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 Aoba und Nero

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Selena

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BeitragThema: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 12:04 am

Platz für die Bar XD
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 12:11 am

Es war Montag Nachmittag, Ende des Monats und ich war pünktlich zu meinem Schichtbeginn in der Bar. Unglaublich aber es war meine eigene. Wie ich das verdient hatte war mir nicht ganz klar gewesen, eigentlich wollte ich ja nur hier arbeiten um für mein Studium zu sparen und es war die einzige Kneipe gewesen in der es nur zählte ein hübsches Gesicht zu haben. Eine Schwulenkneipe in der zwar jeder wusste, dass ich hetero war aber es niemanden interessierte zu meinem Leidwesen. Glücklicherweise waren die Gäste aber vollkommen in Ordnung und keiner wurde handgreiflich, machte mir auch nichts aus zu flirten und ein wenig nettes gesagt zu bekommen hatte noch keinem geschadet. Eines morgens war ich dann vorbei gekommen und hatte mit dem Chef ein Gespräch, irgendwas getrunken, am Abend mit einem Mordsschädel aufgewacht und hatte festgestellt das ich Papiere unterschrieben hatte die mich als Eigentümer auszeichneten. Jackpot könnte man meinen. Bis ich gemerkt hatte warum der alte Chef sich so schnell aus dem Staub gemacht hatte. Schulden in höchstem Maße ( ich hatte schon geahnt das er ein großer Spielsüchtiger war) und Schutzgeld für die Yakuza von dem ich keine Ahnung hatte wieviel sie wollten, wann sie kommen würden und wie ich das Geld zusammen bekommen konnte. Jetzt war ich den dritten Tag Chef des „Golden Sun“ und hatte keine Ahnung was mich erwartete, nur das ich ziemlich in der Klemme saß. Ließ sich jedoch grade nichts ändern also musste ich versuchen das Geschäft zum Laufen zu bringen und war früh genug da um alles nochmal zu reinigen, umzustellen und in Ordnung zu bringen. Gerade stand ich mit dem Besen in der Hand und fegte den Boden.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 1:24 am

Monatsende hieß Ende des sonst recht ruhigen Tagesablaufs. Sonst war mein Tagesablauf eher entspannt, Monatsmitte vielleicht noch mal hie und da Druck machen und sonst blieb es bei kleineren Touren um hie und da Denkzettel zu verpassen oder Raten einzuziehen. Mochte man mir nicht ansehen, aber ich war gut in dem was ich tat, groß, aber kein Schrank, traditionell, aber nicht rückständig und zu meinem Stolz auch im Engeren Kreis der Führung unserer Gruppierung. Hatte Mutter also Unrecht, als es hieß ich würde es ja zu nichts bringen, als ich mit dreizehn das erste Mal einen Mitschüler ins Krankenhaus gebracht hatte. Übrigens kein Einzelfall bis zum Abbruch drei Jahre später, zu dem Zeitpunkt war ich bereits in den Kreisen der Yakuza angekommen.
Und ich mochte meinen Job, rumlungern, Leute aufmischen, Kohle kassieren und den Rest der Zeit wieder Rumlungern. Nur jetzt wurde es stressig, ich hatte immernoch einen mörderischen Restkater von der Feier, die für den Sohn vom Boss geschmissen worden war, ich erinnerte mich aber nur an das wenigste davon und rauchte an der Hausecke des Golden Sun in Ruhe eine Kippe nach der Anderen. Einer der Fahrer stand zwei Straßen weiter, ich hatte also meine Eskorte nach Hause, wartete aber selber noch bis da jemand auftauchte. Hätte ich eigentlich nicht draußen machen müssen, immerhin hatte ich Schlüssel zu den Gebäuden, die im Prinzip auch den Sumiyoshi-kai gehörten. Nur der neue Besitzer, der kannte mich noch nicht und ich wartete auf ihn.

Es war wirklich dämlich zu glauben, sich mit solchen Schulden in Form von Miete und Schutzgeld einfach verziehen zu können, der Vorbesitzer würde nirgendwo mehr hingehen, auch wenn ich versucht hatte es so zu drehen dass man seine Leiche in vielleicht zwei, drei Wochen fand. Das Geld war aber immernoch fällig und auch wenn mir bewusst war, dass der jetztige Besitzer es nicht freiwillig übernommen hatte – er war Besitzer, und damit Haftender, Punkt.
Ich war nur milde überrascht wie jung derjenige war, der letztlich die Tür aufschloss und das Licht drinnen anzündete. Ich mochte die Bar, hatte nicht selten dort selber einen guten Fang gemacht nachdem die Arbeit erledigt war oder einfach so um mich zu zeigen, Druck zu machen, ich war ja nun wirklich nicht schwer zu übersehen.
Ich wartete noch eine Weile, trat dann die Kippe aus und prüfte die Umgebung, dann schob ich die Tür zur Bar auf, die erst in einer Weile öffnen würde, und schloss geräuschvoll die Tür, um mich netterweise anzukündigen ehe ich die ersten Schritte in den Barraum machte.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 2:17 am

Eigentlich war ich viel zu gelassen was das Ganze anging, zumindest wusste ich noch nicht von allen Schulden die auf dem Club lasteten und ich hatte die Hoffnung das es schon irgendwann wieder aufwärts gehen würde. Irgendwie hatte ich Spaß daran gefunden zu bedienen und gleichzeitig neue Drinks zu entwerfen, die Bar selbst war auch wunderbar, wirklich gut eingerichtet und sah einfach toll aus. Und vor allem war sie so gut besucht das ich mir gar nicht vorstellen konnte lange in der Miese zu bleiben, ich musste einfach nur sparen und mehr arbeiten, vielleicht ein paar Events reinhauen und dann würde das schon aufwärts gehen. Zumindest redete ich mir das ein und versuchte nicht daran zu denken wieviel Minus da eigentlich vorhanden war.
Der heutige Abend jedenfalls würde relativ ruhig werden, Montags gab es nichts Besonderes und eigentlich war Montag bisher immer Ruhetag gewesen, ein Ruhetag den ich mir jetzt nicht mehr leisten konnte und daher das erste Mal geöffnet hatte. Zwar stand es am Wochenende groß angeschrieben und es war gesagt worden, aber wer wusste schon ob da jemand kommen würde?
Trotzdem enthusiastisch fing ich an zu fegen, hatte meine Schürze noch nicht an, dafür aber die normale Arbeitskleidung, schlicht und edel in schwarz weiß. Meistens wurde es hier drin ziemlich heiß und das ein ums andere Mal hatte ich mich dazu hinreißen lassen die Krawatte zu lockern oder gar ganz auszuziehen, was zu einem regen Trubel um die Theke herum gesorgt hatte. Dabei war gar nichts zu sehen gewesen und anfangs hatte es mich die ganze Zeit dazu gebracht zu erröten, zumindest das war besser geworden. Eigentlich waren die Jungs nämlich alle ziemlich in Ordnung und auch wenn ich nicht ihrem Lebensstil folgte waren sie ganz normale Menschen.
Anders jedenfalls als mein vorheriger Chef der zwar auch nicht schwul (gewesen) war, sich aber offensichtlich mit anderen Sachen beschäftigt hatte. Würde mich vom Hocker hauen wenn ich erfuhr das er nicht nur Spielschulden gehabt hatte sondern auch mit dem Schutzgeld im Rückstand war, was die Miete anging und noch so einiges anderes. Scheinbar hatte er sich auch noch Geld von der Yakuza geliehen, was mir aber auch nicht bewusst war, genauso wenig wie die Tatsache das er wohl nie wieder hierher zurück kehren würde.
So stand ich nun in meiner Bar, ahnte nichts von der drohenden Gefahr und bückte mich um unter dem nächsten Tisch zu kehren, war eigentlich alles sauber aber lieber safe than sorry. Hatte nichts davon mitbekommen dass ich außen beobachtet worden war und normalerweise schloss ich die Türe ja auch ab damit niemand reinkam, sperrte erst eine Stunde vor Ladenbeginn auf sollte sich jemand hinein verirren. Und wenn es nur für ein Glas Wasser war lohnte es sich, ich war ja sowieso da. So früh jedoch, dass gleich drei Stunden früher jemand reinkam war es mir noch nicht vorgekommen, drum registrierte ich den Kunden auch erst als er die Türe hinter sich zuknallen ließ, zuckte zusammen und schob noch schnell den Dreck zusammen, ehe ich mich mit einem freundlichen Lächeln umdrehte, trotzdem hatte ich davor ein „Hallo und willkommen im Golden Sun!“, herausgebracht, drehte mich schwunghaft um und… erstarrte erstmal. Huh, der Kerl sah gefährlich aus und auch nicht wirklich zu Späßen aufgelegt. Aber er war Kunde und der Kunde war König, also lächelte ich ihn an und deutete auf die leere Theke. „Möchten Sie etwas zu trinken? Wir haben zwar noch nicht auf aber die Bar ist geöffnet bei Bedarf. Sollten Sie mich ausrauben wollen würde ich vorschlagen nach Ladenschluss zu kommen, es ist Montagnachmittag da ist die Kasse noch nicht gefüllt.“ Eh, ja ich Scherzkeks.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 3:10 am


Ob nun Stress oder Gelassenheit war mir in dem Sinne völlig egal, so lange alles da war, was entweder den Stress beschwichtigte oder die Gelassenheit bekräftigte - nämlich die Kohle. Es musste hier auch Bergauf gehen, ich kannte mich mit den genauen Zahlen nicht aus und sie interessierten mich auch nicht, es gab aber natürlich keine schriftlichen Vereinbarungen – zu Ratenhöhen oder so was. Juckte mich nicht, ich ging, wo man mich hinschickte, und verlangte die Summe, die mir genannt wurde. Das Golden Sun aber kannte ich gut, auch die Zahlen, war jeden Monat drei, vier mal hier gewesen und nur ein Mal davon dann auch offenkundig, ansonsten kam ich zur Hintertür herein. Insgesamt fünfzigtausend, auch wenn der Neue nicht spielsüchtig war würde es schwer, die laufenden Kosten, laufende Schutzgeldzahlungen UND diese fünfzig Mille Altlasten abzutragen, erst recht nicht wenn da jemand im Begriff war ungeduldig und ungemütlich zu werden – aber noch war ich allein hier, ohne Backup wie es bei ernsten Angelegenheiten der Fall wäre.
Drei Tage erst, nun, für mich kein Grund nachsichtig zu sein, auch wenn ich vermutete eher Aufklärungsarbeit leisten zu dürfen, danke auch Kazura, mpf. Auch ohne Öffnungstag wäre ich jetzt hier und Neigungen interessierten mich wenig – ich war es gewohnt, mir zu verschaffen was ich wollte.

Wirklich ernstnehmen konnte ich den schmal gebauten Kleinen nicht, aber er war schon schnuckelig und ich müsste mal testen inwiefern mir seine Stimme gefiel, beim Eintreten hörte ich aber erst mal nur das Besenschubbern und machte dann Krach – zumindest die Begrüßung saß, merkte man dass es mal ein Angestellter der nicht völlig planlos war. Das Gesicht war schon mal okay, auch das Auftreten. Ich nahm mir die Zeit, ihn von oben bis unten zu mustern, fingerte dann eine Zigarette aus meinem Kimono und zündete sie an obwohl ich wusste das Rauchen hier verboten war – die Marke war immer die Gleiche, mit leichtem Minzgeruch. Zum Scherzen war ich im Dienst selten aufgelegt, sah ihn ernst an und dann zur Bar.
„Sollte sie aber – immerhin ist das ertragreiche Wochenende herum.“, antwortete ich, wandte mich der Bar zu und setzte mich nach wenigen ruhigen Schritten auf einen der Hocker, netterweise nur einmal auf den Boden aschend, „Sake, lau wenns geht. Und dann den Abschlag zum Schutzgeld, Miete und die Rate zur Abzahlung. Es ist Monatsende.“
Also genug Zeit alles zu erwirtschaften  - wenn da nicht die Tatsache wäre dass jemand anders vor vier Tagen noch mit den Finanzen betraut war. Mir aber relativ egal …
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 4:17 am

Stress machen brachte ja auch gar nichts und am Wochenende war es gut gelaufen, das Geld davon war im Tresor hinten gebunkert, auf die Bank hatte ich das nicht bringen können weil es dort sofort eingezogen worden wäre, wobei ich auch nicht wusste ob es da dann Probleme gäbe. Der Chef hatte was gesagt von wegen Schutzgeld aber ich hatte nicht gewusst wieviel und wann, rechnete also nicht damit das es heute eingezogen werden würde und es war wohl eher Glück das da Geld da war wenn auch nicht so viel. Ein guter Teil war nämlich an die Lieferanten gegangen die heute Morgen da gewesen waren, denn ohne Alkohol und Futter keine Gäste. War auch etwas müde von dem Ganzen aber was machte man nicht wenn einem was am Herzen lag?
Dass der Mann bereits mal hier gewesen war, davon hatte ich nichts mitbekommen, war aber auch erst seit einem Monat da drum war das auch nicht verwunderlich. Richtig bedient hatte ich bis dato auch noch nicht, gemixt und gemischt auf Feiern von Freunden und Bekannten ja, drum kannte ich auch die ganzen Grundlagen und hatte viel selbst probiert, aber das ausgeben hatte ich erst hier gelernt. So… unglaublich viel Geld? Und dann war das keine ernste Angelegenheit, ich würde wahrscheinlich keine Ahnung was machen, mich wohl erstmal setzen wenn ich erfuhr wie viele Schulden da wirklich noch rumlagen. Wie sollte ich das denn bitte zahlen, nja vielleicht kam mein Chef ja doch wieder zurück und bereinigte die ganze Sache. Ohne Öffnungstag jedoch wäre er vor verschlossenen Türen gestanden und keiner wäre hier gewesen, warum sollte ich denn im Laden stehen wenn Ruhetag war? Gab ja dann nix zu verdienen oder zu machen und das was gemacht wurde erledigte ich immer gleich nach der Schicht, damit bei unvorhergesehenen Geschehnissen der Laden dennoch rechtzeitig und pünktlich sauber geöffnet werden konnte.

Na ich war es auch nicht der ernst genommen werden musste, ein paar Türsteher wären manchmal schon nicht schlecht aber das war im Budget gerade nicht drin. Auch dass ihm die Begrüßung gefiel war vollkommen irrelevant, letztlich wäre ja nur ich da und er müsste so oder so mit mir vorlieb nehmen bis dann jemand käme der mehr wusste. So aber war ich alleine mit ihm für die nächsten zweieinhalb Stunden und erst dann kämen die anderen Arbeiter. Ein wenig irritiert war ich ja schon, er rührte sich erstmal nicht vom Fleck, begutachtete mich nur und nahm sich dann eine Zigarette heraus, durchaus kein normaler Kunde also und ich musste leise seufzen. „Tut mir leid aber Rauchen ist hier eigentlich nicht erlaubt.“, bat ich ihn indirekt die Zigarette wieder auszumachen und verstummte dann als er anfing zu sprechen. Eh, ja klar war ja auch Geld da, aber halt nicht für Einbrecher oder Räuber oder was auch immer er war und kehrte gleich mit zusammengezogenen Brauen die Asche vom Boden gleich mit weg, erstarrte dann aber als ich seine Worte hörte. Ich ließ die paar Staub und Aschekörner am Boden liegen, lehnte den Besen an die Theke und machte mich an die Arbeit. „Einmal Sake, lau kommt sofort.“, erklärte ich ihm in Geschäftigem Ton, während ich überschlug wieviel Geld wohl da war und wieviel er verlangen würde. Ich erwärmte den Sake, stellte ihn vor ihm auf die Theke wobei meine Hände langsam anfingen zu zittern. „Der Abschlag beträgt dann… wieviel?“, fragte ich vorsichtig, schaute ihm leicht verunsichert in die Augen. „Ich will ehrlich sein, ich habe keine Ahnung gehabt das Sie heute hierher kommen. Und noch… kann ich nicht auf viel Geld zurückgreifen. Ich hab den Laden erst seit wenigen Tagen und mein Chef hat sich noch nicht zurück gemeldet wo was ist.“
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 11:39 am

Jeder der irgendwie in einem Gebäude oder sonstwas der Yakuza hauste und noch dazu eine solche Location, die durchaus Anfeindungen erleben könnte, bezahlte Schutzgeld oder hatte es besser zu tun, damit keine Unfälle passierten. Am durchaus vor dass ein brav zahlender Klient niemals Ärger hatte und wenn, wurde das von anderen geklärt, dazu waren wir schließlich da. Es war ja auch kein großes Geheimnis, dieses Viertel war zu großen Teilen unter Kontrolle der Yakuza. Und im Zweifelsfall waren diese ungeduldiger als Lieferanten, ich musste es wissen, ich gehörte dazu.
Jup, der neue Boss hatte noch nicht lange hier etwas zu tun, ich hatte ihn auch erst ein, zwei mal gesehen wenn ich herumgekommen war, und wenn dann auch nicht in dem Aufzug den ich jetzt trug – meine Arbeitskleidung. Es ging ja um viel Geld, dass die Yakuza am Hungertuch nagten, aber derlei wurde nicht geduldet, nachher meinte noch jeder das Geld schuldig bleiben zu dürfen ohne Konsequenzen – und es war viel, selbst wenn die Bar durchweg gut lief würde es dauern das alles abzuzahlen. Auch ohne Öffnungstag wäre ich hier gewesen, denn wann sonst sollte da jemand saubermachen? Auch Montag war immer was los gewesen, aber so früh hatte ich dann wohl Glück gehabt. Nun ja, ich hatte auch einen Schlüssel, hätte auch ohne Anwesende nach dem Geld suchen können, wäre nicht das erste Mal.

Türsteher wären doch da, wenn das Schutzgeld bezahlt würde – standen nur seit knapp einem dreiviertel Jahr keine Handlanger der Yakuza mehr vor der Tür, weil nicht gezahlt werden konnte. Es war nicht irrelevant – wenn mir schon die Begrüßung nicht passte wurde ich selten grün mit jemandem und das war dann eher ungemütlich, also war es durchaus wichtig. Hielt mich aber nicht davon ab, hier zu rauchen, an den Geruch konnte er sich schon gewöhnen, und ich ignorierte auch den Einwand. Ich war kein Einbrecher, ich hatte einen Schlüssel, und ich musste nichts rauben, es gehörte rechtmäßig meinem eigenen Boss. Positiv aber, dass er kapierte worum es ging, noch während ich mich hinsetzte, und dann die Augen verdrehte, musste er mir die Bestellung nachplappern? Na egal, ich sah ihm rauchend beim Wuseln zu (jetzt netterweise ein Glas hinter der Theke als Aschenbecher missbrauchend) und nahm dann mein Getränk entgegen. Er schien nervös, zitterte, aber das war immer so wenn man sie erstmals begrüßte. Er schien überhaupt nicht zu wissen was Sache war, seine Aussage aber ließ mich schmunzeln.
„Dein Ex-Chef kann sich auch nicht mehr melden.“, erwiderte ich trocken und kippte den durchaus schmackhaften Sake, „Ich kann Ausflüchte nicht ausstehen – und zur Info, wenn es gut läuft komme ich nur zum Monatsende oder Anfang.“
Würde er für die nächste Zeit wissen müssen, ich hatte auch damit gerechnet erst mal Aufklärungsarbeit leisten zu müssen und kannte ja die genauen Schulden, Raten'vereinbarung' und alles drumherum. Ich atmete ruhig den Rauch aus.
„340.000 Yen Miete, 100.000 Yen Schutzgeld und die Rate von 130.000.“, zählte ich ihm auf und drückte die Kippe aus, machte also insgesamt 570.000 pro Monat – wenn alles glatt lief. Ich musterte seine Miene bei dieser Auflistung, inspizierend, und würde wohl anhand blasswerden merken sollte es da ein Problem geben. Und das hatte es bisher immer, ob ihm Klar war dass das monatlich reinkommen musste? Eigentlich nicht übermäßig viel, wir waren ja keine Unmenschen, aber er täte gut daran nicht zu versuchen das über Glücksspielgewinne alles reinzubekommen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 12:48 pm

Klar hatte ich schon davon gehört es aber bisher als Hören Sagen abgestempelt. Wenn man aus einer gesitteten Familie kam, die genug zum Leben hatten und einfach einen ruhigen Tag bestritten, da kam man nicht mit Leuten wie der Yakuza zusammen. Alles was ich davon wusste kannte ich aus dem Fernsehen oder dem was die Leute sich auf der Straße zu murmelten. Ich hätte niemals gedacht das ich jemals mit ihnen etwas zu tun haben könnte und schon gar nicht so. Hätte ich natürlich gewusst dass er kommt hätte ich die Lieferung verschoben und versucht so viel wie möglich von den Schulden zu begleichen. Nicht umsonst sparte ich auf mein Studium statt mir Geld bei der Bank oder sonst wo zu leihen, ich hasste es irgendwo Schulden zu haben.
Den Mann vor mir hatte ich so noch nicht gesehen, vielleicht in der Masse wobei er mir nicht vorkam wie einer der normalen Schwulen die hier reinkamen, aber war ja eigentlich klar das Yakuza auch nur Menschen waren und ihre Bedürfnisse hatten und diese auch befriedigten. So oder so, selbst wenn wir uns gut verstanden hätten wäre er dennoch da um die Schulden einzutreiben, ob bekannt oder unbekannt schien hier nicht zu zählen und ich konnte mir vorstellen, dass die Yakuza nicht lange fackelte, auch nicht bei Leuten mit denen sie befreundet waren.
Was das Saubermachen anging machte ich das jeden Tag nach der Schicht, wir hatten keine Reinigungskräfte und als Kellner war ich noch dafür bezahlt worden jetzt jedoch bekam ich dafür nichts mehr, außer das gute Gewissen eine saubere Bar zu besitzen.

Hm, seit ich in der Bar arbeitete hatte es nicht oft Türsteher gegeben und wenn dann waren es alles seltsame Gestalten gewesen die teils mehr gepöbelt hatten als die Gäste selbst, ich war eigentlich froh wenn keine da waren. Waren die YakuzaTürsteher damit nicht eigentlich zeitgleich Spione die offen sahen wer ein und aus ging und was sich im Inneren abspielte, nein danke ich wäre froh mit keinem von ihnen etwas zu tun zu haben. Nun, die Begrüßung hatte gepasst und sein Aussehen mich eingeschüchtert, also ein perfekter Start in eine gesunde Arbeitsbeziehung, was war es doch gut das ich so ein humorvoller Typ war. Spätestens wenn ich alle Schulden abbezahlt hatte würde ich ihn beten den Glimmstängel in meiner Bar auszumachen, ich hatte nichts gegen Raucher aber ich verstand nicht warum jemand sowas tun sollte, es stank. Wenn auch seine einen Unterduft hatten den ich jedoch gar nicht erst rausriechen wollte. Wenigstens benutzte er ein Glas zum abaschen was ihm einen kurzen dankenden Blick von mir einbrachte. Dass ich seine Worte wiederholte war eine Angewohnheit, wenn es laut war fragte man lieber nochmal nach ehe man das Falsche brachte. Etwas verwirrt blinzelte ich ihn an und legte den Kopf auf die Seite, was meinte er mit… der Moment der Erkenntnis war sicherlich leicht zu erkennen, spätestens als ich entsetzt die Augen aufriss und ihn ungläubig anstarrte hätte es ihm gezeigt das ich verstand was er da implizierte. Hieß das er war… tot? Das würde bedeuten er kam nicht zurück und übernahm die Bar einfach wieder, ich stand vollkommen allein dran und konnte nichts machen. Meine Finger hatten sich um die Tischkante verkrallt damit ich nicht schwankte und ich schüttelte leicht den Kopf. Sicher hatte er nur Spaß gemacht, lieber nicht weiter nachfragen. „Das ist… ich hab wirklich noch keine Ahnung.“, war keine Ausflucht, woher sollte ich denn bitte wissen wie der Hase hier lief? „Ich habe mit ihm etwas getrunken und am Abend hatte ich auf einmal nen Vertrag in der Hand und er war weg.“ Fuhr mir durch die Haare, was diese nur noch weiter verwuschelte und schenkte mir etwas Wasser in ein eigenes Glas das ich hastig austrank. Und mir bei der Aufzählung des verlangten Geldes erstmal im Halse stecken blieb. Vielleicht hätte ich doch eher einen Schnaps nehmen sollen, der Eine machte das Ganze auch nicht schlimmer. Automatisch schenkte ich einfach ihm nach statt mir, ehe ich den Kopf schüttelte. „Ich glaube nicht, dass ich so viel da habe. Oder überhaupt in den drei Tagen gemacht habe. Ich weiß nicht was noch alles hier ist aber… ich gehe schauen.“, sprachs und ging einfach wie in Autopilot rüber, setzte mich vor dem Tresor auf den Boden und starrte ihn erst mal nur an, ehe ich langsam mit zittrigen Fingern den Code eingab und auf das läpprige Bündel im Inneren starrte. 75000 Yen. Das war nichts. Das war gerade mal das was ich als Barkeeper normalerweise verdient hatte. Vorsichtig legte ich das Geld zur Seite und räumte den Tresor aus, irgendwo musste doch noch irgendwas zu finden sein….

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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 01, 2015 11:05 pm



Hörensagen, natürlich. Zugegeben war das der größte Schutz den wir teils genossen, weil vielen gar nicht bewusst war dass die japanische Mafia nicht nur weit weit weg ein Hirngespinst darstellte sondern allein in Tokyo mehrere zehntausend Mitglieder hatte. Naiv zu glauben das beträfe einen nicht, aber nun gut spätestens ich war der lebende Beweis. Was glaubte er was passierte wenn man ins Milieu abrutschte wo mit sexuellem gespielt wurde? Für nächstes mal war er Schlauer, es war schließlich kein Zufall dass ich gerade heute am letzten des Monats auftauchte, so würde es immer sein. Lieferanten wurden zwar auch ungeduldig, neigten aber eher nicht dazu jemanden zu halbieren und im Meer zu versenken. Jetzt aber hatte er die Schulden und nicht gerade wenige, parallel aber die Goldgrube mit der sich das gewiss verdienen ließ und nach Begleichen der Schulden ein Studium schnell ermöglicht werden konnte. Nicht dass es mich interessierte, ich war auch nicht hier um irgendwelche Bedürfnisse zu stillen - dazu gab es viel bessere Orte wo eben nicht nur reden, trinken und gute Musik im Fokus standen sondern man auch Hinterzimmer hatte um jemandem das Hirn rauszuvögeln. Aber ab und an war es schon ganz nett sich unter normalen Leuten zu bewegen, ein paar mal war ich ja auch schon hergekommen ohne es beruflich zu müssen - meist um was abzuschleppen.
Schaden konnte es aber niemals sich mit einem Yakuza gut zu stellen, es lief so viel über Willkür und ein verärgerter Handlanger neigte zur Irrationalität. Konnte also nicht schaden sich mit mir gutzustellen, denn respektloses Benehmen ... verärgerte mich schnell. Freunden gegenüber oder gar Kollegen herrschte durchaus anderer Ton - immerhin waren die Yakuza wie eine große chaotische Familie. Ich würde Ryou und all den anderen so einiges verzeihen, selbst wenn sie nicht Vorgesetzte wären.
Eh nein, hier waren seit Monaten keine Türsteher der Yakuza gewesen, immerhin war kein Schutzgeld bezahlt worden, wieso also sollte man dann Leute entbehren? Das Haus hier gehörte uns, selbst wenn konnte niemand verbieten es zu überwachen ganz davon abgesehen dass niemand Yakuza was verbot. Und mir auch nicht und schon gar nicht das rauchen, auch schuldenfrei würde ein Hund seinem Herrn nichts verbieten, er sollte sich an die Minze gewöhnen und brav Geld apportieren. Wer das nicht tat und versuchte abzuhauen kam nicht weit, das verstand der Kleine schon ganz recht, ich log ihn nicht an um ihm Angst einzujagen - dazu genügte die Wahrheit. Ich reagierte nicht, es war offensichtlich dass er keine Ahnung hatte, aber dazu war ich hier.
"Ich weiß.", antwortete ich und schob die Schale herüber, die er brav noch mal voll machte, "Normalerweise bestimmen zwar wir, wer hier was übernimmt, aber Unachtsamkeit hat eben Konsequenzen. Find dich damit ab ... Und mach besser nicht den gleichen Fehler den Kopf so aus der Schlinge ziehen zu wollen."
Die Erklärungen dass und wieso kein Geld da war interessierte mich null, zu oft gehört und zu genervt davon, was auch mein Blick verriet, aber da ging er klugerweise schon in Richtung Büro. Ich trank gemächlich den Sake aus, legte dann die Bezahlung dafür auf die Theke und ging ihm nach. Ich wusste dass diese Schulden keine Schulden bei mir waren sondern beim Boss, mir würde bald die Hand fehlen wenn ich für mich abzweigte - aber wie ich das Geld eintrieb war meine Sache und wenn ich jemanden vögelte und dafür aus eigener Tasche auf die Abgaben drauflegte dann durfte ich das auch.

Ich folgte dem Kleinen, Aoba irgendwas laut meiner Informanten, und lehnte mich in den Rahmen der offenen Tür noch während er im Tresor kramte. Süß war er ja ... Aber das da reichte nicht, sah ich ohne abzählen zu müssen und so wie er wühlte wusste er das auch - aber ich wollte ja auch nicht zu mies sein, machte nur meine Arbeit.
"Das Buch neben der hässlichen Kranichstatue im Regal da.", sagte ich und zeigte mit der Kippe drauf die ich mir daraufhin anzündete, " Da hat der Alte seine Reserven versteckt, falls er mal mit ner Kanone im Mund aufwacht."
Sie mussten dort sein, keine Ahnung wie viel genau aber ich hatte nichts bei ihm finden können ehe er krepierte und alles verzocken ... nein so dumm war selbst der nicht gewesen und hatte gewusst etwas haben zu müssen um sich im Notfall den Hals retten zu können - schade dass ich ihn nicht mehr fragen konnte, wieso er das nicht mitgenommen hatte. Mal schauen, ob es noch da war.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Di Jun 02, 2015 5:17 pm

Tja, Mundpropaganda war zwar gut aber dafür musste man auch erstmal was getan haben und das war nun Mal nicht in nächster Nähe bei mir daheim geschehen und normalerweise hätte es mich auch weniger betroffen. Ich verkehrte ja eigentlich nicht in diesen Kreisen und als einfacher Kellner wäre ich nach drei vier Monaten sowieso weg gewesen um zu studieren und dann auch nicht für ne hohe Position sondern einfach um ein geregeltes Einkommen zu verdienen. Ich hatte weder besondere Fertigkeiten noch sonst was das von Interesse wäre und diese Situation hätte ich mir im Traum nicht ausgesucht. Und lieber naiv zu glauben es beträfe mich nicht, als um jede Ecke irgendwen zu erwarten der für sie arbeitete und mir ans Fell wollte
Wie gesagt ohne Lieferung würde ich die Bar nicht aufrechterhalten können weil keine Leute in eine Kneipe kamen in der es nichts zum Trinken oder Essen gab, dass er kommen würde wusste ich ja gar nicht, auch nicht wie verschuldet das hier alles war und was ich mir da eigentlich auf den Hals gejagt hatte. Insbesondere diesen Schuldeneintreiber dessen Namen ich nicht kannte, und dem ich mich noch gar nicht vorgestellt hatte, jedoch waren meine Gedanken viel zu weit weg um daran zu denken. Das Studium rückte jedoch in weite Ferne, entweder ich bezahlte die Schulden nicht und wurde ebenso wie mein Vorgänger getötet, oder aber ich verdiente damit gut genug um zu leben und dann rentierte sich das Studium auch nicht mehr, da ich ja mein Ziel letztlich erreicht hatte. So oder so musste ich den Laden also zum Laufen bringen, einfach weitergeben war nämlich nicht drin, würde ich auch gar nicht wollen jemand anderen in diese Position zwängen. Hinterzimmer fürs vögeln gab es hier nicht, da musste er sich einen anderen Ort suchen das stimmte, wir waren eine saubere Bar und hatten außerdem gar nicht die Räumlichkeiten dazu. Konnte mir auch gar nicht vorstellen, dass der da auf Männer stand und sogar hier gewesen war um sich jemanden zu angeln. Jedoch gehörte er durchaus zu den besser aussehenden Männern und hätte sicherlich weniger Probleme jemanden zu finden, die kleineren standen sicher Schlange um zu ihm zu kommen. Wie auch immer gut stellen konnte ich mich mit ihm schlecht wenn ich das Geld nicht hatte und auch wenn er kein Yakuza wäre würde ich ihn nicht verärgern wollen, jeder Kunde war willkommen, auch jene die mir manchmal zu nah rückten. Gruseliger waren schon die, die nach der Schicht auf einen warteten um einen zusammen trinken zu gehen und die ein Nein wohl erstmal als Spaß und Spiel verstanden. Aber solche Leute gab es überall und waren kein Grund zur Besorgnis, anders jedoch der Mann der Yakuza der aussah als würde er gerade nichts tun außer gemütlich rauchen und trinken und doch etwas ausstrahlte das an ein Raubtier erinnerte. Und was machte man im Angesicht von Raubtieren? Richtig, langsam und bedächtig bewegen und nicht in Panik verfallen und wegrennen, das würde gar nichts bringen im Gegenteil.
Ob die Türsteher nun der Yakuza gehörten oder nicht war egal, eigentlich hatte ich nicht das Gefühl das wir welche brauchten und ich würde mir wohl auch überlegen ob ich die Stelle nicht unbesetzt lassen sollte, das waren wieder Ersparnisse die nur gut tun konnten und da es nicht meine Firma war, er nicht direkt bei mir angestellt war konnte ich ihn von jetzt auf gleich abschieben, seine Firma würde ihm dann was Neues suchen. Musste mir also keine Gedanken machen dass ich da einem Menschen seiner Existenzgrundlage beraubte.
Ich war auch kein Hund und würde gar niemanden als Herrchen betrachten, was die Minze anging roch es nicht schlecht, aber es roch darunter eben immer noch nach Rauch, wenn auch nicht so penetrant. Den Gästen würde das hoffentlich nicht so viel ausmachen und ich würde vorher nochmal lüften, das ging dann schon.
Wie gesagt ich würde nicht versuchen abzuhauen, aber dennoch wäre es besser wenn er es nicht tat weil es einfach nicht gut war wenn es den Gästen verboten wurde, konnte ja kein Schild anbringen, Rauchen verboten, für Yakuza mit Minzzigaretten erlaubt, also bitte. Mein Humor jedoch brachte mir in der Situation auch überhaupt nichts, wenn er mich auch ein wenig rettete bevor ich noch in Hysterie verfiel. So war es besser ihm noch was nachzuschenken und mir anzuhören was er zu sagen hatte. „Ich würde niemals jemandem so etwas antun.“, schüttelte ich den Kopf und seufzte ehe ich neuen Sake warm stellte, sollte er noch was wollen. Jetzt war es erstmal wichtiger das Geld zusammen zu kriegen, mir egal ob er es schon tausend mal gehört hatte, ich war noch nie in einer solchen Situation gewesen und was konnte ich da anderes sagen als die Wahrheit, wie sollte ich denn auch das Geld beisammen haben bitte? So ohne zu wissen was Sache war und einfach reingeschmissen drei Tage später. Er wusste es selbst das es keine Ausrede war aber das war ja auch egal, er wollte es haben und ich musste es jetzt irgendwie bringen. Geld für den Sake hatte ich keinen erwartet, auch nicht dass er mir folgte umso mehr zuckte ich zusammen als ich seine Stimme hinter mir vernahm, erstarrte vor dem Tresor und blickte gar nicht erst zu ihm sondern zu der Kranichstatue. Sie war wirklich abscheulich und ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass jemand freiwillig für sowas Geld ausgab, aber… vielleicht konnte man es ja verkaufen?
Egal, ich stand auf und ging auf das Buch zu, öffnete es und atmete erstmal erleichtert aus, ein ganzer Batzen Geld war darin und ich drehte mich strahlend zu ihm um, ehe ich mich verbeugte. „Dankeschön.“, setzte mich wieder auf den Boden zu den Yen aus dem Tresor und fing an zu zählen, aber egal was ich tat, auch das war nicht genug, es fehlten immer noch 27.000 Yen. „Es… reicht nicht.“, hauchte ich und schaute ihn unsicher an. „Wenn… Sie vielleicht morgen wieder kommen könnten, vielleicht habe ich es dann zusammen, wir haben ja heute das erste Mal am Montag auch auf und vielleicht hat es sich weit genug herumgesprochen?“ Und vielleicht konnte ich bis morgen auch ein paar Sachen hier aus dem Büro beim Pfandleiher verscherbeln, ja das ginge auch, er musste mir nur etwas Zeit lassen. Überhaupt hatte ich gerade mehr Geld auf der Hand als ich je auf einmal gehabt hatte, wenn er das und mehr jeden Monat wiederhaben wollen würde… musste ich wirklich die ganze Woche durcharbeiten und sparen wo es nur ging, vielleicht wenn ich erstmal die Wohnung kündigte und hier schlief? Eine Matratze in die Ecke, das ging schon, schließlich brauchte ich nicht viel um zu leben. Eine kleine Dusche gab es auch, ebenso natürlich die Toiletten und essen konnte ich das was von den Gästen übrig blieb, musste ja nicht weggeworfen werden und jetzt wo der Laden mir gehörte konnte ich das ja machen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Do Jun 04, 2015 12:18 pm

Tja, eigentlich nicht, so schnell konnte es gehen wenn man in 'diesen Kreisen' nicht höllisch aufpasste, aber diesen Riecher würde der Kleine noch bekommen können, oder eher müssen um in diesem Milieu zu bestehen. Er war jung, er würde das noch lernen und anders als sein Vorgänger hatte er gute Argumente, mit denen er solche wie mich rumkriegte oder zumindest positiv beeinflussen konnte. Hätte schlimmeres geben können was er als Besucher bekam.
Im Kern der Sache war der Laden hier eine Chance und sowohl mir als auch Kazura ziemlich recht, schließlich teilten wir uns eine gewisse Vorliebe, von Ryou wollte ich da gar nicht erst anfangen, also im Prinzip war er Inhaber einer Goldgrube und musste das nur zum Laufen bringen, kriegte er hin, wenn er sich nicht auf die faule Haut legte oder aber anfing alles zu verspielen. Ansonsten konnte er sich mit dem Gesicht definitiv noch was dazu verdienen, wenn er sich anstrengte kam sicher was zusammen von dem man nicht nur die Schulden, sondern auch sich selbst finanzieren konnte. Ich gehörte allerdings auch zu den Typen die ein Nein nicht akzeptierten, aber Spaß wäre das dann ganz gewiss nicht sollte ich eins bekommen, egal ob es das Rauchen, den Alk oder andere Forderungen anging.

Pff, ein, zwei Kippen, als wären die Imstande den riesigen Raum hier zu verräuchern und im Büro war es eh egal, da kein Zutritt für Fremde gestattet war. Hatte ich beim alten Besitzer so gern gemacht, wenn er nicht da war einfach hier in seinem Zimmer eine geraucht und mich dann wieder verzogen – er hatte genau gewusst wer hier gewesen war. Solche Spielereien Mitte des Monats machten mir riesigen Spaß, oder zwischendurch wenn mir langweilig war. Oh, ein paar Monate und dann könnte er ja noch mal fragen, ob der Junge das jemand anderem lieber zumuten würde als sich selbst.
Niedlich wie panisch er da anfing zu suchen, aber sie hatten da das gleiche Interesse und von daher war der Tipp nur gerechtfertigt. Na also, Happy sah er doch gleich viel besser aus und ich triumphierte, als das Geld tatsächlich noch da war. Ich gab nur ein zustimmendes Geräusch von mir und rauchte weiter, während er eilig das Zeug durchblätterte, aber so wie es aussah (und das war zu erwarten gewesen) reichte es nicht aus. Ich zog eine Augenbraue hoch als er sich zu mir umwandte, die Unsicherheit unverkennbar.
„Bitte?“, hakte ich nach als hätte ich mich verhört, ich war doch kein Laufbursche den man sich herzitierte wann es einem passte. Meine Haltung versteifte etwas, ich baute mich ein kleines Stück auf und drückte die Kippe am Türrahmen aus.
„Ich hab noch anderes zu tun als hin und her zu gondeln.“, erwiderte ich mit eisernem Unterton, „Also. Es fehlen 27.000 Yen, was also gedenkst du zu machen? Was hast du noch anzubieten, mh?“
Und wenn er nichts fand, tja dann konnte ich mir was wünschen …
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Do Jun 04, 2015 3:32 pm

Dieses Milieu war eigentlich gerade nicht das, was ich als mein neues Heim ansehen wollte, trotzdem musste ich mich wohl auf Dauer damit abfinden das es nicht viel anderes mehr geben würde für mich als das hier. Zumindest bis ich die Schulden weg hatte und danach hätte ich mich wahrscheinlich so an alles gewöhnt oder Freundschaften geschlossen, dass ich nicht mehr gehen würde. Gute Argumente, das glaubte ich eher nicht, immerhin kannte ich mich hier gar nicht aus und musste erstmal noch lernen, hatte ja schon Angst, dass am Anfang alles schief gehen würde, eine Bar zu leiten war einfach ein großes Projekt. Schlimmeres was als Besuch kam als ein Schuldeneintreiber der Yakuza? Da war ich mir wirklich nicht sicher.
Goldgrube, da war ich mir nicht sicher und verspielen würde ich gar nichts, genauso wenig wie ich mich auf die faule Haut legen würde. Arbeiten und lernen war ich gewohnt, aus keinem Anderen Grund hätte ich angefangen zu studieren und so würde ich hoffentlich nicht lange brauchen um da in alles rein zu kommen. Wie die Kunden wohl einen Nichtschwulen als Besitzer akzeptieren würden? Gut die meisten kannten mich jetzt schon und am Wochenende war auch alles gut gelaufen aber ich konnte nicht wissen wie sich das weiterhin entwickeln würde. Mein Gesicht würde mir höchstens zu mehr Trinkgeld verhelfen und das konnte ich letztlich auch brauchen, vielleicht klappte es ja doch alles? Auch ohne ihm sagen zu müssen, dass er nicht rauchen sollte.

Grausam wie er den armen Mann getriezt hatte, dieser war sicherlich vollkommen eingeschüchtert gewesen, kein Wunder dass er sich in Spielsucht geflüchtet hatte um dem Ganzen zu entkommen und dann irgendwann abgehauen war. An den Geruch würde ich mich zumindest auch erinnern und wohl genauso Angst bekommen nicht bezahlen zu können. Schnitt man bei den Yakuza nicht Leuten den Finger ab oder so? Danke, ich würde gerne alles na mir behalten.
Außerdem wollte ich keinen Ärger, weder mit ihm noch mit anderen Leuten und aus diesem Grund konnte ich nicht anders als nach dem Geld zu suchen. War aber schon so dass er mich überfallen hatte, konnte ja jeder kommen und behaupten er wäre von der Yakuza und würde Geld eintreiben wollen, jedoch die Tatsache dass er wusste wo mein Ex-Chef sein Geld aufbewahrte zeigte mir, dass er schon öfter hier gewesen sein musste.
Trotzdem rauchte er einfach weiter, der Mann musste ja schon ziemlich nach dem Zeug stinken oder total nervös sein, dass er sich so viele Zigaretten hintereinander anzündete, ob er wusste dass es ungesund war? Offensichtlich und ich hatte ihn verärgert als ich sah wie er sich aufbaute und die Kippe so ausdrückte, so war das doch gar nicht gemeint gewesen, schaute auf das Geld in meinen Händen und dann auf ihn. „Ich kann es ja zuschicken oder vorbeibringen wenn das lieber ist?“, versuchte ich ihn zu beruhigen, das Geld würde ich schon zusammen bekommen. Sein Blick war kalt und die Stimme eisern, sah nicht aus wie jemand der sich was von anderen sagen ließ und ich schüttelte den Kopf, man sah mir wohl an dass ich niedergeschlagen war. Egal wie ich könnte das Geld jetzt von hier nicht zusammen kratzen. „Ich könnte ein paar Sachen zum Pfandleiher bringen.“, deutete auf ein Bild und den hässlichen Kranich ehe ich mich weiter umschaute. „Vielleicht ist auch noch was im Schreibtisch.“ Stand auf um diesen langsam zu umrunden und die einzelnen Schubladen aufzuziehen. Irgendwo fand sich sicherlich noch etwas.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    So Jun 07, 2015 1:36 pm

Wieso, das Milieu war eine einzige Chance, natürlich verbunden mit einigem Risiko, um noch wirklich Geld zu verdienen, wie sonst hatte man die Chance auch ohne Abschluss, ohne Ausbildung viel zu verdienen – ich war gerade mal 26, hatte eine eigene Wohnung in der Innenstadt oder eher das Dach eines Apartmenthauses für mich allein, konnte mir alles leisten was ich wollte und hatte Vertraute und Freunde die mir den Rücken deckten und auch schon für mich getötet hatten. Was auch immer ein Spießer für das perfekte Leben hielt, das hier war mein persönliches Traumleben – und man lernte ja auch immer wieder neue Leute kennen, nicht wahr, Aoba? Es gab durchaus schlimmeren Besuch als mich, ich war ein guter Eintreiber, aber eben auch deshalb weil ich davon absah, Schuldner zu töten, arbeitsunfähig zu machen oder sonst etwas – schlimmer waren die, die gar kein Geld mehr wollten.

Wie er sich hier einlebte war mir auch recht gleich, wieder mal war lediglich alles wünschenswert was ihm und mir den Stress ersparte nicht die nötige Basis zu finden, ergo pünktlich zu liefern. Umgekehrt war der Kleine für mich auch wieder jemand neues, auf den ich erst lernen musste einzugehen, wie man am besten Druck machte ohne dass es kontraproduktiv wurde, eine Kugel durch den eigenen Kopf oder Nervenzusammenbruch würden nun wirklich nicht helfen. Ja und, dann war ich eben grausam, fand aber so gut wie immer das richtige Maß, hatte zugesehen wie der Alte sich immer weiter reinritt und nur deshalb nicht die Notbremse gezogen weil es mir eben Spaß machte ihn fertig zu machen, er war doch selber Schuld sein Geld in jeden Automaten zu schmeißen der ihm begegnete. Grob überschlagen vielleicht so die Hälfte dessen, was er monatlich bräuchte uns zu bezahlen, die mageren Gewinne schon eingerechnet. Eine Flucht wäre nicht nötig gewesen, dieser Weg zum schnellen Geld der Falsche, Pech gehabt, und was hatte er davon? Ein jämmerliches Ende, na sei's drum, der Neue war eh deutlich ansehnlicher. Jap, Finger abschneiden war drin, aber eher untereinander, bei ehrlosem Verhalten, Respektlosigkeit oder großen Fehlern büßte man manchmal ein Fingerglied ein – ich hatte noch alle und Ryou auch.
Klar, ich war hier schon sehr oft gewesen, öfter als mir eigentlich lieb war, aber war nicht so als wäre alles so stressig wie zum Monatsende und Anfang. Pf, ich war weder nervös noch dämlich, grenzte nur eben ans Kettenrauchen einfach weil mein Lebensstil es zuließ und ungesund war es auch mich vertrösten zu wollen, er fing sich nur deshalb keine weil er es noch nicht wissen konnte und weil es schade um das süße Gesicht wäre. Trotzdem hätte ich mit fast die Hand vor die Stirn geschlagen, jaja, 27.000 Yen, per Post adressiert an 'den Yakuza mit der Minzzigarette' oder was? Ich antwortete nichts darauf, ließ ihn weiter rotieren im Versuch die offenkundig drohende Katastrophe abzuwenden. War doch ganz einfach, nur musste ich da scheinbar etwas deutlicher werden.
Ich folgte zum Schreibtisch, leise, ich mochte zwar groß sein aber durchaus keinen Lärm, also war bis auf ein leises Stoffrascheln nichts zu hören bis ich erstmals Körperkontakt herstellte. War nur sacht, aber eine durchaus fordernde Geste, die Hand auf seine Taille legend und den schlanken Körper an sich ziehend, zumindest an dieser Stelle.
„Hier gibt es nicht mehr, also stell dich nicht dumm.“, knurrte ich, „So'n Knirps wie du ist die 27.000 locker wert.“
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    So Jun 21, 2015 3:29 pm

Natürlich war es eine einzige Chance, aber nur wenn man davon absah dass man andere Leute um ihr Geld betrog oder sie bedrohte und das war wirklich nicht mein Metier. Mochte ja sein das manche mit ihrem Gewissen sowas vereinbaren konnten, ich könnte das nicht, lieber einen Job der weniger hergab, bei dem ich hart arbeitete, aber hinterher sagen konnte es ehrlich verdient zu haben. Freunde und Vertraute die für mich töten würden, nein danke das wollte ich nicht das Leben war heilig und niemand durfte hergehen und es jemand anderem nehmen. Leute lernte ich auch so kennen, hier in der Kneipe gab es so viele neue Gesichter und teils sehr lustige Gesellen, war also schon in Ordnung wie es war. Das Leben wäre also eigentlich ganz schön gewesen ohne Schuldeneintreiber und ohne dieses neue zweifelhafte Glück Clubbesitzer zu sein.

Stress ersparen das wäre auch gegangen wenn er mir einen Brief geschickt und mich vorgewarnt hätte. Hey neuer Besitzer besorg so und so viel Yen bis Mitte des Monats ich hole es pünktlich. Dann hätte ich das schon zur Seite geschafft, aber so einfach aus heiterem Himmel konnte ich da nichts machen. Wenn er also zu mir genauso wäre wie zu dem Anderen wäre ich sicherlich auch bald mit den Nerven am Ende, jetzt jedoch war ich schon stark gestresst, er wollte Geld und schien sich nicht mit einem Großteil zufrieden zu geben, dabei hätte er mir wirklich mehr Zeit lassen müssen, wenigstens eine Chance mich zu etablieren. Es würde nicht viel Druck von seiner Seite aus brauchen, dass er gefährlich war sah ich schon von weitem und ich glaubte ihm dass er der Yakuza angehörte. Nervenzusammenbruch gab es vorerst keinen, vielleicht wenn die Schulden noch mehr wurden, jetzt war ich einfach nur erleichtert, dass er mir sagte wo Geld zu finden war was mir auch zeigte das er mit mir zusammenarbeiten konnte. Oder zumindest nicht abgeneigt schien.
Leute erschießen, Finger abschneiden, welch grausame Welt, als ob man nicht schon genug Leid überall sah. Fliehen würde ich sicher nicht, wohin denn auch und ich hatte genug Filme gesehen um zu wissen, dass sie mich überall finden würden. Vielleicht auch gut von den Medien so verängstigt zu sein was das anging, mit mir würde er da wohl weniger Probleme haben, außer gelegentliche mutige Ausraster. Das er mich schlagen würde kam mir erstmal nicht, vielleicht konnte er ja doch wirklich warten, auch wenn sein Gesichtsausdruck deutlich zeigte was er von meiner Idee hielt es zu zu schicken, nun wo ich es ausgesprochen hatte und seine Reaktion sah, war mir auch klar wie dumm die Idee gewesen war. Meine Schultern sanken hilflos herab und ich blickte mich im Raum umher, wo konnte ich denn jetzt noch Geld finden… Im Schreibtisch konnte also noch was sein, merkte nicht wie er mir folgte, war so oder so zu sehr in Gedanken versunken, zuckte also bei dem Kontakt erstmal schmerzhaft zusammen nach vorne, während ich an der einen Seite zu ihm gezogen wurde schlug ich mir erstmal ordentlich das Knie der anderen Seite gegen den Schreibtisch und biss mir auf die Zunge, stieß zischend Atem aus. Aua, das tat verdammt weh. Erst dann kam in meinem Hirn an was er wollte, ich drehte mich um und starrte ihn an, wusste nicht was da mehr in meinem Gesicht zu sehen war, Entsetzen oder Verwirrung, ich hatte die Stirn gerunzelt und schüttelte den Kopf. „Tut mir leid, aber auch wenn ich in einem Schwulenclub arbeite heißt das nicht dass ich schwul bin.“, versuchte ein wenig Abstand reinzubringen aber ich hatte den Schreibtisch in meinem Rücken und kam daher nicht weit. „Ich bin an keiner sexuellen Interaktion interessiert.“ Mit weder Männchen noch Weibchen, genau genommen hatte mich das bisher auch nicht interessiert, vielleicht der Grund warum es mir nichts ausmachte wenn hier jemand schwul war und mich an flirtete während meiner Arbeitszeiten. Ich wusste, dass es vollkommen wahnsinnig war sich ihm entgegen zu stellen, aber ich würde ihm sicher nichts geben was in diese Richtung ging.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Do Jun 25, 2015 5:12 pm

Wer sprach hier bitte von Betrug oder Bedrohung? Das Geld stand den Yakuza doch zu, wenn es ihr Gebäude war, und wer nicht zahlte wurde freundlich an seine Pflichten erinnert, ich selbst sah mich jedenfalls nicht als Krimineller, eher so in Richtung Finanzmanager, um es auf ökonomisch auszudrücken. Mich dem ach so tollen System zu fügen, um stundenlang für einen Hungerlohn zu ackern der dann hinten und vorne nicht reichte, war noch nie in Frage gekommen und da zog ich lieber mein fast schon faules Leben vor. Ich wollte es nicht anders, und es war ein gutes Gefühl Backup zu haben, der alles für einen tun würde, und umgekehrt würde ich natürlich auch für jeden anderen Yakuza einstehen, wenn's nicht gerade die unterste Befehlsempfängerschicht darstellte. Richtig, das Leben war heilig und ich würde jedem die Hölle auf Erden bereiten der es jemandem aus meinem Umfeld nehmen wollte, ich konnte diese pazifistische Unsinnsmasche nicht ab – das waren allesamt Leute die andere für sich kämpfen ließen weil sie es selbst ablehnten. Ts. Na, gut für mich denn es erleichterte meinen Job.

Ich war doch kein Präsident der sich anmelden musste um den roten Teppich zu kriegen, wie unfassbar dämlich wäre es denn bitte, jemanden vorzuwarnen damit schön an Tag eins die Polizei hier lauerte, ja schönen Dank auch, vergessen konnte das der Kleine. Das Entgegenkommen bestand ja darin, dass ich hier war und erklärte was wie ablief oder abzulaufen hatte und ihm auch die Summen aufdröselte, normalerweise ließ ich mir nicht so viel Zeit aber das war einkalkuliert. Und ich würde ihn nicht grün und blau schlagen weil es seine erste Zahlung war, das musste an Zugeständnissen reichen. Ich machte auch nur meine Arbeit und brauchte weder Kazura noch Ryou unter die Augen treten mit der Begründung, ihr Geld nicht zu haben weil der neue Besitzer süß aussah und lieb gefragt hatte, dann war ICH nämlich meinen kleinen Finger los.
Jajaja grausame Welt die da in seinem neuen Protzbüro stand, ich hätte mir denken können dass das wieder mehr Arbeit wurde als gedacht und doch hatte ich schon mal mehr Geld als sonst abgestaubt – jetzt wollte ich den Rest auch noch, und wenn ich ihn selber bezahlte weil ich mir den Rest in Naturalien abgeholt hatte. Ich würde ihm eine knallen wenn ich es für richtig erachtete, ließ das hübsche Gesicht aber erst mal unberührt und näherte mich mit etwas anderer Intention an – und das war nicht einen blauen Fleck zu verursachen am Knie oder was auch immer er sich da anhaute.
Ich verzog das Gesicht zu einem leichten Lächeln, als ich den Blick aus großen Augen auffing, weg kam der Kleine hier nämlich erst mal nicht und ich würde ihn auch nicht gehen lassen während seines niedlichen Vortrags. Schon klar, als ob es mich juckte ob er schwul war oder nicht, ich hatte ihm schließlich keinen liebevollen Sex angeboten, sondern seine Schulden zu bezahlen und das war eben hart. Und unabhängig von Präferenzen. Mein Lächeln fror fest, und ich sah nicht mal hin während ich meine kleine Beretta 92 aus dem Holster an meiner Flanke, schön verborgen vom Kimono, zog und ihm ruhig und fast liebevoll unters Kinn setzte, ohne auch nur eine Sekunde den Blickkontakt unterbrechen zu müssen.
„Witzig.“, meinte ich im Plauderton, „Das klang fast als hätte ich nach deinen Präferenzen gefragt.“
Was ich nicht getan hatte.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Do Jun 25, 2015 7:45 pm

Klar stand es ihnen zu, sie würden es ja auch bekommen, aber eine schriftliche Ankündigung oder überhaupt eine Ankündigung oder überhaupt mal ne Ahnung was hier ablief wäre schon nett gewesen. Gut, er sah sich nicht als Krimineller, wie ich ihn sehen würde, würde sich nach dem Besuch herauskristallisieren, für den Moment jedenfalls war er noch ein netter Mann der sein Geld haben wollte und dort ein wenig mehr dahinter war als es vielleicht ein normaler Vertreter gewesen wäre. Faules Leben hin oder her, klar würde ich es besser finden weniger zu arbeiten und mehr Geld zu verdienen, aber ohne körperliche Betätigung war es für mich keine Arbeit. Und was das kämpfen anging so würde ich weder wollen das ich kämpfte noch dass jemand anders für mich irgendwelche Kämpfe bestritt.

Die Polizei vorwarnen, also bitte als ob ich so dämlich wäre. Jeder wusste doch aus den Filmen dass die Polizei auch in dem ganzen drin steckte und fast alle Politiker und höher gestellten Menschen, da würde ich nicht mal ansatzweise die Polizei herbestellen, Dankeschön auch. Es als Dankbarkeit zu empfinden dass er mich halbwegs aufklärte war ja die eine Sache, hatte immer noch keine Ahnung wie viele Schulden da wirklich waren. Würde ihm auch wirklich gerne zahlen was er wollte, aber es war einfach nicht da, würde es auch seltsam finden das er mich als süß betitelte was ich wohl von ihm niemals hören würde. Zumindest nicht als ein Kompliment das ich als solches auffassen konnte. So oder so, ob grausam oder nicht grausam das Geld war nicht da und ich war verzweifelt, langsam war ich aber wieder etwas ruhiger, einfach weil genug Geld da war um schon Mal das Meiste zu bezahlen, wenn auch nicht alles was gefordert war. Innerlich verfluchte ich mich dafür dass ich so zurückgewichen war, hatte mir sämtliche Fluchtmöglichkeiten genommen und mir das Knie angeschlagen und würde damit sicher nicht mal halb so schnell laufen können wie ich gerne gelaufen wäre als ich das Grinsen in seinem Gesicht sah. Das… war verstörend, wenn es ihm auch stand, überhaupt war er aus der Nähe nicht nur beeindruckend sondern auch ziemlich ansehnlich, wenn man das so behaupten konnte. Irgendetwas änderte sich an seinem Lächeln, seine Augen wurden ein Stückweit kühler und ich musste schlucken als ich auf einmal das kühle Eisen an meinem Kinn spürte. Aus dem Augenwinkel hatte ich die Waffe gesehen und so wie er nun redete konnte ich mich kaum darauf konzentrieren was er sagte, während ich den Kopf ein wenig höher nahm um der Waffe zu entkommen. „Bitte… ich wüsste nicht mal was ich machen soll.“, brachte ich gepresst heraus, versuchte trotzdem nach hinten aus zu weichen und so unauffällig wie möglich zu wirken, traute mich gar nicht erst nach irgendwas zu greifen um mich zu verteidigen, auch wenn das wohl für jeden Anderen in meiner Stellung vernünftiger gewesen war. Fast erinnerte er mich an einen wilden Hund den man weder reizen noch angreifen sollte. Natürlich hatte er nicht nach meinen Präferenzen gefragt, aber ich wusste ja auch nicht genau was er von mir wollte. „Gibt es… nichts Anderes das ich für Sie tun kann?“ Gerade wollte ich weitersprechen, als das Telefon direkt neben uns anfing zu läuten, blinzelte verwirrt und richtete meinen Blick gen Telefon, traute mich jedoch nicht mich zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Fr Jun 26, 2015 8:59 pm

Na jetzt wusste der Kleine doch, wie der Hase lief, ich wäre sogar so nett ihm mitzuteilen dass ich nächsten Monat ungefähr zur selben Zeit wiederkommen würde, aber schriftliches hinterlassen? Niemals, eiserne Regel, ich würde auch keine Spuren hinterlassen die meine Anwesenheit hier belegten und die man nicht auch anders begründen konnte. Stimmte aber, so lange ich bekam was ich wollte war ich nett, vielleicht ein bisschen zynisch, aber ich gehörte nicht zu der Sorte die den ganzen Tag dreinblickte wie ein wütender Dobermann und genauso bissig in der Wortwahl und impulsiv. Vermutlich war ich schon deshalb ein besserer 'Vertreter', weil ich zwar eigenwillig, aber nicht wie ein Schläger aussah. Auch wenn meine Arbeit durchaus körperliche Betätigung implizierte, wenn ich nicht arbeitete ging ich gern zur Kampfschule, manchmal kam Ryou sogar mit, auch wenn es mit ihm keinen Spaß machte.

Es war auch selten dämlich sein Lokal zu übertragen und versuchen abzuhauen, trotzdem hatte der Vorbesitzer es getan oder nicht? Ich rechnete da generell erst mal mit allem und somit auch mit der Polizei, aber der Kleine würde schon noch merken wie das alles ablief.
Im Moment war ich recht beharrlich, war durchaus schon beim Vorbesitzer mal ohne volle Summe abgezogen, sonst wären ja keine Schulden entstanden, aber der Neue wusste das nicht und konnte somit in Zugzwang versetzt werden, sprach ja nichts dagegen sich etwas näher kennen zu lernen, oder? Die 27.000 bezahlte ich locker für ne Jungfrau, vielleicht auch etwas mehr was er dann direkt zur Tilgung zufügen konnte, hätte also nur Vorteile für ihn außer vielleicht der möglichen Schmerzen.
Am Knie war aber nicht ich schuld, fixierte ihn nur und eh, nein, ich hätte ihn natürlich nicht erschossen, die Waffe war nicht mal entsichert und sein hübsches Gesicht würde ich nicht verletzen, war doch kein Unmensch. Auch fand ich es positiv, dass er nicht in Panik verfiel mit dem kühlen Metall am Kinn, schade dass ich keine Handschellen dabei hatte, hätte dem Ganzen noch mehr Reiz gegeben.
„Das lass mal meine Sorge sein.“, knurrte ich ihn an, war eigentlich unfair dass er mich für die Bezahlung nicht mal reiten müsste, aber hey, Jungfrau war Jungfrau, ich hatte schon verdammt lange keine mehr genossen.

Mein erster Reflex beim Klingeln des Telefons war fast es einfach zu erschießen, aber ich wollte keinen Krach machen und entspannte nach kurzem zusammenzucken wieder – hatte man denn nie seine Ruhe bei Verhandlungen? Ich grollte gereizt oder besser ungeduldig, wechselte die Beretta in die andere Hand und nahm unwirsch ab.
„Golden Sun, hier Nero – was?“, blaffte ich in den Hörer, dabei mit der anderen Hand inklusive Wafe gegen den Bauch des Jüngeren drückte, ihm damit bedeutend sich auf die Tischplatte zu setzen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Fr Jun 26, 2015 10:19 pm

Trotzdem war ich überrumpelt und wäre später auch mit den Nerven am Ende, wusste nicht was es war, dass mich dazu brachte jetzt ruhig zu bleiben. Nja so ruhig man eben blieb wenn jemand kam um Schulden einzutreiben die man plötzlich hatte. Gut, nichts Schriftliches also, machte die Sache für mich schwieriger, für sie einfacher, ich konnte ja nicht wissen ob er mich betrog und in Wirklichkeit irgendwer war der gar keine Schulden eintrieb. Hätte ich ein wenig mehr Mut würde ich mich wohl auch trauen etwas zu sagen, wusste ja nicht mal woher diese Ruhe kam die ich in mir hatte. Es war genauso dämlich betrunken oder was auch immer er mir da reingetan hatte ins Getränk, dass ich mich an gar nichts mehr wirklich erinnern konnte. Ich würde weder die Polizei anrufen noch sonst irgendwas gegen ihn tun, auch wenn er viel Geld von mir wollte, so konnte er trotzdem helfen, immerhin hatte ich davon zum Beispiel nichts gewusst und alleine die Tatsache dass er mir sagte wo das Geld sich normalerweise befand hatte mir geholfen. Er war auch schon ohne Geld abgezogen, wie hatte er das dann bei seinen Chefs erklärt, wenn er mir nicht mal die 27.000 verschieben konnte? Das war doch alles konfus, gut nur dass ich nichts davon wusste und daher eingeschüchtert stehen blieb, wartete was geschah. Normalerweise wollte ich nicht das Menschen mir so nahe kamen, es war mir etwas unangenehm und ich konnte nicht umhin ihn mit großen Augen anzuschauen. Zuckte leicht zusammen als das Telefon klingelte und er es ansah als würde er es zum Explodieren bringen wollen. „Aber…“, fing ich an, wurde aber damit unterbrochen das er das Telefonat annahm und hineinblaffte, mich mit der Waffe nicht mehr unterm Kinn sondern nun im Bauch bedrohte. Gehorsam setzte ich mich auf den Tisch, schob ein wenig die Unterlagen fort, sodass ich mehr Platz hatte und beobachtete ihn dabei wie er telefonierte, während ich versuchte meine Hände ruhig zu halten, stattdessen aber einen der Stifte in die Hand nahm und damit nervös spielte. Nero also… ein hübscher Name, achtete auch gar nicht auf das Gespräch, erst als der Telefonhörer an mich weitergereicht wurde, zuckte ich kurz zusammen und nahm verwirrt den Hörer. „Aoba Shintaro, hallo?“, fragte ich, blinzelte und schaute ihn verwirrt an als eine fröhliche Stimme ins Telefon sprach, unterdrückt von leisen Stöhnern, was war denn da los? (Hallo Aoba. Lass den Stift ganz der ist knappe 15.000 Yen wert und nein, das zahlt dir keiner mehr dafür er hat schon ein paar Kratzer.) Verwirrt starrte ich den Stift an und wurde darin unterbrochen als ein unterdrücktes Stöhnen an meine Ohren drang, schaute zu Nero der irgendwie ungehalten wirkte, verständlich auch wenn ich nicht so recht wusste was das hier sollte. „Ich… ist alles in Ordnung bei ihnen?“, hielt den Hörer zu und schaute unschlüssig zu Nero um ihn zu fragen ob er einen Arzt hinschicken könnte, als auch schon das nächste an meine Ohren drang. (Und denk dran seinen Namen zu schreien wenn er dich so lange fickt dass du nicht mehr normal sitzen kannst. *klack*) Einzig das tuten des Telefonhörers kam mir entgegen und ich legte auf, leckte über meine Lippen und gab ihn etwas überfordert an Nero weiter. Derweil wusste ich nicht, dass Kazura der baldige Anführer der ganzen Sache sein würde und Nero gerade mitgeteilt hatte, dass die ersten Gäste erst in fünf Stunden kommen würden und die ersten Angestellten auch erst in fünfeinhalb, ergo könnte er sich Zeit lassen. Außerdem teilte er ihm mit das ich knappe 400.000 Yen besaß, aber wohl nicht daran dachte das meine Studiums Gebühren sowie die Lebensversicherung und mein Bausparvertrag so viel noch abwarfen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Sa Jun 27, 2015 5:32 pm

Tja, vermutlich Beschwichtigung, die der Kleine instinktiv richtig nutzte, ich reagierte nicht sonderlich erfreut darauf, wenn man winselte, rumheulte, um Gnade bettelte oder was auch immer. War anstrengend, zwecklos und zeitraubend, von daher reagierte der Kleine sehr gut. Wenn wir nachher vögelten würde er schon die Tattoos sehen und wissen dass ich Yakuza war, so was stach man sich nicht im Spaß und noch dazu waren sie traditionell gefertigt, was saumäßig wehtat, trotzdem kamen immer mal wieder erweiterte Teile hinzu oder wurden verschönert. Aber ob ich nun rechtmäßig eintrieb oder nicht könnte ihm ja egal sein, wenn ich es nicht täte hätte nicht er nachher die 'richtigen' Eintreiber am Hals sondern ich, und da ich schon richtig war passte das alles schon. Kam nämlich durchaus vor dass jemand anders sich als Yakuza ausgab um Geld zu machen, aber das bezahlte man in der Regel teuer.
Tja, ich wäre doch nicht so blöd ihm zu sagen dass es auch ohne komplette Summe möglich war dass ich mich verzog, gerade wenn ich die ausstehende Summe als Druckmittel nutzen wollte und konnte, , zumal er es vergessen konnte den Schuldenberg als erste Amtshandlung noch zu vergrößern. Vielleicht war ich später mal gnädig, heute nicht, wenn ich schon montags arbeiten musste dann auch richtig.
Protest ignorierte ich und nahm das Telefonat entgegen, nur um eine vertraute Stimme wahrzunehmen – ah, richtig, Kazura wusste ja meist wo ich war, träumte der auch noch von was anderem? Er hatte doch nun sein neues Spielzeug, was nicht hieß dass ich mich um Rückmeldung von ihm nicht freute – diesmal war es sogar essentiell.
„Ah, hi.“, meinte er nur auf dessen Gruß hin und hörte dann zu, es dauerte etwas da er anscheinend gerade entweder was vögelte oder geleckt wurde, da hätte er ruhig warten können bis ich mit Aoba so weit war. Zu diesem wusste er Interessantes zu erzählen, ich gab nur ab und an einen zustimmenden Laut von mir und eine Falte bildete sich zwischen meinen Augenbrauen.
„Geht klar, ich komm rum sobald ich fertig bin.“, meinte ich abschließend und hielt den Hörer dann dem Blauschopf hin, „Für dich.“

Ich machte keine Anstalten die Waffe zu senken während Kazura mit dem Knirps sprach – ich würde ihm nicht sagen, dass ich jetzt von seinen Finanzrücklagen wusste, und das nur deshalb jetzt nicht nutzte weil er es ja so schnell nicht beschaffen konnte – nächsten Monat konnte ich ihm das dann vorhalten, aber nicht dass er glaubte, mir heute davon zu kommen indem er vorgab schnell zur Bank zu laufen. Sie hatten noch den ganzen Tag Zeit. Ich legte den Hörer wieder auf und beendete damit auch diesen Teil der Leitung, vielleicht rief Kazura nachher noch mal durch um mitzuhören, aber der schien seinen eigenen Spaß zu haben.
Jetzt aber widmete ich mich dem neuen Chef des Golden Sun, der reichlich irritiert wirkte, packte ihn an der Taille und zog ihn wieder vor zur Tischkante, mich zwischen die schlanken Beine drängend. Schwul oder nicht war mir völlig schnuppe, ich legte ohne Scheu den Arm mit Waffe um seinen Nacken und zog ihn zu wenig romantischem oder zartem Kuss heran, er würde auch recht schnell die Minze zu schmecken bekommen wenn meine Zunge einlass forderte, sonderlich ewig aber währte diese Zuwendung nicht, da sah ich ihn auch schon wieder an.
„Du hast die Wahl ob du dich selber ausziehst oder ob ich das mache. Bei letzterem wirst du dann vermutlich nackt arbeiten müssen.“
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Selena

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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Sa Jun 27, 2015 6:13 pm

Winseln und Rumheulen war normalerweise auch nicht meine Art, klar fiel man immer wieder hin aber letztlich stand man auch wieder auf und machte weiter. Da brachte es nichts liegen zu bleiben und vollkommen die Nerven zu verlieren, weder einem selbst noch jemand anderem. Die Tattoos waren natürlich ein Zeichen dass einen Yakuza kennzeichnete, etwas das er nicht so einfach verbergen könnte. Es war sicherlich interessant sich sowas anzusehen, ich selbst trug keine Tätowierungen, tat sicher verflucht weh sich das stechen zu lassen, ob traditionell oder nicht, was auch immer traditionell war. Scheinbar wusste ich vieles noch nicht, war da bisher blauäugig dran gegangen, immerhin hatte ich es nie gebraucht, war nie mit Schulden Eintreibern in Berührung gekommen und wusste daher nicht, dass es am Schluss erst ihn treffen würde. War auch gut zu wissen, dass wenn mir jemand anders das Geld abnahm das geächtet wurde, auch wenn ich es sicher nicht gutheißen würde das derjenige wahrscheinlich mehr als nur seinen Finger verlor und ich das Geld auch nicht wiedersah. Na egal ob er nun das ganze Geld haben wollte oder sogar mehr, ich würde sicherlich erstmal eine Abreibung bekommen, galt schließlich ein Zeichen zu setzen und ich würde kaum Angst vor der nächsten Begegnung haben und diskutieren anfangen wenn das hier anders verlaufen würde. War ja auch nicht auf den Mund gefallen.

Ziemlich erstaunlich, dass da jemand war der von Sachen träumte, die geschehen waren oder noch geschehen würden, hatte ja keine Ahnung um was es in dem Gespräch ging und auch nicht mitbekommen, der Schreibtisch jedenfalls war hinter mir auf und freigeräumt, auch wenn ich mich dabei etwas verrenkt hatte, der Waffe war ich mir bewusst, aber wenn er wirklich vorhatte… irgendwas zu tun da war es sicher nicht hilfreich vom Brieföffner oder so aufgespießt zu werden. Die Finanzrücklagen waren nichts was ich gerade im Kopf hatte, auch würde ich wohl zögern meine Versicherungen aufzulösen und den Bausparvertrag ebenfalls, das waren immerhin wichtige Sachen und ohne sowas dran zu stehen war nicht gut. Fast entsetzt blickte ich Nero an, als dieser einfach auflegte. „Aber… er wollte Sie nochmal sprechen und er klang verletzt.“, brachte ich heraus, ehe er mich schon nach vorne zog und zwischen die Beine drängte, die ich ohne zu zögern öffnete, wollte nicht noch mehr blaue Flecken haben. Automatisch hob ich meine Hände als er mich zog und zerrte, legte sie ihm auf die Brust, während mein Mund auch schon eingefangen wurde, öffnete den Mund und japste leise als die Zunge mich einfach so eroberte, schmeckte nach Rauch was mich kurz die Nase kraus ziehen ließ, während die Minze recht lecker schmeckte, eigen zwar aber nicht schlecht, überhaupt für den ersten Kuss war es schön, zumindest war es der erste Kuss mit einem Mann. Und der erste mit Zunge, stupste vorsichtig seine an, als er sich auch schon zurückzog, Schade eigentlich, meine Wangen zierte ein leichtes Rot und ich schüttelte schnell den Kopf als er mir mitteilte das auch er das machen könnte. Ich schob mich ein wenig von ihm weg, zog an meinem Oberteil und zog erst die Weste, dann das weiße Hemd aus, oben ohne war schon okay, das machte mir auch gar keine Sorgen, wurde nur noch röter, als ich langsam die Hose aufknöpfte und dann mit einem kurzen nervösen Blick zu ihm den Hintern anhob, während ich mit einer Hand an der Hose zerrte, immer noch auf dem Tisch sitzend. Die enge Unterhose kam gleich mit, was mich dazu brachte ihm gar nicht mehr in die Augen zu schauen, während ich versuchte meine Beine irgendwie zu befreien, während er immer noch dort stand, die Schuhe hatte ich mittlerweile am Tisch abgestreift, waren nicht feste zugebunden gewesen, da war es einfach gewesen sich ihrer an der Schublade zu entledigen. „Ich… kann die Hose so nicht runterziehen.“, murmelte ich, während eine Hand meine Blöße bedeckte.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    So Jun 28, 2015 2:00 pm

Gut so, ich konnte Gejammer nicht ausstehen, es nutzte einfach nichts und das konnte man sich nur beim besten Kumpel oder Mama erlauben, niemandem sonst. Der Kleine kam mit dem Druck ganz gut zurecht, was sehr schön war und außerdem helfen würde wenn man zufällig Geschäftsführer war und nicht nur wegen der 'Vermieter' ein bisschen Stress haben würde. Wer weiß, wenn ich ihn liebhatte konnte er ja mal mitkommen, ich hatte in drei Monaten wieder einen Termin um die Blüten am unteren Rücken fertig zu machen und den ersten Ansatz das Bein herunter zu stechen. Vielleicht auch nicht, traditionell hatte nichts mit dem gemütlichen Maschinestechen zu tun, das war ja wie Nähen, beim traditionellen Stechen aber wurde die Farbe nicht durch eine Kanüle unter die Haut gespritzt, sondern mit einer gefärbten Nadel unter diese geschoben. Das dauerte nicht nur länger sondern war weitaus unangenehmer, Nero wollte aber keine gewöhnlichen Tattoos – Ryou hatte auch keine, nur traditionelle.
Was das anging aber musste Aoba nichts beachten, ich war für diesen Laden hier zuständig und nur ich würde Geld abholen kommen, ihm auch noch wen vorstellen der im Zweifelsfall meine Vertretung machte, wenn ich krank war oder keine Zeit hatte, kam selten vor, aber manchmal eben doch.

Kazuras Gabe konnte echt nerven manchmal, aber wie man sah auch durchaus praktisch sein, brav dass Aoba gleich den Tisch freiräumte als wüsste er schon was passieren würde. Er war zahm gewesen, hatte genug bezahlt um keine Misshandlung zu erwarten, mal abgesehen von der präsenten Waffe – er musste ja auch heute noch arbeiten. Ich legte einfach auf nach meinem Kommentar an Kazura, würde auch nicht ihn persönlich vorbeibringen sondern Ryou oder wem anders, wenn der zukünftige Chef keine Zeit hatte, vorbeikommen musste er dennoch. Verletzt, pff, Kazura war am Vögeln, weshalb ich den Einwand das Kleinen auch ignorierte. Ich schob mich zwischen dessen Beine, eroberte seine Lippen und seine Zunge, ohne große Gegenwehr zu erfahren, im Gegenteil, es schien spannend zu sein für den Jungen – so viel zum Thema nicht schwul. Ich spürte das anstupsen, würde auch später darauf zurückkommen, forderte nun aber erst mal, dass ich Zugang zu nackter Haut kriegte, würde sich das im Zweifelsfall auch selbst beschaffen. Dass ich Aoba nicht übermäßig würde quälen wollen und dürfen (laut eigenem Kodex, und dieser hatte ja genug gezahlt für Nachsicht) implizierte nicht dessen Kleidung zu schonen, aber er zog sich schon selber aus, entblößte nach und nach seine Haut und ich warf die Sachen auf den Sessel beim Schreibtisch, damit sie nichts abkriegten. Ich selbst musste mich nicht ausziehen, das Oberteil war eh schon halboffen, und die traditionelle Hose wäre schnell beseitigt, aber noch nicht. Ich lächelte leicht, beobachtend wie sich immer mehr von ihm entblößte. Makellose, unberührte Haut, sehr schön.
„Da helf ich gern.“, erwiderte der Yakuza, machte einen Schritt zurück und griff ihm an den Hosenbund, zog den Stoff von seinen schlanken Beinen und griff ihn dann mit einer Hand an den Knöcheln, drückte diese nach oben und zog ihn mit der anderen näher an die Tischkante, sodass dessen Hintern sich hübsch präsentierte direkt an der Kante. Er würde sich wohl hinlegen müssen, so hoch wie ich seine Beine drückte, und auch zur Entspannung wäre das gut. Sah hübsch aus, das niedliche, unverbrauchte kleine Loch und der zarte Damm, über den er genießerisch mit zwei Fingern strich, hinab zu dem kleinen Eingang – ich wusste ja, dass es ohne Vorbereitung nicht gehen würde.
„Hübsch – und da war noch keiner dran?“, schnurrte ich, massierte leicht den kleinen Steg zwischen den Hoden und seinem süßen Loch, es fühlte sich herrlich weich an.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    So Jun 28, 2015 9:40 pm

Hm, wenn es danach ginge hätte ich da kaum jemanden bei dem ich jammern konnte, beste Kumpel hatte ich hier noch nicht, war erst hergezogen und hatte daher Familie und Freunde zurückgelassen. Was aber auch kein Problem war, ich war gut darin alleine zurecht zu kommen, näherer Kontakt mit Menschen war noch nie das gewesen was mich angezogen hatte. Es machte mir nichts aus zu arbeiten und ich war eher unruhig wenn ich nichts zu tun hatte, etwas Druck schadete also nicht. Mittkommen zum Händchen halten? Denn selbst welche zu machen würde ich nicht, das würde ja auf ewig bleiben und Schmerzen wollte ich eigentlich auch nicht haben, schon gar nicht wenn es so anders gestochen wurde, traditionell oder maschinell es wäre beides nichts für mich, schon alleine nicht weil ich keine Ahnung hatte, was ich haben wollen würde. Man lebte immerhin sein Leben lang damit. Gut, würde also niemand anders als er vorbeikommen, aber eh, wie war das mit Urlaub, hatte er denn gar keinen? Nicht das ich je wirklich Urlaub gehabt hatte, nicht weil ich es nicht konnte sondern weil ich es nicht wollte, hatte mehr gearbeitet und war damit eigentlich ganz gut klar gekommen, dementsprechend würde es mir auch nichts ausmachen hier hart zu arbeiten.

Kazura wäre zu Recht empört darüber das sein Lieblingsschuldeneintreiber dachte seine Gabe wäre manchmal nervig und würde stattdessen nach Details bei der Entjungferung fragen, auch wenn er einen Teil bereits gesehen hatte, damit war jedoch auch schon erschöpft was er in nächster Zeit bei Nero gesehen hatte, war erst viel später wieder was aber auch nur Kleinigkeiten. Direkt auf jemanden konzentrieren und was erzwingen konnte Kazura sowieso nicht, sonst wäre er auch Hellseherin und nicht Yakuzaerbe. Davon wusste ich jedoch nichts, räumte nur den Tisch frei weil ich nicht wusste was ich sonst mit mir anfangen sollte, ein wenig Nervosität zeigte sich dadurch also wirklich. Meine Bedenken wurden einfach hinfort gewischt und waren dann auch gleich aus meinen Gedanken verschwunden als er mich küsste, etwas das neu und ungewohnt war, aber nicht schlecht, er schmeckte irgendwie lecker, würde es gerne nochmal tun, aber das war nicht das was er wollte. Ein wenig Angst hatte ich ja schon, wusste das ich nicht wusste was ich tun sollte, ob ich nicht am Schluss doch erschossen werden würde, aber letztlich hatte er dann niemanden mehr der den Laden übernahm, also würde ich wohl vorerst am Leben bleiben. Gegenwehr bekam er noch nicht, der Kuss war… schön, warm und lecker, das Ausziehen jedoch war eigenartig. Ich hatte mich schon sehr lange vor niemandem mehr ausgezogen, wusste nicht wie er reagieren würde, wusste nicht ob es ihm gefiel oder nicht. Und warum es überhaupt wichtig war was er dachte, schließlich würde er nur mit mir schlafen weil ich die Schulden nicht aufbringen konnte. Meine Haut war wirklich makellos, hatte nie gekämpft und daher keine Narben, ging auch wenig an die Sonne, denn davon wurde ich nur knallrot, war also ziemlich hell, die Brustwarzen waren dahingegen eher rosa, sahen jugendlich aus obwohl ich ja nun wirklich schon älter war. Er zog mir einfach die Hose aus, schien auch nicht abgeneigt und packte mich dann einfach, ein atemloser Japser und ich lag auf dem Rücken, das Gleichgewicht verloren und die Beine nach oben, errötete aufs Tiefste und hielt meine Hände immer noch fest auf meinen Schritt gepresst. Es war unangenehm so auf dem Präsentierteller zu liegen, er starrte mich an, beobachtete mich, schien jeden Zentimeter meiner Haut abzutasten, tat es dann auch nicht mehr nur mit Augen, sondern auch mit den Fingern die mich dazu brachten meinen Hintern zusammen zu kneifen. Spürte, wie mein Loch leicht zuckte, der helle Schließring sich bewegte, schüttelte schnell den Kopf. „Ich… nein…“, konnte nicht anders als ihn anzusehen, wusste trotzdem nicht ob ich meine Hände lieber auf mein Gesicht oder meine Körpermitte presste, versuchte der Berührung zu entkommen indem ich mich leicht wand, das fühlte sich erstaunlich gut an, atmete etwas schneller. „Nicht hinschauen.“
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 29, 2015 2:45 pm

Ziemlich einsam, hätte ich aber auch nicht wirklich Verständnis für. Arbeit war die eine Sache, ich selber mochte meine auch sehr, aber war kein Grund mich abzuschotten, wie gesagt, ich hatte Freunde die für mich töten würden – und wenn man mit Ryou und Kazura befreundet war brauchte man auch keine Feinde mehr, beziehungsweise wären keine mehr übrig wenn die beiden sich einschalteten. Ich hatte nie bereut mir eine neue Familie ausgesucht zu haben und nein, niemand musste Händchen halten, es war gewiss nicht das erste Mal dass ich das mit mir machen ließ und es hatte ja auch immer eine Bedeutung, abgesehen davon dass es schön war. Ich mochte meine Lotusblüten und der harsche Kontrast der Tribals war super, da ging noch mehr. Klar hatte ich ab und an mal Urlaub, nur eben nicht immer über den Monatsbeginn und -ende, sondern eher in der Mitte. Ab und an mal verreisen oder nur auf der Couch rumlümmeln.

Es war halt manchmal nervig, aber weiß Gott nicht immer, ich wusste davon dass die Gabe Ryou bereits das Leben gerettet hatte, aber manchmal ärgerte er mich schon damit. Im Moment nicht, hatte nur geholfen und mir auch ein Zeitfenster eingeräumt in dem ich spielen konnte, statt zum nächsten Job zu wuseln, machte ich halt später alles und gönnte mir was. Mir gefiel was er mir bot, weiche warme Lippen und unschuldige Erwiderung, ehe er sich zögerlich auszog – spätestens dann als ich ihm die Hose auszog landete die Waffe wieder in ihrem Holster, er hatte sie ja nun gesehen, das reichte als Drohung und ich brauchte beide Hände. Wie schnell sich die Meinung Aobas doch geändert hatte, und eh, wenn Kazura gesagt hatte dass wir vögeln würden dann passierte das auch so, Ende, ich würde ihn schon nicht killen und er nachher auch noch arbeiten können – mir gefiel, was ich sah, jugendlich und unberührt, nicht mal Narben, von denen ich genug hatte und die markanteste ja auch mitten im Gesicht.
Ging dann recht schnell, sein Körper war heiß und auch wenn er sich versteckte, war da noch genug zum Spielen übrig, ob er überhaupt wusste, wie empfindlich der Damm war? Wenn man doll genug massierte konnte man die Prostata stimulieren … gab die hübschesten Spritzer.
Ich feixte, wäre also der erste der ihn dort anfasste und rieb vorsichtig über die zarte, empfindsame Haut. Er wurde knallrot, sah süß aus wie sich sein Körper auf dem Holz drapiert hatte.
„Soll ich dich lieber direkt anschauen?“, fragte ich, sah an seinen mit einer Hand hochgedrückten Beinen vorbei und grinste ihn an. Ich musste nicht hinsehen, meine Finger konnten das alleine und rieben mit variierendem Druck diesen köstlich zuckenden kleinen Ringmuskel, massierte mit dem Handballen seinen Damm und die Weiche Haut seines Hodenansatzes, mir doch egal ob er seinen Schwanz an sich versteckte. Ich sah ihn weiter direkt an, in die hübschen Augen und das gerötete Gesicht. Er durfte mir zusehen, wie ich kurz meinen eigenen Mittelfinger leckte, ihn gründlich befeuchtete und dann mit sachtem Druck in ihn zu schieben begann …
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 29, 2015 5:01 pm

Ach was, ich lernte immer schnell Leute kennen und hier musste ich mich erstmal einleben, jetzt in der Bar würde ich so oder so lauter Leute kennen lernen, also kein Grund verständnislos zu sein. Würde er es mir erklären, würde ich es auch verstehen, ich kannte das ja nicht wirklich nur so wie man es eben aus dem Fernsehen kannte und wusste daher nicht viel von den Yakuzasachen. Na, Händchen halten würde ich nicht wirklich, außer er wollte es, aber tat bestimmt trotzdem weh, leider hatte ich es noch nicht gesehen, wusste daher nicht ob es mir gefiel oder nicht. Ich wusste allgemein recht wenig von ihm und den Anderen, wie auch hatte ihn gerade erst kennen gelernt und seinen Namen kannte ich nur dank des Telefongespräches, ahnte also auch noch nicht, dass es später werden würde bis die ersten Gäste kamen.

Er beobachtete mich in allem was ich tat, schien jede Bewegung zu verfolgen und verinnerlichen, brachte mich dazu unsicher zu werden, während ich mich entkleidete und seinem Gesicht war nicht wirklich abzulesen was er dachte, aber er steckte die Waffe wieder weg, was ich neugierig beobachtete, gut das er sie nicht weiter auf mich gerichtet hielt, beobachtete ihn heimlich, ob die roten Augen wohl Kontaktlinsen waren? Sein Gesicht war jedenfalls schön, wenn auch eine große Narbe direkt unter den Augen entlanglief, wie er sie wohl bekommen hatte?
„Ich… hab wirklich keine Ahnung… wie man das macht.“, brachte ich ein, mutiger als ich mich fühlte. „Sind… Sie sich sicher dass sie das wollen?“ Probieren konnte man es ja, auch wenn ziemlich unwahrscheinlich war, dass er jetzt aufhörte, stöhnte leise auf als seine Hand mich untersuchte, streichelte. Was… davon konnte man kommen, nein wusste ich nicht, ahnte ich ja nicht mal und keuchte nur auf als er mich dort berührte, streichelte, „N..nein.“, brachte ich heraus, hob automatisch die Hände vor mein Gesicht und hielt mir selbiges zu, während ich nun zeigte wie mein Glied sich rührte, wurde etwas härter, wenn auch nicht viel aber wenn er so weitermachte würde ich wohl allein von seinen Blicken und der Berührung komplett hart werden. Durch die Finger hindurch sah ich wie er seinen Finger leckte, er rieb mich weiter, mehr, ließ mich stöhnen wenn auch erstickt weil ich ja die Hände vor dem Gesicht hatte, während ich bereits halbhart wurde, bäumte mich auf als ich den Finger an meinem Eingang spürte, einfach hineingedrückt wurde, japste und schlug die Hände vom Gesicht nach hinten, hielt mich an der Tischkante fest, während ich meine Hüfte ruckartig hob indem ich mich auf dem Tisch abstützte, seinen Finger so tiefer in mich zog. Huh, vielleicht… aber nur vielleicht konnte ich der Sache doch was abgewinnen.
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BeitragThema: Re: Aoba und Nero    Mo Jun 29, 2015 7:42 pm

Naja, ich lernte bei meinem Job auch 'viele Leute kennen', daran sollte es nicht scheitern, aber spätestens jetzt kannte Aoba ja mich, das reichte völlig und zu so einem Zuckerarsch würde doch niemand nein sagen der Augen im Kopf hatte. Meine Tattoos sah er dann vielleicht noch, spätestens nach der ersten Runde würde mir warm werden und ich den Kimono ausziehen, wir wohl auch die Position wechseln, sodass er sich das mal anschauen konnte, meine persönliche Diashow von Wer schön sein will muss leiden. Wobei beim ersten mal tatsächlich Ryou Händchen gehalten hatte, dem Sadisten hatte das auch noch Spaß gemacht. Hier aber waren wir jetzt alleine und das noch für lange Zeit, die ich zu nutzen gedachte.
Nope, keine Kontaktlinsen, die waren so seit ich denken konnte und ziemlich einschüchternd wenn ich sauer wurde, aber ich konnte ihm nicht zu jeder Narbe die Geschichte erzählen, da wären wir ja morgen noch nicht fertig.
„Halt die Klappe wenn's kein Stöhnen ist.“, antwortete ich ihm, also meine Intention brauchte er schon mal nicht anzweifeln, wenn's nach mir ginge würde ich längst in ihn rammen, aber nichts da heute Blutvergießen, hatte er sich verdient. Er musste auch gar nichts machen außer weiter so dazuliegen und mich mit scheuen Blicken nur weiter herauszufordern. Ihc grinste als er jetzt doch sein Gesicht vor mir versteckte, dafür aber seinen hübschen Schwanz präsentierte, der nicht mehr ganz unbeteiligt wirkte (meiner auch nicht aber ich war ja nicht nackt), und weil ich ja nett war sah ich nun wieder hin, was ich machte. Er hatte ein niedliches Stimmchen, ich wollte es lauter hören und arbeitete auch weiter dran, während mein Finger sacht in ihn glitt.

Er verkrampfte nicht, zuckte nur heftig und bäumte sich auf, schon mein Finger schien kaum in ihn zu passen und ließ sich dennoch gut bewegen. Ich drehte ihn leicht, drückte damit gegen die heißen Wände in seinem Inneren und kraulte ihn sacht, begann ihn dann hinein und hinaus zu bewegen, auch wenn sein Körper mich fast schon festzuhalten schien.
„Siehste, ging doch leicht, ich wette mit noch einem gefällts dir mehr.“, meinte ich und spuckte sacht auf die Stelle, wo mein Finger war, kitzelte ihn kurz mit dem Zweiten und schob diesen dann auch spreizend in ihn, ließ ihm kurz Zeit sich daran zu gewöhnen und fing an, ihn mit den Fingern zu stoßen. Parallel dazu senkte ich die andere Hand ab, drapierte seine schlanken Knie auf meiner linken Schulter und strich mit den nun freii gewordenen Fingern über seinen Bauch, die Hüftknochen herab zu seinem Schaft.
„Hübsch. Ich versprech dir, wenn du stöhnst nachher dann nicht weil es weh tut.“, schnurrte ich, lächelte ihn lasziv an, „Sondern weil du mehr willst.“
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