, ehe er seine Dienerschaft heranwinkte und diesen befahl das Kind zu Baden und neu einzukleiden, die Wunden schon mal zu versorgen, sie würden ihm die Blessuren mit Balsam einreiben der zwar ein wenig stank und stark wärmte, aber es würde die Blutergüsse heilen und was das Fieber anging würde er etwas nach dem Essen bekommen, auf nüchternen Magen wirkte das schlecht auf den Körper und konnte mehr schaden als Nutzen. Angewidert zog er sich noch auf dem Weg in sein eigenes Bad aus, ließ die Kleider fallen wo er sie von seinem Körper streifte und machte damit klar, dass man sie gleich komplett verbrennen konnte, ehe er nackt wie er war weiter lief und  sich mit einem leisen Stöhnen in sein eigenes Bad niederließ, umgeben von Dienern die ihn wuschen und trockneten, mit Öl einrieben und massierten ehe er angekleidet wurde. Das Abendessen gab es gleich danach, jedoch würde der Junge hereingebracht werden und eine Strafe bekommen, je nachdem wie viele Gänge er verpasste.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mi Okt 28, 2015 7:19 am

Gut zu wissen dass nicht nur ich so entsetzt war, wobei der Mann wütend war und ich einfach nur verzweifelt und fertig mit der Welt. Die Flecken gingen auch einfach nicht weg, mein Immunsystem hatte an allen Fronten zu kämpfen und war drauf und dran gewesen zu verlieren, es gab Sachen, mit denen machte man es auf der Straße nicht lange, und auch wenn er Verlust meiner Sehkraft halbseitig mehr als schmerzhaft war, so hatte ich doch nicht fürchten müssen zu sterben. Hier wünschte ich es mir, wenn es hieß an einen Ort kehren zu können wo die gierigen Hände mich nicht erreichen konnten, mir nicht wehtaten. Ich hatte Angst, und diese legte sich auch gewiss nicht als das Blut meines Peinigers mich besudelte und an mir kleben blieb. Es hätte mir aber auch nicht geholfen, hätte er diesen martialisch zu Tode gequält, ginge mir auch nicht besser davon und auch wenn ich nicht wusste, wieso er das tat, brachte der Sidhe mich weg. Er war so wütend, das spürte ich, bis auf das Unvermeidliche tat sein Griff mir aber nicht weh, was ich so halb realisierte, und auch wenn er mir gerade half wusste ich nicht wieso, immerhin mochte er mich bestimmt nicht nach dem Kutschdesaster – und wenn dann nur um mich zu Essen. Was sollte er schon anderes wollen als mich zu bestrafen?
Ich bekam nur halb mit was er sagte ehe sich alles schlagartig drehte und dann schwarz wurde, er würde mich also waschen und mästen und DANN fressen … Stimmte aber dass an mir nicht viel dran war, gekocht war ich aber schon im eigenen Saft. Zumindest hatte ich so keine Angst mehr, rührte mich auch bis auf flachen, schweren Atem nicht mehr, während der Fahrt aus der Stadt und dem Transport in das Gebäude nicht, und auch nicht als ich dort von den Stofffetzen befreit und in eine Wanne gesteckt wurde. Ich bekam kein Öl und Massage, trotzdem dauerte der Prozess sogar noch etwas länger als den Hausherrn zu reinigen, allein um meine Haare und Haut sauber zu bekommen brauchte es ewig nach den Standards der Oberschicht und meine Haut war ganz rot vom schubbern nachher. Als man meine Wunden anfasste bewegte ich mich unwillig, kam aber immernoch nicht zu mir, und auch nicht beim anziehen. Es gab vorrätig leider keine passende Kleidung, es hatte ja auch niemand damit gerechnet was für einen jugendlichen Elf dahaben zu müssen, sodass es auf ein etwas zu großes, weißes Rüschenhemd und eine feine Stoffhose hinauslief, was mich mehr denn je wie eine Puppe wirken ließ, als man mich ins Esszimmer brachte und auf einem der Stühle drapierte. Erst hier war ich wieder halb beisammen, sodass mein Kopf nicht sofort wegkippte als man mich hinsetzte. Lange würde ich es ohne Medikation nicht mehr schaffen, sah nur noch verschwommen und das was ich sah, schien eher Traum als Realität zu sein, so einen Saal hatte ich in meinem Leben noch nie gesehen und konnte es auch nicht verarbeiten, ehe ich doch zusammensank und noch mal eine Weile in Ohnmacht abglitt – Aperitif, Suppe und Vorspeise konnte ich vergessen, war allerdings wieder sehr verwirrt und desorientiert, als ich dann wieder wach wurde. Was war nur passiert? Ich fühlte mich komisch, heiß, pulsierend vor Schmerzen und vor allem vor Fieber und wurde auch wieder nervös, als ich spürte wer mit mir hier war. Was war denn nur los?
„Wo … bin ich?“, hauchte ich, zu mehr taugte meine Stimme aktuell nicht und mir war schlecht vor Hunger und Hitze, ich wusste nicht ob ich je wieder was essen konnte, auch wenn so ein verführerischer Duft den Raum erfüllte.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Do Okt 29, 2015 12:27 am

Natürlich war er wütend, stinksauer um genau zu sein, niemand fasste sein Eigentum an, niemand beschmutzte was ihm gehörte, niemand wirklich nichts und niemand hatte die Erlaubnis sein Eigentum zu schänden außer er selbst. Tatsächlich war er auch ein Stück weit entsetzt wie dieses Pack es wagen konnte sich über seine Befehle und Forderungen hinweg zu setzen und seine Worte zu drehen und zu wenden bis sie ein Schlupfloch gefunden hatten, wahrscheinlich sollte eine Säuberung nicht nur durch die Straßen erfolgen sondern auch innerhalb der Militia, wurde langsam Zeit, dass dort fähigere Wesen eingesetzt wurden. Der Fratz hingegen durfte ruhig Angst haben, zwar würden diese Wunden heilen, aber es würden Neue hinzukommen, diesmal zugefügt vom Hausherren persönlich. Ob aus Spaß oder weil er Fragen nicht schnell oder unzureichend beantwortete stand noch offen.
Sterben würde er an den Verletzungen und dem Fieber jetzt jedoch nicht mehr, war in den besten Händen um zu überleben und würde auch nie wieder auf die Straße zurückkehren, zumindest wenn sich herausstellte, dass er der verhassten Rasse angehörte denn dann würde er entweder sterben oder im Kerker landen, je nachdem was er zu erzählen hatte. Vielleicht würde er ihn auch behalten, so als letztes Exemplar einer aussterbenden Rasse, hatte zwar für Haustiere nichts übrig jedoch wäre es sicherlich interessant.

Natürlich würde er ihn davor mästen, waschen und nochmal waschen und so oft waschen bis die Haut fast ab war um ihn dann zu häuten und dann zu essen, als ob der Dreck der Straße nicht in jeder seiner Pore war und den Geschmack verderben würde. Bestrafen jedoch wäre wirklich möglich zumal er gar nicht leben dürfte, ein Rätsel dass es zu lösen galt, selbst wenn er abgehauen war damals, warum hatte er sich dann in dieser Stadt versteckt, das ergab doch gar keinen Sinn.
Fragen jedoch mussten warten, genoss erst mal das heiße Bad und die darauffolgende Behandlung, ehe er sich auf den Weg in den Speisesaal begab, gemütlich anfing zu speisen und nicht zu unterbrechen als sein neuester Gast hereingebracht wurde, betrachtete ihn von der Seite, abgemagert schien er zu sein und die Kleider passten wirklich nicht, aber so wie er jetzt aussah sah es fast hübsch aus, eine Sache die ihn gleichermaßen wütend wie neugierig machte. Der Junge war nicht wirklich bei Bewusstsein, halbwegs wach, ja aber mehr auch nicht, er sah aus als würde er gleich zusammen brechen und es würde wohl kaum etwas bringen ihn jetzt irgendwas zu fragen, der sah aus als würde er gleich wieder einschlafen. Sky seufzte, halb genervt, halb resigniert, ehe er aufstand und sein Mahl unbeendet stehen ließ, sich stattdessen wortlos neben den Jungen setzte und die Suppe hernahm, mittlerweile halb abgekühlt, aber damit musste er immerhin nicht warten bis sich abgekühlt war. „Das ist Suppe, sie wird dich stärken und danach wirst du Medizin bekommen, sie macht dich müde und du wirst schlafen. Danach will ich Antworten auf meine Fragen, bis du wieder wach wirst kannst du hier schlafen und gesunden.“, erklärte er dem Jungen ehe er ihm einen vollen Löffel hinhielt, lieber füttern ehe er noch irgendwas schmutzig machte und man noch mehr wegwerfen müsste. Vollkommen egal ob der Junge glaubte man würde ihn mästen um ihn zu essen oder die Diener seltsam starrten, schaute ihn dann schweigend an, ehe er auf seine Frage antwortete. „Mein Name ist Skyladol Baneth und du befindest dich in meinem Schloss.“ Mehr musste er jetzt nicht wissen, brachte ihm wahrscheinlich auch gar nichts, da er nicht so aussah als würde er auf der Straße viel Bildung erhalten.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Do Okt 29, 2015 8:12 am

Dieses Prinzip würde ich nicht wirklich verstehen, und auch nicht wieso er mich sein Eigentum nannte, ich war doch kein Gegenstand und gekauft hatte er mich auch nicht. Nicht dass ich mich beschwerte, nicht vergewaltigt zu werden, aber ich verstand die Intention nicht und hatte vor ihm nicht wirklich weniger Angst. Immerhin fasste er meinen fast Nackten Körper auch an, aber anders, von mir aus konnte er die Militia ganz wegmachen, die ein hübsches Gesicht gleich so benutzen wollten, das war doch nicht richtig so und das obwohl sie immer behaupteten, für Recht und Ordnung zu sorgen. Oh ich hatte Angst, seit Tagen schon und die Intensität variierte bloß, der Sidhe selbst war ein großer Faktor und ich wusste wirklich nicht, was mit mir passieren würde und was mich erwartete, ich war ein Elf, und dass andere Rassen die nicht mochten war mir klar, aber von Mondelfen hatte ich noch nie was gehört. Ich war einfach zu klein gewesen um das zu verstehen und mir über die traumatischen Erlebnissein den ersten Straßenjahren hinweg zu merken. Was für Fragen also wollte er mir stellen, ich wusste nichts, gar nichts was ein Adeliger nicht fünfmal wusste! Es würde mich traurig machen zu wissen, dass ich von irgendwas der letzte war, ein einsames Gefühl und passend dazu, dass ich im Prinzip allein auf der Welt war – auch in Gesellschaft die mich verschleppte.
Das war doch grausam und so machte man das nicht mal mit Kaninchen, bäh, ich behielt meine Haut lieber und wollte auch nicht gegessen werden. Was sollte ich denn machen, die Antwort die er haben wollte lag verschüttet im tiefsten, frühkindlichen Unterbewusstsein jenseits meines Zugriffs. Ich war sauber und äußerlich versorgt, ja, aber gut fühlte ich mich nicht und war immernoch furchtbar erschöpft, sodass es schwer war überhaupt etwas zu verstehen und mir anzusehen oder zu verarbeiten. Ich war zu verwirrt um Angst zu haben, als ich ein bisschen wie an Fäden gezogen den Kopf drehte, mich umsah und glaubte zu träumen.

Sauber uind hübsch kannte ich mich selber nicht, aber es war schön warm hier trotz des verzehrenden Fiebers, das in mir wütete – und schön, sofern ich das erkennen konnte, es war so hell für meine Augen dass es ein bisschen schmerzte nach bewusstloser Dunkelheit. Am liebsten würde ich auch zusammenbrechen und die nächsten Tage durchschlafen, allerdings stieg die Angst wieder an, als ich sah dass der große Fremde wieder auf mich zukam, er wirkte genervt und wie vorher schon als würde er mich hassen, ganz zu schweigen davon dass er mich wegen der Kutsche sicher tötete … umso verwirrter sah ich ihn an, als er sich neben mich setzte und Essen heranschob, ich hatte noch nie was warmes gegessen das ich nicht im Laden gekauft hatte, nichts normales, weshalb ich skeptisch war vergiftet zu werden – aber sollte er doch … schlimmer wurde es schon nicht. Ich durfte hierbleiben? Was für Fragen? Medizin? Wieso half er mir denn? Ich bekam Schwindel von so vielen Fragen und machte einfach den Mundauf, auch wenn mein Verstand mir sagte das besser nicht zu tun. Nicht kleckern … es war schön warm und würzig, das kannte ich so nicht, mein Körper warnte mich aber auch nicht vor Gift. Mästen oder nicht, das tat so gut und linderte den Hunger, und ich sah ihn an, ununterbrochen, würde es auch tun wenn er mehr Löffel voll hinhielt. Er antwortete mir sogar,m nachdem ich mich gewundert hatte wie Kurz seine Haare für einen Sidhe waren, und doch, auch wenn ich keinerlei Bildung hatte, schnappte ich sehr viel auf wenn ich stundenlang irgendwo saß und bettelte. Ich wusste, was ein Schloss war, und ich kannte den Namen, aber nur vage in Verbindung mit der Militia – trotzdem war es nett von ihm mir Essen zu geben, ich träumte vermutlich wieder wirres Zeug, Wunschträume wie von mir als Kind in Palästen aus Mondlicht mit anderen Kindern zum spielen, etwas das nicht real war. Aber völlig ohne Manieren war ich nicht.
„Ich heiße Baku.“, murmelte ich so deutlich es ging, und schaffte dann ein angekämpftes, leichtes Lächeln, "Vielen Dank..."
Ja ich hatte Angst, aber er hatte mich da herausgeholt und gesagt dass ich hierbleiben konnte, gesunden würde und das obwohl er mich bestimmt fressen wollte. Immerhin mochte er solche wie mich nicht, niemand tat das und dass er mir Essen gab war toll. Ich wusste ja nicht, dass er damit nicht mal die Standesgrenzen passierte, denn rein von Geburt her war ich ebenso Teil des Hochadels wie er. Und trotzdem war es komisch, ich würde tun was er sagte und essen was er mir hinhielt und mich dennoch fragen wieso, denn Antworten konnte ich ja keine liefern ...
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mi Nov 04, 2015 9:25 pm

Natürlich war er sein Eigentum, ein Straßenköter den er für sich beanspruchte, sollte gefälligst froh sein diese Nacht zu überleben, immerhin hatte er es nun warm und draußen würde es diese Tage Minusgrade geben. Nun war er hier, zwar im Reich seines größten Feindes, aber immerhin in Sicherheit vor der Kälte und davor von Ratten zerfressen zu werden wenn diese sich an warmem Fleisch gütlich tun wollten.
Sky schnaubte und versuchte zu ignorieren wie der junge Kerl ihn anstarrte, aß artig aber wirklich was anderes tun, tat er nicht. Er starrte ihn einfach an, unangenehm sowas, normalerweise trauten sich die Männer und Frauen in seiner Umgebung sowas nicht, vielleicht sollte er ihn schon für Ungehorsam bestrafen?
Mondelfen waren schon immer seine Schwäche gewesen, von ihrer Schönheit und Anmut war er angezogen worden und doch waren es verräterische Wesen, gehörten ausgemerzt, wie kam es aber dann, dass er sich immer wieder nach ihnen verzehrte? Am liebsten hätte er dem Jungen das hübsche, unschuldige Gesicht zerschnitten, nur damit dieser aufhörte ihn anzustarren.
Machte es auch nicht besser, dass der Kerl endlich sauber war, seine Wangen waren gerötet, die Augen leicht fiebrig, er war krank und musste noch mehr in sich bekommen, damit er die Medikamente nicht abstieß, fütterte ihm die Hälfte der Suppe und legte dann die Hand auf den schmalen Rücken, selbst dort konnte man die Knochen spüren und Sky konnte nicht anders als wütend zu knurren. Sie waren einst so mächtig, so stolz gewesen und nun... nein! Er musste stark bleiben, hart. Musste... unterbrochen werden in seinen Gedanken. „Baku.“, wiederholte er, ging in Gedanken alle Namen durch die er kannte, da war kein Baku dabei gewesen, überhaupt hatten sie viel klangvollere Namen, schüttelte daher den Kopf. „Das kann nicht sein. Du musst anders heißen, nenne mir deinen ganzen Namen!“
Wütend griff er nach der Medizinflasche, träufelte etwas davon auf den Löffel und nahm geistesabwesend ein Stück Zucker, legte es rein, das würde die Medizin nicht so bitter machen. Was... tat er eigentlich hier? Hielt ihm den Löffel hin und tätschelte unbeholfen den kleinen Kopf. Da schlucken.
Danach steckte er den Löffel wieder in die Suppe, hielt ihm diesen wieder hin. „Du musst noch zweimal von der Medizin nehmen, danach wirst du eine Runde schlafen und wieder aufwachen wenn es dir besser geht.“ Das würde ihn eine ganze Weile ausknocken, würde ihn schlafen lassen bis er das Gröbste hinter sich hatte, dann konnte er sich noch sein Auge ansehen und den Rest des erbärmlichen Körpers, um zu sehen was für Schaden die Straße angerichtet hatte.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Mi Nov 04, 2015 10:50 pm

Jetzt unterschätzte er mich aber, immerhin lebte ich seit fast 200 Wintern auf der Straße und atmete noch, auch wenn ich bisher entweder Glück, gute Freunde oder genug Überlebenswillen an den Tag gelegt hatte, um sie zu überstehen, manchmal waren die Winter auch nicht so schlimm, mit wenigen Stürmen und gnädigem Frost. Ich hätte das mit meiner Winterjacke schon überstanden, nur … musste ich zugeben, noch nie so verletzt gewesen zu sein und dann auch noch auf mich allein gestellt. Ich wäre heute Nacht schon allein vor Angst fast gestorben als ich in den Fängen der Militia war, fast vergewaltigt worden und dann von einem Sidhe entführt, ich würde gar nicht sagen können was genau mich am meisten Überforderte davon. Also starrte ich ihn mit nichtssagendem Ausdruck an, nicht fragend, nicht ängstlich, nicht wütend, ich sah ihn einfach an, während ich brav den Mund aufmachte, schluckte, wieder aufmachte wie automatisch, konnte auch nicht nachdenken so duselig wie mein Kopf war … und auch mit zerschnittenem Gesicht hätte ich ihn weiter angesehen, er müsste mir das verbleibende Auge ausreißen dafür.
Ich fiepte als er mich anfasste, selbst das tat weh und war ein bisschen unangenehm, war aber sofort wieder still da er wütend knurrte – ich sollte bestimmt leise sein und nickte nur als er mich beim Namen nannte. Schaute dann verwirrt und müde, überfordert, was … wieso sollte er falsch sein?
„Ich weiß es nicht … “, hauchte ich, „Das ist das einzige, an das ich mich erinnern kann … das was ich gesagt haben soll als ...“
Als die Bettler mich fanden, aber es wurde zu anstrengend zu sprechen, ich atmete tief ein und machte dann einfach wieder den Mund auf, verzog das gerötete Gesicht und wollte das Bitterzeug ausspucken, da kam aber schon neue Suppe nach sodass ich schnell schluckte und es damit linderte. Ich bedankte mich leise, hörte aber schon gar nicht mehr zu, würde essen was er mir gab an Medizin und dann recht bald einfach im Sitzen einschlafen ohne mich so schnell von etwas wecken zu lassen, das halbe Schloss würde mich vögeln können ohne dass ich überhaupt aus der Tiefschlafphase glitt. Er würde mir helfen müssen in der Zeit etwas zu mir zu nehmen, ich würde sehr lange schlafen und auch den Boten versäumen, der einen gefalteten Zettel brachte geschickt durch einen Raubvogel des Nachbarlandes – mit der Nachricht dass man den Königsmörder gefunden habe und er hierher gebracht würde. Aber so lange bis dieser kam würde ich zumindest nicht schlafen müssen, vielleicht drei Tage ehe ich die Augen wieder aufschlagen würde, völlig verwirrt was überhaupt passiert war.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Do Nov 05, 2015 6:58 pm

Einen Straßenköter zu unterschätzen war nun wirklich nicht schwer, was wollte er schon groß miterlebt haben, Sky hatte Kriege geführt und gewonnen und so manchen harten Winter überstanden. Diese lausige Winterjacke würde ihm gar nichts bringen, schon gar nicht alleine und verletzt er konnte also von Glück reden, dass er ihn eingesammelt hatte. Beziehungsweise hat einsammeln lassen.
Was hatte der Kerl eigentlich mit seinem Gesicht, war da irgendwas Komisches oder warum starrte er so? Hier wurden keine Augen raus gerissen, eine viel zu dreckige, schmutzige Angelegenheit. Sein „Gast“ schien sich wirklich nicht dran zu erinnern, sah nicht so aus als könnte er lügen und war überfordert mit der Situation, wahrscheinlich sollte er ihn einfach wirklich erst mal schlafen lassen. Später würde er weitere Fragen stellen, jetzt war es erstmal wichtig, dass er aß und dann die Medizin nahm, wieder etwas aß, einen Schluck trinken war auch wichtig, hielt ihm eine Tasse beruhigenden Tee an die Lippen. Er aß und trank alles, sah nur aus als würde er die Medizin gleich wieder ausspucken, würde ihm einfach noch mehr reinzwingen, nicht sein Problem und verrecken lassen würde er ihn vorerst nicht. Mitten im Essen geben nickte er dann auf einmal weg, schloss endlich sein eines Auge und hörte auf zu starren, brachte Sky dazu unwillig zu brummeln und den Teller wegzuschieben, stand selbst auf und hob den Jungen hoch, eine Hand unter seinem Rücken, die andere unter den Kniekehlen, wog ja nix das Knochengerippe und trug ihn in sein Zimmer, entkleidete ihn dann zumindest oben herum und betrachtete sich die Wunden, der Junge würde längere Zeit nicht aufwachen, immerhin war in der Medizin auch ein Sedativum enthalten, war also nicht wütend, dass der Junge eingeschlafen war, hatte nur gehofft noch mehr Essen in ihn zu bekommen. Die Klappe wurde entfernt und landete im Kamin indem sie zischend und wütend verbrannte, betrachtete sich das Auge und schüttelte den Kopf. Das war kein Problem es zu heilen aber er würde damit Probleme haben im Licht und es würde vielleicht auch eine Weile schmerzen, heilte es dennoch und machte sich dann auf den Rest seines Körpers zu heilen, arbeitete fast die ganze Nacht, dauerte nun mal so etwas zu reparieren und trotzdem würde der Junge wohl weiterschlafen und nicht aufhören damit die nächsten Tage. Sky schlief ebenfalls dort, nur zur Sicherheit, damit dieser nicht abhaute.
Die Nachricht war gut, eine weitere seltsame Begebenheit, zwei Mondelfen die überlebt hatten und frei waren und bald waren Beide in seinem Haus. Nicht mehr lange und er konnte sie alle vernichten, konnte sich rächen und das Königreich neu aufbauen. Vorerst jedoch musste er herausfinden wie der Junge es geschafft hatte zu überleben und warum, wer ihn dort auf die Straße gebracht hatte und ob da noch mehr waren.

An diesem Abend lag er neben dem Jungen und schlief, hatte ein Buch gelesen, dass ihm vom Schoß gerutscht war, die Augen geschlossen und aufrecht sitzend den Kopf leicht zur Seite gen Baku geneigt.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Do Nov 05, 2015 10:15 pm

Schwer war es nicht, aber eigentlich wusste dieser Mann besser als ich selbst, wozu Mondelfen fähig waren, dass mein Bruder, von dem ich nichts wusste, es geschafft hatte jemanden mit einem Blick zu töten und das Mondlicht nicht nur schön und stärkend, sondern eine Waffe für uns war, vielleicht hätte ich unbewusst meine Kräfte eingesetzt in den Fängen der Militia um mich zu wehren, aber ich war ja fast schon zu schwach gewesen um zu stehen. Vielleicht wäre ich spätestens zum nächsten Neumond wirklich gestorben, von daher ja … hatte ich Glück. Auch wenn dieser Sidhe mir Angst machte, ich behielt ihn im Blick ohne selbst zu wissen warum, er war schön, aber schien wütend während er mich fütterte, dass es von Innen warm wurde, nicht das fieberwarm, sondern gut. Die Medizin mochte ich nicht, es schmeckte gefährlich, der Tee aber sehr gut und die nächste Medizin musste er mir auch aufzwingen, da ich dann doch nicht mehr so brav den Mund aufmachte, aß so viel ich konnte und schlief dann erschöpft ein, während die Medizin meinem Körper half gegen Schwäche und Infektionen und die Wunden zu kämpfen.

Was er mit mir tat merkte ich nicht, die verschwindenden Verletzungen entlasteten meinen Organismus und ich regte mich auch, wurde nur nicht wach während seiner Behandlung und auch später nicht. Jahrelange Mangelernährung und so könnte man ja sicher nicht einfach heilen … nichtsdestotrotz ging es mir besser, als ich fast drei Tage später die Augen öffnete – nun, eines davon. Das andere hielt ich geschlossen, automatisch schon, und es tat irgendwie weh sodass ich ächzte und versuchte eine Hand darauf zu legen. Es war so unendlich schwer, meine Arme fühlten sich taub an, taten nicht weh, waren aber so .,.. schwer. Ich fühlte mich ausgezehrt, aber besser, hätte nicht mal wegrennen können wenn mein Leben davon abhinge. Ich blinzelte verwirrt, wusste nicht wo ich war, spürte dass ich nicht viel anhatte und auch dass mein Körper nicht mehr so glühte, mir schien fast normal warm zu sein, aber … wo war ich? Ich hatte so einen komischen Traum gehabt, aber wenn ich das richtig sah schien er der Wahrheit zu entsprechen.
„Mmh ...“ Es war schwer, aber ich schaffte es den Kopf zu drehen und zuckte zusammen, als ich merkte dass der Sidhe da war … Sky-irgendwas? Er schlief offensichtlich, hatte da ein Buch, von dem ich aber nicht sah, was draufstand, und schaffte es mit großer Mühe, mich halb aufzusetzen, die Beine angewinkelt und links und rechts abgestützt, sodass ich nur nach hinten kippen konnte wo ich weich landete. Ich stützte mich aber vorn ab, musste Wochen geschlafen haben um wieder halbwegs gesund zu sein, fühlte mich aber schwach. So sah er gar nicht mehr so bedrohlich aus, war wohl eingenickt, aber das sah unbequem aus und … was war das hier denn überhaupt, ein Bett? So groß? Er hatte zwar Kleider an aber das hatte ich auch, sah ihn ein Weilchen einfach nur an, eine Hand über meinem schmerzenden Auge und wieder starrend, was er nicht mochte, und dann versuchte ich eine Deckenecke zu finden und zog daran, versuchte ihn zuzudecken, damit er so wie ich zuvor warm eingepackt war. Das hatte er beim lesen bestimmt vergessen und vielleicht erkälteten sich Sidhe leicht? Ich durfte in einem Bett schlafen und er schien mich gesund gemacht zu haben, also musste ich versuchen ihm das irgendwie zu vergelten. Was schwer werden könnte, wenn ich schon an so einer großen und schweren Decke scheiterte ...
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Do Nov 05, 2015 11:26 pm

Mondelfen waren Parasiten, waren schlecht und gehörten einfach ausgerottet, dass er sich um ihn kümmerte war nur weil er Antworten wollte, mehr nicht. Der Widerstand gegen die Medizin war kaum spürbar, wenn dann hätte er es so oder so ignoriert, fütterte ihn bis es nicht anders ging, brachte ja nichts seinen Körper dazu zu animieren
zu essen wenn er bewusstlos war.
Die Unterernährung ließ sich auch nicht mit Magie heilen, das würde er sich selbst wieder an essen müssen, gab nur Tränke und Möglichkeiten es bekömmlicher zu machen, den Körper zu unterstützen auf einmal wieder Nahrung annehmen zu können. Überhaupt bekam er schon viel mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Kraft von Sky, sodass dieser sich kaum aufmachte den Raum zu verlassen, Essen bekamen sie von den Dienern die es kaum wagten über das seltsame Gebaren zu reden, wussten sie doch, dass Sky alles herausbekommen würde.
Er rührte sich hin und wieder, aber mehr auch nicht, erwachte nicht, sodass Sky sich darauf machte weiter zu lesen, eine Sache die er sich schon lange nicht mehr gegönnt hatte, umso ärgerlicher, dass er einfach so einschlief.
Von dem Versuch ihn zuzudecken und auch dem Aufwachen des jungen Mannes bekam er nichts mit, murmelte nur irgendwas unverständliches und legte sich anders hin, quer nun und griff nach der Wärmequelle, automatisch ohne aufzuwachen und zog den schlanken, kleinen Körper an sich, legte eine Hand auf dessen Hüfte, zog ihn ran. Er hatte nicht erwartet gehabt, dass der Junge wach wurde, neben ihnen auf dem Nachttischchen lag eine neue Augenbinde, eine klappe aus edelstem Leder mit einem weichen Band um nicht einzuschneiden, schlicht und einfach, aber hübsch. Sein Bein schob sich ebenfalls über den schlanken Leib, verharrte auf der Hüfte und rieb sich kurz, ganz leicht an ihm, knurrte an dem Hals und schlief vorerst einfach weiter. Selbst schuld wenn er ihn nicht weckte.
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Fr Nov 06, 2015 12:28 am

Mondelfen gab es doch gar nicht mehr, das wusste jedes Kind und selbst ich wusste von Erzählungen, was vor etwa 200 Jahren passiert war, natürlich wusste die breite Masse davon nur, was man ihnen gesagt hatte. Revoltengefahr, Verrat, Königsmord, so was, derlei Geschichten schürten die Angst. Bewusstlos aß ich auch nicht und bekam wohl während des Schlafes wieder keine Nährstoffe ab, aber ging mir ja dennoch viel besser und ich würde auch ziemlich Hunger haben, wenn ich denn dazu kam darauf zu achten. Ich schlief schutzlos und dennich passierte nichts, trug kaum etwas und fror nicht, es war gut so.
Trotzdem war ich der Meinung, dass er so sitzend ohne Decke doch nicht Schlafen konnte, das war unbequem aber herumzerren konnte ich ihn schlecht, schaffte ja nicht mal die Decke wirklich herumzuzerren sondern nur irgendwie ein wenig zu ihnen zu ziehen, das war warm, aber schwer und er lag ja auch noch drauf … ich schreckte zurück als er etwas murrte, herumwälzte, und fiepte leise als er mich packte und heranzog, hee. Ein bisschen Angst bekam ich schon, fühlte sich an als würde ein Löwe ein schäfchen zum Kuscheln heranziehen um es später zu essen, aber er wachte nicht auf und irgendwie war es angenehm – aber trotzdem machte es mir Angst diesen fremden Körper an meinem zu spüren, wie er rieb und knurrte, ich wagte erst nicht mich zu bewegen und klammerte mich dann an die Decke, um zu versuchen mich von ihm wegzuziehen, freizukommen bevor er wach wurde und … sonstwas tat, wollte weg und fürchtete mich doch vor ihm, auch wenn er schlafend nicht so böse aussah. Ich versuchte, flach zu atmen, und so mager wie ich war konnte ich seinem Griff und vor allem seiner einnehmenden Hüfte doch sicher entkommen …
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Fr Nov 06, 2015 3:58 pm

Tja, offensichtlich gab es sie doch noch und er könnte nicht verstehen wie man dem Kind hatte erklären können, dass es sie nicht gab wo eines doch direkt vor ihnen saß. Nichtmal die Haare hatte man ihm gefärbt, damit er nicht auffiel, was war das denn bitte, er konnte sowieso von Glück reden, dass die Bettler ihn nicht abgegeben hatten, mit dem Geld dass man ihnen für ihn gegeben hätte, hätten sie sich nämlich gut und gerne ein Haus kaufen können und darin leben ohne arbeiten zu müssen. Stattdessen hatten sie ihn behalten, wer auch immer ihn abgegeben hatte, oder war er alleine dort hin geraten? Ach es galt einfach dieses Geheimnis zu lösen, ging ja eigentlich auch schlichtweg nur darum alle Mondelfen zu vernichten und ihre Sympathisanten gleich mit.
Tja, es gab Mittel und Wege dennoch Nährstoffe in den Körper zu pumpen, aber diese waren teils eklig und teils sehr schmerzhaft für beide Personen, also warum das tun wenn man auch warten könnte, der Körper wachte schon nach ner Weile wieder auf und würde danach verlangen. Frieren.... Sidhe froren recht schnell, darum war das komplette Schloss auch Dauerbeheizt, sowohl durch Feuer als auch durch Magie, kein Sidhe verließ sein Haus ohne einen Wärmezauber auf sich zu wirken, oder zumindest die Kleidung wenn er zu schwach war um ordentliche Magie zu beherrschen.
Der Junge zumindest war warm, daher musste er herhalten, Sky bekam nichts davon mit, schon lange her gewesen seit er das letzte Mal jemanden an seiner Seite hatte, dieser hatte ihn schändlichst verraten und doch... hatte er so gerochen wie dieser hier, sein Unterbewusstsein erfreute sich und kuschelte sich an, schnappte sich den Jungen und ließ ihn nicht los, grummelte nur unwillig als dieser sich so schwach wand und legte sich einfach halb auf ihn drauf, damit er nicht entkommen konnte. „Schlaf.... Edrio....“, murmelte er den Namen seines einstigen Geliebten und vergrub seine Nase in dem blauen Schopf, lächelte ein Lächeln, dass er schon fast verlernt hatte, glücklich. Hm. Wann war er das nur gewesen? Erregt war er nicht, einfach nur müde, sein Körper erschöpft von den Heilmaßnahmen, er war Krieger und Stratege und kein Heiler und verbrauchte so viel mehr Kraft als davor, es dauerte auch eine ganze Weile, ehe er müde gähnte und die Augen aufschlug, verwirrt ob der Wärme unter ihm und direkt in blaue Haare schaute um zu erstarren. Was zum... Gerade noch beherrschte er sich den Mann nicht anzufahren was dass sollte sondern drehte sich einfach von ihm herunter, auf den Rücken, starrte an die Decke und zog die Überdecke unter ihnen hervor, nur um sie beide damit zu zudecken, war schon ziemlich kalt geworden auf der einen Seite. „Du bist wach.“
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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Fr Nov 06, 2015 10:30 pm

Das war sowieso ganz komisch, ich wusste ja auch dass ich blaue Haare hatte, aber die meisten Menschen, denen ich begegnete, sagten dass sie braun waren. Ich wusste nichts von dem dauerhaften und geschickt unauffällig versteckten Illusionszauber, der all jenen, die nicht gerade sehr magiebegabt waren, vorgaukelte dass meine Haare braun waren, etwas das meine Mutter in mir verankert hatte ehe sie mich fortbrachte. Nur die Augen, die konnte man nicht tarnen, aber dass nur Mondelfen solche Augen hatten war weniger verbreitet als das Wissen über Haare. Sky konnte Magie, also sah er sie auch ganz normal. Ich wusste bloß dass die meisten Leute zu doof waren braun von blau zu unterscheiden und hatte ihnen natürlich geglaubt dass es Mondelfen nicht mehr gab. Was hatte ich getan, dass er mich nicht mochte? Und wenn er mich nicht mochte, wieso half er mir?
Ich hatte ihn nicht verraten und wollte nur weg und … keine Ahnung, was essen, ich hatte wirklich Hunger und auch Angst, er hatte mich gefüttert, aber das doch sicher nur um mich dann zu essen, und er bewachte mich auch noch. So lange er schlief konnte ich mich vielleicht wegschleichen, auch wenn ich nicht wusste wo ich war, und so angezogen nie draußen überleben würde, aber ich hatte wirklich Angst und winselte, als er sich auf mich legte, hielt die Luft an. Ich hieß nicht Edrio, hatte er sich das falsch gemerkt oder verwechselte er mich? Er war schwer und drückte mich, aber noch bekam ich Luft und atmete flach, klammerte mich an die Decke und versuchte nicht zu weinen, war überfordert und mein Auge tat so weh, presste die Lippen aufeinander und wühlte im Versuch frei zu kommen, sah nicht dass er lächelte und fuhr erst erschrocken herum, als der Sidhe ihn losließ und er dessen Emotionsaufkommen spürte, nicht was, aber er musste wach sein und wurde verschreckt angestarrt. Er sah nach oben, ich fand ihn gruselig und kugelte mich ein, als die Decke schwer auf mich gelegt wurde und schniefte leise, nickte.
„J-ja...“, murmelte ich und lugte unter der Decke hervor mit großem Auge, hielt das andere immernoch geschlossen, „Wie lang hab ich geschlafen? Nur noch Auge tut weh ...“
Und da war sehr viel kaputtgegangen, und das war weg. Tat nicht mehr weh zumindest, ich setzte mich auf und zog das zu große Hemd hoch, das ich wieso auch immer trug, und schaute nach, aber da war wirklich nichts mehr, alle zälbaren Rippen intakt und keine blauen Flecke. Ich machte das wieder runter und sah den Mann an.
„Warst du das?“, fragte ich, wusste zwar dass man Adelige anders ansprach, aber das hatte ich nie gelernt und wusste nicht wie es richtig war – nur dass ich mich bedanken musste, wenn er jetzt ja sagte.
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Selena

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Sa Nov 07, 2015 7:13 pm

Das wäre natürlich auch eine Erklärung gewesen auf die er nicht sofort kam, es war doch vollkommen klar dass er so einfach geschützt war. Nur dass er es dem Jungen nicht zutraute, er sah nicht so aus, fühlte sich nicht so an als könnte er das getan haben, sah nicht nach Magieträger aus...
Sky kam mit Gefühlen wie Verwirrung nicht klar, war viel zu oft enttäuscht, viel zu oft erbärmlich angreifbar gewesen, dass er irgendwann einfach nur noch wütend war. Seine Augen waren wirklich Besonders, auch ein Grund weswegen er das eine repariert hatte, auch wenn es noch eine Weile weh tun würde. Er wusste selbst nicht warum er den Jungen nicht in den tiefsten Kerker warf, sondern sich um ihn kümmerte, ja sogar seine Verletzungen geheilt hatte. Wo sollte er denn hin wenn er weg geschickt wurde, wollte er zurück in sein Loch, verkriechen wo die anderen Bettler nun wussten dass man nach ihm suchte? Denn sicherlich war nicht verborgen geblieben dass er mitgenommen worden war, er der Grund für diese Säuberung, sie würden ihn töten oder wieder herausgeben.
Edrio... er hatte gedacht dass er diesen Namen tief in sich begraben hatte. Den Verräter. Den, der ihm gezeigt hatte wie die Welt lief. Baku war anders als er, viel kleiner und schmächtiger aber auch er hatte das Potential ein Edrio zu werden. Der Junge kugelte sich zusammen, hatte eindeutig Angst aber er war nicht bereit auf ihn einzugehen, der Handrücken über seinen Augen brachte ihn dazu ein wenig denken zu können. „Drei Tage. Essen kommt gleich.“, erklärte er tonlos, er sah nach was war, begutachtete die bleiche Haut, alabasterfarben... wunderschön... total hässlich, vollkommen abscheulich! Presste seine Zähne zusammen ehe er langsam nickte. „Ja. Habe ich... das Auge... muss ich mir nochmal anschauen.“ Drehte sich mit dem gesagten um und nahm das schmale Gesicht in seine Hände, drehte sich ein Stück damit der Junge das Licht nicht mehr so ins Gesicht bekam, würde so weniger sehen aber er würde nicht so geblendet werden, etwas dass er sich aber anders zurechtrückte, nämlich in dem er es ignorierte. „Deine Augenklappe kommt bald dann kannst du sie anziehen, es ist besser für das Auge wenn es geschont wird.“, begutachtete sein Werk und tippte auf die Wange. „Aufmachen. Könnte weh tun.“ Das tippen wurde von Magie untergraben, lähmte das Auge etwas, zumindest den Schmerz aber es würde sich komisch anfühlen, trotzdem könnte er es so aufmachen ohne größere Schmerzen.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   Sa Nov 07, 2015 9:43 pm

Es war ein schwacher Zauber den er gut und gern nicht gespürt haben könnte, ich wusste ja auch nichts davon und es war auch nicht mein Werk – ich besaß Magie, viel sogar, die aber eher diesen Zauber nährte und daher nie zu viel wurde. Vielleicht hätte man mich früher gefunden, wenn es anders wäre. Ich hatte doch nichts schlimmes getan, wirklich, dass ich ihm vor die Kutsche gelaufen war, war ein Versehen gewesen und konnte den Mann immernoch null einschätzen, warum warf er ihn denn nicht in den Kerker, aß ihn auf, sondern heilte was zu retten war? Jeder andere Bettler und Obdachlose würde mit mir tauschen in so ein Heim zu kommen, auf der Straße wusste ich aber woran ich war und … wäre wirklich verzweifelt zu sehen dass sich das auch verändert hatte. Dass ich nicht mal mehr dahin zurückkonnte, die nächste Stadt war weit und im Winter schaffte ich das niemals …
Ich war Baku, nicht Edrio, er war schon ein bisschen konfus oder? Drei Tage, kein Wunder dass ich so Hunger hatte und mein Blick wurde hoffnungsvoller, bevor ich meine Verfassung in Augenschein nahm und war mir auch egal dass er mich damit anscheinend fast nackt sah, aber er hatte mich ja schon mal nackt wo rausgeangelt.
„Dankeschön.“, murmelte ich und lächelte scheu, guckte dann aber verwirrt. Mein Auge? Ich zuckte zurück und zog den Kopf ein, als er nach mir griff, versuchte das Gesicht wegzudrehen, was machte er da? Nicht, es tat schon weh genug und ich kniff beide Augen zu, blendete immernoch und dann fühlte es sich ganz komisch an, taub kribbelnd, ich wollte das nicht, was tat er? Allerdings wollte ich ihn nicht verärgern, öffnete langsam die Augen und erschrak. Es tat nicht so weh wie vorher, wovor ich erschrak war, dass ich ihn … verschwommen, aber dreidimensional sehen konnte, starrte ihn erschrocken an und versuchte zurückzuweichen, wimmerte leise. Es tat weh, ja, aber es erschreckte mich mehr als alles andere, hatte das ewig nicht mehr so gesehen und er machte mir immernoch Angst.
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Selena

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Nov 08, 2015 3:54 am

Möglicherweise, doch war es grob fahrlässig ihn nicht auf Magie und Zauber zu prüfen, so eine Nachlässigkeit könnte einen gut und gerne das Leben kosten. Er konnte wirklich froh sein, dass er ihn nicht zurückschickte, die Bettler waren unwürdig, er war ein hochadliger auch wenn seine Rasse verdammt war. Er hatte sich gefälligst so zu benehmen und das zu lernen wie man sich als Hochadliger benahm, an seiner Sprache musste gefeilt werden und seinem Auftreten, Armut war kein Grund das schleifen zu lassen.
Nein er war nicht Edrio, noch nicht und er würde auch nicht abhauen und bei Schnee hinaus in die Kälte krabbeln würde.
Nackt war er nicht unbedingt schöner, so abgemagert und wild gewuchert, passte einfach nicht zu dem sonst so stolzen Volk. „Du wirst Kleider bekommen und deine Haare werden schöner geschnitten, haben wir uns verstanden Baku?“, fragte er eisig und machte damit eigentlich klar, dass keine Widerrede erwünscht war, er sie nicht akzeptieren würde. Er lehnte sich auf die Seite, gemütlich in die Kissen und betrachtete das Gesicht, sein Auge, lächelte ehrlich, das war gute Arbeit dafür dass er sich darin nicht auskannte, runzelte dann aber die Stirn als der Junge so seltsam reagierte. „Was ist los? Es sollte nicht weh tun ich habe es betäubt.“, setzte sich auf und runzelte weiter die Stirn legte seine Hände an die Schläfen Bakus, spürte hinein, strich ihm dabei fast beruhigend über die Schläfen, den Kopf, konnte das nicht verhindern. „Sht... dein Auge war stark entzündet, nicht lange und du wärst blind geworden, wenn du dich jetzt dumm bewegst kann es zu Schäden kommen.“
Konzentrierte sich und merkte gar nicht wie eine Dienstmagd mit verschiedenen Speisen hereintrat, sie neben dem Bett aufstellte und wieder hinaus huschte. Viel zu viel natürlich aber so gehörte es sich auch.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Nov 08, 2015 4:40 pm

Nun, er hatte mich ja auch nicht auf Magie geprüft, sonst hätte man den Zauber und meine eigene Affinität zur Magie bermerkt, wenn man wusste wonach man suchte war es eigentlich sehr offensichtlich. Ich war doch kein Hochadeliger, hatte er jetzt völlig den Verstand verloren? Ich war höchstwahrscheinlich ausgesetzt worden weil vor 200 Jahren Unruhen waren und viele Leute, viele Elfen aller Art verarmten und vertrieben wurden, vielleicht hatten meine Eltern mich einfach nicht mer füttern können und zm Sterben zurückgelassen, ich erinnerte mich kaum noch an ihre Gesichter. Ich war ein Kind gewesen, kaum alt genug selbst zu laufen, und ich wusste nichts, er würde mir all das erst beibringen müssen. Und schön war ich ganz gewiss nicht, mager, verlumpt und mit dauerhaften Schäden - doch letztere schien er gerade in Angriff zu nehmen. Ich guckte etwas Verständnislos, Kleider, Haare? Und fragte nur deshalb nicht warum weil das ja was gutes war und er mir eine Frage gestellt hatte - er kannte meinen Namen doch! Was einen Namen hatte wurde nicht gegessen, ich lächelte und nickte leicht, was aber schnell wieder überschattet wurde, es sah so komisch aus!
"N-nein es ... sieht so komisch aus, was ist das?", flüsterte ich wie um ihn nicht zu verärgern, kannte das kaum noch so, und das wehtun konnotierte es negativ. Ich ließ mich durch sein streicheln aber beruhigen, atmete tief durch und schniefte, ließ das Auge offen, auch wenn es silbrig tränte und wehtat. Ich dachte es wäre schon ganz kaputt ...
"Okay ..." Ich sah ihn an und hielt still, sa nicht mal nach der Magd auch wenn es wundervoll roch, legte meine kleinen Hände haltsuchend auf seine breite Brust und versuchte mich auf gar keinen Fall zu bewegen. Er konzentrierte sich und ich ... sah ihn einfach wieder an, versuchend den Schmerz und das verzerrte Dreidimensionale z ignorieren, es war ... zu hell und blendete, und seine Hände waren kühl ...
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Selena

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BeitragThema: Re: Skyladol & Baku   So Nov 08, 2015 4:55 pm

Warum hätte er ihn denn auch auf Magie prüfen sollen, es war ein Kind und konnte noch nichts, viel zu ruhig geworden, viel zu unachtsam und er war sowieso erst mal nur sauer auf den Soldaten gewesen und das Kind war krank. Was sollte es da schon tun?
Natürlich war er ein Hochadliger und als solcher würde er auch sterben, deswegen musste er alles lernen, lesen und schreiben konnte er wahrscheinlich auch nicht, aber da gab es magische Möglichkeiten, jedoch würde das bedeuten in sein Gedächtnis einzudringen, nun da konnte er dann auch gleich das ein oder andere überprüfen aber er wollte dass der Junge das erst mal freiwillig machte, wenn er es nicht tat könnt er es nicht mit seinem Ehrgefühl vereinbaren diesen hinzurichten. Also hatte er es sich anzueignen, würde ja wohl kaum so lange dauern und vielleicht behielt er ihn ja als Andenken, als Zeichen dass er es geschafft hatte sie auszurotten und zu zähmen. Ja, das war eine gute Idee. Nichts da mit essen. Der Junge hatte doch ein Problem.
„Hm... wie lange ist die Entzündung schon her, du hättest gleich einen Arzt gebraucht, dann würde es jetzt nicht so lange dauern.“, erklärte er, vergaß für einen Moment wer da vor ihm saß und konzentrierte sich nur auf das verletzte Körperteil, strich ihm über den Nacken und kraulte dort vorsichtig, während er seine Arbeit machte, tat sicher weh aber er hielt sich gut, auch wenn silberne Tränen seine Wangen hinunterliefen, wie sie wohl schmeckten? Er konnte sich gerade noch davon abhalten sie ab zu lecken, schloss die Augen und murmelte eine lange Litanei, würde die Schmerzen heilen und sein Sehen etwas verbessern, ehe er halb in sich zusammensackte und keuchte, das war wirklich viel Arbeit gewesen, musste eine Pause machen. Er murmelte etwas, stand auf und ging auf das Essen zu, dort unter einer der goldenen Deckel lag die Augenklappe, echtes Leder, mit Kräutern unterlegt damit sie weiter heilten, ging zurück zum Bett und legte es dem Jungen an, strich ihm dann durch die Haare und nahm ihn dann vollkommen unerwartet für den jungen Mann und für sich selbst in den Arm, für einen Moment sah er sich wie er damals gewesen war, klein und verloren und ein übermächtiger, starker Mann der ihm half, ihn beschützte und er konnte nicht anders als Baku in den Arm zu nehmen und zu drücken, ihm über den Rücken zu streicheln und zu warten bis das Gefühlschaos in diesem ein wenig weniger wurde.
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Skyladol & Baku
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