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 Nate und Mave

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Selena

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BeitragThema: Nate und Mave   Mo Mai 25, 2015 4:09 pm


Das alte Herrenhaus ist mittlerweile komplett überarbeitet und modernisiert. Ein riesiges Stück Wald gehört zum Gebiet der Werwölfe unter dem Alpha Nathaniel und ist komplett eingezäunt mit nicht nur einer riesigen Mauer sondern auch Stacheldraht darüber. Natürlich bringt das kaum etwas gegen andere angreifende Clans, doch für neugierige Menschen und kleinere Geschöpfe ist es durchaus fast unmöglich hinein zu gelangen. Außerdem ist ein kleinerer magischer Schutzkreis um das Gelände, welches die Ankunft von ungewollten Besuchern meldet, alles Andere brauchen sie nicht, wozu sind sie schließlich Jäger?
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 1:40 pm

Es fiel mir schwer nicht einfach zu grinsen, als ich die stinkenden Hände spürten, die mich packten und forttrugen. Schade um meinen schönen, blauen Frack, aber ich hätte ihn eh bald in die Reinigung geben müssen. Mir war bewusst gewesen, was geschehen würde, als ich auf die Mauer gesprungen war und dort sogar kurz wartete, bis ich die Magie eines Schutzkreises deutlich wahrnehmen konnte. Gar nicht schlecht für dumme Pelzträger, aber ich hatte mir nicht umsonst dieses junge Revier ausgesucht, niemand würde vermuten, dass ich ausgerechnet bei Werwölfen untertauchen würde, absolut niemand. Auch wenn ich dafür vermutlich einiges würde erdulden müssen, mein Überleben war es mir definitiv wert.
Die Falle war eigentlich nicht mal wirklich für Vampire ausgelegt, aber durchaus effektiv genug dass ich keine Skepsis hervorrief wieso die starken Fesseln mich dennoch fest umschlungen hielten und auch nicht nachgaben – aber ich nutzte auch nicht all meine Kraft mich gegen sie zu sträuben. Die paar Bisswunden, die der halbherzige Kampf gegen die Revierwächter zur Folge gehabt hatte, waren schon beinahe verheilt, aber der Spitzenkragen war versaut, na toll. Gut, war eh nicht mein bestes Zeug, das einzige was ich tatsächlich beschützt hatte war mein Geigenkoffer, und der war eingeschnürt zwischen meinen Armen, wo ihm nichts passieren konnte.
Gar nicht mal so ungeschickt für einen Haufen Hunde, und auch das Haus, das im Dunkel hell erleuchtet aus dem Wald auftauchte, war annehmbar, gut so. Hier würde man es aushalten können, nicht auszudenken in einer versifften Hütte zu hausen, bah. Roch halt nur penetrant nach Köter in jedem einzelnen Gang, durch den sie mich trugen, einer von denen hatte mich über der Schulter und ich sah mir alles in Ruhe an, ein bisschen auf dem Knebel rumkauend, der vermutlich meine Zähne in Zaum halten sollte. Hm.

Es roch aber langsam nach etwas anderem, Schweiß und … Sex, als wir weiter vorankamen und letztlich den Raum betraten, der Ursache darstellte. Gut, ich hatte eh gehört dass Wölfe triebhaft und zügellos waren und einfach mit allem vögelten ohne Ansprüche. Hmph – aber sah zumindest nicht völlig grobschlächtig und dreckig aus, was ich sah als ich unsanft auf dem Boden des Zimmers landete – wehe sie machten meine Haare schmutzig, dann würde ich wohl doch ungemütlich werden. So aber sah ich nur betont wütend (auch wenn ich eigentlich eher interessiert zuguckte) zu dem komischen Szenario, schien niemand zu stören den durchaus machtvoll riechenden, jungen Wolf beim ficken zu unterbrechen. Wobei, unterbrechen war das nicht, er ließ sich nicht wirklich abbringen und ich sah weiter zu wie ein Schwanz schön geschmeidig in einen engen Hintern gezwängt wurde und wieder hinausglitt, der Herr stand also auf Kerle – machte es noch einfacher für mich.
„Schau mal, Nate, was wir gefunden haben.“, meinte der, der mich getragen hatte und ich fauchte erstickt, als ich eine Stiefelspitze in meiner Seite spürte, nicht sehr fest, aber man hatte mich nicht zu treten – ich trat zurück, war zwar gefesselt, aber hatte die Kraft einfach durch ein winden des Rumpfes mit beiden Beinen zuzutreten und ihn von den Beinen zu holen. Wurde dann zwar mit mehreren Händen wiederum fixiert, schnaubte aber abfällig und zufrieden gestellt. So!
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 2:20 pm

Die Alarmanlage ging los.
Irritiert blinzelte ich erstmal, verwirrt ob des Tones, ehe mir einfiel was es war, bisher hatte sich nämlich noch gar nichts und niemand über den Zaun gewagt, was mich mit einer gewissen Vorfreude erfüllte. Dennoch war ich gerade beschäftigt, beziehungsweise Markus war mit meinem Schwanz beschäftigt, der Kleine konnte das wirklich gut und würde später auch mit einem ordentlichen Fick belohnt werden, also hob ich nur die Hand und wedelte die anderen fort, sollten die sich drum kümmern. Auch wenn ich natürlich neugierig war, aber als Alpha konnte ich auch nicht gleich an jeden Zaun springen, auch wenn es mich in den Fingern juckte und ich spürte wie sie zu Pfoten werden wollten, eh nein, aus. Konzentrier dich auf die Zunge. Der Jubelschrei der Anderen zumindest war es wert, schaute ihnen zu wie sie sich verwandelten und lossprangen, sauber war es hier zwar aber Hundehaare gab es zu Hauf, verwandelte sich schließlich jeder wie er wollte und das zu verbieten war vollkommen blödsinnig, wer brauchte schon ne enthaarte Wohnung?
Hm, das Vorspiel wurde langsam langweilig und ich zog ihn sanft an den Haaren, deutete ihm an sich um zudrehen, ehe ich mich um entschied, ihm auf den Hintern klopfte und mich auf meinen Stuhl setzte, etwas erhoben, einfach nur zur Schau, als ob ich da je wirklich größer hocken würde, also bitte wir waren eine Familie. Markus grinste und seine blonden Haare fielen ihm dabei in die Augen, ehe er sich breitbeinig auf meinen Schoß setzte, etwas an mir rieb ehe er sich stöhnend daran machte meinen Schwanz in seinen kleinen, leckeren Hintern zu befördern. Ich schnurrte und stöhnte leise, noch hatte er sich lauteres Stöhnen nicht verdient, auch wenn er sich eifrig daran machte mich ganz in sich zu versenken, normalerweise wäre ich auch schneller gekommen, so war ich aber abgelenkt, Wölfe konnten öfter, wäre also kein Problem.
Dauerte auch nicht lange da kamen sie schon mit dem Eindringling, lange, weiße Haare, blauer Frack und fauchend, nett. Ich grinste ihm spöttisch zu und musste lachen als es Dave von den Socken riss. Hehe, das hatte er nicht kommen sehen, hübsch gemacht kleiner… Vampir? „Danke für das hübsche Paket.“, rief ich den Jungs zu, lachte immer noch leise. „Auch wenns dich nicht so umhauen muss was du da ergattert hast.“ Ich drückte die Hüfte von Markus runter, er hatte aufgehört sich zu bewegen und rüber geschaut aber das war nicht das was ich wollte, er sollte mich gefälligst zum Kommen bringen. „Muss wohl ein junger Vampir sein, oder er hat Schnupfen, würd nicht so nah an ihn dran gehen Dave, wer weiß was der für Krankheiten hat.“ Ich grinste dem Vampir zu und zwinkerte leicht. „Allerdings werden wir wohl nen kleinen Aufschlag für die Alarmanlage geben müssen, hätte nicht gedacht das er auch Vampire fängt.“
Der nächste Stoß ließ mich stöhnen, knurrte leise und biss dem jungen Mann auf meinem Schoß in den Hals, etwas das wir durchaus mit den Vamps gemeinsam hatte, kam stöhnend in ihm und brauchte kurz um mich wieder zu sammeln, ehe ich den jungen Mann hochhob und auf die Lehne des Stuhles setzte. Mein Glied war noch halb erregt, in wenigen Minuten könnte ich wieder, etwas verschmiert von meinem Samen und ich kam nackt wie ich war auf den Vampir zu, auf ein Knie herunter um ihn näher anschauen zu können. „Hübsch. Hätte erst gedacht du wärst ne Frau.“ Hatte ich auch, dass er aber keine Brüste hatte war wohl ein Zeichen, vielleicht sollte ich ihn ausziehen lassen um es bestätigt zu bekommen? Außerdem war seine Klamotte eh besudelt mit Blut, ich warf einen kurzen fragenden Blick zu meinen Jungs und schüttelte den Kopf, Zähne benutzen ja?
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 3:19 pm

Bah, ja, bloß gut dass ich gerade nicht aufpasste, die rumliegenden Haarbüschel waren absolut ekelhaft, zumal es ja eher Fell war als irgendwas anderes. Wenn dann auch noch Fell an meinem Frack im Blut festtrocknete wäre es aber vorbei mit lustig hier! Aber gut, er müsste eh gewaschen werden, war nicht mein bester da ich ja gewusst hatte, worauf ich mich bei dieser Flucht einließ und letztlich … war es egal. Ich hatte ja absichtlich alles hinter mir gelassen und auch meine Gründe dazu – was allerdings nicht hieß dass mir das gefallen hätte. Diese verwandelten Viecher waren groß, haarig, sabberten und mieften, das Beißen wäre echt nicht nötig gewesen – hatte ich ja auch nicht gemacht.
Bgloß gut dass ich nicht ersticken konnte, ja nicht einmal atmen musste auch wenn ich es tat, um Laute von mir zu geben so wie Fauchen oder Sprechen, im Moment ging ja nur eins davon was ich auch machte, niemand trat mich einfach so und ganz wehrlos war ich beileibe nicht, was ich den Frechdachs auch spüren ließ. Die Drohung ihm das Fell über die Ohren zu ziehen konnte ich leider nicht anbringen.
Hübsches Paket, pf, ich war umwerfend, sah man doch. Ich blieb eisern dabei wütend zu schauen, knurrte und sah dabei zu wie der Werwolf sich weiter auf dem offenkundigen Alpha zu bewegen begann. Sie waren wirklich dumm, jeder ältere Chef hätte mich sofort getötet als potentielle Gefahr. Erst recht bei so komischen Umständen, stimmte schon dass mich das eigentlich nicht hätte aufhalten dürfen. Die Stupidität dieser Rasse kam mir also zugute, ihre Paarungsbereitschaft war aber interessant. War ja nicht so als gäbe es groß etwas anderes zu sehen, als den Blonden wie er Papa zuritt, ich stellte fest dass ich das besser könnte und prägte mir den Geruch der Anwesenden ein – meine Nase mochte nicht so gut sein wie die eines Wolfes, aber es reichte.

Der Typ kam auf mich zu, nach Sex und Erregung müffelnd und anscheinend schamlos, wobei man Vampiren auch gerne verruchtes, liederliches Verhalten nachsagte, zumindest untereinander. Aber ein Clanführer wäre Gästen niemals so entgegen getreten. Ich schnaubte abfällig, gut, dieses Gesicht war weich geschnitten und perfekt, klar dass man mich für eine Frau halten könnte und ich hatte tatsächlich auch schon oft ein Kleid getragen wenn … nicht mehr so wichtig.
Ich erwiderte den Blick des Nackten, die Stirn zwar wütend verzogen (ich war einfach gut darin, so zu tun als würde ich wirklich noch Empfindungen dieser Art haben), die Augen aber eiskalt und die eines Raubtiers. In diesem Punkt gab es wenig Unterschiede zwischen unseren Rassen, wir waren alle Jäger – mit dem Unterschied dass ich schon Kehlen aufgerissen hatte, als der Urururgroßvater des Kerls hier noch nicht mal geboren war. Hier würde er mich gewiss nicht suchen.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 4:36 pm

Oh bitte, selbst schuld wer sich in ein Werwolf Gebiet schlich, immerhin konnte er froh sein nicht bei unseren Vertretern weiter im Norden gelandet zu sein, bei denen sah es nämlich wirklich übel aus, da blieben selbst wir nicht länger als nur nötig. Und es war im Moment einfach schlimmer als sonst weil wir vom Winter auf den Frühling/Sommer wechselten, da wurde das Fell nun mal anders, kein Grund also zur Sorge. Wollte er jetzt nen Keks dafür dass er nicht gebissen hatte? Aßen Vampire eigentlich außerhalb von Blut? Wenn nicht dann führten sie ein wirklich verdammungswürdiges Leben, wir Wölfe liebten Süße Naschereien, Kuchen und Ähnliches, lecker. War ja niedlich wie böse der Mann schauen konnte, was mich nur zu einem verschmitzten Grinsen hinreißen ließ. Klar wusste ich das man Vampire gleich umbrachte, aber ich musste ja nicht alles machen wie der Rest und ich hatte noch nie einen Lebenden Vampir aus der Nähe gesehen. Durfte ja wohl neugierig sein.

Ob die Gerüchte wohl stimmten? Neugierig war ich alle Male auf ihn, berührte seine Hand, die einen seltsamen Kasten festhielt, aber der Kasten interessierte mich nicht. „Ihr seid wirklich so kalt wie man es sagt.“, stellte ich fest, nahm die Hand auch wieder weg ehe er sie mir noch abbiss, warum war er denn jetzt so wütend, ich hatte noch gar nichts gemacht, runzelte kurz die Stirn aber winkte innerlich ab. Clanführer hin oder her, es war mein Gebiet und er war kein Gast sondern ein Gefangener, ich konnte ja wohl alles tun in meinem Reich was ich wollte. Jetzt aber wollte ich erstmal seine Stimme hören, auch wenn die Anderen uns nervös beäugten, es waren einige dabei die Älter waren als ich und Les packte mich am Arm, flüsterte mir zu das es sicherlich nicht gut wäre den Knebel zu lösen, aber ich winkte ab, nein, ich wollte ihn hören. Und wir waren weit mehr als er, vier von Ihnen verwandelten sich in Wölfe, während der Rest in menschlicher Gestalt blieb. Insgesamt waren wir gerade 14, die Frauen waren ausgeflogen, irgendwelche shoppingtouren und hatten uns alleine gelassen, sieben der anderen Männer waren mit ihnen gegangen um ihre Gefährtinnen zu schützen. Wenn er schnüffelte und gut war konnte er gesamt 35 Wölfe zählen mich eingeschlossen. Wir waren erst ein kleines Rudel, aber durchaus Besonders, mein Vater zumindest war stolz auf das was wir getan hatten. War stolz auf mich. Und das war das Wichtigste. So nah an ihm konnte ich ihn auch etwas besser betrachten, die starren, kühlen Augen, gleich eines Raubtieres ließen mich schaudern und leise schnurren, Gefahr, er schmeckte nach Gefahr ganz klar. Mit einem leichten Grinsen nahm ich ihm den Knebel ab, schnell genug das er nicht nach mir schnappte. „Na, Vampirella, was treibt dich in unser bescheidenes Heim?“, neckte ich ihn. „Oder hast du wirklich irgendeine Krankheit die deine hübsche Nase außer Gefecht setzt?“ Ich lachte leise und schaute dann böse zu meinem Rudel. „Oder habt ihr euch in letzter Zeit öfter gewaschen als sonst?“ Mir war bewusst dass ich uns damit in den Dreck zog, aber es war ja allgemein bekannt dass man uns Wölfe für stinkende Wesen hielt, war also besser wenn man gleich zeigte das uns sowas nicht störte.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 5:35 pm

Wer sprach von schleichen, ich war absichtlich laut gewesen, hatte an der Mauer gar gewartet damit die Hunde mich auch ja aufspürten, aber so gerne ich ein bisschen gehöhnt hätte, war ich weder in der Lage dazu noch würde es meinem Plan entsprechen. Nein, ich wollte ganz bestimmt nicht in den Norden, Fell war Fell egal wie viel. Toll dass ich genau die Zeit des Fellwechsels erwischt hab, es waren halt doch Tiere und mehr nicht, Tiere die Reden und Autofahren konnten. Nein, ich nahm außer Blut nichts zu mir, könnte es zwar, aber es schmeckte nach nichts und ich konnte auch keine normale Nahrung mehr verwerten, musste es meist wieder erbrechen – das einzige was ich tatsächlich noch bei mir behalten konnte waren Tee und Wein. Ich brauchte es einfach nicht, wieso sollte ich also etwas essen?
Lebender Vampir, also bitte, ich war schon tot, nur halt noch nicht so ganz, untot halt, aber es war auch tatsächlich bis dato nicht vorgekommen, dass ich mich in so friedlichem Rahmen in der Nähe von Wölfen befunden hatte, Neugier beruhte also halb auf Gegenseitigkeit, auch wenn ich ja geahnt hatte worauf ich mich einließ.

Trotzdem war ich wenig erbaut darüber, dass er mich einfach antatschte, ich konnte das erregte Blut durch seine Adern pumpen hören, spürte die Hitze die durch meine Hand zuckte, ohne sie wärmen zu können. Natürlich war ich kalt, biss auf meinem Knebel herum und spreizte die schlanken, fast femininen Hände, ich müsste mir mal wieder die langen Nägel säubern. Ja, ich ahnte ungefähr wie viele Wölfe hier waren, war aber auch gut so, je mehr, desto sicherer war es für mich – oder gefährlich, je nachdem.
Der Knebel verschwand unvermittelt, da durfte er mich aber nicht unterschätzen, ich war schneller als jeder Mensch und hätte ihn vielleicht doch noch erwischt, wenn ich es denn versucht hätte. Meine Fänge rissen tiefe Spuren im Knebel, ich spuckte aus weil es ekelhaft geschmeckt hatte und schnaubte dann abfällig, antwortete ihm nicht. Immerhin würde es zu gespielt wirken wenn ich ihm sofort Infos gab, kooperativ wirkte, also stellte ich auf bockig und wich seinem Blick aus. Öfter gewaschen?! Also bitte, sie mieften wie Wölfe halt mieften, ich musste zu meiner Schande gestehen selber nicht gerade nach Rosen zu duften. Ich hatte aber eh nicht vorgehabt irgendwen zu beleidigen, jedenfalls nicht zu drastisch. Ich würde vorerst nicht antworten, bewegte mich stattdessen aber unvermittelt und heftig, bockte und stemmte mich gegen die Hände, die mich unten hielten, wand mich wie um freizukommen, ich war immernoch ein Vampir und nur weil ich schlank war wie eine Frau ohne Taille, hieß das nicht dass ich einen ausgewachsenen Mann nicht einhändig einen Flur runterschmeißen könnte. Mal sehen wie flink und kräftig die Wolfies waren.

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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 6:53 pm

Was der sich aber auch anstellte, das würde mich nur zum lachen bringen, wenn es ihn so sehr störte dass da Fell am Boden lag konnte er sich ja nen Besen und ne Kehrschaufel besorgen. Dann bekam er aber auch nen Dienstmädchenoutfit, ne kleine Schleife in den Haaren würde ihm sicher stehen und darunter natürlich keine Unterwäsche. Hm, ja das wäre doch nett.
Nein, keine Sorge wir waren keine rein Triebgesteuer… na gut waren wir und wir schämten uns dessen auch nicht. Warum denn auch? Kein… Essen? Das würde mich vollkommen entsetzten, Essen Sex und schlafen, das waren doch die wichtigsten Sachen im Leben. Wobei wir da natürlich beim Schlagwort wären, er lebte ja nicht. Aber er existierte und das tat er bei uns auch weiterhin, solange er sich halbwegs benahm, war doch sicherlich interessant so nen kleinen Vamp als Haustier zu halten, grinste ihn an.

Er bewegte seine Finger, hatte lange Fingernägel, beinahe Klauen, ob es stimmte das Vampire sie ausfahren konnten? Konnte ja froh sein das ich nicht neugierig seine Hand in meine nahm und auf ihr herumdrückte um zu sehen was sich darunter verbarg, es war nun Mal in unserer Natur das wir alles was wir neu fanden betatschen und beschnüffelten, wir brauchten den Physischen Kontakt. Hier war es nur der Tatsache zu Schulden das ich mich nicht auf die Ebene herunterlassen wollte von ihm beleidigt oder verhöhnt zu werden das wir Tiere waren.
Er ließ sich den Knebel entnehmen auch wenn er ihn zerfetzte dabei, überhaupt was hatten sie da genommen, hob es an meine Nase und schnüffelte leicht, eh… war das Daves Hemd? Ich warf einen leicht fragenden Blick zu diesem, der nur entschuldigend mit den Schultern zuckte und ignorierte den Vampir der da ausspuckte, hey… spucken war hier eigentlich verboten, egal wenn wir ihn einfach mal hin und her schoben mit seinem Frack dann wäre der Boden auch schnell wieder sauber. Dieser brauchte eh ne Wäsche und der Vampir auch, stank zwar nicht unbedingt aber so gut roch er auch nicht und ich hatte zumindest mal gehört das Vampire scheinbar ziemlich gut rochen, anziehend und verführerisch wenn sie wollten. Dieser hier jedoch war weniger verführerisch, auch wenn es sicher Spaß machte von ihm geritten zu werden, so wie er sich wand und bockte, lachte laut und half den Anderen ihn zu fixieren, brauchte auch gar nicht sooo unglaublich viel, wir waren zu viele und einige von uns bereits in vollster Stärke, andere wie ich konnten immer noch zulegen, dafür jedoch war ich Adrenalingepusht vom kurzen Fick gerade eben und es freute mich etwas Leben im Haus zu haben. „Na, na Vampirella, wer wird sich denn gleich wehren?“, schnurrte ich ihm zu. „Wäre sicher interessant dich zu vögeln wenn du dich so windest, sieh nur wie hart du mich machst.“
Joah, machte er aber das hatte nicht nur damit zu tun das er sich so wand, sondern auch weil ich immer noch rollig war, oder schon wieder? Wer wusste das schon. Und er fühlte sich interessant an unter mir, die Haut so glatt und kühl das ich fast ausprobieren wollte ob man ihn nicht doch wärmen konnte.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 9:00 pm

War doch nicht meine Schuld, dass diese Viecher keinen Sinn für den geringsten Standard von Ordnung hatten, nur weil ich Vampir war hieß das doch nicht, dass ich Blut und Leichen überall liegen ließ, also bitte. Das Fegen würde ich ihnen beibringen müssen, oder jemanden schicken so einen Bodenstaubsauger zu kaufen, oder besser fünf, die waren ja nicht für Wölfe ausgelegt. Dienstmädchenoutfit, pf, nicht doch, ich hatte zwar mal meinen Schöpfer im Ballkleid begleitet, aber diese Herabstufung würde ich nicht mit mir machen lassen, eher nackt, ich war ja mehr als ansehnlich.
Richtig, kein Essen, ich wäre recht billig im Unterhalt, abgesehen von den drei, vier Litern Blut die ich in der Woche brauchte. Ansonsten stimmte ich aber zu, Sex war auch im Tod noch herrlich und auch meinen Schönheitsschlaf über den Tag brauchte ich, man wurde ja auch nicht jünger. Solange ich das hatte spielte ich doch gern das brave Haustier … beschützt von einem ganzen Pack Wölfe, sollte irgendwer anders versuchen mich zu finden.

Huh, nein, Ausfahren ging nicht,Vampire waren doch keine Katzen – wer lange Nägel hatte galt als Vornehm, musste nicht kämpfen und konnte es sich leisten, sie sich über die übliche Kampflänge wachsen zu lassen. Was bei mir definitiv der Fall war, sie waren nur dreckig von der kleinen Auseinandersetzung. Für Tiere hielt ich sie eh, egal was er machte, aber ich hätte protestiert wäre er meinem Koffer zu nah gekommen. Schlimm genug dass ich auf versifftem Wolfshemd rumkauen musste.
Das hier wurde nicht sauber, genau genommen machte mein Sabber es hübscher als vorher und ja, normalerweise roch ich besser, wusste natürlich nicht, was mein Eigengeruch war, aber durchaus dass Vampire Pheromone versprühen konnten, entweder um Beute anzulocken, um Bock auf Vögeln zu signalisieren oder einfach um Leute zu beeinflussen. Auf nichts davon hatte ich gerade Lust, musste ich auch nicht da ich auch so die Aufmerksamkeit behielt und den Willen weckte, dabehalten zu werden.

Zumindest der Alpha hatte seinen Spaß, würde sich noch wundern sollte ich tatsächlich auspacken was ich so an voller Kraft zu bieten hatte, ob das dann noch so witzig war? Nein, wollte ich ja nicht, passte auch auf dass meiner Violine nichts passierte auch wenn ich halb auf ihr lag. Nur der Spitzname passte mir nicht wirklich, ließ mich fauchen, hallo, die Frage nach meinem Geschlecht hatten wir doch geklärt, oder? Jup, der Nacktwolf war rollig, konnte man riechen – hatte ich doch gesagt, triebgesteuert.
„Huh … es stimmt wohl was man sagt, ist fressen und ficken das einzige was Köter im Kopf haben?“, erhob ich nun doch die Stimme, sanft und ruhig, dabei zielte es nur darauf ab ihn zu provozieren trotz meiner durchaus hellen, samtenen Stimme. Sollte er mich doch vögeln, wäre mal eine nette Abwechslung … ich hatte so lange schon nicht mehr mit etwas lebendem geschlafen, die Hitze gespürt oder das Keuchen gehört – und ich kriegte das wohl am ehesten wenn ich bockte, nicht aufhörte mich zu winden und signalisierte es eben nicht zu wollen. Es ging nämlich durchaus, einen Vampir zu wärmen.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 11:05 pm

Hey jetzt aber mal halblang nur weil wir keine verwöhnten kleinen Vampirellen waren hieß das noch lange nicht dass es hier keine Ordnung gab. Und wenn ich wollte, dass er anfing zu kehren und zu staubsaugen dann würde er das auch machen und nicht einfach dumm rumhocken und Leute blöd anmachen. Bodenstaubsauger hatten wir schon probiert, aber es machte nicht viel aus, jedoch war das schon 20 Jahre her oder so als wir es probiert hatten, dementsprechend gab es ja vielleicht Neuerungen? Zumindest die Autos konnten davon profitieren. Wobei das natürlich auch super war wenn er nackt putzte, alles kein Problem, wir waren da ja nicht so.

Kein Essen, okay kein Essen sondern Blut das ließe sich sicherlich irgendwie beschaffen. Aber nicht wenn er sich so wehrte und weigerte wie er es gerade tat. Trotzdem registrierte ich dass er auf seinen Kasten aufpasste, was mir nur neugieriger machte. Würde das Ganze auch noch mit Dave abreden, dieser war mein Beta und würde sicherlich auch wissen warum der Vampir sich nicht komplett wehrte, denn das er mehr drauf hatte roch man gegen den Wind. Was also führte ihn hierher, unwillentlich sich richtig zu wehren, er konnte hier kaum irgendwelche Geheimnisse herausfinden, vielleicht war er aber auch nur die Vorhut. Jedenfalls würde ich die Sicherheitsmaßnahmen gegen Vampire verstärken lassen, ein Halsband hätte ich zumindest das ihm stand. Von meinen Großvätern vererbt an mich, auch wenn ich nie gewusst hatte was ich damit anfangen sollte. Hm. Kommt Zeit, kommt Vampirella.
„Aber nein Vampirella, wir können auch noch jagen und toben. Und ganz besonders gerne lecken wir uns das Fell und die Eier wenn wir verwandelt sind.“, grinste und leckte ihm einfach über den Hals, hielt dabei seinen Kopf mit einer Hand fest und verwandte ebenfalls nicht meine gesamte Kraft auf ihn, sorgte auch dafür das ich schnell genug mit dem Gesicht wegkam, in die Hand konnte er ruhig beißen.
Mittlerweile lag ich auch halb auf ihm drauf, kein Problem für die Anderen ihn festzuhalten und ich setzte mich auf seiner Hüfte bequem hin. Kurz gab ich gedanklich Anweisungen das Halsband zu holen, es würde ihn zwar nicht ganz bändigen aber schwächen sicherlich. Bis dahin galt es nur noch ihn abzulenken und als es dann da war, bereits geöffnet und über dem Boden zu mir geschlittert kam, presste ich meine Lippen auf seine, während ich ihm das Band umlegte, kämpfte, das Ding musste nur noch zugehen
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Di Mai 26, 2015 11:56 pm

Ich war nicht verwöhnt, ich hatte Ansprüche und die lagen eben höher als das hier – ich musste in meinem neuen Zuhause noch so einiges Verändern, um es auch annehmbar zu machen. Würde ein Haufen Arbeit mit der Bagage, aber dem Geruch nach waren wenigstens alle Stubenrein. Es fand sich schon ein passender Staubsauger,, denn wirklich Bock auf Putzen? Nein, würde ich nie haben und mir auch nichts vorschreiben lassen, dazu müsste diese Bagage schon früher aufstehen hier. So 500 Jahre früher um gegen einen Dickkopf, eh, gefestigten Charakter wie meinen anzukommen. Die Köter kriegte ich schon noch dressiert, wurde nur etwas komplexer sie dann auch im Glauben zu lassen ich sei unfreiwillig hier.

Was denn, von Fütterung war auch noch keine Rede, ich war satt und gestärkt hergekommen, passte gut auf niemals geschwächt zu sein in den letzten Monaten und daher auch jetzt nicht, gab es nur vor zu sein und siehe da, klappte bisher ganz gut. Mir egal was sie glaubten so lange sie niemand anderen hierher ließen der Fangzähne hatte, und mir ein Quartier boten an dem ich vor der Sonne sicher war. Mur diese komische Sorte Accessoire hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen, waren früher als Fanggeschosse benutzt worden auch um schnelle Subjekte im Sprung zu fesseln oder dergleichen, alles eher unangenehm. Ich rollte mit den Augen.
„Ah, ja, das kognitiv suboptimierte Betragen hatte ich vergessen.“, kommentierte ich mit spitzer Zunge das sehr tolle Eierlecken, bah, widerlich, naja wenn sie sich zumindest da mal putzten …
Ich fauchte biestig als er mit über den Hals leckte, schnappte auch tatsächlich nach der Hand, aber eher warnend als mit der Intention ihn zu erwischen, Wolfsblut wollte ich nicht. Aber er war warm, blieb da auch wenn ich weiter zappelte, nicht stillhalten wollte und erst erstarrte als diese Präsenz näher geschlittert kam. Oh nein, Scheißteil, woher hatte das ein Pack stinkender Wölfe? Ich fluchte auf bestimmt drei mittlerweile ausgestorbenen Sprachen und wehrte mich nun doch heftiger, ein Schauer überlief mich als das Material meine Haut berührte und sträubte mich nun doch nach fast allen Kräften. Nicht ganz deshalb, weil es ja helfen könnte meine Aura zu verbergen … aber dennoch, kampflos keine Chance, mein Körper bog sich im Versuch den Alpha abzuschütteln, meine Fänge durchbohrten seine Lippen die … schön warm waren, egal, ich fauchte ununterbrochen, zerrte an den Fesseln und schaffte es tatsächlich, einen Arm loszureißen, aus den Schlingen zu befreien. In dem Moment da meine linke Hand mit Wucht nach seinem Gesicht schlug, es ihm bestenfalls zerkratzend dass das Blut nur so floss, schnappte das Halsband zu und war wie ein Schlag in den Magen.
„Uhh-!“ Meine Bewegungen erlahmten, mochte sein dass es niocht ganz reichte, aber das Gefühl war so verstörend, fremd, dass es kurz wie völlige Paralyse wirkte, der Widerstand erstarb fast ganz und Kopf sowie freier Arm sanken auf den dreckigen Boden zurück. Ein heftiges Zittern überlief mich und eine Spur echten Hasses funkelte in meinen wütenden Augen auf, als ich mir das Blut von den Lippen leckte und ausspuckte. Verflucht, das war nicht Teil des Plans gewesen und eventuell eine nennenswerte Einschränkung ...
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Mi Mai 27, 2015 12:39 am

Wenn er vorhatte sich mit den Frauen des Hauses anzulegen, bitte. Wir würden uns sicher nicht dazwischen stellen, dieser waren dafür verantwortlich wie es hier aussah und kümmerten sich drum. Beschwerden und Anregungen also bitte an diese Adresse.

Also kein Futter für ihn, auch gut, dafür war die Sache mit der Sonne auch bald geklärt, im Keller gabs noch Platz. War klar das er es mit einem schlauen Spruch konterte und nach meiner Hand schnappte, sogar fauchte, wie eine kleine Katze meine Vampirella, brahcte mich dann zum Grinsen als er merkte was da kam. Oh, da hatte ich wohl doch ein gutes Geschenk bekommen, es war weitaus schwieriger ihn nun unten zu halten, musste meine komplette Körperkraft aufwenden ihn unten zu behalten, mich gegen ihn zu wehren und gleichzeitig zu versuchen den Schmerz in meiner Lippe zu ignorieren und das Halsband zu befestigen. Gar nicht so einfach, aber ich war ja toll, war der Alpha und deswegen besiegte ich die widerspenstige Vampirella. Erstaunlich auch in wievielen Sprachen er fluchte, hätte mich lächeln lassen wenn er nicht nach mir ausgeschlagen hätte um mich zu verletzen, nicht nur meine Lippe blutete jetzt, nein über mein Gesicht zogen sich vier unschöne Kratzer die mich knurren ließen. Sein Glück das er plötzlich erschlaffte, als wäre die Luft raus, ließ mich trotzdem knurren und meinen Arm auf seine Kehle legen. „Scheiße, Vampirella ich mags ja wenn man mich kratzt aber doch nicht im Gesicht.“, knurrte ich ihn an, immer noch auf seiner Hüfte sitzend und den hasserfüllten Blick ignorierend. „Du magst uns für dumm halten, aber das sind wir nicht. Und nur zu Info ich hab studiert.“ Das musste ich ihm jetzt noch reindrücken. Blöder Blutsauger. Auch wenn mich der kurze Kampf angemacht hatte, die anderen mittlerweile im Sicherheitsabstand um uns herum, warteten ab das ich etwas tat aber ich beließ es erstmal dabei auf ihm zu sitzen und nahm nur das Tuch entgegen das mein Beta mir reichte. „So, jetzt wo wir halbwegs auf einer Ebene sind würde ich gerne wissen was zur Hölle du hier willst.“, knurrte leise. „Und komm mir gar nicht mit: uh, ich wusste nicht das hier Wölfe sind wie konnte das passieren. Du hast dich dumm gestellt und schwächer gestellt als du bist. Also? Sag mir warum wir dich nicht gleich töten sollten? Hat man dich geschickt um gegen uns zu kämpfen? Bist du ein Spion? Antworte.“
Heh, vielleicht sollte ich ihn nicht so anherrschen und eigentlich hatte ich es ja vorher mit Dave besprechen wollen, aber irgendwie… waren Wölfe nicht für ihre Geduld bekannt und ich konnte ihn immerhin so dazu bringen was auszupacken. Wenn er wirklich die Vorhut war hätten wir ein Problem, es galt schnell Vorkehrungen zu treffen, was ich auch übermittelte, David nickte und bewegte sich zu den Telefonen, rief die Hexen an und forderte besseren Schutz. Gut nur dass das Adrenalin den Schmerz dämmte, der Kleine hatte nen ziemlichen Biss drauf, wäre er nicht auf seiner blöden Kiste und damit schon eingeschränkt und unter mir und gefesselt, ich hätte kaum Chancen gehabt. Kein Wunder das Vampire gefürchtet waren, wenn sogar Vampirella so viel Kraft aufwenden konnte.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Mi Mai 27, 2015 10:30 pm

Pf, war mir doch egal welchen Geschlechts der Hund angehörte, den ich anmaulte – aber konnten Frauen sich hier ernsthaft wohlfühlen? Glaubte ich nicht, und zur Not schickte ich wirklich jemanden, der Bodenstaubsauger kaufte und als würde die zuständige Adresse mich jucken, ich würde einfach jeden in Hörweite vollnölen bis ich meinen Willen kriegte, und das konnte ich so lange und ausdauernd, dass es ernsthaft jeden ankotzte – ich hatte auch seit langer Zeit Übung.
Keller klang gut, ich hätte aber gern wieder einen Sarg zum schlafen, am liebsten schön ausgekleidet und dicht schließend, die schützende Enge. Aber konnte man auch in den Keller stellen, so lange es dort nicht zu feucht war. Was das anging war ich wohl wirklich wie eine Katze, war auch ebenso eigenwillig und stur und alles andere als erfreut, ein Halsband tragen zu sollen, noch dazu so eins, aber diese Kratzer würden nicht einfach wieder weggehen wie ein Halsband. Ich sträubte mich auch fast nach vollen Kräften, schmeckte Blut und tobte, spürte aber schon vorm Verschließen diesen grausigen Einfluss, der mir nicht ganz fremd, aber fast vergessen gewesen war. Sahen doch hübscher aus als Vorher die Kratzer, der Geruch machte mich noch etwas aufgeregter, angespannter, ehe dieses Halsband mich erwischte wie ein fahrender Sattelschlepper, völlig aus dem Konzept brachte.

Der Arm, an meiner Kehle hatte null Effekt, immerhin konnte man mich nicht erwürgen, und ein bisschen seines Blutes tropfte auf meine Wange, besudelte die makellose Haut und machte mich nur noch wütender. Ich blieb unbeeindruckt, mochte ja sein dass das Hündchen sogar was richtiges studiert hatte und nicht Campen im Wald, aber … eh ja, ich selber hatte 12 Abschlüsse in neun verschiedenen Ländern aus fünf Jahrhunderten. Wenn er mich beeindrucken wollte, nun, dann glaubte ich ihm jetzt zumindest, dass er einen Toaster bedienen konnte.
Auch das mit dem Verhör musste er noch mal üben. So viele Fragen, er nahm mir Antworten vorweg statt sich selber zu denken wie wenig es ihm glaubwürdig erschien, so wusste ich was ich schon mal nicht behaupten brauchte. Zumindest halbdoof war er schon mal und rang mir ein freudloses Schmunzeln ab.
„Mh, bitte … hätte ich den Kampf gesucht wären weniger Wölfe hier bei uns.“, erwiderte ich in weiterhin fast unbeteiligtem Tonfall, bewegte mich leicht unter ihm, anschmiegend (musste er ja nicht wissen dass ich mich nicht mehr rühren konnte aktuell), „Ich habe niemanden getötet, oder? Was also hab ich getan was diese Feindseligkeit verdient? Ihr seid wirklich so unentspannt und … verbohrt wie man behauptet.“
Die letzten Silben waren von leicht anderer Intonation, auch hatte ich ohne Vorwarnung seinen Blick gesucht, mich konzentriert. Es war schwer, unfassbar anstrengend, aber wäre doch gelacht wenn ich es nicht schaffte einen nackten, frisch gerammelten Wolf zu bezirzen … und davon abzulenken dass ich nicht eine seiner Fragen auch nur im Ansatz beantwortet hatte.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Mi Mai 27, 2015 10:57 pm

Klar fühlten sich die Frauen hier wohl, hatten das Meiste ja eingerichtet und sie waren nicht viel anders als wir Männer, waren nun Mal nicht mit Menschen oder Vampiren zu vergleichen, hätte er das gewollt hätte er bleiben sollen wo er hingehörte. Das mit den Staubsaugern würde höchstens passieren um ihm zu zeigen das es überhaupt nichts brachte und wenn er es sauber haben wollte, nun gleiches wie oben erwähnt, sollte er bleiben wo er hingehört. Keller oder mein Zimmer, das wurde noch geklärt aber das er hier Ansprüche stellte kam gar nicht in Frage, warum sollten wir ihm bitte nen Sarg besorgen, er war Gefangener kein Gast. Wie oft denn noch.

Die Kratzer taten scheiße weh, machten mich nur wütend, ich spürte wie mir das Blut herunterlief und nur meine Handbewegung hielt die anderen davon ab sich auf ihn zu stürzen. Was dachte sich Vampirella wer sie war? 12 Abschlüsse in neun verschiedenen Ländern, fünf Jahrhunderte, ja kein Wunder dass er so viel hatte mit dem Alter. Wäre ja auch dumm von ihm die ganze Zeit rum zu hocken und Eier zu schaukeln. War auch enttäuschend dass es nur 12 waren, ging da denn nicht mehr? Nja wahrscheinlich hatte er erst relativ spät schreiben und lesen gelernt konnte ja sein wenn er in so viel Zeit so wenig erreichte. Vor allem wenn man bedachte dass die Abschlüsse in jedem hätten gemacht werden können, vielleicht war er ja auch beim Campen im Wald fortgeschrittenen Kurs dabei gewesen? Schade, dann hätten wir mal zu Mittag essen gehen können aber nein… da schien ja die Sonne, hatte ich glatt vergessen.
Ich hatte noch nie jemanden verhört, war auch nicht so wichtig er würde mir sowieso nicht die Wahrheit sagen, vielleicht wenn wir ihn ein wenig der Sonne aussetzten? Ich lachte bellend als er damit anfing das er mehr Wölfe getötet hätte, oh bitte. „Vampirella du siehst zwar aus wie ein Blondchen aber bist hoffentlich nicht so dumm wie eines.“, strich dabei über das Halsband, grinste leicht als er sich bewegte, anschmiegte. „Unentspannt? Wer reibt sich denn gerade wie eine rollige Hure an mir? Dabei dachte ich Vampire wären alle langweilige eiserne Jungfrauen.“
Ich war sauer und das merkte man mir wohl an, konnte nicht anders als ihm einen spitzen Kommentar abzugeben. „Sichert das Gebäude und das Gelände, ruft die Frauen an sie sollen zurückkommen. Das Haus muss gegen Vampire gesichert zu werden, asap.“, orderte ich mein Rudel, welches sich sofort in Bewegung setzte und meine Anweisungen ausführte, mochten ja Hunde für ihn sein aber wir waren gut organisiert, wir hatten Geld und konnten uns etwas leisten. Auch die Sicherung vor Vampiren. „In 7 Stunden geht die Sonne auf, mal sehen ob er kooperativer ist wenn er ein wenig brutzelt.“, damit stand ich auf und zog ihn am Halsband hoch, es passten gerade zwei Finger zwischen seinen Hals und das Band, wusste ja das sie nicht atmen mussten, zumindest erzählte man sich das und zog ihn dicht zu mir. „Oder sollen wir die hübsche Kiste da aufmachen und schauen was drin ist? Vielleicht gibts da ja was das man kaputt machen kann?“ Ich lächelte ihn beinahe süßlich an und schüttelte den Kopf. „Wahrscheinlich nur Haarbürsten und Schminkzeug, was Vampirella?“
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Fr Mai 29, 2015 7:18 am

Ne, Werwölfe in ihrer Ordnungspolitik würde ich nie verstehen, hatte elend lange Zeit an Orten verbracht wo es so sauber war dass man vom Boden essen konnte - wobei es diesen Kreaturen zuzutrauen war, dass sie es auch von diesem dreckigen Boden taten. Umso fälschlicher aber die Annahme, ich würde mich wie ein Gefangener benehmen nur weil ich einer war, also bitte, ich hatte Charakter und davon genug um ganze Geiselszenen zu ignorieren. Und wenn man mich tatsächlich behalten sollte wäre ein Sarg halt praktisch, denn erstens mochte ich das und zweitens wäre es dann weit ungefährlicher, Wölfe mochten Sonne bestimmt und wäre doch doof auf mich Rücksicht nehmen zu müssen.

Wer ich war? Jemand der anderen das Gesicht zerkratzte wenn man schwächende Mittel anwenden wollte, hätte jeder der kein völliger Feigling war an meiner Stelle getan. Stimmte auch, ich hätte gern mehr studiert, hatte aber tatsächlich erst im Spätmittelalter nach der Wandlung lesen gelernt, normale Bildung bekommen und dann immer, wenn gerade keine Kreuzzüge, Kriege, Umstürze oder Revolutionen waren, auch Studiert. Hatte eben nur für 12 Abschlüsse gereicht – Campen war aber nicht dabei, ebenso nicht Solariumfachkunde. Dafür konnte ich mich mit anderen Sachen schmücken, aber das Verstanden diese Köter nicht, wussten vermutlich nicht mal wer Napoleon war oder so.
„Ein wenig“ der Sonne aussetzen? Sehr witzig, ein klein wenig reichte um mich, um jeden Vampir zu töten und zwar endgültig – von Verhören hatte der echt keine Ahnung. Ob er mir glaubte war mir recht egal, aber als Fakt hatte ich mich nicht so gewehrt wie ich sollte und bis auf ein paar Schrammen war dem Pack auch nichts passiert, was anders ausgesehen hätte wenn ich es wollte – Wölfe töten machte ich schon länger als lesen und studieren. Was hieß hier überhaupt blond, das war kein Blond, farbenblind war der Köter also auch noch …
Ja, unentspannt, er hatte kein schwächendes Halsband um, das eventuelle Motorik ruinierte, der hockte doch ganz einfach nackt und mit nem halbsteifen auf mir, ein müdes Lächeln konnte er mir dennoch abringen.
„Lass das Denken lieber, nicht dass du dich überanstrengst, Hündchen.“, schnurrte ich und sah dann aus den Augenwinkeln zu, wie alles anfing durcheinander zu rennen. Vermutlich dachten sie, zu mir gehörten mehr Vampire die bald angriffen, das Gegenteil war der Fall und sie schützten mich noch besser, wundervoll. Ich knurrte obligatorisch, der Kerl war stumpf genug oder meine Kraft schon zu erschöpft so ein junges Ding zu beeinflussen, nun ja. Er zog mich hoch, näher, konnte mich tatsächlich so nicht würgen, aber auch nicht verhindern dass ich ihm sein eigenes Blut ins Gesicht spuckte. Am liebsten hätte ich ihm den Kopf abgerissen, aber es wäre zu gefährlich deutlich zu machen, wie viel mir das in dem Koffer (war er ungebildet genug es nicht als Geigenkoffer zu erkennen?) bedeutete, und dass ich es niemanden würde anrühren lassen – dafür müssten sie ja beide Arme lösen und richtig wütend konnte ich ja ebenfalls vortrefflich werden …
„Hörst du dich so gerne reden, Hündchen?“, konterte ich, mir über die langen Fangzähne leckend – nein, Kosmetika war nicht das, was ich auf meine Flucht mitgenommen hatte, brauchte ich auch nicht; ich sah auch so umwerfend aus.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Fr Mai 29, 2015 1:10 pm

Konnte halt nicht jeder so perfekt sein wie Vampirella, das hätte er eigentlich schon längst erkennen müssen so lange wie er scheinbar schon auf der Erde weilte. Vom Boden essen klang so als wäre sonst überhaupt kein Spaß im Haus, wenn er wollte das wir alle still in der Ecke saßen und uns nicht rührten war er aber an der falschen Adresse, wirklich selbst schuld er hätte sich auch was anderes als Werwölfe raussuchen können, vor allem wenn er sie schon kannte weil er viele von ihnen getötet hatte. Wenn wir ihn behalten wollten dann wäre sein Gehabe auf jeden Fall nicht besonders Hilfreich und nen Sarg oder irgendwelche Extrawünsche konnte er sich in die Haare schmieren, auch wenn das seine nette Frisur zu Nichte machen würde, ach ich vergaß, das war sie ja schon so wie da kleine Äste in den Haaren hingen. Klar war ein Sarg da praktischer wenn wir in der Sonne verweilten, hatten nicht umsonst große Glaswände in Sonnenrichtung. Er kam einfach nicht aus dem Keller heraus, punktum. Zumindest ab dem Zeitpunkt da man den Keller wieder nutzen konnte.

Überhaupt wofür brauchte man überhaupt 12 Abschlüsse wenn man sowieso nur mit anderen gelangweilten Blutsaugern herumhing? Machten sie ihre Bälle und prunkvollen Feste und diskutierten über Karl Marx oder darüber ob Nichts alles oder Alles nichts war, wie Stühle aussähen wenn man die Kniescheiben hinten hätte? Oh bitte, das klang so unglaublich langweilig das ich gar nicht darüber nachdenken wollte.
Natürlich wussten wir wer Napoleon war, jeder der wollte hatte eine ordentliche Ausbildung, einige Sachen waren vorausgesetzt und man sagte Wölfen doch eigentlich eine gewisse Intelligenz nach, hatte es wohl nicht so mit Tierkunde der Gute, kein Wunder wenn man sich lieber im Keller versteckte und Bücher las. Mit ein wenig der Sonne aussetzen war auch einer ne Hand oder so gemeint, der Gute würde ja nicht komplett Feuer fangen sobald er auch nur eine seiner geliebten Haarsträhnen der Sonne aussetzte, wobei… wenn wir ihm die Haare abschnitten und ihm eine ordentliche Frisur verpassten? Die Kinder würden es lieben. Etwas das mich amüsierte, denn Kinder gab es in unserer Kolonie noch nicht, die die geboren waren befanden sich im Moment bei meinem Vater und Großvater im Rudel wo sie wirklich geschützt waren und nicht erst im Aufbau wie hier. Wir mussten noch einige Sachen umbauen, deswegen war der Keller auch gerade nicht in Betrieb sondern im Bauzustand. Verhören keine Ahnung, wir befanden uns nicht im Krieg, Mann. Oder eher Weibsbild. Und schon gar nicht hatte ich bisher mit Vampiren zu tun gehabt, blieb noch offen wie wir jetzt weiter handeln würden, so oder so aber schützten wir erstmal das Gebiet und dann konnten wir weiter sehen. Blond, weiß was auch immer, Vampirella war halt schon `ne alte Lady da konnte man nichts machen. Überhaupt schien sie in den Wechseljahren zu sein, erst lächeln dann schnurren, dann knurren, meine Güte. „Keine Sorge, für dich reicht es grad noch.“, schnaubte ich und starrte ihn angeekelt an als er mich anspuckte. „Sehr zivilisiert, Vampirella, sehr zivilisiert.“ Wischte mir mit dem Handrücken das Blut aus dem Gesicht und funkelte ihn an, der musste echt eine Frau sein so wie er sich benahm als hätte er seine Tage. Und was in dem Koffer war interessierte mich wirklich, konnte alles sein, nur weil Milch drauf stand musste ja nicht Milch drin sein oder? „Mach den Koffer auf.“, ignorierte ich seinen Einwand und das demonstrative Lecken der Eckzähne. Hatte keine Lust das er Waffen oder Bomben oder sonst was hier reinschleppte, vielleicht hatte er auch sein Silberbesteck dabei, wer wusste das schon? Mit Silber hatte ich oft genug Erfahrung gemacht, die große Narbe auf meinem Rücken zeigte deutlich das ich schon genug davon geschmeckt hatte. Eine unschöne Begegnung mit einem Jäger in jungen Jahren, ich war nur neugierig gewesen und hatte ja gar nicht vorgehabt seine Tochter zu vernaschen oder zu fressen oder was auch immer, als ob ich auf Frauen stehen würde. Was damals passiert war danach wusste ich nicht wirklich, nur das ich mich zurück in einen Menschen verwandelt hatte und dann nichts mehr. „Wenn da auch nur ein Teil drin ist das meinem Rudel schaden könnte werde ich dich höchstpersönlich in die Sonne schleppen.“, knurrte ich ihn an und schüttelte den Kopf als Dave mir etwas bedeutete. Nein, er sollte sich nicht drum kümmern, das machte ich schon. „Er kommt hoch.“ In mein Zimmer wo ich ihn im Blick hatte. „Dann rufen wir die Ältesten an sobald alles gesichert ist damit sie sich um ihn kümmern.“ Sie würden ihn wahrscheinlich foltern und umbringen. Er war ein Sicherheitsrisiko und ich wollte mein Rudel keinem aussetzen.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Fr Mai 29, 2015 8:46 pm

Ich war nun mal auch perfekt und wusste dass die wenigsten Leute damit zurecht kamen, aber das hinderte mich nicht daran es ihnen möglichst ausdauernd und nervtötend unter die Nase zu reiben, auf dass sie es bereuten mich angerührt zu haben – naja, auch wenn ich mehr oder minder freiwillig hier war – wenn ich die Wahl hätte wäre ich natürlich woanders, doch welche andere Rasse war einem Vampir a) gewachsen und b) konnte Blutsauger in dem Maße nicht ab, dass es nicht zu friedlicher Aussprache kommen würde. Keller klang gut, da konnte ich dann auch Ordnung halten, oder? Musste natürlich trotzdem ein Sarg rein, war einfach sicherer.

Hey, die vielen Kriege des zerrütteten Europas und später der neuen Welt hatte n durchaus Spaß gemacht, wenn ich denn mitmischen durfte und nicht in sogenannter Sicherheit weggesperrt blieb, letztlich aber hatte ich doch viel mitbekommen. Mit Wölfen hatte ich mich aber lediglich in dem Ausmaß beschäftigt, zu wissen wie ihre psychologische und hierarchische Grundstruktur war und wie man sie tötete natürlich. Umgekehrt aber genügte schon eine Hand in der Sonne vermutlich aus, um mich zu töten, gerade in geschwächtem Zustand, es war nicht so dass es nur das betraf, was in der Sonne war, nahmen wir ruhig der Hand, sie würde zu Staub zerfallen und nicht wieder nachwachsen – und die Wirkung sich ausbreiten, nach und nach den Arm zerfressen und der Schmerz sollte bisher noch jeden Vampir um den Verstand gebracht haben. Und zwar nicht in den Zustand wo man sang wie ein Vögelchen, sondern nur noch um den Tod bettelte, den Endgültigen. Auch Kleidung schützte nicht vor Sonne, war nur durchlässiger Stoff.
Oh gut, keine Kinder hier, mit denen wäre ich völlig überfordert, kam ja nicht mal mit erwachsenen Lebenden zurecht, das hatte nur zu Kriegszeiten gut funktioniert wo eine Leiche mehr oder weniger nicht aufgefallen war. Pf, zivilisiert, um des lieben Friedens willen sprach ich keine Drohung aus was passieren würde, hätte ich beide Arme und meine Kraft zur Verfügung, ich hätte ihn zivilisiert durch den Rachen greifend am Hintern kitzeln können wenn erdas zivilisierter fand.
„Sagte der nackte Köter.“, erwiderte ich nun wieder schnurrend, „Und wie, du Intelligenzbestie?“
Ich hatte nur einen Arm freigekriegt, der Zweite und Koffer waren mir fest um den Körper geschnürt und hätte den Kofferinhalt tatsächlich selbst gezeigt, war ja nichts gefährliches – nur anfassen lassen würd ich meine Geige niemanden – Waffe, pff, ich brauchte keine außer mir selbst. Hundi hatte jetzt erst mal ein paar neue Kratzer, auch ohne Silber, das ich bewusst nicht bei mir trug obwohl es gut zu meinen Haaren und dem königsblau passte – denn letztlich war ich hier, um zu bleiben. Ergo hatte ich auch wirklich nichts dabei was irgendwie gefährlich werden könnte, nichts um jemanden zu kontaktieren, keinen Sender, nicht mal Wäsche zum wechseln. Seine Drohung prallte aber an mir ab, weniger aber irgendwelche Älteste denen ich vielleicht eventuell irgendwann mal schon auf die Füße getreten war und die – so wie ich – die Kriege kannten. Andererseits … hatte ich auch nichts mehr zu verlieren außer meinem untoten Dasein, schmunzelte Müde.
„Erbärmlich.“, kommentierte ich, „Ein Alpha, der wegen eines einzelnen, halb gelähmten Vampirs mit einem Geigenkoffer um Hilfe jault? Ich sagte bereits, hätte ich Schaden anrichten wollen sähe nicht nur deine Visage so schön aus – bind mich gern los, dann zeige ich dir dass in diesem Koffer nichts weiter ist als das, was in diesen Koffer gehört.“
Foltern, huh? Nun, wann wäre das letzte Mal gewesen dass ein Vampir sich oder Kameraden verraten hätte? Ich war ein zerbrechliches, fragiles (mörderisches) Etwas, diese ungehobelten Viecher würden nichts außer meinem endgültigen Tod erreichen und damit nicht mal mehr ein Druckmittel haben gegen die anscheinend erwartete Vampirarmee in diesem unbekannten, recht neuen Gebiet hier. Lächerlich.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 12:04 am

Jaja er war perfekt, alles klar war also doch ne Vampirella so sehr wie er auf sein Image fixiert war. Mir konnte er noch so oft unter die Nase reiben das er perfekt war, als Vampir war er schon deswegen nicht mehr perfekt weil er nicht atmete, nicht lebte. Er hatte keinen Puls, das ist doch sicher freakig für seine Bettpartner, wenn man kuschelt und nur dem Herzschlag zuhören möchte und einfach nichts, rein gar nichts hört! Da fehlte einem doch was oder nicht?
Nachdem er hier einerseits Zuflucht suchte und andererseits rumheulte wie schwach wir waren und wie stark er doch war, würde ich mich wirklich fragen warum er gerade zu uns kam. Wenn wir in seinen Augen nicht mal ihm Paroli bieten könnten und nur mit sehr herben Verlusten als Sieger dran stehen würden, wenn überhaupt da ja Prinzessin Vampirella so viel stärker, besser und erhabener war. Keller war aus. Der war die nächsten Wochen noch in Bearbeitung wäre aber sicher irgendwann fertig, fraglich nur ob der Blutsauger so lange bleiben würde.

Kriege waren mir eigentlich erspart geblieben, ich war jung und Werwölfe wurden einfach nicht so alt wie Vampire, die wenigsten starben sowieso an Altersschwäche, kannte niemanden der so gestorben war und wussten daher nicht wie alt ein Werwolf wirklich werden konnte. Trotzdem nicht so alt wie ein Vampir, da war ich mir fast sicher.
Von Vampiren wusste ich auch nicht wirklich was, nur das was man den Kindern eben erzählte wenn sie aufwuchsen, wie gesagt einen echten hatte ich noch nie gesehen und war auch durchaus spannend, wenn dieser brav wäre. Würde mir ja erzählen können was Sonne wirklich machte, denn ich war wirklich der Meinung das es halt etwas brennen würde, mehr aber auch nicht. Konnte ja nicht ahnen dass derjenige bei nem Fitzelchen Sonne gleich vor Agonie zu Grunde ging. Wahrscheinlich hatte die Zeit des Friedens uns nachlässig gemacht, wir waren in einer Zeit geboren in der es nicht mehr so viele offensichtliche Kriege gab und die wenigsten zogen noch mit Schwertern in den Kampf, viele von uns hatten Grundkenntnisse in Schußwaffen, aber meist weil es uns faszinierte und nicht weil wir es machen mussten.
Nein, Kinder gab es hier nicht, war auch besser so für alle Anwesenden, wir waren ein junge Rudel da war noch anderes im Vordergrund als die Ergebnisse der Vermehrung. Davon abgesehen waren viele hier nur am eigenen Geschlecht interessiert, was uns dahingehend besonders machte weil es in unserer Gesellschaft einerseits akzeptiert war, andererseits trotzdem schräg angesehen wenn man dann mitten in der Öffentlichkeit kopulierte. Ich presste die Zähne aufeinander dass ich es selbst knirschen hören konnte, spürte wie sich mein Gesicht versteifte, beruhigen. Wenn wir für eines bekannt waren dann für unsere Ungeduld, unsere wechselnden Gemüter gerade in jungen Jahren. Für einen kurzen Moment schwankte ich was ich tun sollte, ehe ich ihm einen warnenden Blick zuwarf und ihn angespannt losband, den Körper jedoch festhielt. „Keine Spielchen.“, knurrte ich ihn an, die Augen zu Schlitzen verengt. „Der Einzige der hier Spielchen spielt bist du Vampirella. Ich weiß nicht was du hier suchst oder vorhast, aber wenn es meinem Rudel schadet reiße ich dir eigenhändig den hübschen Kopf ab.“
Wobei ich keine Ahnung hatte was dieser konnte, überhaupt schien es seltsam, mein Gesicht fühlte sich nicht so an als würde es heilen, es blutete immer noch und versperrte mir auf dem rechten Auge die Sicht. Mochte ja sein das Vampire sowas wie Familienbande nicht kannte, aber… mir waren sie wichtig. Mein Rudel war mittlerweile verschwunden, die Türen geschlossen, gab einen kurzen Telepathischen Austausch und auch wenn sie es nicht leiden konnte ausgesperrt zu werden vertrauten sie mir. Sollte er irgendwas Dummes planen würden sie das Haus auch eigenhändig anzünden.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 2:11 am

Wieso Vampirella, jeder Vampir den ich kannte war der festen Meinung perfekt zu sein, traf aber nur bei den wenigsten auch zu, bei mir aber definitiv – und weibliche Vampire waren weit schlimmer als ich. Ich war perfekt und in dieser Perfektion eingefroren, die Zeit konnte es mir nicht mehr wegnehmen und abgesehen von der Kälte, die gerade im Winter auch mal unerträglich wurde, war doch alles okay. Umgekehrt war ein anderer warmer Körper für mich sehr ungewohnt, ein Herzschlag so nah sicher irritierend.
Zugegeben, ich hatte einen älteren Alpha erwartet, und ich wollte auch keine Armee die mich aufs Blut verteidigte – nur würde mich hier niemals jemand suchen der mich auch nur im entferntesten zu kennen glaubte und wenn man mich doch fand, würden die Wölfe ja dennoch ihr Revier verteidigen – was mir einen Vorsprung verschaffen würde. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich hier, vor dem was mir nachkam konnte mich eh nichts beschützen; ging ums verstecken und Kanonenfutter zu haben. Ich würde ja nicht fliehen wenn der Kampf für mich zu meistern wäre.

Huh, der älteste Wolf der mir begegnet war, schwer zu sagen, man fragte ja nicht vorher nach dem Namen ehe man sich die Schädel einschlug. Die offenen Kriege mochten vorbei sein, basierend auf lockerem Friedensschluss, dennoch krachte es wenn man sich begegnete, ging man sich aus dem Weg und nichts wurde noch vermittelt außer den idealen Tötungsmethoden – und das nicht mal richtig, siehe Sonne. Sogar das Wissen um Wolfsbane war verloren, auch wenn ich es von früher noch kannte – aber auch nur vom Hörensagen, denn testend unter die Nase gerieben hatte man es mir natürlich nicht. Aber Sonne … ebenso wenig würde ein Wolf eine Vergiftung mit Silber überstehen ohne vor Schmerz durchzudrehen. Ausprobiert hatte ich das allerdings noch nicht.
Eigenes Geschlecht? Sehr gut, mit Kindern oder Jünglingen konnte ich wirklich nichts anfangen, und dass Wölfe nichts als Vögeln im Kopf hatten, joa, wurde mir bereits bewiesen. Umso besser dass die restlichen Störfaktoren verschwanden, und meine Forderung schien dem Alpha sauer aufzustoßen so wie sein Kiefer mahlte, das verkratzte Gesicht sich verzog, wartete reglos ab, noch immer ziemlich fertig durch dieses Halsband – aber von diesem Wankelmut konnte ich durchaus profitieren. Keine Spielchen … das alles war nur ein Spiel bei dem ich versuchte noch irgendwie zu gewinnen – was hieß am Leben zu bleiben oder dem was noch übrig war. Aber aktiv schaden, nein, wollte ich eigentlich nicht, wäre ja ebenfalls wenig hilfreich, und das Gesicht des Burschen, nun ja … Kollateralschaden. Aber gegen das Halsband hatte ich eben entschieden was einzuwenden gehabt, jeder hätte sich gewehrt, aber sonst war ich brav gewesen, meines Erachtens nach.
„Keine Sorge.“, erwiderte ich, auch wenn er mir wohl eh nicht glaubte, und spürte dann sie sich die Bänder um meinen Leib lösten. Ah, das tat gut, trotz der penetranten Schwäche regte ich mich kurz und streckte mich, ohne mich an der Last auf mir stören zu lassen – und es passierte nichts weiter. Ich wollte ihn ja auch nicht anfallen, von daher gab es auch keinen Grund dazu. Ich sagte nichts, sondern drehte meinen Koffer, öffnete ihn und hob den Deckel an, so dass er sehen konnte, dass wirklich nur eine Violine darin war, der Bogen sowie Pflege- und Stimmmittel, nicht mehr und nicht weniger. Ich würde ihn sofort zuschlagen und den Koffer wegziehen, sollte der Wolf auch nur danach greifen, schloss den Koffer aber auch so dann nach einigen Momenten wieder.
„Zufrieden?“, fragte ich, nahm den Koffer wieder in die Arme, „Oder steht noch eine Leibesvisitation an, ob ich auch keinen Zahnstocher dabei habe?“
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 2:57 am

Vampire schienen also alle ein strotzendes Selbstbewusstsein zu haben und ja er war perfekt, war ja schon abgespeichert, müsste jetzt nur noch an mich verklickert werden sodass ich das auch noch glaubte und dann wäre die Sache ja gegessen. Zumindest solange niemand erwartete, dass ich einen Altar aufbaute um ihm zu huldigen. Oder für ihn meinen Herzschlag hergeben, nein danke. Hm, ältere Alphas gabs schon aber wir waren auf diesem Gebiet neu, hatten es von meinem Vater geschenkt bekommen zu meiner Volljährigkeit damals und ich hatte es genutzt um das zu machen was ich wollte, ein kleines eigenes Rudel damit sich jeder von uns der wollte erstmal die Hörner abschlug und dann wenn wir alle wollten würden wir es aufs nächste Level bringen, Familien gründen, das Rudel vergrößern. Nett das gerade mein Rudel also als Kanonenfutter dienen sollte, mit den kommenden Vampirhorden lag ich also gar nicht mal so falsch und würde also nicht nur ausgelacht werden können von ihm, umso besser wenn es wirklich Vampire waren die ihn verfolgten und gegen diese gesichert wurde.

War ja egal wie alt wir wirklich werden konnten es war fast schon eine Schande an Altersschwäche zu sterben, wir waren rauflustig und es kam zu Unfällen, viele von uns gingen auch zur Armee, egal welcher und kämpften im Feld. Wir waren geboren um zu kämpfen wo Vampire scheinbar zum hübsch und perfekt aussehen geboren (gestorben) worden waren. Eh, Wolfsbane? Hatten wir genügend rund ums Haus, wir benutzten es für allerlei Sachen, machten es teils sogar in unseren Wein, in unsere Speisen, ins Badewasser und zu Hochzeiten machten wir es auch als Brautstrauß und in die Haare der betreffenden. Natürlich hatten wir keine Hochzeit wie man es bei Christen machte, sondern Bindungsrituale. Ja, eigenes Geschlecht gerade mal drei unserer Paare hier waren hetero und würden wohl auch zusammen bleiben waren uns gefolgt weil sie Freunde waren, ein wenig älter auch und wohl auch von meinem Vater geschickt um auf uns aufzupassen, auch wenn ich stärker war als sie.
Das Halsband schien ihm wirklich zu schaffen zu machen, zumindest schob ich es auf das Halsband das er leicht schwankte und immer noch nicht sonderlich glücklich wirkte, wobei er ja auch ein Gefangener war und kein Gast, umso erstaunter war ich als er sich nicht wehrte sondern einfach losbinden ließ und dann den Koffer öffnete, trat einen Schritt näher und starrte in den Geigenkasten. Er hatte nicht gelogen. Für einen kurzen Moment war ich gewillt die Hand aus zu strecken, sie über das Samt gleiten zu lassen, nicht das Musikinstrument meine Mutter war da immer sehr eigen gewesen und so wie er den Kasten gleich wieder zuschlug und an seine Brust drückte musste er ihm ebenso wichtig sein wie er es ihr damals gewesen war. „Das ist eine hübsche Violine.“, sagte ich leise, strich mir mit der Hand durchs Gesicht und zuckte leicht zusammen, scheiße das tat weh. Und es heilte immer noch nicht, was seltsam war. Beinahe verwirrt starrte ich meine Hand an und schüttelte leicht den Kopf, musste dann aber grinsen. „Zahnstocher? Na wenn du der Sache Namen gibst…“, lachte ich leise, auch wenn er das sicher nicht gemeint hatte. „Also, was willst du hier. Wenn du nicht hier bist um Schaden anzurichten warum dann?“ Er könnte es ja mal mit der Wahrheit versuchen, würde mich zwar verwirren wenn er sagte dass er Asyl beantragte, aber er interessierte mich, sah auch gar nicht unansehnlich aus. „Und warum heilen die Kratzer nicht?“
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 4:05 am

Nun ohne Selbstvertrauen hatte man unter anderen Vampiren auch keine Chance, auch hier gab es - wenn auch deutlich striktere und unfamiliäre – Hierarchien, die sich nach Alter, Macht und Skrupellosigkeit richtete, oder wer der eigene Schöpfer und Vormund war. Ich wusste ja dass es schwer war, zu akzeptieren dass ich wirklich phänomenal war, aber ich erwartete das auch nicht bei einem Wolf, die kapierten das gar nicht und hatten es auch jahrhundertelang nicht. Die Gruppe hier war jung, dem Geruch nach kaum was dabei was mir auch im Alleingang gefährlich werden könnte, und umso weniger würde man hier nach mir suchen. Ich kannte diese Gruppe nicht, aber sie genügte für meine Zwecke, ganze Horden aber waren nicht zu erwarten. Einer, vielleicht zwei. Aber das reichte schon und war auch tatsächlich nicht zum lachen.

Jup, Wölfe krepierten bevorzugt bei sinnlosen Auseinandersetzungen und das möglichst früh, aber Vampire waren da weniger hitzig, erholten sich von fast allem, die Schwäche war eben die Sonne. Ich wusste nicht mehr genau wie Wolfsbane aussah, zumal es regional Unterscheidungen gab und außerdem hatte ich auch nicht viel Zeit im Garten verbracht, es also nicht gemerkt. Bindungsrituale … gab es so ähnlich bei Vampiren, eine Hochzeit fand eigentlich dadurch statt, dass Blut ausgetauscht wurde, eine Bindung für immer – normalerweise trank man untereinander nicht, denn ein Vampir konnte einen Vampir nicht mit Lebensenergie nähren, er hatte selber keine.
Natürlich machte es mir zu schaffen, mehr als da, gerade weil es unbekannt war wirkte es sich stark aus, würde sich nur Gering mit der Gewöhnung verbessern. Aber ich hatte mich so weit gefangen, dass ich den Koffer öffnen konnte und ihm zeigte, auch passte es mir gar nicht wie er guckte als wolle er gleich anfassen, nicht mal den Samt, nix da. Ich hatte ausnahmsweise nicht gelogen, nein, hob leicht die Augenbraue weil ich nicht wusste, inwiefern seine Aussage zynisch gemeint war oder ernst, und musterte dann das schmerzverzerrte Gesicht, natürlich heilte das nicht. Ich rollte mit den Augen, jaja, wer war hier unzivilisiert und hatte anscheinend nur Sex im Kopf? Ich hatte nicht vor, seine Frage zu beantworten, und stieg daher sofort darauf ein, dass er eine zweite Frage stellte.
„Weißt du das nicht?“, fragte ich und legte den Koffer neben mir hin, war ja sonst niemand da, setzte mich langsam und vorsichtig auf, „Ich kann das beschleunigen, wenn du willst, komm näher.“
Ich machte eine auffordernde Geste mit der Hand, würde aber weder nach ihm greifen und ihn einfach heranziehen noch irgendwas anderes, hatte mich absichtlich auch nur langsam aufgesetzt, nicht dass er es noch als Angriff wertete. Die ersten Startschwierigkeiten waren überwunden, jetzt musste ich ihnm nur um den Finger wickeln und konnte durchaus die Heilung von eigens zugefügten Wunden beschleunigen … wenn er mich ließ.

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Selena

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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 3:18 pm

Es war nicht so als hätten wir Wölfe kein Selbstvertrauen das durfte er nun auch nicht denken, wir zeigten es nur anders, benahmen uns anders als die Vampire. Überhaupt schienen wir komplett gegensätzlich zu sein, etwas das gleichzeitig verwirrend und anziehend war, wer hätte gedacht das es da so viele Unterschiede gab und ich war schon immer ein sehr neugieriger Wolf gewesen. Neugieriger als es für mich gut war zumeist. Kein Wunder das mein Vater es so ausgespielt hatte das ich ein eigenes Rudel gründete, er wollte das ich erstmal so versuchte ehe ich später seines übernahm, die beiden Rudel zusammenführte, so konnte ich lernen und Fehler machen ohne das es größere Auswirkungen hatte. Ein oder zwei Vampire die hier eindrangen waren schlimm genug, wussten immer noch nicht zu was sie wirklich im Stande waren, aber kampflos würden wir uns sicher nicht ergeben, wobei es schon etwas gegen sie geben musste, konnte ja nicht sein das wir Wölfe so lange überlebt hatten wenn ein einzelner Vampir ein Rudel von über 30 Wölfen ausschalten konnte.

Erholen taten wir uns auch, normalerweise heilten unsere Wunden recht schnell und mit den Pflanzen die da draußen im Garten waren konnte man auch das ein oder andere Heilmittel herstellen. Es waren also wirklich die Kämpfe die das Ganze kürzer hielten, war aber auch wichtig da wir uns doch recht schnell vermehrten das lag in unserer Natur noch aus Urzeiten. Tjaja also kein Studium in Botanik da wäre ich aber enttäuscht, wobei ich das auch alles nicht mitbekommen hatte in meinen Studienfächern Geographie war einfach weit gefächert und Experimentelle Physik hatte auch weniger mit einzelnen besonderen Pflanzenarten zu tun, wobei es natürlich drauf ankam. Wie auch immer, ich wusste nicht was es für einen Effekt hatte auch wenn ich es sicher irgendwann herausfinden würde sollte Vampirella länger hier verweilen. Niedlich, sie tauschten also Blut aus das nicht ihr eigenes war und waren damit für immer in alle Ewigkeit aneinander gebunden? Ob Vampirella sowas wohl machen würde immerhin gab es sicher niemanden der genauso perfekt war wie er. Ich für meinen Teil von mir wurde erwartet irgendwann einmal eine Bindung einzugehen, natürlich war klar dass ich diese Person nicht auf ewig lieben könnte, alleine weil ich nicht auf Frauen stand aber eine gewisse Zeit würden wir beieinander bleiben, wenn auch dem jeweils anderen erlauben sich einen Lebenspartner zu suchen. Außer es würde jemand den Platz meines Vaters beanspruchen wollen und ihn töten, das war natürlich auch im Bereich des Möglichen dann wäre dieser an der Macht, jedoch würde es dafür sorgen das ich ihn wiederum töten müsste, ein Teufelskreis. Glücklicherweise kam sowas selten vor und mein Vater war beliebt in seinem Rudel, führte es schon seit er so alt war wie ich und würde es auch noch eine Weile länger führen. Hoffte ich zumindest.
Gut ich nahm meine Finger ja schon weg kein Grund so böse zu schauen Blondchen, konnte ja auch brav die Pfoten bei mir lassen ohne das ich etwas anfasste, würde ich halt irgendwann anders machen, wobei das voraussetzen würde das wir ihn hier behielten. Er rolte die Augen und schaute seltsam drein, ehe er mich herlockte was dafür sorgte das ich die Augen zusammen kniff, hatte er etwas vor? Jedoch nahm er eine entwaffnende Haltung ein, legte sogar seinen Koffer ab und versprach das er es schneller heilen lassen konnte, huh woher sollte ich das denn wissen? „Vampire habe ich noch nicht studiert.“, brachte ich heraus, ehe ich mich langsam auf ihn zubewegte, wann war ich so weit von ihm zurückgewichen, ah… als er mich so böse angestarrt hatte mit seinem Instrument. Ich begab mich auch auf den Boden, kniete mich hin, zumindest auf ein Knie immer bereit aufzuspringen oder mich zu verteidigen, je nachdem was er vorhatte.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 9:54 pm

Nene klar, ich wusste von der wüsten Arroganz der Wölfe die teilweise mit der meiner Artgenossen konkurrieren konnte, aber irgendwie eher unbegründet schien. Nur die Art des Vertrauens war anders, weniger selbstbezogen sondern eher auf ihre Gruppendynamik oder was das sein sollte, denn auch wenn ich verdammt alt war, im Vergleich zu diesen Tieren, verstand ich nicht gerade alles davon oder allzu viel, das meiste war lange her. Und friedlich miteinander beschäftigen war … nein. Das hier war also auch für mich Premiere und vermutlich nur so, weil ich auch nicht auf Krawall aus war, allerdings hatte ich auch nicht gedacht dass es nur so wenig Offensive von der anderen Seite geben würde. Konnte ich nicht beurteilen ob es immer so bei Wölfen war, oder nur an meinem blutenden Gegenüber lag, ansonsten aber? Keine Ahnung. Oh, ein, zwei normale Vampire wären kein Ding für ein Rudel dieser Größe, sah man ja an mir, ich hätte zwar durchaus einige verletzen können oder töten, aber es waren schlichtweg zu viele. Der handelsübliche Vampir war eben zahlenmäßig immer unterlegen, es gab keine riesigen Gruppen von uns und auf jeden Vampir kamen zwanzig bis dreißig Wölfe – nur würde ich vor einem normalen Vampir nicht fliehen, vor dem wäre ich hier tatsächlich bombensicher oder könnte es allein klären. Aber dem war nicht so, und ich wusste auch nicht wie viele Wölfe es bräuchte um damit klarzukommen.

Nein, kein Botanikstudium, wäre ja auch bescheuert nicht tagsüber auf Blumenwiesen gehen zu können und war auch nicht das wichtigste was ich jetzt angepeilt hatte, Literatur, Musikwissenschaften, Chemie, Medizin, sowas hatte ich erledigt. Aber es schien ihn zu wundern dass es nicht heilte, wusste ich nicht ob Wolfsbane da überhaupt helfen könnte, wäre aber möglich da es ja durchaus auf Vampire wirkte, nur ausprobieren würde ich es bestimmt nicht. Och, wenn es wen gab der meinen Ansprüchen entsprach und umgekehrt, wieso dann nicht auf ewig binden? Passiert war es bisher aber nicht wie man sah, und auch nicht in Aussicht, ich musste mich nur um mich selbst kümmern und war nicht mehr imstande so was wie wirkliche Zuneigung zu empfinden. Jahrhunderte her, die Selbstbezogenheit wunderte sicher nicht, mich zumindest weniger.
Oh und die Geige natürlich, die würde ich niemanden anfassen lassen der es nicht verdiente, und schon gar niemanden bei dem ich fürchten müsste er würde auch nur den kleinsten Kratzer hinterlassen. Rechnete ich dem Wolf aber an dass er dann nicht nervte, nicht danach griff oder forderte weiter schnüffeln zu dürfen, konnte ja ne getarnte Bombe sein die man nicht roch, oder so. Es war aber tatsächlich interessant, dass er scheinbar nicht mal zögerte heranzukommen, war gar gewichen wegen meines bösen Blicks, schlug die Manipulation doch an? Ein leises Schmunzeln huschte über meine Wangen, auch ich schien weniger Plan von Wölfen zu haben als ich gedacht hatte.
„Keine Angst, ich tu dir schon nicht weh.“, schnurrte ich sanft und bewegte mich weiterhin sehr ruhig, langsam um Aggression zu vermeiden und auch keine zu vermitteln, legte meine Hand in seinen Nacken und sah ihn doch einige Momente nur an, „Ich bin bereits tot und das, was mich am leben hält, schadet allem was in einen fremden Körper dringt. Es würde auch nicht heilen, würde ich beißen. Aber … “
Ich biss mir auf die Zunge, oder eher fast durch, was ja dank der Fangzähne leicht war und auch nicht so schnell heilen würde als wenn mich ein anderes Wesen verletzte. Dann näherte ich mich ihm, leckte langsam über die blutenden Wunden, nicht um sie zu säubern sondern mein eigenes, heilend wirkendes Blut verteilte und dann das Blut von dem Wolf zur Seite spuckte, ich wollte es nicht schlucken, biss nochmal und machte die verbleibenden Kratzer sauber, die sich jetzt schneller schließen und bald auch nicht mehr schmerzen dürften.
„ … das Heilmittel habe ich bei mir.“
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   Sa Mai 30, 2015 11:09 pm

Eh, wir waren gar nicht Arrogant, total liebe knuddelige Schmusewölfe, ehrlich. Wobei das mit dem Knuddeln und Schmusen sogar stimmte, wir machten viel über Körperkontakt das war uns wichtig und würden wir auch weiterhin so halten, brauchten wir einfach dazu gehörte auch sich zu beschnuppern und teilweise sich zu küssen oder am Hals zu lecken. Seltsam für Außenstehende, aber für uns vollkommen normal, eher unnormal wenn jemand keinen Kontakt suchte. Hm, nein lag wahrscheinlich eher an mir und meiner Neugierde das der Kleine noch hier war und halbwegs unbeschadet jeder andere Alpha hätte ihn wahrscheinlich töten lassen. So aber war er mir ausgeliefert und ich war neugierig, wollte mehr über diese Rasse erfahren und das von jemandem der lebte nicht aus Büchern, war doch viel interessanter. Manche Fragen würde es sicher auch nicht in Büchern beantwortet geben, schon alleine deswegen war es nett mit jemandem zu reden. Hm, also kein normaler Vampir der da hinter ihm her war sondern irgendwas anderes ja? Wäre besser Bescheid zu wissen, vielleicht konnte man ja auch was machen, aber gut wenn er den Mund nicht aufmachte was er hier überhaupt wollte konnte man nichts machen.

Wäre auch sicher ein lustiges Bild gewesen wie der Weißhaarige über eine Blumenwiese tänzelnd irgendwelche Blütenblätter abzupfte um diese dann zu pressen. Literatur klang interessant, auch wenn ich eher dazu neigte mir Sachen anzusehen oder sie zu erleben und nicht alles immer nach zu lesen. Chemie und Medizin waren auch interessant, aber es würde mir so nichts bringen, wobei ich schon mit Chemie geliebäugelt hatte dann mich jedoch für Biologie entschied um dieses in einem Fernstudium zu erlernen, schön dass es heutzutage nicht nur Bücher im Überfluss gab sondern auch Internet. Herrlich! Konnte mir gar nicht vorstellen wie man damals überlebt hatte ohne das Wunderwerk der Technik.
Dort konnte man übrigens auch Partner finden wenn er denn wen suchte, denn die Unendlichkeit alleine zu verbringen war ja nicht wirklich toll und zu zweit hatte man mehr Chancen auch wenn man verfolgt wurde. Aber ich konnte es mir auch gar nicht vorstellen und ging da wohl eher von mir aus der das allein sein wirklich nicht abkonnte. Die Geige ließ ich in Ruhe weil ich wusste wie sehr meiner Mum an ihrer gelegen hatte und so wie der Mann sich benahm bedeutete sie ihm auf jeden Fall etwas und deswegen tat ich nichts, war ja auch unsinnig ihn wütend zu machen deswegen. Ne getarnte Bombe die ich nicht roch, also bitte. Eh ja die Manipulation schlug an, war nicht meine natürliche Neugierde und die Tatsache das man mich nicht so schnell von etwas wegbekam das ich erkunden wollte. Das Schmunzeln sah ich kam mir aber nicht Bösartig vor deswegen kam ich ja zu ihm. „Dann hättest du nicht kratzen dürfen.“, kommentierte ich trocken, schaute ihm aber in die dunklen Augen, huh, blau waren sie, faszinierend. Und er hatte so lange Wimpern das es kein Wunder war das ich ihn erstmal mit einer Frau verwechselt hatte. „Was willst du jetzt knutschen?“, fragte ich gerade als er sich zu mir beugte und mir über die Wunden leckte, ich roch Blut nicht nur meins und erstarrte, blinzelte. Eh, leckte er mich gerade ab? Das war irgendwie einerseits sexy andererseits versaute er das Ganze indem er zwischen durch auf den Boden spuckte. „Eh… willst du putzen oder was?“, fragte ich perplex, perplex was er da machte und dann warum er den Boden versaute, überhaupt ich stand ihm viel zu nahe und er roch interessant. Nämlich im Moment nur nach Dreck, nichts anderem, neugierig beugte ich mich vor und beschnupperte ihn, stupste mit meiner Nase an seinen Hals und zog mit der Hand ein wenig sein Oberteil zur Seite wollte mehr riechen, das hier ergab nämlich gar keinen Sinn. Vergessen seine Worte und dass das Brennen langsam aufhörte, mein Gesicht mir grade ganz egal. „Ich riech dich nicht.“, murmelte ich und blinzelte ihn an, stand viel zu dicht vor ihm, beugte mich dann runter und leckte nun meinerseits Blut weg, an seiner Unterlippe klebte nämlich welches.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   So Mai 31, 2015 1:10 am

Jaja, das Knuddeln hatte ich schon kennenlernen dürfen, war eher unangenehm und es wäre ebenso irritierend einfach doch normal bekuschelt zu werden, meine eigene Rasse war eher distanziert, kühl, eine Berührung etwas besonderes oder direkt anmaßend, weshalb ich das bei den Hunden nicht ganz verstehen würde und auch erst mal verwundert wäre. Aber letztlich machten es Hunde ja nicht anders, oder? Dass ich Glück gehabt hatte war mir klar, hatte es auch erfolgreich abgewendet dass andere Wölfe mit weniger Neugier und längerem Hass auf Vampire auf der Bildfläche erschienen, ich hatte mich eher selber ausgeliefert und war interessiert worauf das nun hinauslief. Die Neugier war nicht zu übersehen, und wenn ich hierblieb, würde auch ich mehr lernen was mir im Anschluss nützlich sein könnte. Letztlich war es sinnlos, vor etwas zu warnen, von dem ich hoffte dass es nie eintreten würde, und es wäre ungut wenn diese Wölfe sich anders verhielten, noch aufmerksamer waren, was dann auffiel und Misstrauen erweckte. Nene, das passte schon so.

Blütenblätter Pressen, herrje, nein, meine Aschewolke flog ja vielleicht über die Wiese, mehr aber auch nicht – wobei ich manchmal schon noch Sehnsucht bekam, nach Farben, der Wärme, dem Geruch von blühenden Blumen, die nachts ja schliefen. Seit der Fotografie und später Videos konnte ich mir es zwar ansehen, aber das war nicht das gleiche. Fernstudium, ja, gar keine schlechte Idee, wäre während meines Aufenthalts hier Abschluss Nummer 13 anzustreben. Nach dem Partner fürs Leben googeln kam aber nicht in Frage, was das anging war ich altmodisch, umgarnen und Annähern hatte persönlich zu erfolgen.
Respekt vor der Geige hätte ich jetzt nicht erwartet, fasste es aber positiv auf und ja, ich konnte regelrecht ausrasten was dieses uralte Stück anging – zumindest da war noch eine normale Reaktion eines Lebenden vorhanden.
„Du hättest das Halsband weglassen sollen, ich bin kein Köter.“, erwiderte ich, war ja nicht so als hätte ich angefangen. Auch ich fixierte die hellen Augen des neugierigen Hündchens, der absolut keine edlen Züge hatte, dafür welche die passend seiner Natur entsprachen. Nein, knutschen kam nicht in Frage, wollte nicht wissen ob nur Hundeschlabbern dabei herum kam und putzte dann die Wunden. Putzen, nein, das konnte er selber machen, ich hätte die Wunden auch lassen können was wohl langsam geheilt wäre und hässliche Narben zurückgelassen hatte, würden vielleicht trotzdem ein paar Spuren bleiben, aber nicht so gravierend – aber dass ich fremdes Blut schluckte das ich nicht wollte konnte er nicht erwarten und ein Taschentuch hatte ich nicht zur Hand und auch nicht angeboten bekommen. Ich antwortete ihm nicht, verteilte gewissenhaft mein Blut auf den selbst geschlagenen Wunden und natürlich wurden meine Mühen ignoriert.
Ich knurrte, als er unerlaubt näher kam, klar miefte ich zur Zeit schrecklich, aber einfach anfassen durfte er mich nicht – nicht dass es mich groß störte, aber ich sollte mich nicht zu friedfertig zeigen, schüttelte seine Hand von mir ab oder versuchte es zumindest, und dann ließ ich es mir nicht nehmen ihn zurecht zu weisen. Ich musste mich nun wirklich etwas etablieren auch wenn ich es im Kern gut fand, dass er mich putzen wollte, sammelte meine Kraft und scheuerte ihm eine.
„Was erlaubst du dir?!“, fauchte ich, konnte die Empörung sehr gut vortäuschen und zog meine Kleidung wieder zurecht, als hätte es mich tatsächlich gestört. Viel Kraft hatte ich nicht, hatte zwar geknallt, war aber kein brutaler Schlag oder so etwas und ebenfalls Absicht. Ich rutschte ein Stück von ihm weg, meinen Koffer mit mir weg bewegend. Mal sehen wie er nach erstem Erfolg auf Abweisung reagierte, aber ich hatte entschieden wann er herankommen durfte und verbot es ihm auch einfach wieder – ich war tot, natürlich hatte ich keinen eigenen Geruch mehr, nicht wirklich und wenn, dann war er nur sehr schwach und wohl von allem drumherum überlagert.
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BeitragThema: Re: Nate und Mave   So Mai 31, 2015 5:00 pm

Quatsch Knuddeln von Wölfen hatte er noch nicht kennen lernen dürfen, das machten wir nur mit Leuten die wir mochten oder die wir näher kennen lernen wollten. Insbesondere wenn es ein Vampir war gingen wir nicht gleich so auf Kuschelkurs wir waren immerhin Feinde oder nicht? Wenn man Tod war fühlte man wahrscheinlich nicht so wie wir, wir lebten und wir brauchten den Herzschlag der anderen, einfach damit wir uns nicht alleine fühlten und uns ja wohl fühlten. Wir waren nun Mal Rudeltiere und keine Einzelgänger, sollte er hier verweilen wollen musste er sich daran gewöhnen mal den ein oder anderen an sich hängen zu haben. Und sollte dem wirklich so sein würde er als Teil des Rudels akzeptiert egal was er war und damit beschützt werden.

Na also keine Blütenblätter pressen sondern lieber die Landschaft verstauben, kein Wunder das Vampire so wenig Spaß im Leben hatten wenn sie alles so altbacken ansahen. Hm, gut er konnte sie so nicht ansehen aber wir konnten ihm ja immer wieder mal nen Blumenstrauß kaufen an dem er schnüffeln könnte oder ein spezielles Gewächshaus bauen in dem einfach Tag und Nacht gedreht wurden, alles kein Problem. Aber dafür musste man es natürlich auch erstmal wissen und er uns wert genug sein um sowas für ihn zu machen. Fernstudium war super, wenn er also Biologie noch nachschieben wollte dann konnte er ja immer noch meine Unterlagen haben, würde noch ein bisschen brauchen bis ich fertig war aber die Hälfte hatte ich schon hinter mir. Und so ein hübsches Köpfchen wie Vampirella hätte sicher kein Problem nachzukommen, vor allem weil ich es wirklich langsam angingen ließ. Für Menschen immer noch recht schnell aber für unsere Arten einfach gemütlich. Huh, tja da hatte er wohl Glück das mir dieser Respekt eingebläut worden war, sonst hätte ich mir das nämlich wirklich näher betrachtet und mich damit befasst, sie auch rausgenommen und dabei wahrscheinlich vorher schon den Arm verloren oder zwei.
„Och, steht dir doch ganz gut.“, zwinkerte ich ihm trotzdem zu und ignorierte das mit dem Köter geflissentlich, „Es passt zu deinen Augen.“ Wohl wahr, es war nämlich dunkelblau und ich würde mich nicht trauen ihm zu sagen das ich keine Ahnung hatte wie man das verdammte Teil wieder abbekam, hatte mir den Verschluss nämlich noch gar nicht richtig angeschaut und einen Schlüssel hatte ich glaub ich nicht dazu. Och ich wäre ja wirklich beleidigt wenn ich hören würde dass er mich für keinen guten Küsser hielt und das wo er gerade deutlich zeigte was er mit seiner Zunge sonst so alles anstellte. Immerhin leckte er mir gerade das Gesicht sauber und verteilte alles aufm Boden, hätte ihm ja ein Taschentuch gegeben wenn er gefragt hätte. Oder wenn ich ansatzweise geahnt hät was er da vorhat. Es brannte trotzdem etwas, wenn es auch schnell besser wurde und bedanken würde ich mich dann schon noch bei ihm. Vorerst jedoch wollte ich ihn riechen, wollte wissen wie er roch, schmeckte, sich anfühlte. Seine Haut war wir Porzellan, weiß und kühl und so rein das es fast unmenschlich wirkte. Der Schlag tat nicht weh aber traf mich tief, holte mich aus meinen Gedanken heraus und ich blinzelte ihn erstmal verwirrt an ehe ich wieder grinste. „Das war aber ein Mädchenschlag Vampirella.“, neckte ich ihn und trat schnell einen Schritt zurück um noch ein bisschen mehr Abstand zwischen uns zu bringen. „Aber… tut mir leid das zu sagen deine Klamotten stinken.“ Rümpfte leicht die Nase dabei. „Was hältst du von nem ordentlichen Bad? Heißes Wasser und neue Klamotten? Nicht so fancy wie du da anhast, etwas moderner aber das kriegen wir schon hin.“ Zumindest musste ich mal schauen wo es neue Klamotten noch gab oder eben anrufen das man uns was mitbrachte.
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