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 Taima und Kirian

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Selena

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Di Mai 26, 2015 11:27 pm

Natürlich nicht, warum auch? Wusste ja auch das Ili das schätzte und es war nun Mal Wichtig es den Kindern beizubringen, war eh verwunderlich das es früher nicht für wichtig erachtet wurde und kam nur langsam mit unserer Generation ins Rollen. Ging mittlerweile alles recht fließend zwischen uns und wir verstanden uns auch ohne Worte, nicht so gut wie die Zwillinge, aber immerhin auf einer Ebene die andere nicht hatten. Ich tat was ich konnte um ihm zu helfen und bekam es gleichermaßen dafür gedankt, kein Grund also sich da also irgendwie hervorzutun. War wohl besser das wir tauschten, Ili kannte sich mit solchen Verletzungen besser aus, kam selten vor das eines der Monster im Wald seine Triebe an einem der Krieger auslebte und wenn dann waren das nur die Jagdtriebe aber keine der Fortpflanzung. Ich wurde ignoriert was das losbinden anging und konnte nicht anders als mich um Tai zu kümmern, diesem beruhigend den Kopf zu tätscheln, während ich mich gleichzeitig um meinen Mann sorgte, der jedoch alles in fester Hand hatte. Der Mann würde mich noch meine letzten Perlen kosten das war mir bewusst. Tai riss mich shcließlich aus meiner Beobachtung, indem er mich mit seinem Horn streichelte, musste lachen ob der intimen Berührung die jedoch für die Brüder irgendwie was anderes war, jeder Andere hätte sonst was von mir zu hören, beziehungsweise zu spüren bekommen. „Wenn du es schaffst mich im Armdrücken zu besiegen.“, erklärte ich ihm ernst, ehe ich mich zu ihm legte, ihn sanft in den Arm nahm. Was beim einen Bruder half, konnte dem Anderen nicht schaden, langsam fing ich an ihn zu kraulen, seinen Kopf zu streicheln und beruhigend zu murmeln, würde nicht mehr lange dauern da wäre er eingeschlafen. „Mach dir keine Sorgen, bald kannst du wieder rumrennen und dich einfangen lassen, aber diesmal sagst du bitte wo du hingehst und bringst niemanden mit ja?“ Ich konnte ihm keine genaue Angabe machen, das musste mein Kleiner entscheiden, dieser wusste wie schlimm oder nicht schlimm es stand.

Die Hand war weiterhin da, eine beruhigende Stimme die ich durch mein Schluchzen hindurch hörte, der Schmerz jedoch leider auch, zuckte leicht zusammen als mir jemand etwas an den Mund hielt, wollte erst die Lippen zusammenpressen, aber… wenn sie mich töten wollten nur zu, wäre ich wirklich dankbar drum. War wohl auch der Grund warum ich mich von der großen, warmen Hand dazu bringen ließ etwas zu trinken, mich leicht in die Berührung schmiegte, war irgendwie schön kühl die Hand, fühlte sich auch gut an, als könnte ich vertrauen. Irgendwas passierte jedenfalls mit mir, auch wenn es immer noch weh tat wurde ich irgendwie ruhiger, schaffte es durch das schluchzen das trotzdem nicht aufhörte ein wenig was zu sehen, der Mann da vor mir, ich hatte ihn schon Mal gesehen, nicht der der mir das angetan hatte. Nein… er war aber danach da gewesen. „Bitte… aufhören… tut so weh.“, versuchte ich ihn anzuflehen, die Stimme rau und schwach, aber das war mir egal. Ich wollte heim, hatte genug von dem Wald, ich wollte einfach nur einschlafen. Die schmerzen wurden langsam weniger, aber Schlaf kam nicht, dafür langte der Mann nach unten, unter die Decke, zwischen die Beine, was mich dazu brachte nach der Decke zu krallen und sie an mich zu ziehen, die Augen zusammenzupressen und zu versuchen das Schluchzen zu unterdrücken. Wenn ich mich tot stellte, vielleicht half das ja? Nicht gerade rational aber fürs Denken hatte ich gerade weder die Zeit noch die Verfassung.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Mi Mai 27, 2015 8:41 pm

Sie trugen alle ihren Teil bei, und keiner davon war weniger wichtig, Belial war wie das Mittelding zwischen den Zwillingen, der Geistheiler und Krieger vereinte und … letztlich war es ein tolles Gespann von dem Ilidan keinen Teil missen wollte und zu beiden einen sehr guten Draht hatte, zu Taima halt schon länger als zu Belial aber sie waren ja auch Geschwister. Das war gewiss nichts Selbstverständliches und Ilidan war dankbar für jeden noch so kleinen Moment, heilfroh beide wieder um sich zu haben. Er war auch eine große Hilfe, den Jungen da übernahm er aber lieber selbst, da es eher wenig helfen würde, wenn Belial den aufgerissenen Hintern da auch nur anfasste, im Gegenteil. Es drohte keine Gefahr von dem Kleinen, auch konnte er nicht weglaufen und es war dermaßen niedlich, dass er sich zu Ilidans Bruder legte – schade dass dieser es nicht wirklich mitbekam und sich um wen anders sorgte. Was sollte schon passieren? Der Kleine konnte ja nicht mal aufsitzen geschweige denn Rennen.
Er reagierte auch auf die Berührung des Schamanen, ließ sich zwar nicht ganz, aber schon ein gutes Stück beruhigen. Er schmiegte sich schwach an, nachdem er brav getrunken hatte, Ilidan war sich nicht sicher gewesen ob er das vertrug und hatte daher weniger Mittel verabreicht als Belial seinem Zwilling, der brauchte schon physisch mehr. Das Schluchzen wurde weniger, hörte aber nicht auf, sodass diese Rasse da wohl echt sehr empfindlich sein musste, Ilidan war auch kein Krieger, doch das … hm, machte es komplizierter, erschwerte auch die Behandlung durch Geistmagie.
Taima hatte Recht, die Laute dort waren dem Geistheiler fremd, aber er erahnte ihren Sinn, zischte beruhigend zwischen den Zähnen hervor und schob eine Hand unter dessen Kopf, er lag ja seitlich eingerollt, hatte aber kein Kissen. Vielleicht brauchte er auch was zum reinbeißen, wenn Ilidan unter die Decke griff, sich auch vom totstellen nicht beeindrucken ließ – er wusste ja dass das zwar kurz brennen und sich kalt anfühlen, im Endeffekt aber helfen, desinfizieren und lindern würde. Als alles verteilt war, zog der Schamane die Hand zurück, schob sorgsam die Decke wieder um den Jungen und strich ihm mit dem Daumen über die Wange.
„Das wird dir helfen, versprochen, du darfst dich nur nicht bewegen.“, sagte er ruhig, lächelte leicht, „Ruh dich aus.“
Auch wenn er die Worte nicht verstand, die sanft gewirkte Kraft, die durch den Körper strömte – so einen kleinen Hintern hatte Taima natürlich kaputtgemacht, ging ja nicht anders …

Ich indes kriegte nicht mehr viel mit außer der nächstnäheren Sache – Belial. Wenn er hier war, musste es Ilidan gut gehen, ich hörte ihn leise lachen ob des Anschmiegens, das ich nicht mal bewusst machte, aber bei dem Weißhaarigen auch kein Problem damit Hatte. Armdrücken, ha, dafür müsste ich nur sitzen können, lächelte leicht so weit es mir möglich war und schnurrte dann, mir war kalt, also lehnte ich mich an den kräftigen Nescu, der nach meinem Bruder roch und nicht aufhörte mich zu kraulen. Ich gab nur ein zustimmendes Schnurren von mir, die Abenteuer waren mir erst mal vergangen und es gab so viel, was ich ihnen erzählen musste … aber nicht jetzt, Belial behielt recht und ich schlief ein, so abrupt dass ich es selber nicht mitbekam. Ich sank ein wenig in mir zusammen, ächzte leise und glitt sofort in Tiefschlaf über.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Mi Mai 27, 2015 10:26 pm

Ich würde auch keinen von den Beiden missen wollen, Taima hatte auch eine wichtige Bedeutung für mich und das nicht nur weil er Ilidans Bruder war, nein wir hatten schon Seite an Seite gekämpft und Taima hatte mir mehr als einmal mein Leben gerettet. Mochte ja sein das ich keine große Hilfe bei dem Rotschopf war, war mir auch lieber bei Taima zu sein und diesen etwas trösten zu können. Wärme tat gut und Körperwärme erst recht, zeigte Tai auch dass er nicht alleine war und der Herzschlag war sicherlich auch hilfreich den er zumindest unterbewusst mitbekam. Dauerte auch nicht lange bis Tai einfach einschlief, entlockte mir ein Lächeln, solange er schlief regenerierte sich sein Körper viel schneller, war besser so als wenn er wach irgendwie versuchen würde was zu machen, der Sturkopf könnte am Schluss noch ausprobieren ob er nicht doch aufstehen könnte. Während ich ihn weiter gedankenverloren kraulte, beobachtete ich Ilidan und den Rotschopf, der stellte sich ziemlich an, waren die Verletzungen so schwer? Konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, aber der Mann wirkte auch ziemlich klein und zierlich,hm.

Ich schluchzte mittlerweile nur noch leise, versuchte die Schmerzen auszublenden die zwar weniger geworden waren aber dennoch so umfassend, ich reagierte nur auf ihn weil er sich so seltsam vertraut anfühlte. Was auch immer er da machte es wahr ähnlich dessen was ich tat, wenn auch anders trotzdem familiär und ich konnte gar nicht anders als ein wenig darauf zu reagieren, war auch gut das ich mich auf was anderes konzentrieren konnte als den Schmerz. Bis er dann schließlich zwischen meine Beine fasste, klar waren wir empfindlicher, schließlich waren wir nicht so groß gebaut wie diese Wesen und selbst wenn Männer größer waren als ich so hatten sie bestimmt nicht so ein… monströses Gerät wie der Gehörnte. Für einen Moment hatte ich Angst das er weitermachen würde, da weitermachen wo der andere aufgehört hatte, aber da war diese warme Hand die sich unter meine Wange schmiegte, konnte nicht anders als die Augen nicht mehr ganz so zusammen zu kneifen und mich in die Handfläche zu schmiegen, selbst die schien mir übergroß zu sein. Reinbeißen tat ich dann auch, aber nicht in seine Hand sondern in die Decke, grub meine Zähne hinein so tief ich konnte, während das Zittern immer schlimmer wurde. Trotzdem machte er weiter, vorsichtig aber bestimmt, kannte das ja selbst von Patienten die Schmerzen hatten und denen ich nur helfen konnte indem ich schnell und effizient handelte. Er machte das gut, zumindest registrierte das der Teil meines Gehirns der woanders hinwollte, blinzelte leicht als die Hand sich zurückzog, er mir die Decke umlegte, feststeckte als wäre ich ein Kind. Nahm ihn nur verschwommen war von den Tränen, aber er streichelte einfach nur vorsichtig über meine Wange, sprach irgendwas in dieser so fremden Sprache, war aber halbwegs verständlich zumindest schien er mich beruhigen zu wollen. Ich… wollte nicht dass er ging, wollte nicht das die warme Hand verschwand und es wieder kalt wurde. Schaffte es nicht ruhig zu bleiben und bewegte meine Hand unter der Decke hervor, griff nach ihm und blickte ihn flehend an, wusste das er mich nicht verstehen würde und konnte auch nicht reden, biss mir daher auf die Lippe und senkte den Blick, war mir… peinlich.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Mai 28, 2015 7:21 am

Es war auch herrlich, mehr als nur einen Vertrauten zu haben, und Taima wusste dass Belial seinem Zwillingsbruder gut tat, ihn beschützen würde und glücklich machte, er war zu Beginn ja durchaus skeptisch gewesen als der Weißhaarige da um ihn herumscharwenzelt war – etwas dass sich sehr schnell gelegt hatte, so glücklich wie dieser den Schamanen machte, und seit dem waren sie eben zu dritt. Von daher hatte Ilidan vollstes Vertrauen dass Belial gut auf den Verletzten achtete, denn er selbst war beschäftigt mit diesem sich sehr fremd anfühlenden Wesen, nahm sich durchaus die Zeit festzustellen, dass alles in ihm verkehrt herum war als bei Nescu, das Herz andersrum geneigt, die Organe invertiert, wirklich interessant.
Er reagierte auch auf den Geistheiler, beruhigte sich wiederum ein bisschen und sträubte sich erst wieder, als es an die Wunden ging, doch da kam er nicht herum, Ilidan beeilte sich ja schon und trödelte nicht, die Salbe zu verteilen, die helfen würde, das tat sie immer. Natürlich würde er nicht weitermachen, hatte seinen eigenen Freund an dem er rumspielen konnte, und sah zu wie er auf der Decke herumkaute, shsh, ist doch schon vorbei. Hatte auch nicht viel anderes als ein verschrecktes Kind, das noch nicht wusste dass es schon bald besser werden würde, er gab sich auch Mühe ihn zu beschwichtigen, auch ohne die gleiche Sprache zu sprechen.
Es war wirklich ein Fortschritt, dass die kühle Hand nach dem Schamanen griff, und Ilidan lächelte sanft, den Blick aus großen Augen erwidernd. Klar, so wie Taima völlig verwirrt gewesen sein musste in fremder Umgebung galt das natürlich auch umgekehrt, es würde Bel zwar ganz und gar nicht gefallen, aber er war eben Geitheiler und nicht nur Wundarzt. Es war doch im Interesse aller, wenn der Kleine Aufhörte zu weinen und Taima ruhig schlafen konnte, zumal eh kein Grund mehr für Feindseligkeiten bestand. Ilidan legte kurz seine Hand auf jene, die nach ihm gegriffen hatte, stand dann auf und ging, war aber nach ein paar Sekunden wieder da mit dem Kissen von seinem eigenen Lager, das er dem Rothaarigen unter den Kopf schob und dann neben ihm sitzen blieb. Die Hand konnte dieser dann wiederhaben, vielleicht half es ihm zu schlafen.
„Er wird Taima heilen können, wenn es ihm besser geht, Bel.“, meinte er leise, drehte sich zu diesem und lächelte, „Hat er schon mal. Ich spüre seine Energie.“
Taima selbst schlief bereits tief und fest, traumlos und gewärmt durch den anderen Körper neben ihm, noch beruhigender wäre wohl nur Ilidan gewesen aber Bel genügte eigentlich schon dicke. Mehr noch als der Schlaf half ihm nämlich die vertraute Umgebung, sich zu erholen.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Mai 28, 2015 4:48 pm

Klar tat ich ihm gut, ich tat Beiden gut und sie mir, auch wenn ich vielleicht manchmal etwas mehr grummelte als sie Beide zusammen. Hehe, ja Taima… der mich damals zur Seite genommen hat und mir DAS Gespräch reingedrückt hatte, von wegen gebrochene Knochen wenn ich Glück hatte wenn ich seinem Bruder das Herz brach. Als ob ich sowas tun könnte, da würde ich mir meines eher rausreißen als seines zu brechen. Und das beinhaltete nun Mal sich um Taima zu kümmern statt ihn dafür zu schelten das er alleine fort gegangen war, eine Lektion die dieser wirklich nicht gebraucht hätte…
Leider musste ich auch meinem Liebsten vertrauen und nicht dem Instinkt den ich gegenüber Fremden hatte – ich nannte es Instinkt, andere nannten es Vorurteile- und blinzelte nur zu was er da machte. Hm… half sicherlich die Hand festzuhalten. So wie der zitterte würde Hand festhalten relativ wenig bringen und ich wollte auch näher an meinem Liebsten sein, aber gleichzeitig auch nicht das dieser mit dem Rothaarigen kuschelte. Verzwickt. Ein kurzer Blick auf Taima zeigte mir das dieser wirklich tief schlief, ehe ich aufstand und anfing rum zu räumen, hier Decken auszubreiten und da Kissen hin zu legen, hinter den Rotschopf den ich geflissentlich ignorierte und neben Ilidan, neben den ich dann auch Taima legte, damit dieser sich zu seinem Bruder kuscheln konnte. Mit einem leisen Seufzen kniete ich mich dann vor den Rotschopf, so dass er mich sehen konnte und streckte ihm vorsichtig meine Hand hin, wie bei einem verletzten Tier und als er nicht zurückzuckte streichelte ich vorsichtig über seinen Schopf, ehe ich mich langsam auf die Decken legte die neben ihm ausgebreitet waren und ihn von hinten in den Arm nahm, immer bereit gleich zu gehen wenn irgendwas war. Aber bis auf die Tatsache das er sich erst stark versteifte, immer noch zitterte wie Laub im Sturmwind, geschah nichts und ich lächelte Ilidan nur kurz entschuldigend an, ehe ich meine Hand ausstreckte und diesem über die Wange strich. „Dann päppeln wir den Welpen halt wieder auf.“

Ich wusste immer noch nicht wie sie aufgebaut waren hatte keine Zeit gehabt es mir anzusehen auch wenn ich davon wohl sehr fasziniert gewesen wäre, zu dem Zeitpunkt als ich Zeit hatte war ich viel zu sehr beschäftigt gewesen ihn betäubt zu halten damit ihm keiner weh tun konnte, was ich wahrscheinlich auch getan hätte wenn ich gewusst hätte was mich im Wald erwartete.
So jedoch war ich bei diesen fremden Wesen, die viel größer und stärker waren, wusste nicht was mich erwartete und fragte mich warum gerade ich das jetzt verdient hatte, immerhin hatte ich versucht zu helfen wobei der Mann der hier der Heiler zu sein schien ganz nett war. Zumindest tat er mir nicht weh, was ich nicht sicher sagen konnte von dem den ich befreit hatte und auch nicht von dem Weißhaarigen der immer mal wieder böse rüberlugte. Zog auch lieber die Schultern ein wenig ein und konzentrierte mich nur auf den anderen Heiler, der tatsächlich meine Hand tätschelte und dann aber verschwand, was mir ein leises gequältes Fiepen entlockte für das ich mich selbst schämte, aber er kam auch gleich wieder und ersetzte seine warme Hand mit einem Kissen. War zwar irgendwie froh das ich jetzt weicher lag aber… es fühlte sich trotzdem allein an und irgendwie wollte ich das gerade nicht. Er reichte mir wieder die Hand, die ich leicht drückte, dankte gerne mehr gehabt hätte aber mich nicht traute mich zu regen. Dafür regte sich nun jemand anders, der Weißhaarige wuselte von einem Eck zum Anderen und… räumte den Raum um? Verwirrt blinzelte ich und folgte seinen Bewegungen, bis er dann auf einmal vor mir war, ich ihn mit großen Augen anstarrte und nur blinzelte als er mir über die Haare strich, huh? Vorhin hatte er noch so böse geschaut aber jetzt nicht mehr und dann legte er sich auch noch hinter mich, was mich dann doch erstarren ließ, nein… bitte. Das Zittern hörte nicht wirklich auf, aber… es wurde etwas wärmer, der Arm war schwer aber tat nicht weh und ich brauchte ein wenig damit sich meine Atmung wieder einkriegte, schaute immer noch mit großen Augen auf den Dunkelhaarigen, verwirrt zuckte dann auch zusammen als die Hand über mich griff und sich gegen dessen Wange legte. Sie sprachen miteinander aber ich verstand es nicht, schloss letztlich die Augen. Irgendwie… fühlte sich das alles nicht schlecht an und ich merkte gar nicht wie in dem Ganzen langsam mein Bewusstsein wegdriftete und ich einschlief.

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Mai 28, 2015 8:11 pm

War doch süß wenn Bel sich so ein bisschen aufregte, diese etwas grantige Art war noch deutlicher als bei Taima und durchaus Liebenswert, gehörte zu ihm. Ilidan hatte sich vor Lachen kaum noch eingekriegt als er von 'diesem Gespräch' erfahren hatte, und sich dann beide geschnappt zum durchkuscheln. Er wusste doch, dass sie beide alles in der Luft zerfetzen würden, was ihm wehtun könnte – er würde es genauso machen. Sein Zwilling war halt abenteuerlustig, oft auch allein unterwegs, aber das wäre ja kein Ding wenn er zumindest in ihrem Gebiet bleiben würde … dort wo man ihn hätte finden können. So wie Taima aussah war Belials Instinkt auch gewissermaßen gerechtfertigt, aber sein Bruder hatte gesagt dass er geholfen und ihm nicht geschadet hatte und Ili spürte nichts böses in ihm. Auch jetzt nicht, es war fast nur Angst, Verunsicherung, der Wunsch nach Schutz und Trost, trotzdem ließ Ilidan ihn kurz alleine um ein Kissen zu holen. Nana, kein Grund zu fiepen, er bekam die Hand ja wieder, aber so verspannte er sich nur den Nacken was auch unschön war. Der Schamane lächelte wieder, als er den leichten Druck spürte, strich mit dem Daumen über den winzigen Handrücken und hob dann interessiert den Kopf, als Bel anfing herumzuräumen.

Der fragende Blick wich schnell, als er anfing ein Gemeinschaftsbett zu basteln, Ilidan rutschte beiseite damit auch hier ein Bett hinkonnte, wo er saß, Ruhe brauchten sie wohl alle. Er strich dem tief schlafenden Taima über die Stirn und legte sich dann zwischen diesen und den Rotschopf, dessen Hand er nicht losließ auch als Bel ihn betrachtete, anfasste, was ihm ein leises Schnurren entlockte. Das meinte er doch mit grummliger Gutmütigkeit, ließ es sich auch nicht nehmen sich über den Kleinen zum Weißhaar zu lehnen und ihm einen Kuss auf die Stirn zu geben. Ah, sehr gut wenn er diesen wärmte.
„Danke, Bel.“, meinte er leise, legte sich dann wieder hin und griff mit der anderen, freien Hand nach der Taimas, drückte beide die er nun hatte und schmiegte die Wange gegen Belials Hand. „Lass uns ruhen, umso eher geht es allen wieder gut.“
Ein zwinkern folgte, denn je schneller das erledigt war, hatten sie Zeit füreinander, allein im Bett. Der Schamane kuschelte sich an seinen Bruder, ohne den Rotschopf oder besser dessen Hand loszulassen, schloss die Augen und döste ebenfalls recht schnell ein.

Die Sonne ging bereits wieder unter, als Ilidan wieder richtig wach wurde, hatte zwar schon die ganze Zeit immer mal wieder die Augen geöffnet und nach den beiden Verletzten zu schauen, aber war immer alles ruhig gewesen. Als es langsam wieder dunkel wurde, setzte er sich aber auf, räkelte sich ausgiebig und gähnte, ehe er vorsichtig vom Lager schlüpfte, alles zudeckte was nicht mehr verpackt war, gab Bel einen sanften Kuss auf die Hörner und trat dann nach draußen in die Milde Abendluft. Musste geregnet haben den Tag über, er winkte sich jemanden heran der gerade über die Baumbrücken unterwegs war, schickte ihn einen Eimer Kraftsuppe zu bringen mit schön Fleisch, huschte hoch in seine/ihre Wohnung und holte etwas Gemüse, das da noch reinmüsste, und schnitt so leise es ging dieses und ein par Kräuter im gleichen Raum wie die Schlafenden. Sobald die Suppe warm da war, würde er das Zeug nur beimischen und dann könnten alle etwas essen.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Mai 28, 2015 10:54 pm

Nah, ich regte mich gar nicht auf, das Gespräch war auch nicht sonderlich erfreulich gewesen, Ilidans Reaktion schon eher, was mich damals schon glücklich gemacht hatte (Kurzzeitig war da nämlich wirklich die Angst gewesen das dieser mich doch nicht haben wollte, vollkommen unbegründet allerdings).
Abenteuerlustig und vollkommen hirnverbrannt waren offensichtlich mittlerweile ein Wort, er würde sich später wenn es ihm besser ging, besser noch wenn er wach war und nicht weggehen konnte, noch was von mir anhören dürfen. Und wenn er das nächste Mal fortging würde ich ihn begleiten, egal wohin, egal wie weit, vorerst würde er nirgendwo mehr hingehen ohne Begleitung.
Seufz, ja hatte kapiert das der Kleine offensichtlich keine Bedrohung war und das Taima ihn nicht tot sehen wollte war ja ebenso offensichtlich gewesen, auch das Ili den Jungen – war der überhaupt schon ausgewachsen?- heilen und aufpäppeln wollte konnte er nicht von der Hand weisen. Auch das er anfing zu fiepen und miserabel aussah, die großen Augen, ach er hätte auch nicht anders gekonnt als sich dazu zu legen und ihm etwas Wärme zu spenden, natürlich nur indem er neben zu noch etwas grummelte ging ja gar nicht das offen zu zugeben das er es auch von sich aus gemacht hätte. Es war schön das Ili lächelte und sich in die Hand schmiegte, niedlich wie er die beiden Verletzten an die Hand nahm und hätte ich mich nicht schon vor langer Zeit in ihn verliebt dann spätestens jetzt für seine unendliche Güte die er zeigte. Hörte ihn auch nicht mehr ganz so, langsam war ich wirklich selbst müde, das Zwinkern bekam ich kaum noch mit, hatte mich an den Kleinen gekuschelt und war selbst eingeschlafen.
Bis ich dann im Halbschlaf mitbekam das Ili mir die Hörner küsste schlief ich tief und fest, traumlos und erholsam, murmelte nur leise als ich die Küsse spürte, drückte den Körper in meinem Arm etwas fester, zuckte etwas mit der Nase, hm… roch nicht nach Ili, aber Ili war da und schlief einfach weiter.

Sowohl das Getränk als auch die Salbe halfen, dämmten den Schmerz und machten etwas benommen, ich spürte wie mein Zittern langsam aber sicher nachließ, spürte wie der Mann hinter mir nichts Böses wollte und mich einfach nur in den Arm nahm, der Dunkelhaarige indes lies meine Hand nicht los und es war schön zu sehen wie sie miteinander umgehen, so zärtlich, was mich traurig nach unten schauen ließ. Ich hatte niemanden der mich so liebte wie es den Beiden aus jeder Pore zu tropfen schien, hatte nur den.. Bruder? Des Dunkelhaarigen gehabt der… alles gewesen war nur nicht sanft, ich wusste nicht warum er das getan hatte, wusste nicht was ich falsch machte schloss dann einfach die Augen und schlummerte weg. Als ich dann erwachte war die Wärme an meiner Hand weg, dafür mein Rücken schön warm, ein Arm um mich geschlungen und ein großer Körper an mir, konnte derweil direkt auf den Fremden sehen mit dem das alles angefangen hatte. Ein leises Schnarchen in meinem Rücken zeigte mir dass der Weißhaarige immer noch schlief, während der Heiler gerade etwas schnitt was ich nicht sehen konnte. Mein Hals war trocken und ich musste leise husten, wollte etwas sagen aber es kam nur ein leises Krächzen heraus. Hatte wohl zu oft geschrien, geweint, bekam nichts heraus und wollte aber die anderen auch nicht wecken, hatte Angst das sie vielleicht wieder wechselten, das der Mann vor mir aufwachte und weitermachte mit dem was nein. Nicht dran denken. Ich schloss meine Augen und sandte meine Energie in meinen Unterleib, ich konnte kleinere Kratzer heilen, vielleicht würde das ja auch klappen? Das Kribbeln war komisch, aber es wurde besser.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Sa Mai 30, 2015 1:05 am

Wie erfreulich konnte ein Gespräch schon sein, bei dem der Bruder den umgarnenden Freund seines Zwillings in die Mangel nahm? Zumindest waren sie zu einer Einigung gekommen, die heute noch Bestand und entsprechende Tiefe nach Jahren hatte. Abenteuerlustig, grenzdebil, Taima war halt so und Ilidan wusste das, auch dass er das manchmal nicht mit Absicht machte, einfach herumlief und dann sonstwo landete, und so schnell würde er sowieso nirgends mehr hingehen, bis er wieder auf den Beinen war würde es noch dauern – und danach würde er sich wohl rächen wollen, Nescu halt, und da konnte Bel sicher mitkommen.
Dass dieser auch so aufgepasst hätte wusste Ili doch, aber eben auch dass Bel nur schmollen und abstreiten würde wenn er diesem das sagte, also belohnte der Schamane ihn einfach für sein Tun, auf den Rotschopf aufzupassen und nicht nur sicherzugehen, dass dieser nicht aufstand, es warm hatte und was zum kuscheln, das half immer auch wenn das eigentlich Ilis Kuscheltier war. Letztlich hielten sie sich alle irgendwie aneinander, und sei es durch ihn selbst der Beide bei der Hand hatte und erst einschlief als klar war, dass so weit alle versorgt waren. Durch die frisch aufgenommene Seele ruhte auch Ilidan sehr erholsam und auch nicht so lange, schlüpfte dann nach kurzer Kosung seines Liebsten aus dem Bett und kümmerte sich um ihr Essen. Schließlich brauchten sie alle was.

Ah, niemanden wie Belial zu haben war mehr als unschön, er wäre allerdings schockiert zu hören dass es unter den Fremdlingen nicht mal so was gab wie die normalen Bande die Nescu eben untereinander hatten. Taima zählte ja nun auch nicht, war erst Gefangener und dann Ranglos gewesen, man müsste ihm nachher wieder Federn in die Haare machen, zumindest das. Ili fand schon was angemessenes.
Jetzt aber mischte er erst mal etwas Gemüse und Kräuter sowie Medizin in die Suppe, die allen gut tun oder wenigstens keinen Effekt haben würde. Belial schlief noch, machte dieses leise Schnurren wenn er sich dabei wohl fühlte, was man für Schnarchen halten konnte (es war so niedlich), Taima hatte sich seit Stunden nicht mehr gerührt und dass der Rotschopf wach war konnte er über das Klacken des Knochenmessers nicht sofort hören und erst das Krächzen war vernehmlich, weil er gerade etwas in die noch sehr heiße Suppe tat und nicht klapperte. Tai machte gar nichts, aber Ili wandte sich um als er dann auch noch die Magie spürte, schnitt schnell fertig und kam nach ordentlichem Umrühren auf das große Lager zu. Nur einer hatte bereits die Augen offen und bekam ein Lächeln. Ah, er konnte sich also selbst ein bisschen behandeln, sollte aber dennoch ein wenig liegen bleiben und sich nicht aufsetzen, also hockte er sich hin und befühlte seine Stirn. Die Lippen waren rissig und trocken, also stand er noch mal auf und füllte eine Schale mit kühlem Wasser, die er zurückbrachte. Die Holzschale hatte eine eher längliche Kante und war extra dazu da im Liegen trinken zu können, er hielt sie ihm an den Mundwinkel und ließ ihn trinken, würde auch nachfüllen wenn es sein musste.
„So ist gut.“, meinte er dann und beugte sich zu Belial herüber, küsste ihn sanft wach, wenn nötig mit Haarewuscheln, „Bel, wach auf – hilfst du mir Tai zu füttern?“
Der war deutlich kräftiger als der Kleine, und für Ilidan nicht so leicht aufzusetzen um ihm was zu essen zu geben, dafür dem Liegenden. Bis Bel auch richtig wach war, wandte er sich dem Rotschopf zu und deutete auf sich selber.
„Ilidan.“, meinte er, wiederholte es langsamer und machte das deuten und Namen nennen auch bei den beiden anderen Nescu im Raum, ehe er den Fremden fragend ansah.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Sa Mai 30, 2015 2:24 am

Ach darum gings ja gar nicht, ich wäre auch damals echt enttäuscht gewesen wenn da gar nichts gekommen wäre, war eigentlich ganz froh das es bei einem Gespräch und Drohungen geblieben war und nicht bei irgendwelchen Handgreiflichkeiten. Das hatte ich nämlich damals eher erwartet als ich mich an den Hörnern gepackt irgendwo im Eck wiedergefunden hatte. Damals war er auch schon so aufbrausend und jaaaa grenzdebil gewesen, war aber auch ein Eck jünger als ich deswegen war das in Ordnung. Was die Rache anging würde ich ihm helfen, mit allem was ich hatte und auch Ilidan würde wohl mit von der Partie sein.
Hm, er war ja ganz niedlich und sah tatsächlich nicht aus wie jemand der jemanden verletzen könnte und wenn Ili meinte er wäre Heiler und wichtig, gut dann wärmten wir ihn eben und schauten das er sich wieder aufrappelte, schien ihn ja ganz schön mitgenommen zu haben. Meine Hand hatte ich beim Schlafen ausgestreckt über den jungen Mann und auf meinen Liebsten gelegt, war zwischen drin wach geworden und hatte ihm zärtlich über die Hörner gestrichen, lächelnd. Er war einfach nur wundervoll und hatte ein viel zu großes Herz. Schade dass ich nicht zeitgleich mit ihm erwachte, aber ich hatte die Tage auch recht wenig geschlafen und keine neue Seele als Energiespeicher intus, wenn auch mein Schlaf nicht ganz so tief war wie sonst weil es ein fremder Körper an mir war, einer den ich und meine Seelen nicht als meins bezeichneten. Trotzdem fühlte ich mir irgendwie wohl, als ob sich mein Innerstes erinnern würde, oder voraussehen, konnte ich nicht wissen, normalerweise wäre ich bei einem so Fremden nicht einfach so glücklich eingeschlafen. Hmm, das Wecken spürte ich zwar, erwachte auch langsam aber wartete noch mit geschlossenen Augen darauf, dass er mir durch die Haare kraulte, griff nach ihm und lachte leise ehe ich ihm über die Hörner strich und ihn auf die Nase küsste. „Guten Morgen, Liebster.“, schnurrte leise ehe ich ihn losließ und nickte, aye… Taima füttern wurde gemacht, löste mich langsam von dem Rotschopf der uns mit großen Augen betrachtete, strich diesem über die Haare ehe ich aufstand, bekam nur am Rande mit wie dieser etwas sagte, versuchte unsere Namen zu wiederholen und dann seinen eigenen Namen wohl sagte. Huh, klang ja ähnlich wie mein Liebster. Ich schaute kurz zu Ilidan und zuckte mit den Achseln, ehe ich über Taimas Stirn strich, diesen vorsichtig versuchte zu wecken ehe ich ihm langsam aufhalf, mich hinter ihn setzte und ihn an meine Brust lehnte. So war es angenehmer für diesen zu essen und ich würde einfach hinterher essen.

Das Heilen machte es etwas besser, was auch immer er mir gegeben hatte war hilfreich linderte den Schmerz und mit dem was ich tat konnte ich die Wunde auch oberflächlich komplett schließen, mit ein wenig mehr von der Salbe und dem was er getan hatte würde ich bald wieder sitzen können und vielleicht sogar stehen und laufen. Ja war traurig niemanden so wie Belial zu haben, zumindest das was dieser für ihn bedeutete, ich hatte sie beobachtet bevor ich geschlafen hatte und sowas wie sie hatten gab es bei uns nur bei Frischverliebten. Rangloser, wusste nicht was es bedeutete, das die Federn und Perlen so viel wert waren war mir auch nicht bewusst, hatte sie total vergessen sie waren in meiner Tasche die ich auch nicht dabei hatte. War ja bewusstlos und jetzt dachte ich auch nicht daran. Der Dunkelhaarige kochte, so sah es zumindest aus, merkte gar nicht wie er herkam, erst als er dann vor mir war und mir eine Schale an die Lippen hielt, schloss die Augen als ich das frische Wasser schmeckte das wirklich himmlisch war, trank erst hastig und dann langsamer, wusste das ich nicht zu schnell trinken durfte und mich so auch nicht verschlucken sollte. Da schaltete der Heilerverstand ein und nicht der eines Verletzten, war auch besser so mit Abstand, als wäre das nicht mir passiert sondern wem anders. Der Dunkelhaarige lächelte und füllte sogar nochmal nach wofür ich dankbar war, ehe er den Mann hinter mir weckte. Wieder waren sie so zärtlich zueinander und ich musste wegschauen damit ich nicht wieder anfing zu weinen, biss mir auf die Unterlippe die leicht befeuchtet war und versuchte keinen Laut von mir zu geben. Ilidan. Meine Augen weiteten sich leicht als ich mich daran erinnerte was der Verletzte damals im Zelt gesagt hatte, er hatte nach seinem Bruder gerufen nicht nach mir. Klar, woher hätte er auch meinen Namen wissen sollen? „Ilidan.“, fing ich an zu wiederholen, nickte und wiederholte die beiden anderen Namen ehe ich meine Hand langsam aus der Decke befreite, auf mich deutete und leise „Kirian.“ Herausbrachte, das Lächeln kurz erwiderte.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Sa Mai 30, 2015 4:40 pm

Taima war schon immer so, erst brüllen und zuschlagen, dann nachfragen, aber er war eben trotzdem nicht in der Intention gewesen, Belial anzugreifen, hatte nur gemerkt das er und Ilidan sich näher kamen, er wollte niemandem wehtun der Ilidan wichtig war und daher war es bei den Drohungen geblieben. Eine unnötige Sache, so wie sie alle mittlerweile füreinander da waren und bleiben würden. Doch letztlich waren sie alle Nescu und würden das, was passiert war, garantiert nicht auf sich sitzen lassen, nur einer hatte aus dieser rachsüchtigen Perspektive Gnade verdient und der hatte diese Nacht bei ihnen gelegen.
Die Nacht war ein schönes Gruppenkuscheln gewesen, jeder hatte es warm gehabt und Ilidan sich nicht sicherer fühlen können, zwischen Bruder und Geliebtem schlafend. Fehlte nur das kräftigende Frühstück, das zeitlich auf das Abendessen fiel und relativ schnell fertig war, sodass erst mal alle geweckt werden mussten, sie hatten sehr lange geschlafen und brauchten Stärkung um wieder gesund zu werden. Aha, da ließ sich also jemand erst mal kraulen ehe er wach wurde, nein wirklich, aber das Streicheln ließ auch den Schamanen lächeln, auch als er das Streicheln des Rothaarigen bemerkte, Bel wäre ein wunderbarer Vater sollten sie je Kinder haben, war auch so unglaublich liebevoll und der Großteil der Liebe … gehörte dem Schamanen.
Es hatte anscheinend geholfen zu ruhen und sich zu behandeln, denn der kleine Hornlose wirkte deutlich erholter, mehr beieinander und doch irgendwie bedrückt, er hatte sicher Hunger. Natürlich würde er später noch mal Salbe bekommen, wenn er wollte diese auch selber draufmachen dürfen, noch war er ja nackt und durch die Decke verhüllt. Die Tasche war oben bei ihnen in der Wohnung, die Sachen darin sehr komisch und das wollte er nicht in der Heilstube haben, aber auch Ilidan kannte keinen Reißverschluss. Nach dem Trinken schien es ihm besser zu gehen, er hätte auch noch mehr bekommen, aber gab ja gleich noch Suppe. Der Name schien ihm was zu sagen, vielleicht hatte Taima ihn erwähnt und es war niedlich wie er es zu wiederholen versuchte, worauf hin der Schamane nickte. Richtig, ah und er schien auch zu antworten – ihre Namen klangen tatsächlich ähnlich.
„Kirian.“, wiederholte der Schamane, strich ihm das Haar aus dem Gesicht und stand dann auf, noch eine Schale zu holen – er und Bel aßen dann später. Jetzt half er erst mal, sich auf den Rücken zu drehen, vorsichtig, und nur so weit aufzusetzen dass kein Gewicht auf der Verletzung lastete, ehe er ihn dann ebenso füttern würde wie Bel es mit Taima tat. Die Portion war normal für Nescu, aber war genug für Nachschlag da.

Nicht mal vom Umzug zum Gruppenkuscheln wurde ich wach, schlief auch anders als die immer mal wieder aufhorchenden Aufpasser durch und war doch die ganze Zeit mit Regeneration beschäftigt. Die Wunden an Taille und Bein waren geschlossen, das Fleisch darunter setzte sich nach und nach wieder zusammen, auch tat es noch weh und ich würde nicht aufstehen können, noch lange nicht. Dennoch ging es bedeutend besser und als ich dann die warme Hand auf meiner Stirn spürte, murrte ich kurz und öffnete schwerfällig die Augen.
„Mh … “, murmelte ich, schaute mich etwas irritiert um und wollte dann eigentlich weiterschlafen, aber Essen klang super – ich ließ mich aufsetzen, was enorm wehtat, nahm es aber mit leisem Ächzen in Kauf und lehnte mich an Belial. War ein bisschen blöd nicht mal allein essen zu können, aber ich schlang nur herunter und wollte auch nachher mehr haben, das reichte noch nicht ganz und ich hatte ja kaum was bekommen bei diesen Fremdlingen. Während ich mich füttern lassen musste wanderte der Blick immer wieder zu meinem Bruder und dem Rotschopf, er schien sich beruhigt zu haben und … wirkte fast entspannt gerade.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Sa Mai 30, 2015 9:16 pm

Ich konnte nicht von mir behaupten dass ich anders wäre, nur ein wenig älter als Taima und ebenfalls besorgt um Ilidan, jedoch fest entschlossen diesen für mich zu gewinnen. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und Partnerschaft geworden, wir achteten einander und waren füreinander da auch wenn es traurig war das Taima noch keinen Partner hatte, nicht dass er so aussah als würde er sich irgendwie zu viel fühlen so ein Gefühl kam bei uns nicht auf. Ob der Kleine wusste was wir ihm hier gerade zu gestanden? Er hatte die Ehre unseres Freundes und Bruders gestohlen, wahrscheinlich und dafür war er bestraft worden, jetzt jedoch wurde er nicht nur geheilt sondern durfte mit uns schlafen, eingehüllt von meinen Armen und vorsichtig behütet, schien fast zerbrechen zu können unter mir und trotzdem hatte er die Augen geschlossen und war eingeschlafen. Hah, wer wurde nicht gerne gekrault und gestreichelt da konnte ich schon ne Weile hinhalten auch wenn ich natürlich wusste, dass er wusste das ich wach war, küsste kurz dankend seine Hand, ehe ich mich um Taima kümmerte. Dieser wollte weiterschlafen, ließ mich grinsen als er da so murrte und trotzdem musste ich ihn leider wecken. „Komm, gibt auch extra mehr Fleisch.“, lockte ich ihn, half ihm auf und strich dabei immer wieder mal beruhigend über seine Haut, mal seine Hand, die Haare, Hauptsache Körperkontakt, beruhigte und zeigte ihm deutlich das er daheim war. Er schlang sein Essen, was ihm ein kurzes Entziehen selbigens meinerseits einbrachte. „Ruhig, du verschluckst dich noch. Es nimmt dir keiner was weg und es ist genug da.“, tadelte ich ihn leise ehe ich ihm mehr gab, fertig essen ließ und ihn dann losließ, vorsichtig zurücklehnte während ich ein zweites Mal auffüllte, den Blick Taimas hatte ich sehr wohl mitbekommen, als ich mich zum zweiten Mal zu ihm setzte flüsterte ich auf der anderen Seite in sein Ohr, auch wenn der Rotschopf natürlich kein Wort verstand. „Was sollen wir mit ihm machen?“, fing ich an, wusste ja nicht wie weit er gehen wollte, sollten wir ihn zurückbringen oder nicht? „Hat er dir wirklich geholfen?“

Nein, ich wusste wirklich nicht wieviel Ehre mir da eigentlich letztlich zu Teil wurde, hatte ja keine Ahnung von ihnen und konnte nur staunen wie sie untereinander umgingen, sowas gab es bei uns nicht mehr. Bei kleinen Kindern ja, aber das wars dann auch schon, warf immer wieder einen leicht nervösen Blick zu. Taima? Und senkte ihn schließlich auf dessen Bein, fühlte leicht hinein aber ohne was zu tun, es heilte aber noch lange nicht so gut wie es hätte heilen können was mich dazu brachte die Stirn zu runzeln. Die andere Wunde war auch noch nicht fertig und ich war nur abgelenkt davon dass es mir nicht besser erging, wurde auch einfach hochgehoben und angelehnt, schmiegte mich an den Schwarzhaarigen der so schön warm war aber anders roch als der Weißhaarige. Nein. Ilian? Ilidan und Belial. Neugierig betrachtete ich das Essen, es war Suppe und nicht nur Fleisch drin sondern auch viel Grünzeug, Gemüse das wirklich lecker aussah. Er wollte anfangen mich zu füttern, nahm ihm aber den Löffel aus der Hand und bedeutete ihm das er bitte nur die Schale halten sollte, war irgendwie immer noch leicht zittrig was wohl daran lag das ich die Tage auch nicht viel gegessen hatte und der ganze Stress sich auf meinen Körper auswirkte. Statt mich auf das Fleisch zu stürzen probierte ich neugierig das was da an Gemüse drin war und blinzelte erstaunt hinter mich, Ilidan an und lächelte dankbar. Das war lecker, drehte mich wieder um und aß hungrig mehr als ich normalerweise tat, war aber irgendwie trotzdem noch dreiviertel der Schale voll, ehe ich mich satt zurücklehnte, den Löffel zurück in die Schale legte und leicht die Augen schloss, leckte mir über die Lippen. Das war wirklich gut gewesen, bekam erstmal gar nichts davon mit, dass ich von Taima beobachtet wurde, blickte dann nur auf um zu sehen das dieser seine zweite Portion bekam die er genauso schnell verdrückte wie ich gerade meine gegessen hatte, nur mit dem Unterschied das er bestimmt das achtfache nun von dem intus hatte, was ich da gegessen hatte. Mit großen Augen starrte ich erst ihn an, dann Belial und Ilidan, blinzelte verwirrt als der Weißhaarige aussah als würde er gleich lauthals anfangen zu lachen. Die Situation war so grotesk das ich nicht anders konnte als meine Unterlippe vorzuschieben und ihn beleidigt anzusehen, ehe ich mich zu Ilidan umdrehte und ihm bedeutete das ich mir gerne das Bein ansehen würde, tippte auf mein eigenes und sagte leise den Namen des Mannes von dem ich gerade versuchte zu ignorieren was er mir angetan hatte.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   So Mai 31, 2015 12:03 am

Jap, Taima und Bel waren sich ziemlich ähnlich, was die Nescumentalität anging und beide herzensgut, sobald ihnen etwas wichtig war, würden töten für ihre Überzeugung wenn etwas richtig war. Beziehungsweise hatten sie das alle schon. Taima selbst schien aber nicht unglücklich, war vielleicht single, konnte sich aber kritische Auswahl erlauben, immerhin würde er mal den Clan anführen und musste sorgsam auswählen, wer seine Erben austrug oder (sehr unwahrscheinlich, aber möglich) zeugte. Ilidan war sehr, sehr froh dass Taima nicht nur überlebt hatte, sondern auch noch Gnade zeigte, trotz dessen was ihm angetan worden war, hatte er sich so weit beherrscht nicht einfach alles zu töten was ihm in den Weg kam. Es mochte eine schwere Verletzung sein, aber er hatte den Jungen nicht getötet.
Diese Nacht hatte Belial auf ihn geachtet, übernahm nun aber Taima während der kleine Rotschopf seine Pflege von Ilidan bekam, vor dem er am wenigsten Angst zu haben schien (Bel hatte nun sicher auch große Fortschritte gemacht) und auch schon Nahrung angenommen hatte. Auch diesem Essen schien er nicht abgeneigt und als er den Löffel wollte, nickte Ilidan und überließ ihm diesen. So konnte er Menge und dergleichen selbst bestimmen, war aber interessant dass er das Fleisch nicht zu wollen schien – aber das erklärte wieso er so mager war, genug Kraft hatte das Fleisch ja eh schon in die Brühe abgegeben, von daher war es okay, wenn der Kleine … nein, Kirian nur Gemüse wollte. Ein Verbündeter, wunderbar! Tai kramte wohl nur deshalb das Gemüse nicht raus weil er viel zu hungrig war. Eine ganze Portion schaffte er also nicht, nun gut, war nicht schlimm und den Rest konnte man ja noch in Taima füllen, der hatte noch Platz, aber schien zu schmecken und auch Kirian schien so weit zufrieden.
Ilidan stellte die Schale zur Seite, wo Bel sie Tai noch geben konnte, und strich Kirian über den Kopf, na, besser? Auch Ilidan lachte leise bei den großen Augen, während eine eigentlich normale Menge in einem hungrigen Nescu verschwand.
„Ich glaube, die Hörner vom Kopf mampfen wird er uns nicht.“, meinte er belustigt und sah dann wieder zum nun nicht mehr schmollenden Heiler, dessen Gesten er verstand. Nachfragen würde nichts bringen, aber als Heiler wusste er, was die Absicht war, also wandte er sich zu Bel.
„Kannst du Taima bitte herbringen? Er möchte wegen dessen Bein nachsehen, vielleicht hilft es damit es besser wird.“, sagte er, blickte zu seinem Bruder, „Bist du damit einverstanden, Tai? Darf er?“

Ich schnurrte leise, Fleisch, hatte furchtbar Hunger und wachte dann doch freiwillig auf, ließ mich bewegen und versuchte entspannt zu bleiben, da alles andere sonst zu schmerzhaft wäre, und unterdrückte jeden Laut. Das Streicheln tat gut, auch wenn ich mit vollem Mund keinen Dank aussprechen konnte, schluckte aber leicht schmollend als Bel mich tadelte. Es war aber lecker und ich am Verhungern, daher gab er mir wohl noch mal was, sodass er auch meinen Blick bemerken musste. Ich wandte den Kopf leicht und lehnte mich dann gegen Belial, dessen Statur ebenso kräftig war wie meine, dann spürte ich wie er sich zu mir neigte und sprach, auch wenn ich eigentlich weiter essen wollte – dann nickte ich.
„Ja … ohne seine Hilfe wäre ich tot, darum darf ich ihn nicht umbringen.“, erwiderte ich leise, aber auch Ilidan würde das sicher interessieren, „Und er wird sterben, wenn er dorthin zurückgeht, wo ich war und auch wieder hingehen werde.“
Stand außer Frage dass ich alles ausweiden würde, was mich derart verletzt hatte, sobald Vater es erlaubte, und dorthin konnte Kirian nicht zurück. Oder erst wenn dort aufgeräumt war, mehr Gedanken machte ich mir da aber nicht. Noch nicht, aber war schon in Ordnung, dass er hier war, ich war ja durchaus froh gewesen zu sehen, das sie ihn nicht getötet hatten, ja sogar behandelt. Kann ich jetzt weiteressen? Konnte ich, merkte auch dass man amüsiert war ob der Reaktion auf mein Mampfen, was denn, hatte der Kleine etwa gedacht das bisschen reichte mir was es gab? Ich wusste ja nicht dass er schon nur das gegeben hatte was entbehrlich war. Als Ilidan die Stimme erhob, sah ich vom essen auf und kaute fertig, musterte erst meinen Bruder und dann Kirian. Ich schwieg kurz, kaute fertig und nickte dann.
„Von mir aus.“, meinte ich, nur deshalb nicht so begeistert weil ich wusste dass es wehtun würde, wenn Bel mich das Kleine Stück da bewegte …
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   So Mai 31, 2015 1:37 am

Ich hatte gegessen und jetzt wo ich keine Schmerzen spürte war es einfach zu vergessen, sah fast so aus als wäre es nur ein böser Traum gewesen, fast zu ignorieren, er sah so friedlich aus, die anderen ebenfalls das ich, wenn ich nicht nackt unter der Decke liegen würde und verarztet wurde am Tag vorher noch, mich gefragt hätte ob ich es mir nicht eingebildet hatte. Der andere Heiler war warm, ich kuschelte mich an ihn, bekam auch keinen bösen Blick vom Belial der dessen Partner zu sein schien und sich um den anderen Verletzten kümmerte. Nja Fleisch aß ich schon aber nicht so viel und im Moment war ich einfach neugierig auf das Gemüse gewesen und als ich alles probiert hatte gab es kaum noch Platz in meinem Magen. Darum musste ich das Fleisch leider liegen lassen, reichte auch so die Suppe und das Gemüse waren stärkend genug. Leider hatte ich keine Ahnung davon das auch Ilidan gerne Gemüse aß, ich fand das ja immer seltsam das die Leute nur noch Fleisch verspeisten, dabei waren Kräuter und Gemüse super, hin und wieder mal Obst da konnte man schon gut mit leben. Belial verbarg sein Gelächter, während die Brust an der ich lehnte herzlich lachte, gar nicht erst versteckte was ihm auch einen leicht gekränkten Blick von mir einbrachte. Der aß viel zu viel, wo sollte das denn alles hin?! Aber gut wenn er hinterher Bauchweh hatte sollte ich nicht Schuld dran sein, ich hatte versucht darauf aufmerksam zu machen, da half auch das Streicheln über meine Haare nicht, auch wenn es schön war. Sie unterhielten sich in der Sprache die ich nicht verstand und für einen Moment erwartete ich das er nein sagte, war umso erstaunter als der Weißhaarige lächelte und Taima auf die Arme nehmen wollte, schüttelte den Kopf und versuchte vorsichtig aufzustehen, ging schon, deutete ich an und versuchte zu lächeln, auch wenn es leicht schmerzte. Er war jetzt nicht so weit weg, das ging schon. Die kurze Distanz überbrückte ich, reichte wenn ich ihn an der Hand berührte, die Finger ausgestreckt, schloss die Augen in einer halb sitzenden, halb liegenden Position und wanderte in ihn, verließ meinen Körper ehe sie es sich anders überlegen konnten. Wieder nahm ich mir nicht die Zeit ihn zu erkunden sondern suchte die beiden Schmerzherde, erst das Bein, das mir als Schlimmer erschien, die oberste Hautschichte war schon fast geheilt, nur darunter war das Gewebe noch nicht in Ordnung, war wieder gerissen. Ich hatte doch gesagt langsam… Angestrengt nahm ich das Gewebe, steuerte eigene Energie zu, setzte es zusammen und umwob es mit Energiesträngen. Sie würden so besser heilen, ein, zwei Muskelstränge wären nicht ganz so zusammengewachsen wie sie es sollten, das reparierte ich, war so in die Arbeit vertieft das ich gar nicht merkte wie es meinen Körper auslaugte, hatte mich gerade nach dem Essen noch so kräftig gefühlt aber langsam wurde mir schwummrig.


Das leise Schnurren waren für mich Zeichen genug das der Mann Hunger hatte, die Suppenschale wirklich mit mehr Fleischstücken gefüllt und ich konnte ja nicht ahnen das er nicht nur zwei volle Portionen sondern auch noch die dritte vom Rotschopf verspeisen könnte. War schon ulkig wie dieser schaute als würde Taima gerade etwas vollkommen Absurdes machen, dabei aß er nur, mal sehen ob er auch so schauen würde wenn Ilidan und ich uns Essen nahmen. Taima zumindest musste auf jeden Fall wieder zu voller Stärke kommen, seine Wunden würden Zeit brauchen und dann würden wir ihn rächen, fast hätten sie unsere Zukunft geraubt. Wollte gar nicht daran denken was geschehen würde wenn er nicht mehr auftauchte, es war gut dass wir ihn nun hatten und er sich vielleicht wenn er eine Partnerschaft einging ein wenig zurücknahm.
„Nein, scheint fast so als würde er Taima auch sein Essen wegnehmen wollen, vielleicht denkt er, dass er platzt?“, neckte dabei auch den munter Mampfenden, piekste ihn leicht in die Seite, runzelte dann aber die Stirn als es darum ging Taima herüber zu bringen. „Bist du dir sicher?“, fragte  ich vorsichtig, wollte ihn dann hochheben als dieser die Einwilligung gab, sah dann aber zu wie der Rotschopf sich verrenkte und komisches Zeug machte, dann die Hand ausstreckte, die Finger berührten Taima und dann war es komisch, selbst ich merkte dass da was geschah, runzelte die Stirn und blickte Ilidan an nachdem ich mich wieder zurück gesetzt hatte, dafür sorgte das Belial sich wie beim Essen an mich lehnte. Es verging nicht allzu viel Zeit, da kippte der Rotschopf plötzlich zur Seite und blieb liegen, brachte mich dazu zusammen zu zucken, den Griff um Taima etwas zu verfestigen und verwirrt zu Ilidan zu schauen.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Di Jun 02, 2015 12:19 pm

Nun, damit würde er Tai sogar ärgern können, dass dessen Handeln keine so einprägsamen Folgen hatte, Ilidan aber wäre froh dass der Rotschopf weit genug abgelenkt werden konnte nicht permanent Angst und Schmerzen zu haben, was sich deutlich schlechter auf seine Erholung ausgewirkt hätte. Belial konnte sich ja auch sicher sein, dass der Schamane niemals aus anderer Intention als zu helfen einem anderen Mann so nähern würde, niemals, zumal der Kleine nun wirklich keine Konkurrenz für den Krieger war – sobald klar war, dass er keine Gefahr war, hatte Bel keinen Grund mehr ihn böse anzusehen. Darum durfte dieser sich auch gern ankuscheln, essen bis er Satt war von dem bisschen Gemüse, aber es schien ihm zu schmecken und er schien zufrieden damit, sah man ja dass er ruhig mehr essen konnte ohne getadelt zu werden – so wie Tai schlang. Es war schon irgendwie logisch dass junge Krieger viel Fleisch fraßen, es lieferte massig Energie, aber der Körper brauchte mehr und Ili würde auch aufpassen, dass der gesunde Bel nicht wieder sein Gemüse aussortierte, Tai wehrte sich ja gerade nicht mal dagegen.
Was denn, es war nun mal putzig wie entgeistert der Kleine schaute, nein nein, das war schon in Ordnung, weshalb er ihm über die Haare strich und mit grinsen aufhörte, war halt süß. Bauchschmerzen hatte Taima sicher nicht davon, der schaffte noch mehr wenn er richtig Hunger hatte und man sollte mal das Fressgelage anschauen wenn eine hungrige Truppe von erfolgreicher Jagd zurück kam. Der zukünftige Häuptling würde schon nicht platzen.
Diese Behandlung war von Ilidans Seite aus okay, er würde es aber trotzdem untersagen wenn Taima es nicht wollte, wäre schade da er neugierig war wie diese Heilmagie aussah – direkt heilen konnte der Schamane nicht, nur indirekt, und die eigene Regeneration zu unterstützen, die Nescu ja hatten, umso faszinierender war das, was er dann machte. Ilidan half ihm bestmöglich, als er signalisierte selber zu Taima zu wollen, der eher wenig begeistert schien getragen werden zu wollen und nur kurz grummelte, als der Kleine ihn anfasste einfach aus
Prinzip.
Er zuckte leicht zusammen, aber es schien ihm nicht weh zu tun was der Kleine machte, nur zu irritieren, allerdings spürte Ilidan auch wie schnell es den Kleinen auslaugte, Tai verbrannte einfach zu viel Energie wie es schien. Er strich ihm über den Kopf, sprach ihn leise an um ihn zurückzuholen, aber da sackte er schon in sich zusammen und Ilidan seufzte – sie waren sich also wirklich ähnlich. Er hob ihn auf seinen Schoß und wickelte ihn in die Decke.
„Bel, hol uns bitte Wasser. Sie könnten beide ein Bad vertragen.“, meinte er, und da baden nicht ging könnte man sie zumindest mit Lappen säubern. Dann allerdings spürte er etwas, hob den Kopf und neigte ihn zur Seite, ehe er den Kleinen sanft ablegte und aufstand – er hatte sich schon gefragt wann ihr Vater den Weg hierher fand, unwissend dass Ashtir bereits während ihres gemeinschaftlichen Schlafes hier gewesen war. Und begeistert schien er nicht, auch als der Schamane ihn in Empfang nahm, wenngleich klar war, dass er sich Sorgen gemacht haben musste ...
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Jun 04, 2015 1:44 am

Oh die Folgen waren schon einprägsam nur schaffte ich es mich abzulenken, letztlich würde es irgendwann auf mich zurück prallen, doch für den Moment konnte ich mich auf anderes konzentrieren. Als Heiler lernte man irgendwann sich in andere Situationen zu versetzen, sich nicht mehr von dem geschehenen mitnehmen zu lassen sondern zu verdrängen solange man etwas anderes tun müsste. Wäre ich irgendwann alleine oder eine ähnliche Situation würde mir das wohl einen Rückschlag versetzen. So aber konnte ich mich auf das konzentrieren in was ich gut war und was mich ablenkte. Heilen. Ich wäre auch niemals auf die Idee gekommen da Konkurrenz zu sein, davon abgesehen das ich nicht auf Männer stand, waren sie alle viel zu groß und anders, ich gehörte zurück in die Stadt und dort würde man jemanden wie einen von ihnen sicher nicht gut annehmen. Hatte man ja an den anderen gesehen, wie auch immer ich wollte nicht darüber nachdenken, dass würde nur meine Gedanken Richtung Flucht richten und dann. Aus.
Das Essen war wunderbar gewesen, schmeckte wirklich toll und ich war begeistert, das Gemüse war sehr schmackhaft gewesen und die Suppe selbst hatte Fleischgeschmack ohne dass man es essen musste. Egal ob ich da jetzt für süß gehalten wurde oder nicht, das zählte gerade nicht als ich tatsächlich ans Heilen durfte! Einfach so, dabei hatte ich letztens gemerkt wie er mich abgeschnitten hatte und nun durfte ich? Ein wenig unsicher war ich ja schon, hatte Angst er würde mich gleich wieder unterbrechen deswegen musste ich mich etwas beeilen. Ich wusste nicht wie seine Regeneration verlief, wir Siedler hatten sowas ja nicht, also konnte ich nur das machen was ich bei meinen sonstigen Patienten tat. Normalerweise auch nicht bei jedem, gute Güte da wäre ich schon lange unter der Erde, aber gerade bei solchen Wunden musste ich handeln, konnte auch gar nicht anders. Die Muskelstränge waren wir von einem leicht goldenen Licht umhüllt, wo ich sie zusammenführte, benutzte ich meine innere Kraft wie eine Nadel, während ic mir vorstellte wie das Innere wieder verschmolz, Narbengewebe auflöste, wie hatte das so schnell heilen können an einigen Stellen?
Wenn ich so in Trance war jedoch hörte ich es nicht wenn mich jemand rief, auch anfassen war normalerweise nicht sonderlich gut, meine Mitarbeiter waren geschult mich machen zu lassen auch wenn es gerade nicht schlimm war das er versuchte mich rauszureißen, ich war nämlich viel zu fertig von der Sache und mir war komisch als ich umkippte. Bekam auch nicht mit wie ich auf einen fremden Schoß gezogen wurde, von der Decke eben so wenig. Erwachte erst als ich eine weitere fremde Stimme hörte, blinzelte und schlug die Augen auf um von unten aus auf einen Mann zu starren der so einiges ausstrahlte, aber nichts davon wollte ich in meiner Nähe wissen. Wer… war das? Er schien wütend zu sein und aufgebracht und, ich wollte weg von ihm.

Taima musste ich glücklicherweise nicht bewegen, das machte der Rotschopf von dem ich nicht wirklich was mitbekam was er da trieb, beobachtete nur Ili dabei wie fasziniert er erst schaute um dann zu versuchen ihn wach zu kriegen, runzelte darauf nur die Stirn und streichelte Taima durch die Haare, ehe ich nickte. Gut, Wasser. Wollte gerade Tai wieder hinlegen, als ich schon sah wie Ili reagierte, das konnte nur bedeuten wir bekamen Besuch. Der dann auch eintrat… Oh.oh.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Jun 04, 2015 2:09 pm

Hmhm, wenn er Glück hatte, fand Tai keinen Gefallen an dem Kleinen und dann würde er diesen auch in Ruhe lassen, aber wenn doch, huh … na bloß gut dass Ilidan als Geistheiler aktuell recht erholt war und sich durchaus darum kümmern könnte. Ansonsten aber schien er das auch alleine zu schaffen, konnte sich ein bisschen heilen und den Rest unterstützte hoffentlich der Eintopf. Allein lassen konnte man den Kleinen eh nicht, viel zu gefährlich wenn er jemandem unter die Augen kam der nicht wusste was passiert war und wieso der Fremde sich hier aufhielt. Die Akzeptanz einem Narben- und Hornlosen gegenüber, der noch dazu so schmächtig war, wäre gering, umso erstaunlicher dass Tai ihn am Leben gelassen hatte.
Jep, Bel aß Gemüse auch nur wenn es zumindest in Fleischsaft schwamm und dann auch nur wenn man ein bisschen nölte, aber hey es tat seiner Statur wirklich gut und er war ja auch toll gebaut, da konnte Mann nicht meckern, im Gegenteil.
Ja, jetzt durfte er Taima nahe kommen, seine Magie nutzen, denn zuvor hatte Taima weder schon klarstellen können dass Kirian ihm nichts getan hatte und Heiler war, und er hatte selbst seine Einwilligung dazu geben müssen. Ilidan wusste dass Tai es nicht zuließ von jemand anderem behandelt zu werden, Bel ging noch, aber unbewusst nahm er Ilidans Kraft am besten an, was ja auch logisch war. Es hätte also kein Grund zur Hektik bestanden, und der Schamane spürte interessiert mit, was da passierte, wie Taimas Körper reagierte. So etwas war ihm noch nie untergekommen, Taima knurrte, das war aber auch alles und er atmete kontrolliert durch, bis Kirian dann zusammensank.
Der Schamane warf einen beschwichtigenden Blick zu Belial, war alles gut, er hatte sich nur übernommen und das machte ja nichts, hust, tat Ili selber allzu oft. Ein bisschen Ruhe und nachher noch was zu Essen, das würde schon wieder und auch Taima ging es schnell besser, noch ein paar Mal und er gewann wirklich noch das Armdrücken gegen Bel … Lange auf dem Schoß behalten konnte Ilidan den Kleinen aber nicht, spürte dass sie Besuch bekamen und da Taima nicht aufstehen konnte, begrüßte er ihren gemeinsamen Vater.

Das Essen hatte gut getan, aber ebenso auch die Behandlung die ich nur deshalb zuließ, weil mein Bruder aufpasste, spüren würde wenn etwas nicht stimmte. Das Gefühl aber kam mir vertraut vor oder wenigstens bekannt, ich knurrte kurz und spürte dann wie mein Gewebe irgendwas machte, ein ziemlich ekliges Gefühl und im Nachgang wurde es dann besser. Ich reagierte nicht, schloss nru halb die Augen und ließ es geschehen, wissend dass es half. Ich war froh nicht bewegt zu werden und auch dass Bel mich stützte, schon sitzen wäre allein unmöglich da es die Bauchwunde zu sehr strapazieren würde. Und wehtäte, aber das war kein Argument. Uh ja, Waschen klang gut und danach konnte ich wieder schlafen, wollte schnell wieder auf die Beine kommen und einige Sachen richtigstellen. Eigentlich war der Besuch überfällig, er musste mitbekommen haben dass Ilidan Essen anforderte und siehe da, unser Vater kam vorbei. Zugegeben, ich war froh ihn zu sehen mehr als alles andere, der andere Teil meiner noch lebenden Familie.
Ashtir runzelte kurz die Stirn, es passte ihm überhaupt nicht, etwas in seiner Siedlung zu dulden was hier nicht hingehörte und dann auch noch händchenhaltend bei seinen Söhnen schlief, er hatte nicht so ziemlich alles geopfert damit diese sich dermaßen in Gefahr begaben oder gar für Fremde Aktiv wurden. Jene mit denen er zuvor gesprochen hatten, konnte ihm nur sagen dass Taima wieder aufgetaucht war und jemand bei ihm war, ein Fremder, zwar geschändet aber noch lebend – von Fürsorge war nie die Rede gewesen, auch wenn das gewiss keine Gefahr war, dieses erschöpfte Ding ohne Hörner da. Gut, jene Ashtirs waren recht weit hinten angesetzt, verliefen dicht am Kopf und wurden erst weiter hinten sichtbar. Ich stützte meinen Arm hinter mir auf, bat Belial sich ein wenig zu distanzieren, schon allein weil ich vor meinem Vater nicht völlig hilfsbedürftig wirken wollte und es unter Schmerzen auch schaffte Sitzen zu bleiben.
„Vater.“, begrüßte Ilidan ihn, wurde aber mit einem Nicken und einer Geste von weiteren Erklärungen abgewiesen.
„Ist dein Bruder in der Lage zu sprechen?“, fragte Ashvir, woraufhin sein Zweitgeborener nickte und auswich, ihn passieren ließ. Er hatte diesen ja nicht einmal selbst ausfragen können, nur wenige Anworten bekommen, aber jetzt war Taima beisammen – Ilidan hingegen mogelte sich unauffällig in die Nähe Kirians, auch wenn ihr Vater aktuell diesen noch komplett ignorierte.

Ich versuchte ohne eine Miene zu verziehen sitzen zu bleiben, zog aber unwillkürlich den Kopf ein, als Vater sich vor mir hinhockte, die hellgelben Augen fest auf mich gerichtet.
„Was hatte ich dir zum Thema Alleingänge gesagt, Taima?“, meinte dieser streng und seufzte dann, halb entnervt, halb erleichtert, ehe er kurz seine Stirn an meine legte, „Wie oft noch, hast du immernoch nicht verstanden, dass du vielleicht einmal nicht zurückkommst?“
Ich schaute kurz betreten, freute mich aber um die versöhnende Geste und hätte am liebsten die andere Hand ausgestreckt, sie ihm auf die Schulter gelegt oder seine ergriffen. Ich wusste was er meinte, und wollte wirklich nicht dass er noch jemanden an den Wald verlor, es war doch keine Absicht gewesen. Es ging aber nicht nur um mich.
„Der Vairal-Stamm ist fort, Vater, eine ganze Siedlung dieser Fremder ist da wo sie einst waren.“, sagte ich, er musste das wissen einfach weil es immernoch recht nah an unserem Gebiet war, „Das da ist deren Heiler.“ „Du hast ihn verschont?“ „Ja.“
Eine für Ashvir wenig zufriedenstellende Antwort, ich wusste aber dass meine Erklärung keinen Anklang gefunden hätte, ich war alt genug das zu entscheiden. Mein Vater schüttelte den Kopf.
„Er wird nicht hierbleiben.“ „Den Ort an den er zurückgehen kann wird es aber nicht mehr lange geben!“, protestierte ich, zuckte etwas zusammen, da diese Aufregung wiederum schmerzte. Ashvir antwortete nicht sofort, erhob sich nur geschmeidig und warf einen frostigen Blick zu dem rothaarigen Bündel.
„Was passiert entscheide immernoch ich, Taima.“ Und wenn er Lust hätte, diese potentielle Gefahr sofort von der nächsten Baumbrücke zu schmeißen, dann könnte Ashvir das tun.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Sa Jun 06, 2015 3:25 am

Warum sollte der Mann Gefallen an mir finden, ich hatte nichts das ihn zufrieden stellen konnte, wollte ihn nur befreien und seine Wunden heilen, fühlte mich dafür verantwortlich, es waren immerhin meine Mitmenschen gewesen die ihn so behandelt hatten. Wie gefährlich es für mich hier eigentlich war hatte ich auch noch nicht überrissen, es einfach zur Seite geschoben, fühlte sich so familiär an hier dass ich ganz vergas warum ich eigentlich hier war. Allerdings auch besser so, würde noch früh genug kommen dass ich mich zurückerinnerte und alles auf mich einprasselte, so jedoch war ich abgelenkt, durfte heilen. War nicht in Gedanken dabei was passierte wenn ich alleine seinem Stamm entgegengestellt wurde oder versuchte zu entkommen und einem von ihnen in die Fänge geriet. Die Siedler würden sich dafür rächen wenn einem von ihnen sowas passiert wäre, da konnte ich mir sicher sein und so würde es hier wohl kaum anders kommen. Warum er mich letztlich am Leben gelassen hatte wusste ich nicht, konnte ja aber auch nicht ahnen das er es getan hätte nachdem was er da im Wald angefangen hatte, das alleine hätte mich umgebracht, hätte er mich liegen gelassen. Wobei es mich auch erstaunen würde wenn ich erfuhr, dass er normalerweise nur diese Beiden dran ließ, warum also gewährte er es mir ihn zu berühren und in ihn einzudringen? Denn nichts anderes war es, natürlich konnte ich damit nicht nur heilen, aber ich war als Heiler geboren worden und nicht als Mörder, daher käme mir nie in den Sinn ihm schaden zu wollen. Hektik war wichtig, konnte nicht zulassen das ich unterbrochen wurde und ich hatte Angst das der Kerl sich schon wieder dumm bewegen würde um alles aufzureißen, wenn er mich fertig machen ließe, könnte er schon sehr bald wieder normal gehen. Das würde mich zwar ziemlich niederwerfen, vor allem weil ich selbst verletzt war aber ich bildete mir ein bei vollster Gesundheit zu sein, besser als die Gedanken an den Wald. Ich war ein wenig stolz wie gut das Gewebe sich zusammenfügte, jetzt wo ich nicht mehr dran war würde sich wahrscheinlich dennoch eine Narbe bilden, aber bei weitem nicht so groß wie vorher und er könnte danach auch wieder normal laufen. Es hatte sich nur verschoben gehabt weil er das Bein so sehr belastet hatte, mit meiner Bewusstlosigkeit war dann auch noch der Rest meiner Konzentration gefallen und es hatte sich ohne Probleme schieben können, etwas das ich ihm gerade hoch anrechnete das er nicht stöhnte und nichts, war sicherlich schmerzhaft. Er hätte mich auch rausdrängen können jederzeit aber irgendwie schien er sich nicht dagegen zu wehren, ließ mich machen lag vielleicht auch daran das sein Bruder da war, dieser hatte mich ja schon Mal von ihm abgeschnitten und würde es wohl wieder können. Ich bekam nicht mit wie ich erst gehalten und dann losgelassen wurde, trotzdem wusste ich das von Ilidan keine Gefahr drohte und er aufpasste, war wohl ein unausgesprochener Heiler Kodex das man einander half und sich unterstützte oder dieser war einfach viel netter als sein Bruder. Die Stimmen waren so bekannt und doch so fremdartig, kamen durch mein Bewusstsein wie durch ein Nebelfeld und ließen mich die Augen öffnen. Hätte ich sie doch lieber geschlossen gelassen, der Mann war erschreckend, fast schon größer als die beiden Schwarzhaarigen, genauso stark gebaut wie der Weißhaarige und viel pompöser und. Waren das schon wieder Federn und Knochen und Perlen? Was diese Leute hier mit solchen Dingern in den Haaren hatten wusste ich wirklich nicht, blinzelte leicht und zog die Decke näher an mich, ehe ich zu Taima blickte und empört die Luft einzog, sodass es leise zischte. Der Kerl war doch! Das war der Wahnsinn. Konnte nicht anders als meine Augen zu Schlitzen zu verengen und den fremden Mann komplett zu ignorieren, ehe ich mich leicht aufsetzte, die Decke fester um mich zog und anfing auf ihn einzureden. „Verdammt wie bescheuert kann man denn sein, du bist nicht unsterblich oder, bist du doch nicht?“, schaute ihn kurzzeitig verwirrt an, ehe ich die Hände in die Hüfte stemmte, dann auf seinen Bauch deutete, das Gesicht schmerzhaft verzog und dann auf das Kissen deutete. ER hatte sich gefälligst hinzulegen, schnaufte leise und schaute mich hilfesuchend nach Ilidan um, dieser schien vernünftig zu sein. Stattdessen starrte ich direkt zu dem furchteinflößenden Mann dessen Blick mich normalerweise schnell das Weite hätte suchen lassen, aber ich hatte schon schlimmere bei mir auf der Liege gehabt. Nein, der Arm durfte nicht ab sie mussten noch Feldarbeit/Kämpfe sonst was austragen, vollkommen egal ob sie an Wundbrand starben oder nur noch eine Sehne intakt war. Als Heiler musste man mit allen möglichen Arten von Menschen umgehen, wurde auch mal geschlagen oder getreten, Verletzte wehrten sich ob bewusst oder unbewusst und ich war mein Lebtag mit Kranken in Berührung gewesen. Dieser Mann schien der Grund warum Taima sich nicht hinlegte, also musste ich ihm klar machen, dass was auch immer er gerade tat nicht gut war für den Patienten. Davon abgesehen hatten wir immer noch eine Verbindung und ich spürte die Schmerzen, auch die Tatsache das die Wunde im Begriff war wieder zu reißen, atmete verzweifelt aus und deutete auf Taimas Bauch, während ich dem Mann in die Augen starrte, blickte mich dann nur suchend um, suchte nach etwas Rotem, fand auch etwas und deutete darauf und wieder auf den Bauch, hoffte das er es verstehen würde. Dann machte ich eine erneute Geste dass er liegen musste, heftiger als vorher, zuckte zusammen, als sich ein Schmerz durch meinen Unterleib bahnte. Presste meine Hand darauf und stöhnte schmerzerfüllt auf, krümmte mich zusammen.

Klar aß ich Gemüse, vollkommen tapfer, immer darauf bedacht meinen Liebsten nicht zu verärgern, außerdem wurde ich auch wunderbar dafür belohnt wenn ich es aß. Meine Figur war stark und athletisch auch ohne Gemüse, das redete Ilidan sich nur ein, aber wer war ich dass ich mich dagegen wehrte wenn er sowas wollte? Solange es nur bei ein bisschen Gemüse blieb und hin und wieder schmeckte es mir ja sogar, erwähnte das nur nicht öffentlich. Ich war etwas skeptisch was der Rotschopf machte, auch sein Zusammenbrechen war konfus und doch schien Ilidan nicht besorgt, lächelte mir nur zu, ehe er sich wieder um ihn kümmerte. Die Erschöpfung war dem Rotschopf dennoch anzusehen, was mich finster dreinblicken ließ. Noch einer von der Sorte, vielleicht waren alle Heiler so und es war eine bekannte Heiler Krankheit? Taima das Armdrücken gegen mich gewinnen, nie im Leben! Das würde der kleine Jungspund doch gar nicht hinbekommen und wenn er noch so viel Fleisch in sich reinhaute.
Ashtirs Besuch war für keinen von uns eine große Überraschung gewesen, nickte ihm ehrerbietig zu, zwar verstanden wir uns gut aber das hier war eine Sache zwischen Taima und ihm und da hatte ich nichts zu suchen. Verstand schon warum dieser mich loshaben wollte und gewährte es ihm auch, rückte von ihm ab, nicht aber ohne eine Hand noch stützend auf seinem Rücken zu lassen, bis ich sicher sein konnte dass er sich wirklich halten konnte. Es war mir auch bewusst, dass der Rotschopf sicher nicht gern gesehen war, aber er war verletzt gewesen und Ilidan hatte sich um beide gekümmert, gerne hätte ich etwas gesagt, doch ich kümmerte mich lieber erstmal um die Badesachen, ließ den Beiden etwas Ruhe und Zeit füreinander, während ich heißes Wasser besorgte und Schwämme, Tücher. Ilidan kümmerte sich derweil um Kirian, war in seiner Nähe, wenn er auch aufmerksam blieb, ich hörte ebenfalls mit halbem Ohr zu, bereit Ilidan sowie Taima zur Unterstützung zu eilen, Ashtir machte sich nun Mal große Sorgen um seine Kinder, vollkommen verständlich nach dessen Vorgeschichte und verstand seine Angst. Ein wenig zuckte ich jedoch zusammen als die harte Stimme verkündete das der Rotschopf gehen musste und ebenso verwunderte mich, dass Taima offensichtlich nicht wollte das dieser zusammen mit den anderen vernichtet wurde. Denn das wir sie auslöschen würden stand außer Frage. Wer wusste schon ob der Kleine das überleben würde alleine im Wald, wahrscheinlich nicht da wäre es wirklich gnädiger ihn gleich hier und jetzt zu töten.
Wobei dieser das wahrscheinlich auch selbst erledigte, hörte ich doch seine Stimme und drehte mich zu ihm um, wie er erst wild gestikulierte, es dann sogar schaffte den Vater der Beiden böse anzustarren und dann stöhnen zusammensackte. Eh, der Junge war sowas von tot…
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   So Jun 21, 2015 3:47 pm

Es war auch familiär, immerhin hatte Ilidan seinen Bruder zurück und es schien so als würde dieser wieder ganz gesund werden können, wenn er sich nur schonte, und auch Belial war da, was sowieso immer beruhigend und schön war. Der Fremde dort war keine Bedrohung, ansonsten hätte er die Feindseligkeit wohl auch wahrgenommen, die aber selbst Bel abgelegt und neben ihm geschlafen hatte. Dennoch würde es noch Schwierigkeiten geben, dass es Konsequenzen haben würde, den Sohn eines Häuptlings so schwer zu verletzen, stand außer Frage und auch Ilidan würde sich da gern beteiligen, einfach weil es ihn wütend machte und Nescu nicht für ihre friedfertige Art bekannt waren, aber was wenn das geklärt war? Wo sollte der Rotschopf hin? War in dem Fall doch gut, wenn Taima Anspruch auf ihn erhob und damit davor bewahrte, sich allein in den Wäldern zurechtfinden zu müssen und vom nächstbesten Tier oder Gehörnten gefressen zu werden. Tai würde schon seine Gründe haben, Kirian jetzt in Schutz zu nehmen.
Dass das Heilen auch Schaden anrichten konnte wenn der Rotschopf es einfach umdrehte, das wussten sie ja alle nicht und in dem Fall hätte Tai wohl auch keinesfalls zugestimmt, hatte es nur getan weil es schon mal geholfen hatte und er immernoch lebte. Ilidan würde allerdings seufzen, ja WENN Taima stillhielte, aber der Kerl hatte die Angewohnheit sich maßlos zu überschätzen wenn es um Genesung ging, würde sich bewegen sobald er es für richtig hielt und Ili konnte ihn ja schlecht festbinden … er verzweifelte dann immer halb, zumal er ihm das nach der Gefangenschaft keinesfalls antun wollte. Dafür ließ Tai es mit sich machen, wie Ilidan spüren konnte, eine Bereitwilligkeit, die nur durch den Besuch wieder ins Gegenteil verkehrte und er nicht mal mehr von Belial Hilfe beim Aufrichten haben wollte. Irgendwo auch verständlich, er mochte es nicht Schwäche eingestehen zu müssen – erst recht nicht vor ihrem Vater.

Ich stellte mich schon auf Rüge ein als ich mir der Gegenwart Ashvirs gewahr wurde, wollte Bel aus der eventuellen Schusslinie haben und auch alleine sitzen, immerhin ging es mir ja schon etwas besser. Auch dass Vater nicht stocksauer, sondern besorgt und enttäuscht schien, war regelrecht beschämend, ich wäre besser mit einer handfesten Rüge klargekommen, so aber fühlte ich mich ein bisschen schlecht, unverantwortlich, was auch die kurze Unterbrechung nicht abmildern konnte. Ich war wirklich heilfroh, dass Vater fast nicht auf die unverständlichen Worte, die mir zu gelten schienen, reagierte, er warf nur einen Blick zur Seite der ausdruckslos schien, letztlich aber eine Warnung sein dürfte. Dann wandte er sich einfach mir wieder zu, die Mahnung mich hinzulegen (?) ignorierend, stattdessen bekam ich etwas Zuwendung die durchaus tröstlich war, ich würde mich ja hinlegen, aber konnte von meinem Vater nicht verlangen dass er sich fast hinlegen musste um seine Zuwendung zu zeigen. Die ich eigentlich gar nicht verdient hatte.
Ilidan reagierte aber durchaus, ich merkte aus dem Augenwinkel wie er zu dem Rotschopf huschte und ihm beschwichtigend die Hände auf die Schultern legte, schon okay, ich legte mich ja bald wieder hin, aber er sollte keinesfalls so sprechen, wenn noch nicht klar war was Vater davon hielt. Es stimmte ja, zu sitzen tat furchtbar weh und strapazierte eine Seite der einst klaffenden Wunde sehr, aber noch hielt ich es aus. Was riskant war, war die aufkommende Diskussion, wieso auch immer, ich wollte nicht dass er den Kleinen einfach seinem Schicksal überließ, auch wenn ich wusste dass Ashvirs Wort Gesetz war. Ihc öffnete den Mund um wiederum zu protestieren, auch wenn mit Vaters Aufstehen das Gespräch eigentlich beendet war, biss die Zähne dann aber doch zusammen um mit Gewalt einen Schmerzlaut zu unterdrücken. Ich schwitzte, konnte sitzend nicht richtig atmen ohne mir wehzutun und sank daher mit vor Anstrengung zitternden Muskeln wieder zurück auf mein Lager, versuchend zur Ruhe zu kommen. Er konnte das nicht machen, Fremder hin oder her ohne ihn wäre ich tot, das konnte er nicht einfach beiseite schieben! Nur mich jetzt einschalten, das ging nicht … ich musste mich erst mal wieder sammeln.

Ashvir hingegen war zwar aufgestanden, aber nicht gegangen, jedenfalls nicht nach draußen. Er schien sich nur kurz zu besinnen und machte dann zwei Schritte auf das andere Krankenlager zu, um seinem jüngeren Sohn mit einer Handgeste zu bedeuten da zu verschwinden. Ilidan zögerte, der Griff um Kirians Schultern festigte sich kurz, dann wich er zurück und huschte aus dem Weg, zu Bel, dem er beunruhigt eine Hand auf den Bauch legte und sich anschmiegte, ohne eine Sekunde aus den Augen zu lassen, was geschah. Er atmete scharf ein, als Ashvirs Rechte sich um den Hals des Rothaarigen legte und diesen frei von Skrupel in sitzende Position zerrte, als wöge er nichts. Der Häuptling mochte eine ähnliche Statur haben wie Belial, aber er war stärker, deutlich stärker, was Kirian auch zu spüren bekommen würde während einer kurzen, aber intensiven Inspektion – er suchte nach Hornansätzen, Fangzähnen, besonderen Ohren, Hautmerkmalen, Krallen, an ein Tier erinnernde Beine, wurde aber nicht fündig. Er wies keinerlei Merkmale auf die ihn einzuordnen machten, Taima musste die Wahrheit sagen, wenn er meinte, es gäbe eine neue Sorte Lebewesen in den Wäldern, die anscheinend einen anderen Clan vertrieben hatte – und einer von denen war jetzt hier, natürlich war er nicht begeistert und beendete die Inspektion damit, dem Winzling direkt in die Augen zu starren. Er sollte ihn hier und jetzt töten und jedes Risiko ausräumen. und hätte es auch vermutlich getan, wären seine Intentionen nicht so klar gewesen dass doch noch ein Aufbegehren kam kaum dass sein Griff sich festigte.
„Vater!“, kam es fast wie aus einem Munde von den beiden Zwillingen, Taima regte sich zwar, aber nur Ilidan konnte einfach herüberlaufen und legte Ashvir beide Hände um die Taille wie um ihn wegzuziehen, was er aber nicht wagte.
„Vater bitte, nicht.“, bat er ihn inständig, „Er hat Tai geholfen und kann es immernoch, ich weiß dass es deine Entscheidung ist … aber bitte lass ihn los, nicht hier und jetzt!“
Ihm klar dass das eventuell Konsequenzen nach sich zog, nicht nur für Taima der wiederum versucht hatte sich aufzusetzen, aber gescheitert war. Einige Momente passierte gar nichts, dann ließ Ashvir los, schüttelte Ilidan ab und ging, diesmal wortlos und ohne einen der Beteiligten noch eines Blickes zu würdigen.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   So Jun 21, 2015 6:51 pm

Na nur familiär für die Drei, nicht aber für mich und trotzdem störte es mich weit weniger als es sollte. Ich hatte natürlich gemerkt wie sie sich entspannten und keiner von ihnen schien mir gerade böses zu wollen, es war so leicht zu vergessen was gewesen war und einfach im hierzu jetzt zu schlafen und sich beruhigen, Kraft zu sammeln. Konsequenzen, ja die würde es geben ich wusste nicht wer Taima war, konnte nicht ahnen wie wichtig seine Position erachtet wurde und doch war allein wie diese drei miteinander umgingen aufzeigend wie sehr sie einander liebten und behüteten. Ich wusste nichts von dem Plan das Dorf auszulöschen, die Siedlung zu zerstören und alle nieder zu metzeln, konnte ja selbst kaum glauben das meine Leute dies bei dem vorherigen Clan getan hatten. Die Gehörnten fraßen auch Menschen, gute Güte, es war wohl besser in die Stadt zurück zu kehren, auch wenn ich keine Ahnung hatte wie ich dorthin kommen sollte. Was das umgedrehte Heilen anging hatte ich bisher nur gewusst das ich es konnte, eine meiner Vorfahren hatte es benutzt um viele Leute um die Ecke zu bringen, sie war eine Mörderin gewesen die sich ihrer Feinde entledigt hatte, gleichzeitig jedoch hatte ich sie immer wieder bewundert, als man mir die Geschichten erzählte hatte ich nur im Kopf das sie sich nur ihrer selbst gewehrt hatte und wahrscheinlich nur für sich eingestanden war. Ich wusste vom Prinzip her wie es ging, viel einfacher als heilen und auch beim heilen konnte so manches schief gehen deswegen war es auch wichtig sich komplett zu konzentrieren, was auch der Grund war warum ich meinen Körper kurzzeitig verlies, wenn ich in ihm blieb war es schwierig nicht rausgerissen oder erschreckt zu werden.
Still halten jedoch musste auch der Patient und da hatten wir wohl einen sehr sturen Kerl erwischt, aber ich tat was ich konnte und schickte möglicherweise etwas zu viel, das würde schon werden. Vielleicht wäre es möglich ihn zu heilen aber gleichzeitig schwach zu halten, sodass er nicht wieder aufsprang doch sowas hatte ich noch nicht probiert und würde es auch nicht tun wenn ich nicht wusste das ich was kaputt machte. Es war verstörend wie sich das komplette Verhältnis änderte als der Fremde dazu kam. Er sah ähnlich aus wie die beiden Zwillinge, fühlte sich auch ähnlich an, was ich nur kurz wagte und es war mir recht schnell klar dass dies wohl der Vater sein musste, trotzdem kein Grund seinen Sohn jetzt dazu zu bringen sich aufzusetzen und wieder zu verletzen. Wie sollte denn da was heilen… Das ich da gerade selbst nicht besser war ignorierte ich, genauso wie das Ziehen das sich wieder in meinem Unterleib regte. Ich konnte ja nicht ahnen wie gefährlich es war was ich gerade tat, meine Sorge galt dem Verletzten und den Schmerzen die dieser hatte, auch wenn ich das nicht mehr zurückdrängen konnte das ich selbst verletzt war. Durch den Schmerz abgelenkt bekam ich nur halb mit wie der Mann sich zu Taima herabbeugte, ihn liebkoste, während sich plötzlich Hände auf meine Schultern legten, mich versuchten zu beruhigen, warf nur einen verzweifelten und schmerzerfüllten Blick zu dem Dunkelhaarigen. „Ilidan“, brachte ich leise heraus, leise genug das nur dieser es hören würde, schaute hilflos zurück zu dem Paar. Sie lösten sich voneinander und ich wurde mit einem eiskalten Blick bedacht der mich meine Schmerzen vergessen ließ, dazu brachte ein Stück abzurücken, zu versuchen weg zu rutschen, während der Mann auf mich zukam, was ich jedoch wieder rückgängig machte, als ich sah wie Taima mit schmerzverzehrtem Gesicht zurücksank, rückte wieder näher zu ihm, wollte aufstehen, als ich schon am Hals gepackt wurde, legte automatisch meine Hände auf diese eine große Hand und japste erschrocken. Die ganze Zeit war Ilidan schützend hinter mir gewesen, spürte auch noch wie er meine Schulter kurz drückte, hatte aber zu dem Zeitpunkt meine Augen auf Taima gehabt und wollte eigentlich diesem helfen und nicht dem Mann in die Augen sehen der meinen Hals doch fester drückte, was mich aufschluchzen ließ. Bitte… Seine Hand wirkte so stark als könnte er mich mit nur einer Hand erwürgen, meine Hände sahen viel zu klein aus, fast wie Kinderhände als ich versuchte ihn weg zu schieben, meine Decke war mittlerweile weggerutscht, entblößte das ich nichts darunter trug was mir die Tränen in die Augen trieb. Wenn er das Gleiche machte wie, wie Taima im Wald dann würde er mich zerfetzen und umbringen. Entsetzt und erstarrt vor Angst ließ ich ihn machen, wie er mich betaschte, meinen Mund zwang sich zu öffnen um hinein zu sehen, ich wusste nicht was er suchte und war mehr als nur froh als er sich einfach damit begnügte fester zu zudrücken, ich keuchte erstickt, schloss die Augen und wartete einfach, hörte den entsetzten Ausruf, aber nicht was geschah, mein Mund war geöffnet und ich schnappte nach Luft die meinen Hals nicht verließ, nicht weiter in meinen Körper strömte. Ich versuchte nochmal seine Hand wegzubekommen, aber die Panik und der Sauerstoffverlust brachten mich nur dazu über seine Hand zu streichen, zu schwach um ihn wegzuschieben und als seine Hand verschwand sackte ich einfach nur in mich zusammen, schluchzte und hickste erstickt, krallte meine Hände in die Decke und rollte mich zusammen, ungeachtet der Tatsache das ich nicht bedeckt war. Bitte, ich hatte doch gar nichts getan, warum waren sie so… gemein und brutal.

Ashvir schaffte es selbst mir ein schlechtes Gewissen zu machen wie er mit Taima umging und ich nahm mir vor nächstens besser auf beide Brüder auf zupassen, nicht nur meinen Liebsten. Obwohl ich arbeitete war meine komplette Aufmerksamkeit im Geschehen und ich zog schützend Ilidan zu mir als dieser von seinem Vater weggewunken wurde, legte eine Hand um seine Hüfte und die andre auf die Hand auf meinem Bauch, drückte ihn leicht an mich und umarmte ihn mit beiden Armen als der Rotschopf am Hals hochgezogen wurde. Die Panik in dessen Augen war deutlich zu sehen und ich konnte nicht anders als Ilidan beruhigend zu zu murmeln, keine richtigen Worte, nur um ihn etwas runter zu bringen, wusste ich doch dass dieser sich um jedes Wesen kümmerte das er heilen wollte. Interessant auch das Taima nicht wollte das dem Rotschopf etwas geschah, ich selbst war ja auch vollkommen angespannt und beobachtete was geschah, kraulte ihm beruhigend über den Rücken. Erst als es ernst wurde und Ashvir aussah als würde er ihm das Genick brechen oder ihn einfach erwürgen löste ich meinen Griff um Ilidan ließ diesen vorpreschen, trat auch ein Stück vor um beruhigend eine Hand auf Taimas Brust zu legen, ihn wieder runter zu drücken. Half jetzt keinem wenn dieser sich noch mehr verletzte und auch wenn mein Blick bei Ilidan war versuchte ich gleichzeitig mich auch um die beiden anderen zu kümmern, wobei ich jedoch eher Abstand zum Rothaarigen hielt, dafür Taima über die Haare strich. „Sht…“, machte ich beruhigend, schaute zu wie Ashvir den Raum verließ, schüttelte den Kopf und wagte es leise zu sprechen. „Er hat Angst um euch.“ Auch wenn der Kleine nicht so aussah als könnte er einem von uns was tun, waren Taimas Verletzungen ein Zeichen, dass es möglich war und obwohl sie weder Krallen noch Klauen noch anderes hatten waren sie gefährlich.
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   So Jun 21, 2015 11:46 pm

Das friedliche Umgehen miteinander würde sich aber dennoch positiv auswirken, wie Ilidan glaubte, weil eine Harmonie und die Gewissheit ausgeglichener Stimmung so erst merklich wurde, was auch für jeden Außenstehenden, der einiges durchgemacht hatte, beschwichtigend wirken würde. Hoffte er zumindest, aber auch Tai würde es sicherlich gut tun. Die Nescu waren eben nicht viele, Klein im Vergleich zu anderen Stämmen und schon mal vom Aussterben bedroht war diese Gemeinschaft der Gehörnten so eng zusammengeschweißt als wären alle verwandt, und gleichzeitig herrschte äußerste Brutalität vor gegen alles was diesen Zusammenhalt auch nur im geringsten gefährden oder ihnen einen Teil der Gemeinschaft nehmen könnte – insbesondere wenn es der Häuptlingssohn war, der schon ausflippte wenn man ihm seine Insignien nahm. Wäre besser nichts davon zu wissen, dass der harmlose kleine Rotschopf durchaus auch anders könnte, wenn er wollte, immerhin hatte Ilidan aktuell das Vertrauen gefasst dass er niemandem schaden könnte und würde nicht gut reagieren zu wissen dass er durchaus auch Schaden hätte anrichten können, selbst unbewusst und ungewollt. So aber hatte er seinem Zwilling nur geholfen und verdiente es einfach nicht zu sterben, auch wenn er ein Fremder war.
Trotzdem konnte Ilidan da nichts tun, Taima war in der Lage dazu seinem Vater das bisschen Respekt zu zollen und hatte sich entschieden das zu tun, das konnte man ihm nicht verbieten, weshalb Ilidan auf seinen Namen hin einen wehmütigen Blick zu Kirian warf, er konnte da jetzt auch nichts tun aber das würde schon werden. Es widerstrebte ihm sehr, den Kleinen loslassen zu müssen, aber Ashvir hatte es angewiesen mit nur einer Handbewegung und er würde sich dem Willen seines Vaters nicht leichtfertig widersetzen. Taima machte ihm auch Sorgen, Ilidan spürte fast wie am eigenen Leib dass er Schmerzen hatte und musste auch vermeintlich hilflos der Musterung zusehen. Kirian hatte doch Angst, er durfte nicht mal versuchen diesen zu beschwichtigen wie es Belial bei ihm tat, halb in den Arm nahm und damit Rückhalt gab. Doch es war ihr Vater, sie spürten beide dass er kurz zuvor war Ernst zu machen, ansonsten hätte Ilidan dieses aufbegehrende Eingreifen nicht gewagt und im Nachhinein auch mit Strafe gerechnet, doch nichts dergleichen geschah. Er ging einfach, das ungute Gefühl zurücklassend dass es damit nicht vorbei war.

Es war eine dumme Idee gewesen, so laut zu werden, es hatte wirklich wehgetan und ich war mehr als froh, dass mein Bruder das tat was ich nicht selbst konnte – was auch immer der Kleine war, ich war mir nicht sicher was mit ihm passieren sollte, doch seinen Tod oder diesen prädestinieren wollte ich bestimmt nicht. Ich konnte die Angst des Kleinen förmlich wittern, aber nichts weiter tun, war nur erschöpft zurückgesunken und kurz sogar weg gewesen, bis Bels Hand mich animierte die Augen wieder aufzuschlagen. Kirian weinte aber das hieß zumindest, dass er noch lebte. Trotzdem, ich war mehr als nur aufgewühlt was Belial spürte und auch versuchte mich zu beruhigen, was erst wirklich gelang als Vater weg war. In dieser Laune war er unberechenbar, wie immer wenn er uns oder andere in Gefahr sah und normalerweise war dieser Versuch, immer auf Nummer Sicher zu gehen, ja auch wirklich gut und sachdienlich. Ich würde noch mal in Ruhe mit ihm sprechen und den Sachverhalt schildern müssen …
„Mh ...“, machte ich nur, gefolgt von einem zischenden Schmerzenslaut, und sank dann einfach in mir zusammen, lag ja eh schon sodass nichts weiter passierte, aber mein Körper hatte beschlossen dass das zu anstrengend, zu nervenaufreibend war und er die Schmerzen satt hatte, sodass ich einfach wieder das Bewusstsein verlor und danach wohl einfach einschlafen würde, so lange wie die Gegenwart der anderen gegeben war – auch vom gewaschen werden würde ich mich nicht wecken lassen.
Das aber würde Bel übernehmen müssen, da Ilidan sofort nach Ashvirs Verschwinden einfach den halben Meter herüberrutschte und sich um das Häuflein Elend sorgte, das sich auf seinem Lager eingerollt hatte und wieder weinte. Nur mit Mühe und gutem Zureden schaffte er es, die Decke aus dessen Klammergriff zu befreien und den mageren Leib wieder schützend verhüllen zu können, ihm immer und immer wieder vorbetend dass alles wieder in Ordnung wäre. Er verstand ja nicht mal was los war und wieso ihr Vater da so drauf war … für ihn war das gerade nur ein unterbrochener Mordversuch, was leider nicht fern von der Wahrheit war. Ihr Vater war nicht gemein – höchstens verbittert und bestrebt alles im Keim zu ersticken was seine Familie in irgendeiner Form gefährden könnte – er seufzte nur auf Bels Aussage.
„Er ist okay … lass ihn schlafen und beweg ihn so wenig wie möglich.“, kommentierte Ilidan die Bewusstlosigkeit Taimas, war sogar gut dass dieser jetzt still liegen würde und die Wunde nicht wieder aufriss. Ilidan selbst hatte das Deckenbündel vorsichtig unter den Armen gegriffen und halb hoch gezogen auf seinen Schoß, wo er ihn umarmte, stetig beruhigend über den Kopf strich und mit ihm sprach, auch wenn er es nicht verstand – ab und zu wischte er ihm die Tränen weg und wirkte Seelenmagie um ihn zu beschwichtigen, es war bestimmt ein großer Schreck gewesen, aber immernoch besser als jetzt tot zu sein …
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Mo Jun 22, 2015 4:33 pm

Beschwichtigend war es schon und so wie sie mich mit eingebunden hatten fühlte es sich fast so ans als würde ich dazu gehören und konnte damit viel besser entspannen und war auch friedlich eingeschlafen. Ilidan lag da also total richtig, auch wenn es mich traurig gemacht hatte das so anzusehen und zu wissen, dass ich bald zurückkehren würde und dann niemanden hätte der sich so liebevoll um mich kümmerte wie sie untereinander. Wahrscheinlich sollte ich mich doch zusammenreißen und der kleinen Bäckersgehilfin einen Antrag machen, oder zumindest versuchen sie einzuladen. Es war gleichzeitig toll und ebenso traurig wenn man die Hintergründe wusste aus denen sich die Gemeinschaft so brutal gegen Außenstehende Gefahren wehrte. Huh, Ilidan müsste nicht sauer sein, ich hatte meine Fähigkeiten niemals anders benutzt als zu heilen und wenn wem geschadet wurde dann nur mir selbst weil ich mich übernahm. Ich würde also niemandem schaden, hatte ja nicht mal dran gedacht als sein Bruder mir die Kleider runtergerissen hatte um mich zu schänden und das nur wegen den Federn und Perlen die dieser nicht wiederfand, hätte ich meine Tasche gehabt ich hätte es ihm ja wiedergegeben, wusste ja nicht wie wertvoll das wohl war.
So oder so war ich in der Obhut dieser Wesen, war ihnen ausgeliefert und konnte ja selbst nichts ausrichten und musste eigentlich ruhig bleiben und zusehen wie Taima sich selbst verletzte. Vielleicht wäre nichts geschehen wenn ich ruhig geblieben wäre, wenn ich mich schlafend gestellt hätte, aber so konnte ich nicht abwenden was geschah, sackte schließlich in mich zusammen und rollte mich ein, sicher es tat weh aber ich fühlte mich sicherer mit dem Kopf an den Knien und den Armen um meinen Körper, nix da mager. Ich ließ mich nicht beruhigen, war zu sehr gefangen in der Angst die ich bereits im Wald gespürt hatte, dem Schmerz und jetzt tat auch mein Hals weh und schnappte hörbar nach Luft, der Schluckauf der sich gebildet hatte half da auch nicht wirklich. Ilidan brauchte nicht viel Kraft um mir die Decke zu nehmen, so kräftig war ich nicht und selbst wenn hätte ich mich nicht gewehrt wenn er sie mir genommen hätte, schluchzte nur erst recht auf als er mich damit zudeckte und wie erstarrt verharrte, als ich hochgezogen wurde und einfach… auf einen warmen Schoß genommen wurde, was mich leise wimmern ließ. Doch es folgte kein Schmerz, sondern nur Streicheln, sanfte Worte und Wärme. Automatisch entspannte ich ein wenig, kuschelte mich zusammen und legte meinen Kopf auf seine Brust, atmete tief seinen Duft ein, ehe ich nach einiger Zeit nur noch leise vor mich hin hickste, mich in seinem Griff wand und die Hand nach Taima ausstreckte, nicht Ruhe gab bis ich bei ihm lag und mich dort versteckte, an seine Seite gekuschelt. Er hatte mir weh getan aber das kam in meinem Hirn nicht an, war nur warm und bekannt von den letzten Tagen, ich hatte so oft an seinem Bett geschlafen das ich seinen Geruch kannte und als nicht bedrohlich fand, wäre da sein Knurren gewesen, der Geruch nach Wald und Regen… wäre ich wohl nicht anhänglich gewesen so aber kuschelte ich mich an seine Seite und vergrub mein Gesicht an seiner Brust, ehe ich vollkommen fertig einschlief.

Ich hätte Ilidan gerne mehr geholfen als ihn nur schützend zu halten und beruhigend die Arme um ihn zu legen, sein Rücken war angespannt, ich wusste dass er niemals gegen seinen Vater gesprochen hätte, wäre es nicht ernst gewesen. Es irritierte mich immer noch, dass Taima wollte dass dieses Dingelchen lebte und sich sogar den Wünschen seines Vaters entgegenstellte. Es war auch interessant dass Taima erlaubt das er ihn heilte und das obwohl er sonst kaum jemanden außer seinen Bruder und mich an sich ließ. Taima war einfach zu beruhigen, hatte Schmerzen aber ich schaffte es ihn mit kurzen Streicheleinheiten zum ruhiger liegen zu bewegen, während sein Körper die Führung übernahm und sich verabschiedete. Seufzend schüttelte ich den Kopf und nickte Ilidan zu, ehe ich langsam anfing Tai zumindest oberflächlich zu waschen. „Hey, wir könnten das als Übung nehmen wenn wir mal Kinder haben.“, lächelte ich Ilidan unschuldig an und strich Taima über die Haare, während mein Liebster den Rotschopf streichelte und beruhigte. Wenn man die Beiden eine Weile hatte wäre man sicherlich vollkommen vorbereitet auf alles was da kommen konnte mit Kindern, nur das Wechseln der Windeln fehlte da noch. Vorsichtig trocknete ich Taima ab und kraulte ihm den Kopf, beobachtete wie der Rotschopf sich löste und nach einiger Zeit an Taima kuschelte, schüttelte leicht den Kopf und deckte beide einfach zu, ehe ich zu Ilidan trat und ihn fest in die Arme zog, zärtlich seine Hörner küsste und meine Hand auf seinen Hinterkopf legte. Der Kleine hatte nicht so gewirkt als hätte er da mitbekommen was Ilidan gemacht hatte und ich hatte es nur gespürt weil ich wusste auf was ich achten musste. „Du wirst jetzt etwas essen, sonst muss ich dich anketten und füttern, das willst du doch nicht.“, lachte ich leise und küsste ihn sanft auf die Lippen, ehe ich meine Stirn gegen seine lehnte. Ich war ja froh das sie einen Vater hatte der sich um sie sorgte, der Verlust seines Gefährten hatte diesen hart getroffen und es war sicher nicht einfach gewesen alleine Zwillinge aufzuziehen, egal ob er das ganze Volk hinter sich gehabt hatte. Es war schwierig gewesen und so manches Mal war ich mit dabei gewesen wenn es darum ging Schabernack zu treiben und auch mal den Hintern versohlt zu bekommen. Letztlich waren wir jedoch ganz gut gelungen und man konnte stolz auf uns sein, das war ich schließlich auch, auf meine beiden Chaotenköpfe. „Du bist viel zu gut zu allen.“, schimpfte ich ihn, lächelte dabei aber damit er wusste das ich ihn nicht ernsthaft schalt sondern einfach nur Sorgen um ihn machte.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Di Jun 23, 2015 1:14 am

Eben, es war Ilidan auch wegen Tai wichtig gewesen dass er sich nicht fühlte, als wäre irgendwas anders als sonst zuhause, wollte ihn beschwichtigen und mit Bel ging er ja sowieso immer so liebevoll um, könnte er ja gar nicht anders. Außerdem war es gut, je ruhiger alle Beteiligten waren, Kirian tat dem Schamanen auch einfach nur leid, weil er diesen irgendwo sehr gut verstehen konnte – auch er hatte nur jemandem helfen wollen, obwohl dieser Jemand nicht zu seiner eigenen Sippe gehörte, wer wäre Ilidan dann nicht dasselbe zu tun? Auch der Geistheiler wäre doch nicht im Ansatz so warmherzig und offen, wenn er nicht ein Umfeld hatte, das ihm dies ermöglichte, er wusste, dass er geschätzt und behütet war, dass niemand diese Gemeinschaft kaputtmachen konnte, ganz oder gar nicht. Er würde dennoch überaus skeptisch reagieren und Taima wohl auch, ganz einfach weil er sich Sorgen machte sollte diese Fähigkeit zum Thema werden, Tai wusste ja auch einfach nichts davon, was ihm hätte passieren können als er nur getan hatte, was er für richtig hielt – ob es das war, tja, hinterher war man immer schlauer. Das galt für sie alle.
Es war nie gut, Vaters Aufmerksamkeit zu haben, wenn man ein Fremder war, aber auch so würde niemand ihm einfach so widersprechen und auch die Zwillinge taten es nur weil es … keine Ahnung, hatte einen Grund, wieso Ilidan und Taima gleichzeitig protestiert hatten. Doch das drohende Unheil war zum Glück abgewendet, was nichts weiter hieß als dass Kirian noch lebte, und doch, im Vergleich zu Ilidan, der immerhin der am schmalsten Gebaute der drei Nescu im Raum war, war er wirklich dürr und hatte ja auch nicht viel gegessen. Er müsste Tai mal fragen, ob die alle so klein waren bei diesem Clan. Wie auch immer die es dann geschafft hatten jemanden wie Taima zu überwältigen, Ili musste ihn dringend noch ausfragen dazu.
Jetzt aber widmete er sich alleine dem apathisch-hysterischen Kleinen, wissend dass er jetzt nicht in Panik verfallen durfte, und was half bei Nescu und vielleicht auch ihm? Genau, Kontakt und Beruhigung. Kiri wurde eingepackt und auf den Schoß genommen, sanft gewiegt und gestreichelt, bis er sich wieder etwas gefangen hatte – Ashvir war selbst für Nescu bedrohlich, er wollte nicht wissen wie das für den Kleinen war. Er durfte sich ja auch anschmiegen, kuscheln, in Ruhe weinen wobei Ilidan ihm die Tränen ab und an abwischte.

Taima war weg, was in dem Sinne gut war dass er friedlich liegen blieb und sich auch nur waschen lassen konnte, ohne wieder Eigeninitiative zeigen zu wollen. Ohne Bel wäre er jetzt wohl erst mal maßlos überfordert und war froh, dass dieser sich um seinen Zwillingsbruder kümmerte, er musste gewaschen werden, damit das Infektionsrisiko minimiert werden konnte und auch Kirian brauchte das eigentlich, aber er brachte es jetzt nicht übers Herz ihm die Decke wegzunehmen und zu verbieten zu Tai zu krabbeln, was Ili ihn auch machen ließ. Auf Belials (vermutlich) scherzhafte Aussage hin hatte er nur bedächtig gelächelt, aber nichts gesagt, das Thema mied er lieber, weil er sich einfach nicht sicher war. Wie gern er auch eigenen Nachwuchs hätte, was sollte mit dem Platz des Schamanen in der Zeit sein? Wer sollte sich um die Riten, die Verletzungen, oder andere Kinder kümmern die zur Welt kommen wollten? So sehr er Bal liebte, er, oder besser sie beide, hatten anderen gegenüber Verantwortuung. Er würde ja wollen, doch wie? Er würde ja auch für eigenen Nachwuchs da sein wollen, so wie Ashvir immer da gewesen war für die Zwillinge. Und es tat ihm leid, Bel stets vertrösten zu müssen, er wäre ein wundervoller Vater … auch ohne Übung.
Taima war mittlerweile sauber, und im Tiefschlaf wie es schien, als der Rotschopf sich an ihn schmiegte und ebenfalls einschlief, um zugedeckt und erstmal wieder in Ruhe gelassen zu werden, vorerst. Ilidan seufzte, wagte es sich ein bisschen zu entspannen und rieb sich mit der Linken den Nacken, ehe er aufstand und sich gegen Bel sinken ließ. Er hatte zwar eine Seele getankt aber aufregend und anstrengend war das alles dennoch gewesen. Er schnurrte gegen dessen weiße Haut und legte selbst die Arme um den hochgewachsenen Krieger, der ihn zu liebkosen begann.
„In Ordnung.“, stimmte er vorbehaltlos zu, „Aber … du kannst mich ja dennoch festbinden und füttern, das ist doch keine Drohung jetzt, oder?“
Er lachte leise und schmiegte sich an, erwiderte liebevoll den zarten Kuss und nahm dann den Kopf zurück, um Belial anlächeln zu können, er hatte ja irgendwo recht, aber es konnte doch nicht falsch sein, gut zu jenen zu sein, die es verdienten. Aber da war doch noch was, er würde sich mit dem Essen beeilen um es nicht zu vergessen.
„Nun … “, meinte er und ließ seine Hände über Belials Rücken gleiten, über dessen wundervollen Hintern und legte sie auf die Rückseite von dessen Oberschenkeln, „Einen hab ich vergessen, der seinen Lohn noch abholen muss – nach dem Essen ist sicher noch etwas Zeit.“
Er streckte sich leicht, um nun von sich aus einen Kuss zu initiieren, und schmiegte sich eng an den Krieger. Die beiden da würden erst mal schlafen, und so rührend wie Bel sich um die Patienten gekümmert hatte sehnte er sich selbst nach dessen Zuwendung und Nähe. Es tat wirklich gut, so jemanden zu haben, dem man blind vertrauen konnte, und der Schamane fühlte sich einfach nur wohl bei ihm.
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Selena

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Mi Jun 24, 2015 1:26 am

Taima war sicherlich auch glücklich darüber wie wir miteinander umgingen, es tat ja auch mir gut und Ilidan blühte nahezu auf was mich erleichtert seufzen ließ. Der Rotschopf mochte vielleicht später eine Gefahr darstellen mit seinen seltsamen Fähigkeiten doch bisher hatte er keinerlei Anzeichen gemacht, sich ja nicht mal gegen Taima gewehrt sondern mit sich machen lassen, hätte er diese Gabe also einfach so zur Benutzung hätte er sich sicherlich gerettet und würde nicht auch noch versuchen den Mann der ihm Schmerzen bereitet hatte zu helfen. Überhaupt wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte, dass er Tai half und sich so benahm, vielleicht war ich auch einfach nur zu misstrauisch aber ich traute dem Ganzen nicht und blinzelte so eher mürrisch darauf dass er sich an Taima kuschelte und mit einem leisen Seufzen tief in Schlaf versank. Sah ja recht niedlich aus wie die Beiden da miteinander kuschelten, von Taimas Seite aus wahrscheinlich eher ungewollt, aber so war es Wärme die sich an ihn schmiegte und der Kleine roch sicherlich nach Ilidan. Wäre es zu Ausschreitungen gekommen wäre er natürlich für seinen Liebsten eingestanden wenn ihr Vater etwas getan hätte, auch wenn mir das sicher nicht zustand. Manchmal war ich mir auch nicht sicher ob er mich wirklich mochte, schien niemanden so recht an sich ranzulassen, eine Schande. Es war hart gewesen gerade in den ersten Jahren als ich zu ihnen gekommen war, vollkommen alleine und nur da weil ich von ihrem Schamanen so bezaubert gewesen war. Frisches Blut und neue Kräfte waren immer willkommen wenn man sich als würdig erwies, auch wenn es mich geschmerzt hatte meine Geschwister alleine zu lassen. Einerseits vermisste ich sie, andererseits sehnte ich mich nach einer eigenen Familie mit dem Nescu den ich liebte, aber er war noch nicht so weit, der halbe Scherz den ich gemacht hatte war nur mit einem Lächeln abgespeist worden und doch schmiegte er sich an mich und reizte mich, wusste das ich nicht widerstehen könnte wenn er so mit mir sprach. Hm, da mochte jemand also gefesselte werden, ja? Ich schüttelte lächelnd den Kopf, knabberte an seinem Horn und lachte leise als ich seine Hände an meinem Hintern, dann an den Oberschenkeln spürte. „Hmm… ich glaub du bist schwach genug um gar keine Fesseln zu brauchen, da reichen meine Hände voll und ganz aus.“, das würden sie auch wenn er bei vollen Kräften war, wirklich wehren würde er sich ja nicht. Letztlich verstand ich Ilidans Ängste, auch wenn ich mich natürlich auch um sie alle kümmern konnte, wenn es danach ging würden wir niemals Kinder zusammen haben und das würde mir wohl das Herz brechen, auch wenn ich natürlich mit ihm glücklich war, waren wir doch durch unsere Gene darauf gepolt uns zu vermehren, sehnten uns danach Kinder zu haben. Dieses Sehnen musste auch er verspüren, aber wenn er noch nicht so weit war würde ich warten, ihn einfach nur so im Arm halten und sprach das Thema für den Abend lieber nicht mehr an.
Langsam wanderte meine Hand in seinen Nacken und streichelte ihn dort, ich schüttelte den Kopf und führte ihn erstmal zu unserem Deckenlager, setzte ihn dort hin, ehe ich ihm die Stirn küsste. „Bleib sitzen Liebster, ich hole dein Essen.“, lächelte ich und holte ihm eine großzügige Menge, gab sie ihm in die Hände, ehe ich mich hinter ihn setzte und langsam anfing seinen Nacken zu massieren, während er sich die Nährstoffe holte die er so dringend brauchte. „Aber wehe du isst dein Gemüse nicht.“, schalt ich ihn ernst und fing dann leise an zu lachen. „Fesseln verschieben wir auf ein anderes Mal.“, versprach ich ihm dann jedoch. „Wir wollen die Beiden doch nicht wecken und dem Kleinen am Schluss noch einen Schreck verpassen oder?“ Das war gar nicht Böse gemeint, sondern eher besorgt, es war mir bewusst was Taima getan hatte um seine Ehre zu verteidigen und da würde der Junge bestimmt nicht gut drauf reagieren sowas zu sehen. „Das bedeutet das du leise sein musste und ich sehr, sehr langsam damit wir sie nicht wecken. Denkst du das bekommst du hin?“ Ich neckte ihn, das wusste er hoffentlich, trotzdem war die Vorstellung wie ich ihn langsam weitete, in ihn eindrang und ihn unendlich langsam nahm, sodass er alles spüren konnte und sich zu einem Häuflein lustvollem Stöhnen reduzierte. Ja, das klang verlockend, hoffentlich hatte er kein Problem damit.
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Kitsune

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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Mi Jun 24, 2015 11:18 pm

Klar, für Taima war nach der 'Unterhaltung' mit Belial alles geklärt gewesen und er hatte keinerlei Mühe mehr, diesen zu akzeptieren, der Weißkopf war generell aus der Familie nicht mehr wegzudenken, zumindest für ihn, und für Ilidan sowieso. Es hatte schließlich seinen Grund, weshalb sein Bruder nicht nur Ilidan an sich heranließ sondern auch Bel – und seltsamerweise auch den kleinen Fremden. War vielleicht aus der Not heraus, aber so oder so hatte er zugelassen dass dieser da was machte, das Ilidan nicht genau bestimmen konnte, aber auch keinen Grund hatte misstrauisch zu sein, vielleicht war es ganz gut dass Bel da entsprechend aufpasste, es erinnerte ein wenig an Ashvir, nur nicht in diesem drastischen Ausmaß. So ganz sicher, was dieser von Belial hielt, war Ilidan sich auch nicht, hatte ihn zwar ohne Murren nach einer gemeinsamen und erfolgreichen Jagd mit den hiesigen Nescu ohne Murren aufgenommen und ihm ein Heim gegeben, aber vielleicht würde er … ja etwas netter sein wenn sie endlich mal den Lebensbund eingingen und Bel damit offiziell nicht nur zum Stamm, sondern zur Familie gehörte, Ash war da immer etwas eigen, aber er meinte es selten so und war ja auch nur vorsichtig. Musste es ja auch sein, er war ein guter Vater, aber das würden die wenigsten den Zwillingen wohl glauben so distanziert wie er oft wirkte. Sie vermissten ihren anderen Papa doch auch …
Wenn Taima was warmes bei sich hatte war das gut so, und auch der Kleine schien ruhiger durch dessen Nähe, sodass sie sie in Ruhe schlafen lassen könnten. Sie sahen süß zusammen aus, Kiri so klein und sein Bruder war selten so verletzlich, eher nonchalant und nie der Typ für feste Bindungen gewesen – Ilidan irgendwo aber auch. Er hätte Bel wohl längst schon den Schwur geleistet, wenn er nicht so zurückhaltend beim Thema Nachwuchs wäre, natürlich wollte er nichts lieber als die Zuneigung und Pflege, die Ashvir und Belial ihm zukommen ließen und schon gelassen hatten, an die nächste Generation weiterzugeben, hoffte ja dass vielleicht bald irgendwo ein weiterer Geistheiler geboren wurde, der ihn vertreten konnte für die Zeit der Familiengründung, so wie es normalerweise auch gemacht wurde, der Schamane war nur hin und her gerissen zwischen der Verpflichtung seinem Volk und dem Begehren Belial gegenüber, der seinetwegen immer sein Zuhause zurückgelassen hatte – natürlich wollte er eigene Kinder. Aber eben auch ihr ohnehin kleines Volk abgesichert wissen, er war der einzige mit Begabung in dieser Siedlung und es konnte jeden Tag etwas schlimmes passieren, die Wälder waren unbarmerzig.

Ilidan lachte leise, ja, er hatte rein körperlich seinem Liebsten nicht viel entgegen zu setzen, nicht dessen Kraft oder Ausdauer, aber wäre doch besser wenn er beide Hände frei hätte zum spielen, oder? Dennoch schielte er gespielt beleidigt zur Seite und zog die Lippen zu einer Schnute.
„Zu schwach? Ich sollte dir ein paar Seelen wieder wegnehmen wenn du frech wirst, Bel.“, neckte er diesen und schnurrte dann glücklich, das Knabbern am Horn ließ ihn wohligst schaudern und das leichte Kribbeln ging den kompletten Rücken herunter. Sie mochten nicht über Kinder sprechen, aber dass er sein Gegenüber über alles liebte stand nicht zur Debatte, es war Fakt. So gern er dessen Nähe genoss, Ilidan folgte brav zum Deckenlager und setzte sich bequem in den Schneidersitz, wartend bis Bel die ihm angemessen erscheinende Portion brachte – huh, reichlich, aber er hatte ja wirklich Hunger und auch viel entbehrt die letzten Tage, sodass er ohne Murren zu Essen begann. Auch das Fleisch würde er verputzen, hatte ja auch nichts gegen dieses, nur war es zu unausgewogen was die Krieger da immer an Mengen futterten ohne Beilage. Ilidan seufzte zwischenzeitlich, auch im Nacken machte sich das tagelange Meditieren in Trance bemerkbar, sodass er nur langsam aß, aber dafür gerade alles genoss und auskostete was seinem Körper schönes geboten wurde.
„Ich merk es mir.“, murmelte er zu den Fesseln und nickte, ja, besser wäre es niemanden mehr zu verängstigen in der nächsten Zeit, definitiv. Zumal er das genauso sah wie Bel, auf dessen Vorschlag hin aber etwas verwundert den Kopf wandte, ehe er lächelte.
„Du wirst mich knebeln müssen, voldór – und ob du es schaffst, dich zu beherrschen, werden wir wohl sehen müssen … “, schnurrte der Schamane und leckte sich über die nach Suppe schmeckenden Lippen, die er kurz gegen Bels Hörner drückte. Ob der kraftvolle, ausdauernde Krieger sich zurücknehmen könnte? Wenn ja, oh dann wäre es etwas neues, und so eine willkommene Ablenkung nun wo sich alles zum Guten wandte, Ilidan schnurrte lustvoll und lehnte sich zurück, trotzdem noch in Ruhe aufessend obwohl er jetzt Appetit auf was anderes hatte. Er wusste auch, dass Bel es mochte, wenn er noch seine Ritualzeichnungen trug, hatte sich diese ja nicht abgewaschen und als die Schale achtlos weggestellt worden war, drehte Ilidan sich ohne aufzustehen herum und kletterte auf den Schoß des Kriegers. Wie dieser ihn letztlich nahm, würde sich zeigen, aber zuvor wollte er von diesem Kosten, rieb ihre Lenden aneinander und teilte den Geschmack des Eintopfs mit ihm.
„Nimm mich, wie du es willst, Geliebter.“
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BeitragThema: Re: Taima und Kirian   Do Jun 25, 2015 11:34 pm

Natürlich wusste ich, dass ich noch kein wirklicher Teil der Familie war, auch wenn ich von den Zwillingen nicht nur akzeptiert sondern auch geliebt wurde, nicht mehr lange und ich würde Ashvir darum bitten dass wir die Zeremonie, das Bindungsritual vollzogen. Ich wollte es offiziell machen, auch wenn jeder wusste was wir einander bedeuteten und niemand sich dazwischen stellen würde. Selbst wenn Ilidan noch nicht bereit war Kinder zu bekommen, so wollte ich doch dass sie in diesem Bund zur Welt kamen und nicht außerhalb. Die Kinder waren dann stärker, fühlten sich geliebter und wurden bessere Krieger, Jäger und Sammler. Es gab nur Vorteile und wenn sich ein Nescu einmal band dann würde er das auch nie wieder mit jemand anderem tun. Erst wenn ein Partner starb war es erlaubt, aber manche, wie Ashvir verkrafteten den Tod des Partners einfach nicht, eigentlich hatte es bisher noch keinen anderen Fall gegeben in dem jemand sich einen neuen Partner gesucht hatte, viel mehr Fälle in denen die Partner ebenfalls kurz später starben, außer sie hatten Kinder oder Ablenkung. Der Mann war wirklich ein distanzierter Nescu, doch konnte ich ihn gut verstehen, mein Vater war von einem ähnlichen Schlag gewesen und ich verstand ihm, nahm es ihm also auch nicht übel. Ich verstand auch das er sich Sorgen machte, wusste ja auch noch nicht so recht was ich von diesen neuen Dingern halten sollte, die wenn sie alle so mager waren sicher grauenhafte Waffen hatten oder sehr gewieft waren sonst konnte ich mir nicht vorstellen wie sie Taima überwältigen konnten. So oder so waren die beiden Sorgenkinder jetzt erstmal ruhig gestellt, Kirian kuschelte sich an Taima an und lag auf seiner Brust, schnarchte leise, etwas das er davor nicht getan hatte und eine hochgezogene Augenbraue von mir bekam. Nicht dass er Taima da weckte, aber so laut war er nicht.
Na hoffentlich wartete Ilidan nicht bis da jemand geboren war, erstmal aufwuchs und erzogen wurde, immerhin wollte ich nicht nur ein Kind sondern mehrere, ich hatte sechs Geschwister, allesamt jünger als ich und die meisten von ihnen hatten bereits Partner mit Kindern, da wollte ich nicht noch so lange warten bis diese dann auch wieder Kinder bekamen. Sollten alle Stricke reißen, so würde ich irgendwann darum bitten die Kinder auszutragen, dann musste er sich schon Mal keine Gedanken machen, das würden wir schon hinbekommen. Denn letztlich waren die Wälder wirklich unbarmherzig, es konnte genauso gut sein das mir etwas passierte, aber das war alles zu viel denken, zu viel über das ich mir gerade gar keinen Kopf machen wollte.

Klar wäre es nett, wenn dieser beide Hände zum Spielen hatte, aber gefesselt konnte er nichts dagegen machen das ich ihn neckte, verwöhnte und mir nahm was ich wollte. So sehr ich es liebte wie er mitarbeitete, so sehr mochte ich es ihn wehrlos vor mir zu haben. Ich grinste und küsste ihn kurz auf die Schnute ehe ich ihm über die Haare strich und den Kopf schüttelte. „Als ob du ohne mich noch Rituale betreiben könntest, die Geister sind mich schon so gewöhnt das sie da gar nicht mitmachen würden wenn ich nicht da bin!“, erklärte ich ihm ernst, lachte dann aber weil ich es nicht so lange durchziehen konnte. „Außerdem wärst du doch traurig wenn ich dich nicht auf unser Lager drücken könnte, dich solange vereinnahmen bis du nicht mehr laufen kannst, stell dir vor ohne die Seelen wäre das nicht möglich.“ Nein, das wollte er doch nicht wirklich oder? War schön wie Ilidan sich dann brav setzte und sein Futter verspeiste, sich massieren ließ, hm da war jemand wirklich verspannt, das würde wohl noch ein wenig Bearbeitung brauchen, aber erstmal brauchten wir einander, mussten wir uns spüren, verbinden. Unwillkürlich rieb ich eines meiner Hörner an seinem, schnurrte leise während ihn massierte, durchknetete und langsam spürte wie er ein wenig entspannte. Normalerweise wäre es mir auch egal gewesen, dass uns dabei jemand sehen konnte, aber der Kleine war gerade so friedlich an Taima und hatte so viel Panik gehabt, war erschöpft und würde sowas sicherlich nicht nochmal halbwegs unbeschadet überstehen, auch wenn ich mich dahingehend nicht so gut auskannte. „Hm, nein… kein Knebeln du wirst leise sein müssen.“, lächelte ich ihn an, schnurrte leise als er mich auf mein Horn küsste und schloss die Augen, schnupperte an ihm und schlang meine Beine um ihn, während meine Arme nach vorne sanken, ihn fester an mich zogen und dafür sorgen das ich ihn komplett an mich lehnte. Schnurrend knabberte ich an seiner Ohrmuschel als er fertig gegessen hatte, lachte leise und nickte. „Gut gemacht mein Kleiner.“, lobte ich ihn, ehe ich ihn frei ließ, die Arme senkte und begutachtete wie er sich umdrehte, wendig auf meinen Schoß kletterte und seine Lippen auf meine presste, willig öffnete ich den Mund und ging auf den leidenschaftlichen Tanz ein, ehe ich nickte. Die Schale war noch nicht ganz sauber, was mich grinsen ließ, nahm meine rechte Hand und fuhr mit zwei Fingern durch die Überreste der Suppe und schaute ihn gespielt böse an. „Du hast die Suppe nicht ganz ausgeschleckt Liebster.“, schalt ich ihn und hob den Lendenschurz an, massierte mit der anderen Hand den knackigen Hintern. „Ich denke dass du die Nährstoffe dringend brauchst.“ Zog damit meine Hände von seinem Hintern und der Schüssel weg, hielt ihn am Rücken und dem Hintern fest, ehe ich mich schnell und geschmeidig bewegte, ihn auf den Boden legte, seine Beine drückte ich nach oben, legte seine Arme um sie und bedeutete ihm sie festzuhalten, begutachtete dabei die interessante Sicht. Sein Hintern war entblößt, noch etwas das ich an der Ritualkleidung liebte, weniger Stoff, mehr Zeichnungen einfach wundervoll. Mein Blick war auf seinen süßen, knackigen Hintern gerichtet, streichelte darüber und blickte ihm dann nochmal tief in die Augen. „Sht, Liebster, denk dran leise sein.“, ehe ich die Pobacken auseinander zog und während ich ihm noch tief in die Augen blickte langsam meine Zunge über seinen Eingang lecken ließ, leise schnurrte. Ein kurzer Biss folgte, wollte ihm nicht weh tun aber dafür sorgen das es schwierig wurde den Mund zu halten, ruhig zu bleiben, ihn necken. Wir hatten solange nicht miteinander geschlafen, so lange schon nicht mehr… Ich war gerade von der Jagd zurückgekommen als Taima verschwunden war, 16 lange Sonnen, ehe ich ihn nun wieder schmecken durfte, meine Zunge in ihm versenken konnte, die zarte Haut unter den Fingern spürte, gleichzeitig so zart und anziehend.
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